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Medikamente

Pimocard 1,25 mg

Pimocard 1,25 mg
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Zieltierarten
  8. Wartezeit

Das Wichtigste in Kürze

Zur Behandlung der kongestiven Herzinsuffizienz beim Hund, hervorgerufen durch Klappeninsuffizienz (Mitralklappen- und/oder Tricuspidalklappen-Regurgitation) oder durch eine dilatative Kardiomyopathie.

Zieltierarten
Hund.
Wartezeit
Nicht zutreffend.
Zulassungsinhaber
Eurovet Animal Health BV
Abgabestatus
Apothekenpflichtig

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Pimocard 1,25 mg bei Tieren angewendet?

Zur Behandlung der kongestiven Herzinsuffizienz beim Hund, hervorgerufen durch Klappeninsuffizienz (Mitralklappen- und/oder Tricuspidalklappen-Regurgitation) oder durch eine dilatative Kardiomyopathie.

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Für welche Tiere ist Pimocard 1,25 mg zugelassen?

Hund.

Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Pimocard 1,25 mg

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei hypertrophen Kardiomyopathien und bei Erkrankungen, bei denen eine Verbesserung des Herzauswurfvolumens aus funktionellen oder anatomischen Gründen nicht erzielt werden kann (z. B. Aortenstenose).

Nicht anwenden bei Hunden mit schweren Leberfunktionsstörungen, da Pimobendan hauptsächlich in der Leber verstoffwechselt wird. Siehe auch „Trächtigkeit und Laktation“ im Abschnitt „Besondere Warnhinweise“.

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Bei der Behandlung von Hunden mit Diabetes mellitus ist der Blutzuckerspiegel sorgfältig zu überwachen.

Bei Hunden, die mit Pimobendan behandelt werden, sollten regelmäßige Kontrollen der Herzfunktion und Herzmorphologie durchgeführt werden. Siehe auch Abschnitt „Nebenwirkungen“.

Die Tabletten sind aromatisiert. Um eine versehentliche Aufnahme zu verhindern, sollten die Tabletten unzugänglich für Tiere aufbewahrt werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Für den Arzt: Eine versehentliche Einnahme kann, insbesondere bei Kindern, zu Tachykardie, orthostatischer Hypotension, Gesichtsrötung und zu Kopfschmerzen führen.

Dieses Tierarzneimittel kann bei versehentlicher Einnahme kardiovaskuläre Effekte verursachen.

Trächtigkeit und Laktation:

Laboruntersuchungen an Ratten und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen. Jedoch wurden in diesen Studien nach Verabreichung hoher Dosen maternotoxische und embryotoxische Wirkungen festgestellt. Außerdem zeigten diese Untersuchungen, dass Pimobendan in die Milch übergeht.

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels wurde an trächtigen und säugenden Hündinnen nicht geprüft. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

In pharmakologischen Studien wurden keine Wechselwirkungen zwischen dem Herzglykosid Ouabain und Pimobendan festgestellt. Der durch Pimobendan induzierte Anstieg der kardialen Kontraktionskraft wird durch die Calciumantagonisten Verapamil und Diltiazem und den ß- Antagonisten Propranolol abgeschwächt.

Überdosierung:

Bei Überdosierung können Erbrechen, eine positiv chronotrope Wirkung, Apathie, Ataxie, Herzgeräusche oder Hypotension auftreten. In diesem Fall sollte die Dosis reduziert werden und eine geeignete symptomatische Behandlung eingeleitet werden.

Nach einer Langzeitbehandlung (6 Monate) gesunder Beagle-Hunde mit dem 3- bis 5-fachen der empfohlenen Dosis wurden bei einigen Hunden eine Verdickung der Mitralklappe und eine Hypertrophie des linken Ventrikels festgestellt. Diese Veränderungen sind pharmakodynamischen Ursprungs.

7. Nebenwirkungen  
Hund:    
   
Selten Erhöhte Herzfrequenz1,2, Zunahme der Mitralklappen-
(1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Regurgitation3
 
Tiere): Erbrechen2, Diarrhoe4
    Anorexie4 (Appetitlosigkeit), Lethargie4 (Antriebslosigkeit)
Sehr selten Schleimhautpetechien (kleine punktförmige Blutungen auf
(< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, der Schleimhaut), Blutungen (subkutan)5 (Blutungen unter
der Haut)
einschließlich Einzelfallberichte):
 
     

1 Aufgrund einer leichten positiv chronotropen Wirkung.

2 Diese Effekte sind dosisabhängig und können durch Dosisreduktion vermieden werden.

3 Während einer Langzeitbehandlung mit Pimobendan bei Hunden mit Mitralklappeninsuffizienz beobachtet.

4 Vorübergehend.

5 Ein Zusammenhang mit Pimobendan konnte nicht eindeutig geklärt werden, die Symptome klingen nach Beendigung der Behandlung ab.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in

der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

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Wie wird Pimocard 1,25 mg dosiert und angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Die Dosis liegt in einem Bereich von 0,2 bis 0,6 mg Pimobendan/kg Körpergewicht und Tag. Die empfohlene Tagesdosis beträgt 0,5 mg Pimobendan / kg Körpergewicht. Die Gesamttagesdosis sollte auf zwei Gaben (zu je 0,25 mg/kg Körpergewicht) verteilt werden, die erste Hälfte der Dosis sollte morgens und die zweite Hälfte ca. 12 Stunden später verabreicht werden. Jede Gabe sollte ungefähr eine Stunde vor der Fütterung erfolgen.

Die empfohlene Dosis nicht überschreiten.

Das Tierarzneimittel kann auch in Kombination mit einem Diuretikum, z. B. Furosemid, angewendet werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Das Tierarzneimittel darf nur bei Hunden mit Herzinsuffizienz angewendet werden.

Um eine Tablette mit Bruchrille in zwei gleich große Stücke zu teilen, legen Sie die Tablette mit der Bruchrille nach oben auf eine ebene Fläche. Die eine Hälfte der Tablette

mit einem Finger fixieren und gleichzeitig die andere Tablettenhälfte herunterdrücken.

Um eine Tablette mit Kreuzbruchrille in vier gleich große Stücke zu

teilen, legen Sie die Tablette mit der Bruchrille nach oben auf eine ebene Fläche und drücken Sie mit dem Daumen auf die Mitte der Kreuzbruchrille.

Welche Wartezeit gilt für Pimocard 1,25 mg?

Nicht zutreffend.

Wie ist Pimocard 1,25 mg aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 30 °C lagern.

Nicht verwendete Bruchstücke von Tabletten im Blister aufbewahren und innerhalb von 3 Tagen verbrauchen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Blister und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Weitere Informationen zu Pimocard 1,25 mg

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Pimocard 1,25 / 2,5 / 5 / 10 mg flavoured Tabletten für Hunde

Zusammensetzung

Jede Tablette enthält:  
Wirkstoffe:  
Pimobendan 1,25 / 2,5 / 5 / 10 mg

Hellbraune runde Tabletten, mit einseitiger Bruchrille.

Die Tabletten sind in zwei (1,25 mg) oder vier (2,5 mg, 5 mg und 10 mg) gleich große Stücke teilbar.

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Zulassungs-Nummern: 402262.00.00 402262.01.00 402262.02.00 402262.03.00

Packungsgrößen: Aluminium-PVC/PE/PVDC-Blister:

10 Tabletten pro Blister: 2, 5, 10 oder 25 Blister pro Faltschachtel.

Aluminium-Aluminium-Blister:

1,25 und 2,5 mg Tablette: 10 Tabletten pro Blister: 2, 5, 10 oder 25 Blister pro Faltschachtel. 5 und 10 mg Tablette: 5 Tabletten pro Blister: 4, 10, 20 oder 50 Blister pro Faltschachtel.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

TT.MM.2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Kontaktdaten

Zulassungsinhaber und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen: Eurovet Animal Health BV

Handelsweg 25

5531 AE Bladel Niederlande

Tel ++31-497-544-300

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Eurovet Animal Health BV

Handelsweg 25

5531 AE Bladel

Niederlande

Genera d.d. Svetonedeljska cesta 2 Kalinovica

10436 Rakov Potok Kroatien

Weitere Informationen

Nach der Behandlung von Hunden mit symptomatischer Herzklappeninsuffizienz in Kombination mit Furosemid konnten eine verbesserte Lebensqualität und eine höhere Lebenserwartung erzielt werden.

Nach der Behandlung einer begrenzten Anzahl von Hunden mit symptomatischer dilatativer Kardiomyopathie in Kombination mit Furosemid, Enalapril und Digoxin konnten eine verbesserte Lebensqualität und eine höhere Lebenserwartung erzielt werden.

Verschreibungspflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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