Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Gastrobac Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen Anwendungsgebiet(e) Antiseptisches Tierarzneimittel zur Anwendung bei Verschleimung der Haut und Kiemen (Schleimkrankheit, bakterielle Verschleimung, parasitäre Verschleimung).
- Zulassungsinhaber
- Sea Horse IPC B.V.
- Abgabestatus
- Freiverkäuflich
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Gastrobac Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Gastrobac Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen
Anwendungsgebiet(e)
Antiseptisches Tierarzneimittel zur Anwendung bei Verschleimung der Haut und Kiemen (Schleimkrankheit, bakterielle Verschleimung, parasitäre Verschleimung).
Symptome für die genannten Erkrankungen sind:
Vermehrte Schleimbildung auf Haut und Kiemen, eine milchig-trübe, gräulich-weiße oder bläuliche Schleimschicht, die Körper und Flossen überzieht und sich stellenweise ablösen kann. Betroffene Fische wirken matt und blass, scheuern an Boden und Einrichtung, klemmen die Flossen und zeigen häufig beschleunigte Atmung sowie verschleimte oder verfärbte Kiemen. Die Verschleimung kann bakteriell bedingt sein oder durch parasitären Befall ausgelöst werden. Eine bakteriell bedingte Verschleimung geht häufiger mit gräulich-weißen Belägen einher, eine parasitär bedingte eher mit bläulich-trübem Schleier und verstärktem Scheuern.
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Was ist vor der Einnahme von Gastrobac Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Tieren, die der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.
Schnecken und Muscheln vertragen das Tierarzneimittel nicht und werden abgetötet. Bei anderen Wirbellosen (z. B. Garnelen) sowie bei bestimmten Fischarten (z. B. Welse, Schmerlen) können Unverträglichkeiten auftreten. Schnecken, Muscheln, Garnelen u. a. sowie die betroffenen Fischarten sollten daher von der Behandlung ausgeschlossen werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Kupfersulfat eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.
Wie wird Gastrobac Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur Anwendung im Wasser.
- Bestimmen Sie das Volumen Ihres Aquariums anhand der folgenden Berechnung:
- Lesen Sie das Volumen Ihres Aquariums auf der untenstehenden Skala ab. Lesen Sie weiter unten die richtige Dosierung für Tag 1, 2 und 3 ab. Die Dosierung für Tag 2 und 3 ist gleich.
- Zum Tropfen Flasche umdrehen und auf die durchsichtige Pipette drücken (20 Tropfen = 1 ml).
Standard-Dosierung:
- Tag : 20 Tropfen auf 100 Liter Wasser
- Tag : 10 Tropfen auf 100 Liter Wasser
- Tag : 10 Tropfen auf 100 Liter Wasser
Bei keinem oder ungenügendem Erfolg einmal 50 % des Wassers wechseln (ohne Wasseraufbereiter) und die Behandlung wiederholen.
Etwa 14 Tage nach der ersten Behandlung können erneut Symptome auftreten. Es ist daher empfehlenswert, die Behandlung nach 14 Tagen zu wiederholen.
Bei Begleitinfektionen sollten diese ebenfalls behandelt werden. Dieses Tierarzneimittel kann mit Präparaten kombiniert werden, die Ethacridinlactat 6,3 mg, Methylthioniniumchlorid 4,0 mg und Malachitgrünoxalat 3,1 mg pro ml enthalten, wenn Anzeichen von Weißpünktchenkrankheit oder Samtkrankheit vorliegen.
Neue Pflanzen können die Erreger der oben genannten Krankheiten in das Aquarium einschleppen. Geben Sie neue Pflanzen daher vor dem Einsetzen in einen separaten Eimer mit Wasser und fügen Sie 2 Tropfen pro 10 Liter Wasser hinzu. Nehmen Sie die Pflanzen nach 1 bis 2 Stunden an den Wurzeln heraus, halten Sie sie mit der Spitze nach unten und schütteln Sie sie vorsichtig aus. Anschließend können Sie die Pflanzen ins Aquarium einsetzen.
Wenn sich die Symptome verschlimmern oder keine Besserung eintritt, wenden Sie sich bitte an Ihre Tierärztin oder Ihren Tierarzt.
Hinweise für die richtige Anwendung
Nicht zutreffend.
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Welche Nebenwirkungen hat Gastrobac Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen?
Keine bekannt.
Bei Komplikationen unbekannter Art Teilwasserwechsel DIREKT durchführen.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Die Meldungen sind vorzugsweise durch eine Tierärztin oder einen Tierarzt über das nationale Meldesystem an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) oder an den Freistellungsinhaber zu senden. Die Kontaktdaten sind im letzten Abschnitt der Packungsbeilage angegeben. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Auf der genannten Internetseite besteht ebenfalls die Möglichkeit der elektronischen Meldung.
Wie ist Gastrobac Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
In der Originalverpackung aufbewahren.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf der Flasche angegebenen Verfalldatum (nach „Exp.“) nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Gastrobac Konzentrat zur Herstellung einer Lösung zur Behandlung von Fischen
Zusammensetzung
1 ml Konzentrat enthält:
24 mg Kupfersulfat
0,2 mg Proflavinhemisulfat
Hellgrüne Lösung.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
UV-Bestrahlung während der Behandlung abstellen.
Aktiv-adsorbierende Filtersubstanzen (z. B. Aktivkohle, Zeolith, Ionenaustauscher) sind während der Behandlung zu entfernen. Über Filterwatte, Sand, Kies usw. kann weiter gefiltert werden.
Die Wasserqualität soll vor Beginn der Behandlung gut und artgerecht sein. Bei Bedarf zuerst Boden und Filter reinigen, dann Wasser wechseln. Eine artgerechte Haltung mit stabilen Bedingungen ist Voraussetzung für eine sichere und erfolgreiche Behandlung. Stressfaktoren erhöhen die Empfindlichkeit aller Aquarienbewohner gegenüber Krankheiten und Behandlungen. Dazu zählen
unter anderem zu hohe oder zu niedrige Temperaturen, Temperatur- oder pH-Schwankungen sowie ein nicht artgerechter Besatz mit unverträglichen Tieren oder Pflanzen.
Während der Behandlung und bis 2 Tage danach keinen Wasserwechsel durchführen, da sonst Wirkstoffe entfernt werden. Ist ein Wasserwechsel in diesem Zeitraum unumgänglich, 2 Tropfen des Tierarzneimittels pro 10 Liter frischem Wasser zugeben.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Das Aquarium 1 bis 2 Stunden nach der Anwendung beobachten und daher zu einem passenden Zeitpunkt anwenden.
Schnecken, Muscheln und Algen werden durch die Behandlung abgetötet. Abgestorbene Schnecken, Muscheln, Algen und sonstige organische Reste sind vor und während der Behandlung zu entfernen. Sie verschlechtern die Wasserqualität; werden sie von bodenbewohnenden Fischen wie Welsen oder Schmerlen aufgenommen, können diese daran verenden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei der Anwendung des Tierarzneimittels ist der Kontakt mit Haut, Schleimhäuten und Augen sowie die orale Aufnahme zu vermeiden.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen einen oder mehrere der Wirkstoffe sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel meiden.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels ist eine persönliche Schutzausrüstung bestehend aus Schutzhandschuhen zu tragen.
Nach Anwendung des Tierarzneimittels sind die Hände mit Wasser und Seife zu waschen.
Spritzer auf der Haut sollten unverzüglich abgewaschen werden. Bei versehentlichem Augenkontakt müssen die Augen sofort unter klarem fließendem Wasser gespült werden.
Bei versehentlichem Verschlucken suchen Sie sofort einen Arzt auf und zeigen Sie dem Arzt die Packungsbeilage oder das Etikett.
Das Tierarzneimittel darf nicht von Schwangeren verabreicht werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Das Tierarzneimittel darf nicht in natürlichen Gewässern ausgebracht werden, da es für Fische und andere Wasserorganismen gefährlich sein kann.
Sonstige Vorsichtsmaßnahmen:
Das Tierarzneimittel kann Flecken verursachen und auch Silikon verfärben.
Filterinhalt regelmäßig reinigen, Filter Tag und Nacht betreiben. Ohne laufenden Filter eine Sauerstoffquelle einsetzen (z. B. Luftausströmer).
Laichperiode:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels ist während der Laichperiode nicht erwiesen. Nur nach der Nutzen-Risiko-Abwägung durch den behandelnden Tierarzt oder die behandelnde Tierärztin verwenden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Nicht gleichzeitig mit anderen Tierarzneimitteln verwenden.
Vermeiden Sie Ammonium-Entgiftungsmittel, da sie toxische Reaktionen hervorrufen können.
Chemisch aktive Produkte können die Wirkung verringern oder sogar Reaktionen hervorrufen. Wenn dies der Fall ist, liegt es oft an der übermäßigen Verwendung von Chlorentfernern oder Metallbindern (Inhaltsstoffe vieler Wasseraufbereiter) oder an der Verwendung von Oxidationsmitteln (Wasserstoffperoxid, Ozon), Kunstharzen und UV-Licht. Oft reicht es aus, vor der Behandlung einen ausgiebigen Wasserwechsel (30-50%) ohne Wasseraufbereiter durchzuführen.
Überdosierung: Nicht überdosieren.
Im Falle einer versehentlichen Überdosierung Wasser wechseln und/oder über frische Aktivkohle filtern.
Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen:
Von der Zulassung freigestelltes Tierarzneimittel nach § 4 Abs. 1 Tierarzneimittelgesetz. Es ist verboten, dieses Tierarzneimittel bei anderen Tieren als den folgenden Heimtieren anzuwenden: In Aquarien oder Teichen gehaltene Tiere, Zierfische, Ziervögel, Brieftauben, Terrarientiere, Kleinnager, Frettchen oder Hauskaninchen, die nicht der Gewinnung von Lebensmitteln dienen.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.
Freistellungsnummer und Packungsgrößen
VF7029097
- Faltschachtel mit 1 x 10 ml Flasche
- Faltschachtel mit 1 x 20 ml Flasche
- Faltschachtel mit 1 x 50 ml Flasche
- 180 ml Flasche mit Dosierbecher
- 500 ml Flasche mit Dosierbecher
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
{MM/JJJJ}
Weitere Informationen
Bei freigestellten Tierarzneimitteln erfolgt keine behördliche Prüfung auf pharmazeutische Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit. Die Angabe von Indikationen erfolgt auf Basis der Erfahrungen des Herstellers.
Frei verkäuflich.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


