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Grundlagen
Lymecyclin ist ein Breitspektrum-Tetracyclin-Antibiotikum der zweiten Generation, das zur Behandlung von Akne und anderen anfälligen bakteriellen Infektionen eingesetzt wird. Einige dieser Infektionen sind beispielsweise sind Infektionen der oberen Atemwege, Harnwegsinfektionen, Bronchitis, Chlamydien-Infektionen und Rickettsien-Infektionen.
Pharmakologie
Pharmakodynamik
Lymecyclin bindet an die sogenannte 30S ribosomale Untereinheit und verhindert so die Bindung von Aminoacyl-tRNA an das Ribosom, was die Verlängerung von Polypeptidketten (Proteine) verhindert. Dies führt zu einer bakteriostatischen Wirkung und hemmt somit die Vermehrung der Erreger.
Pharmakokinetik
Lymecyclin wird nach oraler Gabe zu 77-88 % resorbiert mit einer relativen Bioverfügbarkeit von 70 %. Lymecyclin wird zu 25 % mit dem Urin ausgeschieden. Die Halbwertszeit von Lymecyclin beträgt etwa 8 Stunden.
Toxizität
Nebenwirkungen
Zu den Nebenwirkungen von Lymecyclin zählen:
- Hautausschlag
- Kopfschmerzen
- Durchfall
- Übelkeit
- Erbrechen
- Dermatitis
- Leberentzündung
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Sehstörungen
Bei längerer Einnahme kann es eine Refluxösophagitis verursachen.
Toxikologische Daten
LD50 (Ratte, oral): 3200 mg/kg

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.