Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg ist ein Vitamin-Präparat und wird zur Behandlung eines Vitamin-B1- Mangels, sofern dieser klinisch gesichert wurde, eingesetzt.
- Wirkstoff(e)
- Thiamin (Vitamin B1)
- Zulassungsinhaber
- Pascoe pharmazeutische Präparate Gesellschaft mit beschränkter Haftung
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- A11DA01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Vitamin B1-Injektopas 100 mg angewendet?
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg ist ein Vitamin-Präparat und wird zur Behandlung eines Vitamin-B1- Mangels, sofern dieser klinisch gesichert wurde, eingesetzt.
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Was ist vor der Einnahme von Vitamin B1-Injektopas 100 mg zu beachten?
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg darf nicht angewendet werden
bei Verdacht auf Überempfindlichkeit gegen Vitamin B1 (dem chemischen Grundkörper von Vitamin B1-Injektopas® 100 mg) oder Überempfindlichkeit gegen einen anderen Bestandteil von Vitamin B1-Injektopas® 100 mg.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Überempfindlichkeitsreaktionen mit Schockzuständen nach einer Vitamin B1-Spritze sind sehr selten, aber möglich (siehe unter Nebenwirkungen).
Bei Luftnot, Herzrasen, Auftreten von Quaddeln oder Kreislaufkollaps ist sofort ein Arzt zu verständigen.
Anwendung von Vitamin B1-Injektopas® 100 mg zusammen mit anderen Arzneimitteln
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg verliert bei gleichzeitiger Gabe des Krebsmittels (Zystostatikums) 5- Fluoruracil seine Wirkung.
Bei Langzeitbehandlung mit dem Entwässerungsmittel Furosemid kann ein Vitamin B1-Mangel entstehen, weil vermehrt Vitamin B1 mit dem Urin ausgeschieden wird.
Bitte informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungs- pflichtige Arzneimittel handelt.
Anwendung von Vitamin B1-Injektopas® 100 mg zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken
Es sind keine Wechselwirkungen zu erwarten.
Schwangerschaft und Stillzeit
In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte der tägliche Vitaminbedarf mit einer ausgewogenen Ernährung sichergestellt werden. Dieses Arzneimittel ist (aufgrund seiner Wirkstoffmenge) nur zur Behandlung eines Vitaminmangels bestimmt und darf daher nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt angewendet werden. Systematische Untersuchung zu einer Anwendung von Vitamin B1-Injektopas® 100 mg in der Schwangerschaft liegen nicht vor.
Vitamin B1 geht in die Muttermilch über.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrs- tüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Vitamin B1-Injektopas 100 mg enthält Natrium
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg enthält Natrium, aber weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Ampulle, d. h. nahezu „Natriumfrei“.
Wie wird Vitamin B1-Injektopas 100 mg angewendet?
Wenden Sie Vitamin B1-Injektopas® 100 mg immer genau nach der Anweisung in dieser Packungsbeilage an. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.
Soweit nicht anders verordnet:
Es werden 1-mal täglich 50-100 mg Thiaminchloridhydrochlorid (entsprechend ½ - 1 Ampulle Vitamin B1-Injektopas® 100 mg) als Spritze gegeben.
Art der Anwendung
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg wird von Ihrem Arzt oder anderem medizinischen Personal vorsichtig und langsam intramuskulär oder intravenös (in Muskel oder Vene) gespritzt.
Dauer der Anwendung
Die Dauer der Behandlung mit Vitamin B1-Injektopas® 100 mg hängt von dem Grund des Vitamin B1- Mangels ab und richtet sich nach der Anweisung des Arztes.
Wenn Sie eine größere Menge von Vitamin B1-Injektopas® 100 mg angewendet haben, als Sie sollten
Die Anwendung von Vitamin B1-Injektopas® 100 mg wird unterbrochen. Andere Maßnahmen sind im Allgemeinen nicht notwendig. Bei extremen Überdosierungen von mehr als 10 g sind Curare-ähnliche Nervenlähmungen beobachtet worden.
Körperliche Beschwerden müssen nach den momentanen medizinischen Erfordernissen ärztlich behandelt werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Vitamin B1-Injektopas 100 mg?
Wie alle Arzneimittel kann Vitamin B1-Injektopas® 100 mg Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
Sehr häufig: mehr als 1 Behandelter von 10
Häufig: 1 bis 10 Behandelte von 100
Gelegentlich: 1 bis 10 Behandelte von 1.000
Selten: 1 bis 10 Behandelte von 10.000
Sehr selten: weniger als 1 Behandelter von 10.000
Nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar
Mögliche Nebenwirkungen
Sehr selten kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen (Schweißausbrüche, Herzrasen, Hautreaktionen mit Juckreiz und Quaddeln).
Nach einer Vitamin B1-Spritze können sehr selten Schockzustände mit Kreislaufkollaps, Hautausschlägen oder Atemnot auftreten (siehe „Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen“).
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger Allee 3, D-53175 Bonn, Website: http://www.bfarm.de anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Vitamin B1-Injektopas 100 mg aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen das Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis nach „Verwendbar bis“ bzw. „Verw. bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Aufbewahrungsbedingungen
Nicht über 25 °C aufbewahren.
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Hinweis auf Haltbarkeit nach Anbruch oder Zubereitung
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg muss unmittelbar nach Öffnen der Ampulle verwendet werden. Nicht verbrauchte Reste sind zu verwerfen.
Weitere Informationen zu Vitamin B1-Injektopas 100 mg
Was Vitamin B1-Injektopas® 100 mg enthält
-
Der Wirkstoff ist:
1 Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 100 mg Thiaminchloridhydrochlorid (1 ml Injek- tionslösung enthält 50 mg Thiaminchloridhydrochlorid). -
Die sonstigen Bestandteile sind:
Natriumphosphat 12H2O, Wasser für Injektionszwecke.
Wie Vitamin B1-Injektopas® 100 mg aussieht und Inhalt der Packung
Braune Ampullen mit klarer, leicht gelber Flüssigkeit.
Vitamin B1-Injektopas® 100 mg ist in Packungen mit 5 Ampullen und 10 Ampullen sowie als Klinikpackungen mit 50 Ampullen und 100 Ampullen erhältlich.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller
Pascoe pharmazeutische Präparate GmbH, Schiffenberger Weg 55, D-35394 Giessen bzw. Großempfängerpostleitzahl D-35383 Giessen, Tel.: +49 (0)641/7960-0, Telefax: +49 (0)641/7960-109, e-mail: info@pascoe.de.
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Oktober 2020.
Sonstige Hinweise:
Der Mensch sollte Vitamin B1 möglichst täglich in ausreichenden Mengen zu sich nehmen. Vitamin B1 befindet sich in kleinen Mengen in allen pflanzlichen und tierischen Nahrungsmitteln. Besonders viel Vitamin B1 findet sich in Bierhefe, Schweinefleisch, Weizenkleie, Haferflocken, Pistazien und Vollkornprodukten.
Vitamin-B1-Mangel kann nach längerer Zeit auftreten:
-
bei Mangel- und Fehlernährung:
einseitiger Ernährung (z. B. bei Alkoholikern mit schwerwiegenden Gesundheitsfolgen), krankhafter Aufnahmestörungen von Nährstoffen im Darm,
künstlicher Ernährung durch Infusionen (sog. Tropf), weil der Patient keine Nahrung durch den Mund zu sich nehmen kann; - bei gesteigertem Bedarf und
- bei Hämodialyse (sog. Blutwäsche, z. B. bei Nierenversagen).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.






