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Grundlagen
Pipamperon ist ein typisches Antipsychotikum aus der Familie der Butyrophenone und wird zur Behandlung von Schizophrenie und als Schlafmittel bei Depressionen eingesetzt.
Pharmakologie
Pharmakodynamik
Pipamperon bindet hauptsächlich an 5-HT2A-Rezeptoren, mit einer fast gleichen Affinität zu D4-Rezeptoren und einer mäßigen Affinität zu 5-HT2C-, D2-3, und Alpha-Adrenozeptoren. Pipamperon hat eine 15-fach höhere Affinität zu D4- als zu D2-Rezeptoren. Durch die Bindung an die genannten Rezeptoren ergibt sich die antipsychotische und antidepressive Wirkung.
Pharmakokinetik
Pipamperon wird oral eingenommen und in der Leber verstoffwechselt. Die Ausscheidung erfolgt hauptsächlich über die Nieren. Die Halbwertszeit beträgt rund 16-27 Stunden.
Toxizität
Nebenwirkungen
- Dyskinesien
- Appetitlosigkeit
- Übelkeit
- Erbrechen
- Hyperprolaktinämie
- Regelstörungen
- Erhöhter Puls
- QT-Verlängerung (EKG)
- Depression
- Müdigkeit
- Benommenheit
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
Toxikologische Daten
LD50 (Ratte, oral): 160 mg·kg−1

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.