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Grundlagen
Ciclopirox ist ein Arzneistoff aus der gruppe der Antimykotika. Chemisch gesehen ist der Arzneistoff ein Derivat von Pyridon. Ciclopirox ist ein Arzneistoff mit einem breiten Wirkungsspektrum. Es wirkt also gegen eine Vielzahl von krankheitserregenden Pilzen. Die Anwendung erfolgt lokal in Form von Salben oder Zäpfchen. Auch als Salz in der Form von Ciclopiroxolamin findet es Anwendung. Außerdem wird Ciclopirox als Wirkkomponente in medizinischen Shampoos verwendet.
Pharmakologie
Pharmakodynamik
Ciclopirox hat die Eigenschaft Metallkationen (z.B.: Fe3+ oder Al3+) in Chelatkomplexen zu binden. Dadurch wird die Aktivität von bestimmten Enzymen (Cytochrome) gehemmt, wodurch die Energieversorgung des Pilzes gestört wird und dieser abstirbt. Zusätzlich vermindert der Wirkstoff die Stabilität der Plasmamembranen der Pilze, wodurch diese mit großer Wahrscheinlichkeit kollabiert.
Pharmakokinetik
Ciclopirox wird nur topisch (oberflächlich) angewandt. Durch die Haut werden rund 5% der aufgetragenen Menge resorbiert. Die Plasmaproteinbindung beträgt rund 95%. Ciclopirox wird durch die sogenannte Glucuronidierung in der Leber unwirksam gemacht und abgebaut. Abschließend wird es über den Urin ausgeschieden. Die Plasmahalbwertszeit beträgt im Mittel 1,7 Stunden.
Wechselwirkungen
Es sind keine Wechselwirkungen mit anderen Stoffen bekannt.
Toxizität
Nebenwirkungen nach der Anwendung von Ciclopirox sind sehr selten. In manchen Fällen kann es jedoch zu Hautreaktionen am Anwendungsort kommen (Rötungen, Juckreiz, Brennen).
Toxikologische Daten
LD50 (Ratte, oral) : >10 ml/kg

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.