Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Suliqua ist ein injizierbares Antidiabetikum, das zwei Wirkstoffe enthält: Insulin glargin: Ein langwirksames Basalinsulin, das den ganzen Tag zur Regulierung Ihres Blutzuckerspiegels beiträgt.
- Zulassungsinhaber
- Sanofi Winthrop Industrie
- ATC Code
- A10AE54
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Suliqua 100 Einheiten/ml + 33 Mikrogramm/ml Injektionslösung im Fertigpen angewendet?
Suliqua ist ein injizierbares Antidiabetikum, das zwei Wirkstoffe enthält:
- Insulin glargin: Ein langwirksames Basalinsulin, das den ganzen Tag zur Regulierung Ihres Blutzuckerspiegels beiträgt.
- Lixisenatid: Ein „GLP-1-Analogon“, das Ihren Körper dabei unterstützt, mehr eigenes Insulin als Antwort auf einen erhöhten Blutzuckerspiegel zu produzieren, und die Aufnahme von Zucker aus der Nahrung verlangsamt.
Suliqua wird bei Erwachsenen zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 angewendet, um den Blutzuckerspiegel zu senken, wenn dieser zu hoch ist; es ist eine Ergänzung zu Diät und Bewegung. Es wird zusammen mit Metformin, mit oder ohne Natrium-Glucose-Cotransporter-2-(SGLT-2- )Hemmer („Gliflozine“), angewendet, wenn andere Arzneimittel allein nicht ausreichen, um Ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.
Wenn Sie ein anderes Antidiabetikum anwenden, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob Sie die Anwendung dieses Arzneimittels beenden sollten, wenn Sie mit Suliqua beginnen.
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Was ist vor der Einnahme von Suliqua 100 Einheiten/ml + 33 Mikrogramm/ml Injektionslösung im Fertigpen zu beachten?
Suliqua darf nicht angewendet werden,
wenn Sie allergisch gegen Insulin glargin oder Lixisenatid oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Suliqua anwenden, wenn:
- Sie Typ-1-Diabetes haben oder an einer „diabetischen Ketoazidose“ leiden (eine Komplikation, die bei Diabetes auftreten kann, wenn der Körper aufgrund von Insulinmangel nicht in der Lage ist, Glucose zu verstoffwechseln), da dieses Arzneimittel nicht das richtige für Sie ist.
- Sie an einer schweren Magen- oder Darmerkrankung leiden, z. B. einer Erkrankung der
Magenmuskulatur, die als „Magenlähmung“ (Gastroparese) bezeichnet wird und zu einer verzögerten Entleerung des Magens führt.
- Sie andere orale Arzneimittel einnehmen, die nicht zu lange in Ihrem Magen bleiben sollten, siehe Abschnitt „Orale Arzneimittel und Suliqua“.
- Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden oder Dialysepatient sind, da die Anwendung dieses Arzneimittels in diesem Fall nicht empfohlen wird.
- Sie wissen, dass Sie sich einer Operation unterziehen müssen, bei der Sie unter Narkose (Schlaf) stehen werden, informieren Sie Ihren Arzt darüber, dass Sie Suliqua anwenden.
Halten Sie sich genau an die Anweisungen Ihres Arztes hinsichtlich der anzuwendenden Menge von Suliqua, der Überwachung von Blut und Urin, Ihrer Ernährung und körperlichen Aktivität sowie der Injektionstechnik.
Wichtig:
- Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu niedrig ist (Hypoglykämie) – siehe „Was müssen Sie bei einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) tun?“ am Ende dieser Packungsbeilage.
- Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu hoch ist (Hyperglykämie) – siehe „Was müssen Sie bei zu hohem Blutzucker (Hyperglykämie) tun?“ am Ende dieser Packungsbeilage.
- Stellen Sie sicher, dass Sie das richtige Insulin anwenden – überprüfen Sie vor jeder Injektion die Bezeichnug des Insulins auf dem Etikett, um Verwechslungen mit anderen Insulinen zu vermeiden.
- Wenn Sie blind sind oder schlecht sehen können, wenden Sie den Fertigpen nicht ohne Hilfe an. Der Grund dafür ist, dass Sie das Dosierfenster am Pen nicht ablesen können. Lassen Sie sich von einer Person, die gut sieht und in der Anwendung des Pens geschult ist, helfen.
Achten Sie bei der Anwendung von Suliqua auf Folgendes und sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal:
- Starke und anhaltende Schmerzen im Bauchbereich (Abdomen). Dies kann ein Anzeichen für eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse (akute Pankreatitis) sein.
- Flüssigkeitsverlust (Dehydrierung), z. B. im Fall von Erbrechen und Durchfall. Es ist wichtig, einen Flüssigkeitsverlust zu vermeiden, indem Sie reichlich trinken, insbesondere in den ersten Behandlungswochen mit Suliqua.
Hautveränderungen an der Injektionsstelle:
Wechseln Sie die Injektionsstelle regelmäßig. Dies dient dazu, um Hautveränderungen, wie z. B. Verdickung, Dünnerwerden oder Knoten, vorzubeugen. Das Insulin wirkt möglicherweise nicht richtig, wenn Sie in einen Bereich mit Knoten injizieren.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie aktuell in einen Bereich mit Knoten injizieren, bevor Sie mit der Injektion in einen anderen Bereich
beginnen.
Ihr Arzt weist Sie möglicherweise an, Ihren Blutzucker engmaschiger zu überwachen und die Dosis Ihres Insulins oder anderer Antidiabetika anzupassen.
Bildung von Antikörpern
Die Behandlung mit Suliqua kann den Körper dazu veranlassen, Antikörper gegen Insulin glargin und/oder Lixisenatid zu bilden (Substanzen, die gegen Insulin glargin und/oder Lixisenatid wirken). Dies wird jedoch nur in sehr seltenen Fällen eine Anpassung Ihrer Suliqua-Dosis erforderlich machen.
Reisen und Suliqua
Wenn Sie ins Ausland reisen, kann das Reisen über Zeitzonen Ihren Insulinbedarf und den Zeitpunkt der Injektion beeinflussen. Sprechen Sie vor Reisen mit Ihrem Arzt. Sie müssen möglicherweise abklären:
- Ob Ihr Arzneimittel im Reiseland erhältlich ist.
- Wie Sie die Versorgung mit Ihrem Insulin, Nadeln usw. sicherstellen.
- Wie Sie Ihr Insulin während der Reise richtig aufbewahren.
- Wann Sie während der Reise Mahlzeiten zu sich nehmen und Ihr Insulin anwenden sollen.
- Mögliche Einflüsse durch die Umstellung auf andere Zeitzonen.
- Mögliche Gesundheitsrisiken in den Reiseländern.
- Welche Maßnahmen Sie im Notfall ergreifen sollen, wenn Sie sich unwohl fühlen oder krank werden.
Kinder und Jugendliche
Es gibt keine Erfahrungen zur Anwendung von Suliqua bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, daher wird die Anwendung von Suliqua in dieser Altersgruppe nicht empfohlen.
Anwendung von Suliqua zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie andere Arzneimittel anwenden, kürzlich andere Arzneimittel angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel anzuwenden. Manche Arzneimittel haben Auswirkungen auf Ihren Blutzuckerspiegel. Ihr Arzt wird Ihnen sagen, wenn Ihre Insulindosis geändert werden muss. Wenn Sie die Anwendung eines Arzneimittels beenden, müssen Sie ebenfalls vorsichtig sein.
Orale Arzneimittel und Suliqua
Da Suliqua die Magenentleerung verlangsamen kann, kann die Wirkung einiger Arzneimittel, die Sie einnehmen, beeinträchtigt werden. Manche Arzneimittel wie Antibiotika, orale Verhütungsmittel, Statine (wie Atorvastatin zur Cholesterinsenkung), magensaftresistente Tabletten oder Kapseln oder Granulate oder Pulver oder Suspensionen zum Einnehmen, die sich nicht zu lange in Ihrem Magen aufhalten sollten, müssen möglicherweise mindestens eine Stunde vor oder vier Stunden nach der Injektion von Suliqua eingenommen werden.
Nachfolgend sind die häufigsten Arzneimittel aufgeführt, die Ihre Insulinbehandlung beeinflussen können:
Ihr Blutzuckerwert kann sinken (Hypoglykämie), wenn Sie folgende Arzneimittel nehmen:
- Jedes andere Arzneimittel zur Behandlung von Diabetes
- Disopyramid – zur Behandlung bestimmter Herzerkrankungen
- Fluoxetin – zur Behandlung von Depressionen
- Pentamidin – gegen einige parasitäre Infektionen. Dies kann zu einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel führen, auf den manchmal ein zu hoher Blutzuckerspiegel folgt.
- Sulfonamid-Antibiotika – gegen Infektionen
- Fibrate – zur Senkung zu hoher Blutfettwerte
- Monoaminoxidase-(MAO-)Hemmer – zur Behandlung von Depressionen oder der Parkinson- Krankheit
- Pentoxifyllin, Propoxyphen und Salicylate (wie Acetylsalicylsäure) – gegen Schmerzen und leichtes Fieber
- Angiotensin-Converting-Enzyme-(ACE-)Hemmer – bei Herzerkrankungen oder hohem Blutdruck
Ihr Blutzuckerwert kann steigen (Hyperglykämie), wenn Sie folgende Arzneimittel nehmen:
- Danazol – bei gutartigen Wucherungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose)
- Diazoxid – bei hohem Blutdruck
- Glukagon – bei sehr niedrigem Blutzuckerspiegel
- Isoniazid – bei Tuberkulose
- Somatropin – ein Wachstumshormon
- Schilddrüsenhormone – bei Schilddrüsenerkrankungen
- Östrogene und Gestagene – wie z. B. in der Antibabypille oder die Anwendung von Östrogenen bei Knochenverlust (Osteoporose)
- Kortikosteroide, z. B. Kortison und Prednisolon – bei Entzündungen
- Proteaseinhibitoren – bei HIV
- Diuretika – bei hohem Blutdruck oder zur Entwässerung
- Clozapin, Olanzapin und Phenothiazinderivate – bei psychischen Erkrankungen
- Sympathomimetika, z. B. Epinephrin (Adrenalin), Salbutamol und Terbutalin, bei Asthma.
Ihr Blutzuckerwert kann sowohl ansteigen als auch abfallen, wenn Sie folgende Arzneimittel nehmen:
- Betablocker oder Clonidin – bei hohem Blutdruck
- Lithiumsalze – bei psychischen Erkrankungen
Betablocker
Betablocker, ebenso wie andere „Sympatholytika“ (wie Clonidin, Guanethidin oder Reserpin – bei hohem Blutdruck) können die ersten Warnzeichen einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) abschwächen oder ganz unterdrücken oder es möglicherweise erschweren, Warnzeichen zu erkennen.
Warfarin und andere Blutverdünner
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie Warfarin oder andere Blutverdünner (Antikoagulanzien) einnehmen, da möglicherweise häufigere Blutuntersuchungen (sogenannter „International Normalised Ratio“- oder INR-Test) erforderlich sind.
Wenn einer der oben genannten Punkte auf Sie zutrifft (oder Sie nicht sicher sind), sprechen Sie vor der Anwendung von Suliqua mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal.
Anwendung von Suliqua zusammen mit Alkohol
Wenn Sie Alkohol trinken, kann Ihr Blutzuckerspiegel ansteigen oder absinken – Sie müssen Ihren Blutzuckerspiegel häufiger als gewöhnlich messen.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal um Rat.
- Suliqua soll während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Es ist nicht bekannt, ob Suliqua Ihrem ungeborenen Kind schaden kann.
- Suliqua soll während der Stillzeit nicht angewendet werden. Es ist nicht bekannt, ob Suliqua in die Muttermilch übergeht.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Bei zu niedrigem oder zu hohem Blutzucker können Ihre Verkehrstüchtigkeit und Ihre Fähigkeit zum Bedienen von Werkzeugen und Maschinen eingeschränkt sein. Ihre Konzentration ist möglicherweise beeinträchtigt. Dies könnte Sie selbst oder andere in Gefahr bringen. Fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, ob Sie ein Fahrzeug führen oder Werkzeuge oder Maschinen bedienen können, wenn:
- Ihr Blutzucker oft zu niedrig ist.
- Es Ihnen schwerfällt, Ihren zu niedrigen Blutzucker zu erkennen.
Suliqua enthält Natrium und Metacresol
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h., es ist nahezu „natriumfrei“. Dieses Arzneimittel enthält Metacresol, das allergische Reaktionen auslösen kann.
Wie wird Suliqua 100 Einheiten/ml + 33 Mikrogramm/ml Injektionslösung im Fertigpen angewendet?
Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt an.
Ihr Arzt legt für Suliqua möglicherweise eine Dosis fest, die von Ihrer bisherigen Dosis an Insulin oder gegebenenfalls an einem blutzuckersenkenden Arzneimittel abweicht.
Ihr Arzt verordnet Ihnen Suliqua möglicherweise zusammen mit anderen Arzneimitteln gegen hohen Blutzucker.
Fragen Sie bei Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Dosierung
Ihr Arzt wird entscheiden:
- wie viel Suliqua Sie pro Tag benötigen und zu welcher Tageszeit,
- wann Sie Ihren Blutzuckerspiegel kontrollieren sollen und ob Sie Urintests durchführen müssen,
- wann Sie möglicherweise eine höhere oder niedrigere Dosis benötigen.
Dies hängt von Ihrem Lebensstil, Ihren Blutzucker-(Glukose-)Tests und Ihrem Insulinbedarf in der Vergangenheit ab.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, da Sie möglicherweise eine niedrigere Dosis benötigen, wenn:
- Sie 65 Jahre oder älter sind,
- Sie Nieren- oder Leberfunktionsstörungen haben.
Ihre Suliqua-Dosis wird in „Dosisschritten“ abgegeben. Das Dosisfenster auf dem Pen zeigt die Anzahl der Dosisschritte an.
Suliqua 100 Einheiten/ml + 33 Mikrogramm/ml Injektionslösung im Fertigpen (30–60):
- Dieser Pen kann pro Injektion eine Dosis von 30 bis 60 Dosisschritten in Schritten von 1 Dosisschritt abgeben.
- Jeder eingestellte Dosisschritt enthält 1 Einheit Insulin glargin und 0,33 Mikrogramm Lixisenatid.
- Injizieren Sie keine Dosis, die weniger als 30 Dosisschritte enthält.
- Injizieren Sie keine Dosis, die mehr als 60 Dosisschritte enthält.
-
Falls Sie eine Dosis von weniger als 30 Dosisschritten benötigen, wird Ihnen Ihr Arzt eine andere Stärke verschreiben. Für Dosisschritte von 10–40 Einheiten ist Suliqua
100 Einheiten/ml + 50 Mikrogramm/ml Injektionslösung im Fertigpen (10–40) erhältlich.
Stellen Sie sicher, dass Sie den richtigen Pen verwenden:
Überprüfen Sie vor jeder Injektion die Bezeichnung des Arzneimittels auf dem Etikett, um Fehler zu vermeiden, insbesondere wenn Sie sich mehr als ein Arzneimittel spritzen.
Ihr Blutzuckerspiegel kann durch viele Faktoren beeinflusst werden – Sie sollten diese Faktoren kennen und wissen, was zu tun ist, wenn sich Ihr Blutzuckerspiegel verändert. Dies wird Ihnen helfen, Über- bzw. Unterzuckerungen zu vermeiden. Für weitere Informationen, siehe „Hyperglykämie und Hypoglykämie“ am Ende dieser Packungsbeilage.
Wann wird Suliqua angewendet?
- Injizieren Sie Suliqua einmal täglich in der Stunde vor einer Mahlzeit.
- Injizieren Sie Suliqua vorzugsweise täglich vor der gleichen Mahlzeit, nachdem Sie sich für die am besten geeignete Mahlzeit für Ihre Injektion entschieden haben.
Vor der Injektion von Suliqua
- Lesen Sie die in dieser Packungsbeilage enthaltene Bedienungsanleitung durch.
- Wenn Sie nicht alle Anweisungen befolgen, erhalten Sie möglicherweise zu viel oder zu wenig Suliqua.
Wie wird Suliqua injiziert?
- Injizieren Sie Suliqua unter die Haut. Dies wird „subkutane Anwendung“ oder „s. c.“ genannt.
- Injizieren Sie das Arzneimittel in die Vorderseite Ihrer Oberschenkel, Ihrer Oberarme oder in Ihre Bauchdecke (Abdomen).
- Wechseln Sie jeden Tag die Injektionsstelle innerhalb des gewählten Bereichs – um das Risiko, dass die Haut an der Injektionsstelle dünner wird oder sich verdickt, zu verringern (siehe Abschnitt 4).
- Benutzen Sie stets für jede Injektion eine neue sterile Nadel – um das Risiko von Infektionen und einer verstopften Nadel zu reduzieren, was zu Unter- oder Überdosierung führen kann.
- Entsorgen Sie die benutzten Nadeln in einem durchstichsicheren Behältnis oder folgen Sie den Empfehlungen Ihres Apothekers.
- Teilen Sie Ihren Insulinpen mit niemandem, auch nicht, wenn die Nadel getauscht wurde – um Infektionen zu vermeiden.
- Verwenden Sie keine Spritze, um die Lösung aus dem Pen zu entnehmen – um eine mögliche Überdosierung zu vermeiden.
- Führen Sie vor jeder Injektion einen Sicherheitstest durch.
Suliqua darf nicht angewendet werden
Wenn Suliqua Partikel enthält – die Lösung muss klar, farblos und wässrig sein.
Entsorgen Sie Ihren Pen und verwenden Sie einen neuen, wenn:
- Sie bemerken, dass sich Ihre Blutzuckereinstellung unerwartet verschlechtert,
- der Pen beschädigt ist oder nicht richtig aufbewahrt wurde.
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, wenn Sie sich nicht sicher sind, dass Ihr Pen richtig funktioniert.
Wenn Sie eine größere Menge von Suliqua angewendet haben, als Sie sollten
Wenn Sie zu viel von diesem Arzneimittel angewendet haben, kann Ihr Blutzuckerspiegel zu stark abfallen – siehe „Zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie)“ am Ende dieser Packungsbeilage für weitere Hinweise.
Wenn Sie die Anwendung von Suliqua vergessen haben
- Wenn Sie eine Dosis Suliqua auslassen oder wenn Sie zu wenig Insulin gespritzt haben, kann Ihr Blutzuckerspiegel zu stark ansteigen – siehe „Zu hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)“ am Ende dieser Packungsbeilage für weitere Hinweise.
- Bei Bedarf können Sie Suliqua vor der nächsten Mahlzeit injizieren.
- Injizieren Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben.
- Injizieren Sie nicht zwei Dosen an einem Tag.
- Kontrollieren Sie Ihren Blutzucker und injizieren Sie sich Ihre nächste Dosis zur üblichen Zeit.
Wenn Sie die Anwendung von Suliqua abbrechen
Beenden Sie die Anwendung dieses Arzneimittels nicht, ohne mit Ihrem Arzt zu sprechen. Wenn Sie die Anwendung beenden, könnte dies zu einem sehr hohen Blutzuckerspiegel und einer Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose genannt) führen – siehe „Zu hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie)“ am Ende dieser Packungsbeilage für weitere Hinweise.
Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.
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Welche Nebenwirkungen hat Suliqua 100 Einheiten/ml + 33 Mikrogramm/ml Injektionslösung im Fertigpen?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Schwerwiegende Nebenwirkungen
Informieren Sie umgehend Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken – Sie benötigen möglicherweise dringend ärztliche Behandlung:
Zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) – sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen
- Wenn Ihr Blutzuckerspiegel zu stark abfällt, können Sie ohnmächtig werden.
- Eine schwere Unterzuckerung kann Ihr Gehirn schädigen und lebensbedrohlich sein. Wenn Sie Anzeichen eines zu niedrigen Blutzuckers bemerken, unternehmen Sie sofort etwas, um Ihren Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Siehe Hinweise unter „Zu niedriger Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie)“ am Ende dieser Packungsbeilage.
Sonstige Nebenwirkungen
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn eine der folgenden Nebenwirkungen bei Ihnen auftritt:
Hautveränderungen an der Injektionsstelle (nicht bekannt: Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
Wenn Sie Insulin zu häufig in dieselbe Stelle spritzen, kann die Haut sich verändern, einschließlich:
- Dünnerwerden der Injektionsstelle (Lipoatrophie)
- Verdickung an der Injektionsstelle (Lipohypertrophie)
- Knotenbildung unter der Haut, die durch Ansammlung eines Proteins namens Amyloid
verursacht wird (kutane Amyloidose; wie häufig dies auftritt, ist nicht bekannt). Das Insulin wirkt möglicherweise nicht richtig, wenn Sie in einen Bereich mit Knoten injizieren.
Wechseln Sie die Injektionsstelle bei jeder Injektion, um diesen Hautveränderungen vorzubeugen.
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Schwindelgefühl
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Hautreaktionen und allergische Reaktionen an der Injektionsstelle: Anzeichen sind z. B. Rötung, ungewohnt starker Schmerz beim Spritzen, Juckreiz, Quaddelbildung, Schwellung oder Entzündung. Dies kann sich um die Injektionsstelle herum ausbreiten. Die meisten leichteren Reaktionen auf Insulin bilden sich gewöhnlich innerhalb von wenigen Tagen bzw. Wochen zurück.
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Erkältung, laufende Nase, Halsschmerz
- Nesselsucht (Urtikaria)
- Kopfschmerz
- Verdauungsstörungen (Dyspepsie)
- Bauchschmerz
- Müdigkeit
- Gallensteine
- entzündete Gallenblase
- veränderter Geschmackssinn
Selten (kann bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
verzögerte Magenentleerung
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Suliqua 100 Einheiten/ml + 33 Mikrogramm/ml Injektionslösung im Fertigpen aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton nach „verwendbar bis“ und dem Penetikett nach „EXP“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Vor der ersten Anwendung
- Im Kühlschrank lagern, 2 °C–8 °C.
- Nicht einfrieren oder in der Nähe des Gefrierfachs oder eines Kühlelements aufbewahren.
- Den Pen im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nach der ersten Anwendung
- Den Pen nicht im Kühlschrank lagern und nicht einfrieren.
- Lagern Sie Ihren Pen nach der ersten Anwendung für maximal 28 Tage unter 25 °C und vor direkter Hitzeeinwirkung oder direktem Licht geschützt. Entsorgen Sie den Pen nach diesem Zeitraum.
- Lassen Sie Ihren Pen an einem sehr warmen oder kalten Tag nicht im Auto liegen.
- Lassen Sie die Penkappe immer aufgesetzt, wenn Sie den Pen nicht verwenden, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
- Den Pen nicht mit aufgesteckter Nadel aufbewahren.
Entsorgen Sie Arzneimittel nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall. Fragen Sie Ihren Apotheker, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Informationen zu Suliqua 100 Einheiten/ml + 33 Mikrogramm/ml Injektionslösung im Fertigpen
Was Suliqua enthält
-
Die Wirkstoffe sind Insulin glargin und Lixisenatid.
Jeder Pen enthält 300 Einheiten Insulin glargin und 100 Mikrogramm Lixisenatid in 3 ml Lösung. Jeder ml enthält 100 Einheiten Insulin glargin und 33 Mikrogramm Lixisenatid. Jeder Dosisschritt Suliqua enthält 1 Einheit Insulin glargin und 0,33 Mikrogramm Lixisenatid. - Die sonstigen Bestandteile sind: Glycerol 85 %, Methionin, Metacresol, Zinkchlorid, konzentrierte Salzsäure und Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts) und Wasser für Injektionszwecke. Siehe auch Abschnitt 2 „Suliqua enthält Natrium und Metacresol“.
Wie Suliqua aussieht und Inhalt der Packung
- Suliqua ist eine klare, farblose Lösung.
- Jeder Fertigpen (SoloStar) enthält 3 ml Lösung zur Injektion.
-
Packungsgrößen mit 3, 5 und 10 Fertigpens.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. - Nadeln sind nicht in der Packung enthalten.
Pharmazeutischer Unternehmer
Sanofi Winthrop Industrie 82 avenue Raspail
94250 Gentilly Frankreich
Hersteller
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH Industriepark Höchst
65926 Frankfurt am Main
Deutschland
Falls Sie weitere Informationen über das Arzneimittel wünschen, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des pharmazeutischen Unternehmers in Verbindung.
| België/Belgique/Belgien | Lietuva |
| Sanofi Belgium | Swixx Biopharma UAB |
| Tél/Tel: +32 (0)2 710 54 00 | Tel: +370 5 236 91 40 |
| България | Luxembourg/Luxemburg |
| Swixx Biopharma EOOD | Sanofi Belgium |
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| Česká republika | Magyarország |
| Sanofi s.r.o. | SANOFI-AVENTIS Zrt. |
| Tel: +420 233 086 111 | Tel.: +36 1 505 0050 |
| Danmark | Malta |
| Sanofi A/S | Sanofi S.r.l. |
| Tlf: +45 45 16 70 00 | Tel: +39 02 39394275 |
| Deutschland | Nederland |
| Sanofi-Aventis Deutschland GmbH | Sanofi B.V. |
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| Eesti | Norge |
| Swixx Biopharma OÜ | sanofi-aventis Norge AS |
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Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


