Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Trazodon AL enthält den Wirkstoff Trazodonhydrochlorid. Dieser gehört zur Wirkstoffgruppe der so genannten Antidepressiva. Trazodon AL wird angewendet zur Behandlung der Symptome einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression ) bei Erwachsenen.
- Wirkstoff(e)
- Trazodon
- Zulassungsinhaber
- ALIUD PHARMA GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- N06AX05
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Trazodon AL 150 mg Tabletten angewendet?
Trazodon AL enthält den Wirkstoff Trazodonhydrochlorid. Dieser gehört zur Wirkstoffgruppe der so genannten Antidepressiva.
Trazodon AL wird angewendet zur Behandlung der Symptome einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression) bei Erwachsenen.
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Was ist vor der Einnahme von Trazodon AL 150 mg Tabletten zu beachten?
Trazodon AL darf NICHT eingenommen werden, wenn Sie
- allergisch gegen Trazodonhydrochlorid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- Alkohol konsumieren oder Schlafmittel einnehmen (Alkoholintoxikation oder Intoxikation mit Hypnotika).
- kürzlich einen Herzinfarkt hatten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Suizidgedanken und Verschlechterung Ihrer Depression
Wenn Sie depressiv sind, können Sie manchmal Gedanken daran haben, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen. Solche Gedanken können bei der erstmaligen Anwendung von Antidepressiva verstärkt sein, denn alle diese Arzneimittel brauchen einige Zeit, bis sie wirken, gewöhnlich etwa zwei Wochen, manchmal auch länger.
Das Auftreten derartiger Gedanken ist wahrscheinlicher,
- wenn Sie bereits früher einmal Gedanken daran hatten, sich das Leben zu nehmen oder daran gedacht haben, sich selbst zu verletzen,
- wenn Sie ein junger Erwachsener sind. Ergebnisse aus klinischen Studien haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von Suizidverhalten bei jungen Erwachsenen im Alter bis 25 Jahre gezeigt, die unter einer psychiatrischen Erkrankung litten und mit einem Antidepressivum behandelt wurden.
Gehen Sie zu Ihrem Arzt oder suchen Sie unverzüglich ein Krankenhaus auf, wenn Sie zu irgendeinem Zeitpunkt Gedanken daran entwickeln, sich selbst zu verletzen oder sich das Leben zu nehmen.
Es kann hilfreich sein, wenn Sie einem Freund oder Verwandten erzählen, dass Sie depressiv sind. Bitten Sie diese Personen, diese Packungsbeilage zu lesen. Fordern Sie sie auf Ihnen mitzuteilen, wenn sie den Eindruck haben, dass sich Ihre Depression oder Angstzustände verschlimmern, oder wenn sie sich Sorgen über Verhaltensänderungen bei Ihnen machen.
Leberprobleme
Es gibt Berichte über schwere Leberfunktionsstörungen bei der Anwendung von Trazodon. Wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome auftritt, müssen Sie sich sofort an Ihren Arzt wenden:
- Schwäche (Asthenie)
- Appetitlosigkeit (Anorexie)
- Übelkeit, Erbrechen
- Magenschmerzen
- Gelbfärbung der Haut und/oder der Augen (Gelbsucht)
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie Trazodon AL einnehmen, wenn Sie
- Konvulsionen oder Krampfanfälle (Epilepsie) haben oder jemals hatten.
- eine schwere Leber- oder Nierenerkrankung haben.
- eine Herzerkrankung haben (wie kardiovaskuläre Insuffizienz, Angina pectoris, Reizleitungsstörungen oder AV-Block unterschiedlichen Schweregrads, Arrhythmien, kürzlicher Myokardinfarkt, angeborenes Long-QT-Syndrom oder Bradykardie).
- einen niedrigen Kaliumspiegel im Blut (Hypokaliämie) haben, der zu Muskelschwäche, Zucken oder einem gestörten Herzrhythmus führen kann.
- einen niedrigen Magnesiumspiegel im Blut (Hypomagnesiämie) haben.
- eine überaktive Schilddrüse (Hyperthyreose) haben.
- Schwierigkeiten beim Wasserlassen haben oder häufig Wasser lassen müssen.
- eine vergrößerte Prostata haben.
- ein Engwinkelglaukom (eine Augenerkrankung) haben.
- niedrigen Blutdruck (Hypotonie) haben.
- Schizophrenie oder eine andere psychische Störung haben.
bereits älter sind, da Sie dann anfälliger für Nebenwirkungen sein können, wie z.B. Blutdruckabfall beim schnellen Aufrichten aus einer sitzenden oder liegenden Position (orthostatische Hypotonie), manchmal begleitet von Schwindel, Unfähigkeit, still zu sitzen oder still zu stehen, seelische Erregung, Sehen von Dingen, die nicht wirklich da sind (Halluzinationen) oder Hyponatriämie (niedrige Natriumspiegel im Blut; dies kann zu Müdigkeit, Schwächegefühl oder Verwirrtheit sowie zu Muskelschmerzen, Muskelsteifigkeit oder fehlender Muskelkoordination führen).
Unter der Anwendung von Trazodon wurde über schwere Leberfunktionsstörungen mit möglicherweise tödlichem Verlauf berichtet. Wenn Sie eine Gelbfärbung der Haut oder des Weißen in den Augen (Ikterus) oder Krankheitszeichen wie Schwäche, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen oder Bauchschmerzen bemerken, müssen Sie die Einnahme von Trazodon AL sofort beenden und sich umgehend an Ihren Arzt wenden (siehe Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Wenn Sie an Schizophrenie oder anderen psychotischen Erkrankungen leiden, kann die Anwendung von Antidepressiva zu einer Verschlechterung der psychotischen Symptome führen. Paranoide Gedanken können sich verstärken. Während der Behandlung mit Trazodon AL kann eine depressive Phase einer manisch-depressiven Psychose in eine manische Phase übergehen. In diesem Fall muss Trazodon AL abgesetzt werden.
Wenn während der Einnahme von Trazodon AL Halsschmerzen, Fieber oder grippeähnliche Symptome auftreten, müssen Sie sich umgehend an Ihren Arzt wenden. In solchen Fällen wird empfohlen, Ihr Blut untersuchen zu lassen, da sich die Blutbildstörung Agranulozytose mit diesen Symptomen klinisch manifestieren kann.
Vorsicht ist geboten, wenn Trazodon zusammen mit anderen Arzneimitteln eingenommen wird, von denen bekannt ist, dass sie das QT-Intervall verlängern oder das Risiko eines Serotoninsyndroms / malignen neuroleptischen Syndroms erhöhen (siehe „Anwendung von Trazodon AL zusammen mit anderen Arzneimitteln“ und Abschnitt 4. „Welche Nebenwirkungen sind möglich?“).
Ältere Patienten
Wenn Sie älter sind, kann es bei Ihnen beim Aufstehen oder Strecken zu Benommenheit und Schwindelgefühl kommen. Sie können sich auch müder oder schläfriger als sonst fühlen.
Erhöhte Vorsicht ist geboten, wenn der Patient an weiteren Erkrankungen leidet und Arzneimittel zur Behandlung dieser Erkrankungen zusammen mit Trazodon AL einnimmt.
Kinder und Jugendliche
Trazodon AL sollte nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren angewendet werden.
Anwendung von Trazodon AL zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden. Dies gilt auch für nicht-verschreibungspflichtige und pflanzliche Arzneimittel. Trazodon AL kann die Wirkung bestimmter anderer Arzneimittel beeinflussen. Bestimmte Arzneimittel können auch die Wirkung von Trazodon AL beeinflussen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel einnehmen/anwenden:
- Monoaminoxidase-Hemmer (MAO-Hemmer) wie Tranylcypromin, Phenelzin und Isocarboxazid (zur Behandlung von Depressionen) oder Selegilin (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit); dies gilt auch, wenn Sie eines dieser Arzneimittel in den letzten 2 Wochen eingenommen haben
- Andere Antidepressiva (wie z.B. Amitriptylin, Nefazodon oder Fluoxetin)
- Tryptophan (eine Aminosäure, die zum Aufbau von Proteinen im Körper notwendig ist)
- Triptane (Arzneimittel zur Behandlung von Migräne)
- Antipsychotika zur Behandlung der Schizophrenie und anderer psychischer Störungen (wie Phenothiazine, z.B. Chlorpromazin, Fluphenazin, Levomepromazin, Perphenazin)
- Levodopa (zur Behandlung der Parkinson-Krankheit)
- Buprenorphin (zur Behandlung von Schmerzen). Dieses Arzneimittel kann mit Trazodon AL in Wechselwirkung treten, und bei Ihnen können Symptome wie unwillkürliche, rhythmische Kontraktionen von Muskeln, einschließlich der Muskeln, die die Bewegung des Auges kontrollieren, Aufgeregtheit, Halluzinationen, Koma, übermäßiges Schwitzen, Zittern, übertriebene Reflexe, erhöhte Muskelanspannung und Körpertemperatur über 38 °C auftreten. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn derartige Symptome bei Ihnen auftreten.
- Sedativa (wie Beruhigungsmittel oder Schlaftabletten)
- Arzneimittel, von denen bekannt ist, dass sie das QT-Intervall im EKG verlängern, wie z.B. Antiarrhythmika der Klasse IA und III (eine Gruppe von Arzneimitteln zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
- Arzneimittel zur Behandlung von Allergien wie Antihistaminika
- Antibabypille (orale Kontrazeptiva)
- Muskelrelaxanzien (eine Gruppe von Arzneimitteln, die die Muskeln entspannen oder Spannungen im Muskel reduzieren können)
- Arzneimittel zur Behandlung von Epilepsie wie Carbamazepin und Phenytoin
- Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck wie Clonidin
- Digoxin (zur Behandlung von Herzproblemen)
- Warfarin (zur Hemmung der Blutgerinnung)
- Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen wie Ketoconazol und Itraconazol
- Bestimmte Arzneimittel zur Behandlung einer HIV-Infektion wie Ritonavir und Indinavir
- Erythromycin, ein Antibiotikum zur Behandlung von Infektionen
- Johanniskraut (ein pflanzliches Arzneimittel)
Narkosemittel
Wenn bei Ihnen (wegen einer Operation) eine Narkose durchgeführt werden soll, informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Zahnarzt, dass Sie Trazodon AL einnehmen.
Einnahme von Trazodon AL zusammen mit Alkohol
Während Sie Trazodon AL einnehmen, sollten Sie darauf verzichten, Alkohol zu trinken.
Schwangerschaft und Stillzeit
Schwangerschaft
Wenn Sie schwanger sind oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Trazodon AL sollte in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Wenn Sie Trazodon AL in der Spätschwangerschaft einnehmen, kann es bei Ihrem Kind nach der Geburt zu Absetzerscheinungen kommen. In diesem Fall wird Ihr Neugeborenes von Ihrem Arzt überwacht werden.
Stillzeit
Wenn Sie stillen oder wenn Sie beabsichtigen zu stillen, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Trazodon AL kann Schläfrigkeit oder Schwindel hervorrufen. Es kann außerdem zu verschwommenem Sehen und Verwirrtheit führen. Wenn dies bei Ihnen der Fall ist, dürfen Sie kein Fahrzeug führen und keine Werkzeuge oder Maschinen bedienen.
Trazodon AL enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium pro Tablette, d.h., es ist nahezu „natriumfrei“.
Wie wird Trazodon AL 150 mg Tabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Erwachsene
- Erwachsene beginnen in der Regel mit der Einnahme von 150 mg täglich als Einzeldosis oder aufgeteilt auf Teildosen.
- Ihr Arzt kann die Dosis abhängig von Ihrem Krankheitsbild schrittweise, z.B. alle 3 - 4 Tage um jeweils 50 mg, bis zu einer Höchstdosis von 300 mg täglich erhöhen.
- Bei im Krankenhaus behandelten erwachsenen Patienten kann die Dosis bis zu 600 mg täglich betragen.
Ältere Patienten
Bei älteren oder geschwächten Patienten beträgt die Anfangsdosis in der Regel 100 mg täglich.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten Trazodon AL nicht einnehmen.
Einnahme dieses Arzneimittels
- Trazodon AL ist zum Einnehmen.
- Schlucken Sie die Tablette im Ganzen mit einem Glas Wasser.
- Nehmen Sie die Tablette nach einer Mahlzeit ein. Die Einnahme dieses Arzneimittels nach einer Mahlzeit kann das Risiko von Nebenwirkungen verringern.
- Wenn Sie nach Absprache mit Ihrem Arzt Trazodon AL nur einmal täglich einnehmen sollen, sollten Sie die gesamte Tagesdosis vor dem Schlafengehen einnehmen.
Trazodon AL 50 mg Tabletten
Die Kerbe dient nicht zum Teilen der Tablette.
Trazodon AL 100 mg /- 150 mg Tabletten
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Dauer der Anwendung
Es dauert in der Regel zwei bis vier Wochen, bevor eine spürbare Besserung eintritt. Je nach Ihrem Krankheitsbild wird Ihr Arzt Ihre Dosierung in regelmäßigen Abständen überprüfen und entscheiden, ob Sie die Erhaltungstherapie weiterhin benötigen.
Wenn Sie eine größere Menge von Trazodon AL eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie eine größere Menge von Trazodon AL eingenommen haben, als Sie sollten, wenden Sie sich sofort an einen Arzt oder begeben Sie sich sofort in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Nehmen Sie die Packung des Arzneimittels mit, damit der Arzt weiß, was Sie eingenommen haben.
Es kann zu folgenden Wirkungen kommen: Übelkeit oder Erbrechen, Schläfrigkeit, Schwindelgefühl, Gefühl, einer Ohnmacht nahe zu sein, Krampfanfälle (Konvulsionen), Verwirrtheitszustand, Atem- oder Herzprobleme.
Wenn Sie die Einnahme von Trazodon AL vergessen haben
Wenn Sie die Einnahme einer Dosis vergessen haben, holen Sie diese nach, sobald Sie daran denken. Wenn es jedoch fast Zeit für Ihre nächste Einnahme ist, lassen Sie die vergessene Einnahme aus. Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Trazodon AL abbrechen
Nehmen Sie Trazodon AL so lange weiter ein, bis Ihr Arzt Sie anweist, das Arzneimittel abzusetzen. Brechen Sie die Einnahme von Trazodon AL nicht ab, auch wenn Sie sich besser fühlen. Wenn Ihr Arzt Sie anweist, die Einnahme dieser Tabletten zu beenden, wird er Ihnen sagen, wie Sie die Dosierung schrittweise absetzen sollen. Dadurch soll das Risiko von Absetzerscheinungen wie Agitiertheit, Schlafstörungen, Übelkeit, Kopfschmerzen und Unwohlsein vermieden werden.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Trazodon AL 150 mg Tabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Beenden Sie die Einnahme von Trazodon AL sofort und suchen Sie unverzüglich einen Arzt auf oder begeben Sie sich umgehend in ein Krankenhaus, wenn Sie eines oder mehrere der folgenden Krankheitszeichen bei sich bemerken:
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Anschwellen der Hände, der Füße, der Knöchel, des Gesichts, der Lippen oder des Rachens, wodurch es zu Schluck- oder Atembeschwerden kommen kann, sowie Hautjucken und Nesselausschlag. Dies kann bedeuten, dass Sie eine allergische Reaktion gegen Trazodon AL haben.
- Anhaltende, schmerzhafte Erektion des Penis ohne sexuelle Aktivität (Priapismus).
- Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen, Verwirrtheit, Bauchschmerzen, Fieber, Gelbfärbung der Augen oder der Haut (Gelbsucht). Diese Symptome können auf ein ernsthaftes Leberproblem (z.B. Hepatitis) hinweisen.
- Größere Anfälligkeit für Infektionen als gewöhnlich. Dies kann auf eine Blutbildstörung (Agranulozytose) zurückzuführen sein.
- Stärkere Neigung zu blauen Flecken als gewöhnlich. Dies kann auf eine Blutbildstörung (Thrombozytopenie) zurückzuführen sein.
- Heftige Bauchschmerzen und Blähungen, Erbrechen und Verstopfung. Dabei kann es sich um Anzeichen eines Darmverschlusses (paralytischer Ileus) handeln.
Sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn Sie folgende Nebenwirkungen bemerken: Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Gedanken daran, sich selbst zu verletzen oder Suizid zu begehen.
- Müdigkeits-, Schwäche- oder Schwindelgefühl, blasse Haut. Dabei könnte es sich um Anzeichen einer Blutarmut (Anämie) handeln.
- Schneller, langsamer oder unregelmäßiger Herzschlag.
- Konvulsionen/Krampfanfälle.
- Ungewöhnliche Hautempfindungen wie Taubheitsgefühl, Prickeln, Stechen, Brennen oder Kribbeln auf der Haut (Parästhesien).
- Verwirrtheit, Unruhe, Schweißausbrüche, Zittern, Schüttelfrost, Halluzinationen (Sehen oder Hören von Dingen, die nicht existieren), plötzliche Muskelzuckungen oder schneller Herzschlag; möglicherweise haben Sie in diesem Fall das so genannte Serotoninsyndrom.
- Starkes Unwohlsein, möglicherweise mit Atemnot (Dyspnoe), Gehschwierigkeiten oder schlurfender Gang, Zittern, unwillkürliche Muskelzuckungen und erhöhte Temperatur (über 38 °C). Dabei könnte es sich um Anzeichen einer seltenen Erkrankung mit der Bezeichnung malignes neuroleptisches Syndrom handeln.
Weitere Nebenwirkungen:
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Benommenheit oder Schläfrigkeit (Somnolenz)
- verminderte Wachsamkeit
- Schwächegefühl
- Übelkeit, Erbrechen
- Verstopfung
- Durchfall
- Mundtrockenheit, veränderte Geschmackswahrnehmung, vermehrte Speichelbildung, verstopfte Nase
- Schwindel, Kopfschmerzen, Verwirrtheit, Schwäche, Tremor (Zittern)
- verschwommenes Sehen
- Gewichtsverlust
- schneller oder langsamer Herzschlag
- Schmerzen im Brustkorb
- erhöhter Blutdruck
- Schwindel oder Benommenheit beim schnellen Aufrichten aus einer sitzenden oder liegenden Position (orthostatische Hypotonie), Ohnmacht (Synkope)
- körperliche Rastlosigkeit mit dem Gefühl innerer Anspannung (Agitiertheit), Unruhegefühl, Angstgefühl oder stärkere Nervosität als gewöhnlich
- Schlafstörungen, Albträume
- verminderter Geschlechtstrieb
- hyperaktives Verhalten oder Gedanken (Manie), Dinge für wahr halten, die nicht wahr sind (Wahnvorstellungen), Gedächtnisstörungen
- Wassereinlagerung im Gewebe (Wasserretention), wodurch es zum Anschwellen der Arme oder Beine kommen kann
- Hautausschlag
- Schmerzen in den Gliedmaßen, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, grippeartige Symptome
- erhöhte Temperatur
- häufige Infektionen mit erhöhter Temperatur, starkem Schüttelfrost, Halsschmerzen oder Mundgeschwüren. Dabei kann es sich um Anzeichen einer Blutbildstörung mit der Bezeichnung Leukopenie handeln.
- Sprachschwierigkeiten
- höhere Anzahl der weißen Blutkörperchen als normal (wird in einer Blutuntersuchung festgestellt)
- erhöhte Leberenzymwerte im Blut (wird in einer Blutuntersuchung festgestellt)
- Müdigkeits-, Schwäche- und Verwirrtheitsgefühl, Muskelschmerzen. Es kann auch zu Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen kommen. Dies kann auf niedrige Natriumspiegel im Blut zurückzuführen sein (wird in einer Blutuntersuchung festgestellt).
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Trazodon AL 150 mg Tabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton und der Blisterpackung nach „verwendbar bis“ oder „verw. bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Trazodon AL 150 mg Tabletten
Was Trazodon AL enthält
-
Der Wirkstoff ist Trazodonhydrochlorid.
Trazodon AL 50 mg Tabletten:
Jede Tablette enthält 50 mg Trazodonhydrochlorid.
Trazodon AL 100 mg Tabletten:
Jede Tablette enthält 100 mg Trazodonhydrochlorid.
Trazodon AL 150 mg Tabletten:
Jede Tablette enthält 150 mg Trazodonhydrochlorid. -
Die sonstigen Bestandteile sind: Mikrokristalline Cellulose Carboxymethylstärke-Natrium (Typ A) (Ph.Eur.) Vorverkleisterte Stärke (Mais)
Hochdisperses Siliciumdioxid Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
Wie Trazodon AL aussieht und Inhalt der Packung
Trazodon AL 50 mg Tabletten sind weiße bis gebrochen weiße, runde, bikonvexe Tabletten mit einer Kerbe und einem Durchmesser von 7,14 mm, mit der Prägung „IT“ und „I“ (jeweils auf einer Tablettenhälfte) auf der einen Seite und ohne Prägung auf der anderen Seite.
Die Kerbe dient nicht zum Teilen der Tablette.
Trazodon AL 100 mg Tabletten sind weiße bis gebrochen weiße, runde, bikonvexe Tabletten mit einer Bruchkerbe und einem Durchmesser von 9,52 mm, mit der Prägung „IT“ und „II“ (jeweils auf einer Tablettenhälfte) auf der einen Seite und ohne Prägung auf der anderen Seite. Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Trazodon AL 150 mg Tabletten sind weiße bis gebrochen weiße, ovale, flache, abgeschrägte Tabletten mit einer Bruchkerbe, 16,90 mm lang und 8,40 mm breit, mit der Prägung „IT“ und „III“ (jeweils auf einer Tablettenhälfte) auf der einen Seite und ohne Prägung auf der anderen Seite.
Die Tablette kann in gleiche Dosen geteilt werden.
Packungen mit 20, 30, 50 und 100 Tabletten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
ALIUD PHARMA GmbH Gottlieb-Daimler-Straße 19 D-89150 Laichingen info@aliud.de
Hersteller
Laboratori Fundació DAU
C/ C, 12-14 Pol. Ind. Zona Franca, 08040 Barcelona, Spanien
oder
STADA Arzneimittel AG
Stadastr. 2 -18, 61118 Bad Vilbel
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
| Deutschland | Trazodon AL 50 mg Tabletten |
| Trazodon AL 100 mg Tabletten | |
| Trazodon AL 150 mg Tabletten | |
| Italien | Trazodone EG |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im März 2026.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


