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Medikamente

MEPTID

MEPTID
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

MEPTID® ist ein starkes Schmerzmittel (Analgetikum) aus der Stoffgruppe der Hexahydro- azepine. MEPTID® wird angewendet bei mäßig starken bis starken Schmerzen verschiedener Ursachen.

Wirkstoff(e)
Meptazinol
Zulassungsinhaber
biosyn Arzneimittel GmbH
Abgabestatus
Apothekenpflichtig
ATC Code
N02AX05

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird MEPTID angewendet?

MEPTID® ist ein starkes Schmerzmittel (Analgetikum) aus der Stoffgruppe der Hexahydro- azepine.

MEPTID® wird angewendet bei mäßig starken bis starken Schmerzen verschiedener Ursachen.

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Was ist vor der Einnahme von MEPTID zu beachten?

MEPTID® darf nicht angewendet werden,

wenn Sie allergisch gegen Meptazinol oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie MEPTID® anwenden.

Bei Patienten mit erheblichen Störungen der Leber- oder der Nierenfunktion sowie bei Patienten mit beeinträchtigter Atemfunktion (obwohl in der bisherigen klinischen Prüfung MEPTID® keine klinisch bedeutende atemdämpfende Wirkung zeigte) ist besondere Vorsicht bei der Anwendung von MEPTID® geboten. Diese Vorsicht ist insbesondere geboten bei Patienten mit verminderter Atemreserve (Bronchialasthma, Emphysem [ungewöhnliche Luftansammlungen im Bereich der Lunge], verändertes Herz [Cor pulmonale] infolge chronischer Überlastung des Lungenkreislaufs, Brustkorbverletzungen) sowie bei Patienten mit Myxödem (bestimmte Erkrankungen der Schilddrüse), Schädel-Hirn-Verletzung, Drucksteigerung in der Schädelhöhle und bei Allergieneigung.

Auch bei Patienten mit Herzinfarkt ist erhöhte Vorsicht geboten, da noch nicht genügend Erkenntnisse vorliegen.

Hinweise:

Obwohl nach bisheriger Erfahrung die Wahrscheinlichkeit gering ist, dass eine körperliche oder psychische Abhängigkeit entsteht, sollte MEPTID® Patienten, die zu Medikamentenmissbrauch neigen, nur mit Vorsicht verordnet werden. Nach bisheriger Kenntnis ist MEPTID® kein geeigneter

Ersatz für Opiate bei abhängigen Personen. Bei Patienten, die zuvor längerfristig Betäubungsmittel eingenommen haben, können nach deren Ersatz durch MEPTID® Opiat-Entzugserscheinungen auftreten.

Kinder unter 2 Jahren

Bislang liegen keine Erfahrungen mit der Anwendung von MEPTID® bei Kindern unter 2 Jahren vor. Kinder unter 2 Jahren sollten daher nicht mit MEPTID® behandelt werden.

Anwendung von MEPTID® mit anderen Arzneimitteln

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen oder anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen oder angewendet haben oder beabsichtigen andere Arzneimittel einzunehmen oder anzuwenden.

Durch die gleichzeitige Anwendung von MEPTID® und den nachfolgend aufgeführten Arzneimitteln kann es zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen von MEPTID®, insbesondere zu einer

Verstärkung der Müdigkeit kommen:

  • zentral (d.h. auf die Gehirnfunktion) dämpfend wirkende Arzneimittel (wie z. B. Beruhigungsmittel),
  • Arzneimittel gegen Angststörungen (Tranquilizer),
  • Arzneimittel gegen psychische Störungen (Neuroleptika).

Bei gleichzeitiger Einnahme von Arzneimitteln, die in der Leber abgebaut werden und dort eine so genannte Enzyminduktion bewirken (u.a. Prednisolon, Diphenhydramin) kann die schmerzlindernde Wirkung von MEPTID® möglicherweise abgeschwächt werden.

Anwendung von MEPTID® zusammen mit Alkohol

Bei gleichzeitiger Anwendung von MEPTID® und Alkohol kann es zu einer Verstärkung der Nebenwirkungen von MEPTID® insbesondere zu einer Verstärkung der Müdigkeit kommen.

Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit

Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Für MEPTID® liegen keine klinischen Daten über exponierte Schwangere vor. Jedoch liegen

Daten zur Anwendung während der Geburt vor. Tierexperimentelle Studien lassen nicht auf schädliche Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes schließen.

MEPTID® sollte in der Schwangerschaft mit Vorsicht verabreicht werden. Bei Ihrem

Neugeborenen kann es zu einer Atemdämpfung kommen, wenn Sie während der Geburt MEPTID® erhalten haben.

Es ist nicht bekannt, ob Meptazinol, der in MEPTID® enthaltene Wirkstoff, über die Muttermilch ausgeschieden wird. Eine Entscheidung darüber, ob Sie während der Stillzeit mit MEPTID® behandelt werden dürfen oder ob Sie das Stillen unterbrechen sollten, ist vom behandelnden Arzt zu treffen. Bei nur einmaliger Anwendung von Meptazinol ist ein Abstillen in der Regel nicht erforderlich.

Es liegen keine Daten zum Einfluss von Meptazinol auf die Fortpflanzungsfähigkeit vor.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

MEPTID® kann die Aufmerksamkeit und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Sie können

dann auf unerwartete und plötzliche Ereignisse nicht mehr schnell genug und gezielt reagieren. Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob und unter welchen Voraussetzungen Sie z. B. Auto fahren können. Eine verstärkte Beeinträchtigung ist insbesondere im Zusammenwirken mit Alkohol oder der Einnahme von Beruhigungsmitteln und Schlafmitteln zu erwarten. Nehmen Sie dann nicht aktiv am Straßenverkehr teil! Bedienen Sie dann keine elektrischen Werkzeuge oder Maschinen! Arbeiten Sie dann nicht ohne sicheren Halt!

Wie wird MEPTID angewendet?

Wenden Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt oder Apotheker an. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.

MEPTID® wird ausschließlich durch den Arzt oder von ihm beauftragtes medizinisch geschultes

Personal angewendet. Die Dosierung wird durch den Arzt individuell festgelegt.

Die empfohlene Dosis beträgt:

Erwachsene:

i.v.: 50-100 mg Meptazinol (= 0,5 bis 1 ml MEPTID®). Im Bedarfsfall Nachinjektion der gleichen

Dosis alle 2-4 Stunden.

i.m.: 75-100 mg Meptazinol (= 0,75 bis 1 ml MEPTID® ). Im Bedarfsfall Nachinjektion der gleichen

Dosis alle 2-4 Stunden.

Während des ersten Abschnittes der Geburt

Zur Schmerzbekämpfung im ersten Abschnitt der Geburt je nach Körpergewicht:

Gewicht in kg Dosierung Meptazinol [mg]
    (MEPTID® [ml])
– 50 kg 75 mg (0,75 ml)
     
– 69 kg 100 mg (1,0 ml)
     
– 85 kg 150 mg (1,5 ml)
   
86 – 100 kg 175 mg (1,75 ml)
     
– 120 kg 200 mg (2,0 ml)
     

Bei genauer Dosierung pro kg Körpergewicht sind bis zu 2 mg/kg Körpergewicht möglich. Im Bedarfsfall Nachinjektion der gleichen Dosis alle 2-4 Stunden.

Anwendung bei Kindern ab 2 Jahren und Jugendlichen

Siehe Fachinformation.

Art und Dauer der Anwendung

Die Injektion erfolgt in den Muskel (intramuskulär) oder langsam in die Vene (intravenös).

Über die Dauer der Anwendung von MEPTID® muss der Arzt entscheiden, sie richtet sich nach der Schmerzursache bzw. der Art der Erkrankung.

Wenn Sie eine größere Menge MEPTID® angewendet haben, als Sie sollten

Erfahrungen über Vergiftungen infolge erheblicher Überdosierungen beim Menschen liegen bislang nicht vor. Im Falle einer Überdosierung ist der kardiale (das Herz betreffende) und respiratorische (die Atmung betreffende) Zustand des Patienten engmaschig zu überwachen und es sind entsprechende unterstützende Maßnahmen einzuleiten. Ein spezifischer Opioidantagonist wie Naloxon kann die Wirkungen von Meptazinol teilweise aufheben.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal.

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Welche Nebenwirkungen hat MEPTID?

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:

Sehr häufig: kann mehr als 1 von 10 Selten: kann bis zu 1 von 1000
  Behandelten betreffen   Behandelten betreffen
Häufig: kann bis zu 1 von 10 Sehr kann bis zu 1 von 10000
  Behandelten betreffen selten: Behandelten betreffen
Gelegentlich: kann bis zu 1 von 100 Nicht Häufigkeit auf Grundlage der ver-
  Behandelten betreffen bekannt: fügbaren Daten nicht abschätzbar

Sehr häufig

Übelkeit, Erbrechen, Euphorie, Dysphorie

Häufig

Müdigkeit, Schwindel, Schwitzen

Gelegentlich

Magen- und Darmstörungen (Bauchschmerzen, Verstopfung oder Durchfall), Benommenheit, Kopfschmerzen oder Halluzinationen (Wahrnehmung von nicht vorhandenen Gegenständen oder Geräuschen)

Sehr selten

Atemdämpfung, Überempfindlichkeitsreaktionen (Hautausschlag [Exanthem], Juckreiz)

Nicht bekannt

Bei Neugeborenen kann es zu einer Atemdämpfung kommen, wenn die Mutter während der Geburt MEPTID® erhalten hat, jedoch trat diese seltener und weniger ausgeprägt ein als nach

anderen, in der Geburtshilfe gebräuchlichen Schmerzmitteln vom Opiattyp.

Nach Injektion von Meptazinol wurde in Einzelfällen über eine Veränderung des Blutdrucks berichtet. Beobachtet wurde sowohl eine Blutdruckabnahme als auch, jedoch seltener, ein leichter Anstieg des Blutdrucks.

Meldung von Nebenwirkungen

Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.

Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte

Abt. Pharmakovigilanz

Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3

D-53175 Bonn

Website: www.bfarm.de

anzeigen.

Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.

Wie ist MEPTID aufzubewahren?

Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.

Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach <Verwendbar bis> angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.

Reste sind nach Anbruch zu verwerfen.

Aufbewahrungsbedingungen

Nicht über 30 °C lagern.

Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.“

Weitere Informationen zu MEPTID

Was MEPTID® enthält

Der Wirkstoff ist: Meptazinolhydrochlorid.

1 ml der Injektionslösung (1 Ampulle) enthält 115,6 mg Meptazinolhydrochlorid entsprechend 100 mg Meptazinol. Meptazinol ist m-(3-Ethylhexahydro-1-methyl-1H-azepin-3-yl)phenol.

Die sonstigen Bestandteile sind: Glucose, Wasser für Injektionszwecke.

Wie MEPTID® aussieht und Inhalt der Packung

MEPTID® ist eine klare Injektionslösung, deren Färbung von farblos bis gelblich variieren kann. MEPTID® ist in Packungen mit 10 oder 20 Ampullen zu je 1 ml Injektionslösung erhältlich.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.

Pharmazeutischer Unternehmer und Hersteller

biosyn Arzneimittel GmbH Schorndorfer Straße 32 70734 Fellbach

Tel. (0711) 575 32 00 Fax (0711) 575 32 99

E-Mail: info@biosyn.de

Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im Dezember 2021.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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