Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Eisencarboxymaltose AL ist ein Arzneimittel, das Eisen enthält. Eisenhaltige Arzneimittel werden verwendet, wenn Sie nicht über ausreichend Eisen im Körper verfügen. Dies wird als Eisenmangel bezeichnet. Eisencarboxymaltose AL wird zur Behandlung von Eisenmangel angewendet, wenn: durch den Mund aufgenommenes Eisen nicht wirksam genug ist.
- Wirkstoff(e)
- Eisen(III)-Carboxymaltose
- Zulassungsinhaber
- ALIUD PHARMA GmbH
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- B03AC
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Eisencarboxymaltose AL 50 mg/ml Dispersion zur Injektion/Infusion angewendet?
Eisencarboxymaltose AL ist ein Arzneimittel, das Eisen enthält.
Eisenhaltige Arzneimittel werden verwendet, wenn Sie nicht über ausreichend Eisen im Körper verfügen. Dies wird als Eisenmangel bezeichnet.
Eisencarboxymaltose AL wird zur Behandlung von Eisenmangel angewendet, wenn:
- durch den Mund aufgenommenes Eisen nicht wirksam genug ist.
- Sie durch den Mund aufgenommenes Eisen nicht vertragen.
- Ihr Arzt der Meinung ist, dass Sie sehr schnell Eisen benötigen, um Ihre Eisenspeicher aufzufüllen.
Ihr Arzt entscheidet anhand einer Blutuntersuchung, ob Sie an einem Eisenmangel leiden.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Eisencarboxymaltose AL 50 mg/ml Dispersion zur Injektion/Infusion zu beachten?
Eisencarboxymaltose AL darf NICHT angewendet werden,
- wenn Sie allergisch gegen Eisen(III)-Carboxymaltose oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind.
- wenn bei Ihnen in der Vergangenheit bereits schwerwiegende allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen) gegenüber anderen injizierbaren Eisenpräparaten aufgetreten sind.
- wenn Sie an einer Anämie leiden, die nicht durch Eisenmangel bedingt ist.
- wenn bei Ihnen eine Eisenüberladung (d.h. wenn Sie zu viel Eisen im Körper haben) oder Eisenverwertungsstörungen vorliegen.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Ihnen Eisencarboxymaltose AL verabreicht wird,
- wenn bei Ihnen Arzneimittelallergien aufgetreten sind.
- wenn bei Ihnen ein systemischer Lupus erythematodes (SLE) besteht.
- wenn bei Ihnen eine rheumatoide Arthritis besteht.
- wenn Sie schweres Asthma, Hautausschlag oder andere Allergien haben.
- wenn Sie eine Infektion haben.
- wenn Sie Leberfunktionsstörungen haben.
- wenn Sie einen niedrigen Phosphatspiegel im Blut haben oder hatten.
Durch eine fehlerhafte Verabreichung von Eisencarboxymaltose AL kann es dazu kommen, dass das Präparat an der Verabreichungsstelle ausläuft, was an der Verabreichungsstelle zu Hautreizungen und möglicherweise langanhaltenden braunen Verfärbungen führen kann. Die Verabreichung muss sofort unterbrochen werden, wenn dies passiert.
Kinder und Jugendliche
Eisencarboxymaltose AL darf Kindern unter 1 Jahr nicht verabreicht werden.
Anwendung von Eisencarboxymaltose AL zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt. Wenn Eisencarboxymaltose AL zusammen mit oralen Eisenpräparaten verabreicht wird, ist es möglich, dass diese oralen Präparate weniger wirksam sind.
Schwangerschaft und Stillzeit
Es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung von Eisencarboxymaltose AL bei Schwangeren vor. Es ist wichtig, dass Sie es Ihrem Arzt vor Anwendung des Arzneimittels sagen, wenn Sie schwanger sind, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden.
Wenn Sie während der Behandlung schwanger werden, müssen Sie Ihren Arzt um Rat fragen. Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie dieses Arzneimittel weiter erhalten sollen oder nicht.
Wenn Sie stillen, fragen Sie vor der Anwendung von Eisencarboxymaltose AL Ihren Arzt um Rat. Es ist unwahrscheinlich, dass Eisencarboxymaltose AL ein Risiko für das gestillte Kind darstellt.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Eisen(III)-Carboxymaltose hat keinen oder einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Wenn bei Ihnen jedoch nach der Verabreichung Schwindel auftritt, sollten Sie bis zum Abklingen der Symptome kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen.
Eisencarboxymaltose AL enthält Natrium
Dieses Arzneimittel enthält bis zu 5,5 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz) pro ml unverdünnter Dispersion. Dies entspricht 0,3% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung. esJedeistDurchstechflaschenahezu „natriumfrei“mit. 2 ml Dispersion enthält weniger als 1 mmol (23 mg) Natrium, d.h.,
Jede Durchstechflasche mit 10 ml Dispersion enthält bis zu 55 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz). Dies entspricht 2,8% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Jede Durchstechflasche mit 20 ml Dispersion enthält bis zu 110 mg Natrium (Hauptbestandteil von Kochsalz/Speisesalz). Dies entspricht 5,5% der für einen Erwachsenen empfohlenen maximalen täglichen Natriumaufnahme mit der Nahrung.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Eisencarboxymaltose AL 50 mg/ml Dispersion zur Injektion/Infusion?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Schwerwiegende Nebenwirkungen:
Teilen Sie Ihrem Arzt umgehend mit, wenn Sie eines der folgenden Anzeichen und Symptome bemerken, da dies auf eine schwerwiegende allergische Reaktion hinweisen könnte: Ausschlag (z.B. Quaddeln), Jucken, Schwierigkeiten beim Atmen, pfeifendes Atemgeräusch
und/oder Schwellung der Lippen, Zunge, des Rachens oder Körpers und ReaktionBrus rbschmerzen,namens „Kounisdie einSyndrom“Zeichenseinfür einekönnenpotenziell. schwerwiegende allergische
Bei manchen Patienten können diese allergischen Reaktionen (betrifft weniger als 1 von 1 000 Personen) schwerwiegend oder lebensbedrohlich werden (auch als anaphylaktische
Reaktionen bekannt). Die allergischen Reaktionen können mit Herz-Kreislauf-Problemen und einem Verlust des Bewusstseins einhergehen.
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie an zunehmender Müdigkeit, Muskel- oder Knochenschmerzen (Schmerzen in Ihren Armen oder Beinen, Gelenken oder im Rücken) leiden. Das könnte ein Hinweis auf einen Abfall des Blutphosphatspiegels sein, wodurch es zu einer Knochenerweichung kommen kann (Osteomalazie). Diese Erkrankung kann manchmal zu Knochenbrüchen führen. Ihr Arzt überprüft gegebenenfalls auch den Phosphatspiegel in Ihrem Blut, insbesondere wenn Sie über einen längeren Zeitraum eine Behandlung mit Eisenpräparaten benötigen.
Ihrem Arzt sind diese möglichen Nebenwirkungen bekannt und er wird Sie während und nach der Verabreichung von Eisencarboxymaltose AL überwachen.
Weitere Nebenwirkungen, die Sie Ihrem Arzt mitteilen sollten, wenn Sie dadurch erheblich beeinträchtigt werden:
Häufig (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen):
Kopfschmerz, Schwindel, Hitzewallungen (Gesichtsröte), hoher Blutdruck, Übelkeit und Reaktionen an der Injektions-/Infusionsstelle (siehe auch Abschnitt 2).
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
Taubheit, kribbelndes oder stechendes Gefühl auf der Haut, Veränderung Ihres Geschmacksempfindens, hohe Herzfrequenz, niedriger Blutdruck, Schwierigkeiten beim Atmen, Erbrechen, Verdauungsstörung, Magenschmerzen, Verstopfung, Durchfall, Jucken, Quaddeln, gerötete Haut, Ausschlag, Muskel-, Gelenk- und/oder Rückenschmerzen, Schmerzen in Armen oder Beinen, Muskelkrämpfe, Fieber, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb, Schwellung der Hände und/oder Füße, Schüttelfrost und allgemeines Unwohlsein.
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
Venenentzündung, Beklemmungen, Ohnmacht, Schwächegefühl, pfeifende Atemgeräusche, starker Abgang von Darmgasen (Blähungen), rasches Anschwellen von Gesicht, Mund, Zunge oder Hals mit eventuell daraus resultierenden Atemproblemen, Blässe und Hautverfärbungen an anderen Körperstellen als dem Verabreichungsort.
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar): Bewusstlosigkeit und Anschwellen des Gesichts.
Grippeähnliche Symptome (kann bis zu 1 von 1 000 Personen betreffen), die für gewöhnlich Fieber sowie Muskel- und Gelenkschmerzen einschließen, können innerhalb weniger Stunden oder mehrerer Tage nach der Verabreichung auftreten.
Manche Blutwerte können vorübergehende Änderungen aufweisen, was sich anhand von Laboruntersuchungen nachweisen lässt. Folgende Veränderung der Blutwerte tritt häufig auf: Verringerung des Phosphorspiegels im Blut.
Folgende Veränderungen der Blutwerte treten gelegentlich auf: Anstieg bestimmter Leberenzyme, die als Alaninaminotransferase, Aspartataminotransferase, Gamma- Glutamyltransferase und alkalische Phosphatase bezeichnet werden, und Anstieg eines als Laktatdehydrogenase bezeichneten Enzyms.
Fragen Sie Ihren Arzt nach weiteren Informationen.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D- 53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Eisencarboxymaltose AL 50 mg/ml Dispersion zur Injektion/Infusion aufzubewahren?
Bewahrdürfen diesesS dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie Arzneimittel nach dem auf dem Umkarton oder dem Etikett nach „verw. bis“ angegebenen Verfallsdatum nicht mehr verwenden. Das Verfallsdatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Nicht über 30 °C lagern. Nicht einfrieren.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z.B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Dänemark Deutschland Finnland Norwegen
Weitere Informationen zu Eisencarboxymaltose AL 50 mg/ml Dispersion zur Injektion/Infusion
Was Eisencarboxymaltose AL enthält
-
Der Wirkstoff ist Eisen (als Eisen(III)-Carboxymaltose). Das Eisen ist in dem Arzneimittel in einer Konzentration von 50 mg pro Milliliter enthalten.
1 Durchstechflasche mit 2 ml Dispersion enthält 100 mg Eisen (als Eisen(III)- Carboxymaltose).
1 Durchstechflasche mit 10 ml Dispersion enthält 500 mg Eisen (als Eisen(III)- Carboxymaltose).
1 Durchstechflasche mit 20 ml Dispersion enthält 1 000 mg Eisen (als Eisen(III)- Carboxymaltose). - Die sonstigen Bestandteile sind Natriumhydroxid (zur Einstellung des pH-Werts), Salzsäure 37% (zur Einstellung des pH-Werts) und Wasser für Injektionszwecke.
Wie Eisencarboxymaltose AL aussieht und Inhalt der Packung
Eisencarboxymaltose AL ist eine dunkelbraune, wässrige Lösung, frei von Sediment. Dispersion zur Injektion/Infusion.
Eisencarboxymaltose AL wird in Durchstechflaschen aus Glas mit folgendem Inhalt angeboten:
- 2 ml Dispersion. Packungsgrößen mit 1, 2 oder 5 Durchstechflaschen.
- 10 ml Dispersion. Packungsgrößen mit 1, 2 oder 5 Durchstechflaschen.
- 20 ml Dispersion. Packungsgrößen mit 1 Durchstechflasche.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
ALIUD PHARMA GmbH
Gottlieb-Daimler-Str. 19 89150 Laichingen Deutschland info@aliud.de
Hersteller
Universal Farma S.L.
C/ Dulcinea S/N
Alcala De Henares
28805 Madrid
Spanien
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes
(EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
Belgien Ferric carboxymaltose EG 50 mg ijzer/ml dispersie voor injectie/infusie
Ferric carboxymaltose EG 50 mg fer/ml dispersion injectable/pour perfusion
Ferric carboxymaltose EG 50 mg Eisen/ml Dispersion zur Injektion/Infusion
Molivran
Eisencarboxymaltose AL 50 mg/ml Dispersion zur Injektion/Infusion
Molivran
Molivran
| Österreich | Eisencarboxymaltose STADA 50 mg/ml Dispersion zur |
| Injektion/Infusion | |
| Schweden | Molivran |
| Spanien | CARBOXIMALTOSA FÉRRICA STADA 50 mg/ml DISPERSIÓN |
| INYECTABLE Y PARA PERFUSIÓN |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im August 2026.
Die folgenden Informationen sind für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Überwachen Sie die Patienten sorgfältig auf Anzeichen und Symptome von Überempfindlichkeitsreaktionen während und nach jeder Verabreichung von Eisencarboxymaltose AL.
Eisencarboxymaltose AL darf nur verabreicht werden, wenn für die Beurteilung und Behandlung anaphylaktischer Reaktionen geschultes medizinisches Personal unmittelbar verfügbar ist und umfassende Einrichtungen zur Wiederbelebung vorhanden sind. Der Patient sollte für mindestens 30 Minuten nach jeder Eisencarboxymaltose AL-Gabe hinsichtlich des Auftretens von Nebenwirkungen beobachtet werden.
Schritt 1: Bestimmung des Eisenbedarfs
Der individuelle Eisenbedarf zur Wiederauffüllung der Eisenspeicher mithilfe von Eisencarboxymaltose AL wird anhand des Körpergewichts und Hämoglobin (Hb)-Spiegels des Patienten ermittelt. Informationen zur Bestimmung des Gesamtbedarfs an Eisen sind in Tabelle 1 enthalten. Es kann sein, dass 2 Dosen erforderlich sind, um den Gesamtbedarf an Eisen zu decken. Unter Schritt 2 finden Sie Informationen zu den maximalen Eisendosen.
| Tabelle 1: | Bestimmung des Gesamtbedarfs an Eisen | ||||||
| Hb | Körpergewicht des Patienten | ||||||
| g/dl | mmol/l | unter 35 kg | 35 kg bis | 70 kg und mehr | |||
| <70 kg | |||||||
| <10 | <6,2 | 30 mg/kg | 1 500 mg | 2 000 mg | |||
| Körpergewicht | |||||||
| 10 bis <14 | 6,2 bis <8,7 | 15 mg/kg | 1 000 mg | 1 500 mg | |||
| Körpergewicht | |||||||
| 15 mg/kg | 500 mg | 500 mg | |||||
| Körpergewicht |
Schritt 2: Berechnung und Verabreichung der maximalen Eisendosis/-dosen
Auf Basis des ermittelten Gesamtbedarfs an Eisen sollte Eisencarboxymaltose AL in geeigneten Dosen verabreicht werden. Dabei gilt:
Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren
Eine Einzeldosis Eisencarboxymaltose AL sollte folgende Werte nicht überschreiten:
- 15 mg Eisen/kg Körpergewicht (Verabreichung als intravenöse Injektion) oder 20 mg Eisen/kg Körpergewicht (Verabreichung als intravenöse Infusion)
- 1 000 mg Eisen (20 ml Eisencarboxymaltose AL)
Die maximal empfohlene kumulative Dosis Eisencarboxymaltose AL beträgt 1 000 mg Eisen (20 ml Eisencarboxymaltose AL) pro Woche. Wenn der Gesamtbedarf an Eisen höher ist,
sollte eine zusätzliche Dosis frühestens 7 Tage nach der ersten Dosis verabreicht werden.
Kinder und Jugendliche von 1 bis 13 Jahren
Eine Einzeldosis Eisencarboxymaltose AL sollte folgende Werte nicht überschreiten:
- 15 mg Eisen/kg Körpergewicht
- 750 mg Eisen (15 ml Eisencarboxymaltose AL)
Die maximal empfohlene kumulative Dosis Eisencarboxymaltose AL beträgt 750 mg Eisen (15 ml Eisencarboxymaltose AL) pro Woche. Wenn der Gesamtbedarf an Eisen höher ist, sollte eine zusätzliche Dosis frühestens 7 Tage nach der ersten Dosis verabreicht werden.
Kinder unter 1 Jahr
Eisencarboxymaltose AL wird nicht empfohlen für die Anwendung bei Kindern unter 1 Jahr.
Patienten mit hämodialysepflichtiger chronischer Nierenerkrankung
Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren mit hämodialysepflichtiger chronischer Nierenerkrankung darf eine einmal tägliche Höchstdosis von 200 mg Eisen nicht überschritten werden.
Bei Kindern im Alter von 1 bis 13 Jahren mit hämodialysepflichtiger chronischer Nierenerkrankung wird die Anwendung von Eisen(III)-Carboxymaltose nicht empfohlen.
Art der Anwendung
Eisencarboxymaltose AL darf nur intravenös verabreicht werden: als Injektion, als Infusion oder während der Hämodialyse unverdünnt direkt in die venöse Leitung des Dialysegerätes gespritzt. Eisencarboxymaltose AL darf nicht subkutan oder intramuskulär verabreicht werden.
Bei der Verabreichung von Eisencarboxymaltose AL ist Vorsicht geboten, um eine paravenöse Injektion zu vermeiden. Ein paravenöses Auslaufen von Eisencarboxymaltose AL an der Verabreichungsstelle kann zu Hautreizungen und möglicherweise langanhaltenden braunen Verfärbungen an der Verabreichungsstelle führen. Im Fall eines paravenösen Auslaufens muss die Verabreichung von Eisencarboxymaltose AL sofort abgebrochen werden.
Intravenöse Injektion
Eisencarboxymaltose AL kann als intravenöse Injektion unter Verwendung der unverdünnten Dispersion verabreicht werden. Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren liegt die maximal zulässige Einzeldosis bei 15 mg Eisen/kg Körpergewicht, darf aber 1 000 mg Eisen nicht überschreiten. Bei Kindern im Alter von 1 bis 13 Jahren liegt die maximal zulässige Einzeldosis bei 15 mg Eisen/kg Körpergewicht, darf aber 750 mg Eisen nicht überschreiten. Die Verabreichungsraten entnehmen Sie Tabelle 2:
| Tabelle 2: | Verabreichungsraten für die intravenöse Injektion von | |||||||
| Eisencarboxymaltose AL | ||||||||
| Erforderliches | Entspricht einer | Verabreichungsrate/Minimale | ||||||
| Eisencarboxymaltose AL-Volumen | Eisendosis von | Verabreichungsdauer | ||||||
| bis | 4 ml | bis | 200 mg | Keine Mindestdauer | ||||
| vorgeschrieben | ||||||||
| >4 | bis | 10 ml | >200 | bis | 500 mg | 100 mg Eisen/min | ||
| >10 | bis | 20 ml | >500 | bis | 1 000 | 15 Minuten | ||
| mg |
Intravenöse Infusion
Eisencarboxymaltose AL kann als intravenöse Infusion verabreicht werden und muss in diesem Fall verdünnt werden. Bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren liegt die maximal zulässige Einzeldosis bei 20 mg Eisen/kg Körpergewicht, darf aber 1 000 mg Eisen nicht überschreiten. Bei Kindern im Alter von 1 bis 13 Jahren liegt die maximal zulässige Einzeldosis bei 15 mg Eisen/kg Körpergewicht, darf aber 750 mg Eisen nicht überschreiten.
Zur Verabreichung als Infusion darf Eisencarboxymaltose AL nur mit steriler, 0,9%iger (m/V) Natriumchloridlösung verdünnt werden, wie in Tabelle 3 gezeigt. Hinweis: Aus Stabilitätsgründen darf Eisencarboxymaltose AL nicht auf Konzentrationen unter 2 mg Eisen/ml verdünnt werden (ohne Berücksichtigung des Dispersionsvolumens von Eisen(III)- Carboxymaltose).
Tabelle 3: Verdünnungsschema für Eisencarboxymaltose AL bei intravenöser Infusion
| Erforderliches | Entspricht einer | Höchstmenge steriler | Minimale | ||||||
| Eisencarboxymaltose | Eisendosis von | 0,9%iger (m/V) | Verabreichungsdau | ||||||
| AL-Volumen | Natriumchloridlösung | er | |||||||
| bis | 4 ml | bi | 50 ml | Keine Mindestdauer | |||||
| s | mg | vorgeschrieben | |||||||
| >4 | bis | >20 | bi | 100 ml | 6 Minuten | ||||
| ml | s | mg | |||||||
| >10 | bis | >50 | bi | 1 00 | 250 ml | 15 Minuten | |||
| ml | s | 0 mg |
Kontrollmaßnahmen
Je nach Verfassung des jeweiligen Patienten sollte der Mediziner eine erneute Kontrolle durchführen. Der Hb-Spiegel sollte frühestens vier Wochen nach der letzten Verabreichung von Eisencarboxymaltose AL erneut kontrolliert werden, um ausreichend Zeit für Erythropoese und Eisenverwertung einzuräumen. Falls für den Patienten eine weitere Auffüllung der Eisenspeicher erforderlich ist, sollte der Eisenbedarf gemäß obiger Tabelle 1 neu berechnet werden.
Inkompatibilitäten
Die Absorption von oral aufgenommenem Eisen ist bei gleichzeitiger Verabreichung von parenteralen Eisenpräparaten reduziert. Daher darf eine Eisentherapie mit oraler Verabreichung, falls erforderlich, frühestens 5 Tage nach der letzten Verabreichung von Eisencarboxymaltose AL begonnen werden.
Überdosierung
Die Verabreichung von Eisencarboxymaltose AL in Dosen, welche die zur Korrektur des Eisenmangels benötigte Menge zum Zeitpunkt der Verabreichung übersteigen, kann zur Kumulation von Eisen in den Eisenspeichern und damit schließlich zu Hämosiderose führen. Die Überwachung von Eisenparametern wie Serumferritin und Transferrinsättigung kann beim Erkennen einer Eisenanreicherung helfen. Wenn es zur Eisenkumulation gekommen ist, ist diese gemäß medizinischer Standardpraxis zu behandeln. Es kann beispielsweise die Anwendung eines Eisenkomplexbildners in Erwägung gezogen werden.
Stabilität nach Anbruch
Haltbarkeit nach Anbruch der Durchstechflasche:
Vom mikrobiologischen Standpunkt aus sollen Präparate für die parenterale Verabreichung sofort verwendet werden.
Wird das Präparat nicht sofort verwendet, ist der Anwender für die Aufbewahrungsdauer und bedingungen nach Anbruch verantwortlich. Die Verabreichung des Präparats muss unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgen.
Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 7 Tage bei 30 °C belegt.
Haltbarkeit in Behältnissen aus Polyethylen und Polypropylen nach Verdünnung mit steriler 0,9%iger (m/V) Natriumchloridlösung:
Vom mikrobiologischen Standpunkt aus sollen Präparate für die parenterale Verabreichung nach Verdünnung mit steriler 0,9%iger (m/V) Natriumchloridlösung sofort verwendet werden.
Wird das Präparat nicht sofort verwendet, ist der Anwender für die vor der Verabreichung bestehende(n) Aufbewahrungsdauer und bedingungen nach Anbruch verantwortlich; für gewöhnlich sind dies maximal 24 Stunden bei 2 bis 8 °C.
Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 72 Stunden bei 30 °C und Konzentrationen von 2 mg/ml und 5 mg/ml belegt.
Haltbarkeit in Polypropylen-Spritze (unverdünnt):
Vom mikrobiologischen Standpunkt aus sollte das Präparat sofort verwendet werden. Wird das Präparat nicht sofort verwendet, ist der Anwender für die vor der Verabreichung bestehende(n) Aufbewahrungsdauer und bedingungen nach Anbruch verantwortlich; für gewöhnlich sind dies maximal 24 Stunden bei 2 bis 8 °C.
Die chemische und physikalische Stabilität nach Anbruch wurde für 72 Stunden bei 30 °C belegt.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


