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Medikamente

PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner

  • Tierarzneimittel
  • Rezeptpflichtig
  • Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension zur oculonasalen Anwendung/zum Eingeben über das Trinkwasser
  • Laboratorios Calier S.A.
PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Zieltierarten
  8. Wartezeit

Das Wichtigste in Kürze

Zur aktiven Immunisierung von Hühnern gegen die Newcastle-Krankheit, zur Verringerung klinischer Anzeichen und der Mortalität. Einsetzen der Immunität: 3 Wochen nach der ersten Impfung. Dauer der Immunität bei zukünftigen Legehennen: Bis zur zehnten Lebenswoche (nach zwei Impfungen, jeweils am 1. und 21. Lebenstag).

Zieltierarten
Hühner.
Wartezeit
0 Tage.
Zulassungsinhaber
Laboratorios Calier S.A.
Abgabestatus
Apothekenpflichtig

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner bei Tieren angewendet?

Zur aktiven Immunisierung von Hühnern gegen die Newcastle-Krankheit, zur Verringerung klinischer Anzeichen und der Mortalität.

Einsetzen der Immunität: 3 Wochen nach der ersten Impfung.

Dauer der Immunität bei zukünftigen Legehennen: Bis zur zehnten Lebenswoche (nach zwei Impfungen, jeweils am 1. und 21. Lebenstag).

Dauer der Immunität bei Broilern:

Bis zur sechsten Lebenswoche (nach zwei Impfungen, jeweils am 1. und 21. Lebenstag).

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Für welche Tiere ist PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner zugelassen?

Hühner.

Gegenanzeigen und Warnhinweise zu PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner

Gegenanzeigen

Keine.

Besondere Warnhinweise

  • Impfstofflösung vor direkter Sonneneinstrahlung und Temperaturen über 25°C schützen.
  • Trinkwasser und alle bei der Impfung verwendeten Geräte (Rohre, Tränken etc.) müssen vor der Verabreichung sorgfältig gereinigt werden und frei von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln sowie Metallionen sein.
  • Pro Anwendung den gesamten Inhalt eines geöffneten Behältnisses verwenden.
  • Nur die Menge an Impfsuspension zubereiten, die innerhalb von 2 Stunden verabreicht werden kann.

Besondere Warnhinweise für jede Zieltierart

Nur gesunde Tiere impfen.

Das Vorhandensein maternaler Antikörper kann die Entwicklung einer aktiven Immunität beeinträchtigen.

Wenn ein hoher Antikörpertiter aufgrund von Feldinfektionen oder kürzlich erfolgter Impfungen der Muttertiere wahrscheinlich ist und infolgedessen von einem hohen Grad maternaler Antikörper ausgegangen werden kann, sollte das Impfprogramm entsprechend angepasst werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung bei Tieren

Geimpfte Tiere können den Impfstamm bis zu 10 Tage nach der Impfung ausscheiden. Während dieser Zeit sollte der direkte oder indirekte Kontakt von immunsupprimierten und ungeimpften Tieren aller empfänglichen Wild- und Haustierarten mit geimpften Tieren vermieden werden.

Es wird empfohlen, alle Tiere einer Anlage zeitgleich zu impfen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender

Das Virus der Newcastle Krankheit kann bei Augenkontakt bei Menschen Konjunktivitis verursachen. Aus diesem Grund sollte während der Sprühverabreichung ein entsprechender Augen- und Atemschutz (Masken/Brillen) getragen werden. Hände und Geräte nach der Anwendung waschen und desinfizieren.

Im Falle von versehentlichem Augenkontakt spülen Sie die Augen sofort mit Wasser und suchen Sie umgehend einen Arzt unter Vorlage der Packungsbeilage oder des Etiketts auf.

Personen, die mit geimpften Tieren in Kontakt kommen, sollten allgemeine Hygienegrundsätze beachten (Wechseln der Kleidung, Tragen von Handschuhen, Reinigung und Desinfektion von Stiefeln) und besonders vorsichtig im Umgang mit tierischen Abfällen und Einstreu von zuvor geimpften Tieren sein.

Legeperiode

Die Sicherheit des Tierarzneimittels während der Legeperiode wurde nicht untersucht. Nicht während der Legeperiode und/oder 4 Wochen vor Beginn der Legeperiode anwenden.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen

Es liegen keine Informationen zur Sicherheit und Wirksamkeit dieser Impfung in Verbindung mit der Verabreichung anderer Tierarzneimittel vor. Aus diesem Grund muss die Entscheidung für die Verabreichung der Impfung vor oder nach der Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels je nach Einzelfall getroffen werden.

Überdosierung (Symptome, Notfallmaßnahmen und Gegenmittel):

Es wurden keine klinischen Symptome außer den in Abschnitt 6 angegebenen bei der Verabreichung der zehnfachen Höchstdosis auf den empfohlenen Verabreichungswegen beobachtet.

Inkompatibilitäten

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

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Wie wird PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner dosiert und angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Dosierung: 1 Dosis / Tier. Impfschema:

Broiler und zukünftige Legehennen: Erstimpfung am 1. Lebenstag und die Verabreichung einer zweiten Dosis 3 Wochen später.

Art der Anwendung: oculo-nasale Verabreichung, Sprühverabreichung oder Gabe über das Trinkwasser.

Hinweise für die richtige Anwendung

Art der Anwendung: oculo-nasale Verabreichung, Sprühverabreichung oder Gabe über das Trinkwasser.

Aluminiumdeckel vom Impfstofffläschchen entfernen. Um das Impfstoffpellet aufzulösen, sollte der Gummistopfen beim Eintauchen des Fläschchens in einem mit der erforderlichen Menge sauberen, kalten Wassers gefüllten Plastikmessbecher entfernt werden. Das aufgelöste Impfstoffpellet sollte dann ins Tränksystem (orale Verabreichung), in die Sprüheinrichtung (grobdisperse Sprühverabreichung) oder in eine Pipette (oculo-nasale Verabreichung) gegeben werden.

Orale Verabreichung mit dem Trinkwasser:

  1. Die gewünschte Anzahl von Impfstoffdosen sollte in der Menge Wasser, die dem zuvor kalkulierten Trinkwasserverbrauch der zu impfenden Tiere entspricht, aufgelöst werden.
  2. Bei kleineren Herden sollte die Anzahl der Dosen aufgerundet und der Impfstoff entsprechend aufgelöst werden.
  3. Trinkwasser und alle bei der Impfung verwendeten Geräte (Rohre, Tränken etc.) müssen vor der Verabreichung sorgfältig gereinigt werden und frei von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln oder Metallionen sein.
  4. Je nach Alter und Umgebungstemperatur sollte den Tieren 2-4 Stunden vor der Impfung das Trinkwasser entzogen werden.
  5. Zum Erhalt der Virusaktivität wird empfohlen, vor dem Auflösen des Impfstoffes 2-4 g Magermilchpulver oder 20-40 g Magermilch pro Liter berechnetem Trinkwasser aufzulösen.
  6. Es wird empfohlen, die Anzahl der Tränken während der Impfung zu erhöhen. Außerdem wird empfohlen, die Bewegung der Tiere in den ersten Minuten der Impfung zu fördern, um den Zugang für alle Tiere zu gewährleisten. Erst nach dem vollständigen Verbrauch der Impfstofflösung sollte wieder frisches Trinkwasser zur Verfügung gestellt werden.
  7. Die Verabreichung sollte unmittelbar nach der Rekonstitution erfolgen.

Sprühverabreichung:

  1. Der Impfstoff sollte vorzugsweise in destilliertem oder alternativ in sauberem, kaltem, nicht chloriertem und von Metallionen freiem Wasser aufgelöst werden.
  2. Die zum Versprühen benötigte Wassermenge hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Alter der Tiere, Art der Unterbringung, Umgebungstemperatur, Besatzdichte sowie vom eingesetzten Sprühgerät ab. Nur chlorfreies oder destilliertes Wasser verwenden.
  3. Das Sprühgerät sollte frei von Rückständen, Korrosionen und Spuren von Desinfektionsmitteln sein und vorzugsweise nur zum Zwecke von Impfungen verwendet werden.
  4. Die Impfstofflösung sollte gleichmäßig über die korrekte Anzahl von Tieren aus einer Entfernung von 30-40 cm gesprüht werden, idealerweise wenn diese bei gedämpftem Licht zusammensitzen.
  5. Für Küken am ersten Lebenstag 250 ml und für ältere Tiere 500 ml pro 1.000 Tiere verabreichen. Die Sprühdüse für grobdisperses Versprühen einstellen.

Für die Erstimpfung wird grobdisperses Versprühen (Tropfengröße ≥ 100 µm) und für Wiederholungsimpfungen feinesVersprühen (Tropfengröße 50-80 µm) empfohlen.

6. Die Lüftungsanlage sollte während des Sprühvorgangs und bis zu 20-30 Minuten danach entweder ausgeschaltet oder heruntergeregelt werden.

Oculo-nasale Verabreichung:

  1. Das für die Impfung von 1.000 Tieren bestimmte Lyophilisatpellet (entsprechend 1.000 Dosen) in 50 ml destilliertem Wasser oder alternativ in klarem, kaltem, nicht chloriertem und von Metallionen freiem Wasser auflösen.
  2. Je nach Größe der Tiere eine kalibrierte Pipette für eine Tropfengröße von 50 oder 25 µl verwenden. Einen Tropfen in ein Nasenloch oder ein Auge geben. Beim Aufteilen in zwei Tropfen jeweils einen davon in ein Nasenloch und ein Auge geben.

Bei kleineren Tieren zwischen dem 1. und dem 14. Lebenstag oder kleinen Rassen eine Tropfengröße von 25 µl verabreichen. In diesem Fall zwei Tropfen (einen pro Auge oder Nasenloch) verabreichen.

Siehe auch folgende Tabelle zur oculo-nasalen Verabreichung:

  ALTER UND TIERART  
  1-14 Tage alt oder kleine Rassen   > 14 Tage alt
Anzahl Tropfen 2 Tropfen   1 Tropfen
Tropfengröße 25 µl   50 µl
  Ein Fläschchen in sterilem, destilliertem oder alternativ in
Rekonstitution sauberem, kaltem, nicht chloriertem und von Metallionen freiem
  Wasser auflösen  
  • Nasale Verabreichung: Pipette vertikal halten und einen Tropfen der Lösung in ein Nasenloch geben. Den Schnabel und das jeweils andere Nasenloch dabei geschlossen halten. Das Tier nicht loslassen, bis der Tropfen eingeatmet wurde. Die Nase des Tieres nicht mit der Spitze der Pipette verschließen. Sicherstellen, dass der Tropfen eingeatmet wird.
  • Oculare Verabreichung: Pipette vertikal halten und einen Tropfen der Lösung in das offene Auge des Tieres geben. Tier festhalten, bis der Tropfen gleichmäßig einzieht. Verletzungen der Hornhaut durch die Pipette vermeiden.

Welche Wartezeit gilt für PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner?

0 Tage.

Welche Nebenwirkungen kann PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner beim Tier haben?

Leichte Atemwegsbeschwerden können bei geimpften Tieren sehr häufig 7-10 Tage nach der Impfung auftreten. Alle Symptome klingen nach ca. 5 Tagen wieder ab.

Die Angaben zur Häufigkeit von Nebenwirkungen sind folgendermaßen definiert:

  • sehr häufig (mehr als 1 von 10 behandelten Tieren zeigen Nebenwirkungen)
  • häufig (mehr als 1 aber weniger als 10 von 100 behandelten Tieren)
  • gelegentlich (mehr als 1 aber weniger als 10 von 1.000 behandelten Tieren)
  • selten (mehr als 1 aber weniger als 10 von 10.000 behandelten Tieren)
  • sehr selten (weniger als 1 von 10.000 behandelten Tieren, einschließlich Einzelfallberichte)

Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte ihrem Tierarzt mit.

Wie ist PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Gekühlt lagern und transportieren (2°C – 8°C).

Vor Lichteinstrahlung schützen.

Nicht einfrieren.

Haltbarkeit des Tierarzneimittels im unversehrten Behältnis: 2 Jahre

Haltbarkeit nach vorschriftsmäßiger Rekonstitution: 2 Stunden

Besondere Vorsichtsmassnahmen für die Entsorgung von nicht verwendetem Tierarzneimittel oder von Abfallmaterialien, sofern erforderlich

Arzneimitell sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Weitere Informationen zu PRIMUN NEWCASTLE C30 Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner

Bezeichnung des Tierarzneimittels

PRIMUN NEWCASTLE C30, Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner.

Wirkstoff und sonstige Bestandteile

Jede rekonstituierte Impfdosis enthält:

Wirkstoff:

Lebendes Newcastle-Disease-Virus (NDV), lentogener Stamm NDV_CLS, 6.0 - 7.0 log10 EID50*

* EID50 (embryo-infektiöse Dosis 50 %: Der Virustiter ruft bei 50 % der geimpften Embryonen eine Infektion hervor)

Beigefarbenes gefriergetrocknetes Pellet.

Genehmigungsdatum der Packungsbeilage

Weitere Angaben

Verpackung:

Pappkarton mit 1 Fläschchen à 1.000 Dosen

Plastikbox mit 10 Fläschchen à 1.000 Dosen

Pappkarton mit 1 Fläschchen à 2.000 Dosen

Plastikbox mit 10 Fläschchen à 2.000 Dosen

Es werden möglicherweise nicht alle Verpackungsgrößen in Verkehr gebracht.

Falls weitere Informationen über das Tierarzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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