Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Dagraduo enthält die Wirkstoffe Dapagliflozin und Sitagliptin. Beide gehören zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die man „orale Antidiabetika“ nennt. Dapagliflozin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die man „Natrium-Glucose-Cotransporter-2- (SGLT-2)-Inhibitoren“ nennt. Sie wirken, indem sie das SGLT-2-Protein in der Niere blockieren.
- Wirkstoff(e)
- Sitagliptin
- Zulassungsinhaber
- Krka
- Abgabestatus
- Apothekenpflichtig
- ATC Code
- A10BD29
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Dagraduo 100 mg/10 mg Filmtabletten angewendet?
Dagraduo enthält die Wirkstoffe Dapagliflozin und Sitagliptin. Beide gehören zu einer Gruppe von
Arzneimitteln, die man „orale Antidiabetika“ nennt.
Dapagliflozin gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die man „Natrium-Glucose-Cotransporter-2- (SGLT-2)-Inhibitoren“ nennt. Sie wirken, indem sie das SGLT-2-Protein in der Niere blockieren.
Durch die Blockade dieses Proteins werden Blutzucker (Glucose), Salz (Natrium) und Wasser mit dem Urin aus dem Körper ausgeschieden.
Sitagliptin ist ein Mitglied einer Arzneimittelklasse die als DPP4-Hemmer (Dipeptidyl-Peptidase-4- Inhibitoren) bezeichnet wird, die den Blutzucker bei erwachsenen Patienten mit Typ-2-Diabetes senkt.
Bei Typ-2-Diabetes produziert Ihr Körper nicht genug Insulin oder kann das produzierte Insulin nicht richtig einsetzen. Dies führt zu einem hohen Zuckerspiegel in Ihrem Blut, was zu schwerwiegenden medizinischen Problemen führen kann.
Die beiden Wirkstoffe in Dagraduo wirken auf unterschiedliche Weise, um dabei zu helfen, Ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren und überschüssigen Zucker mit dem Urin aus Ihrem Körper zu entfernen.
Dagraduo wird als Ergänzung zu Diät und Bewegung für die Behandlung des Typ-2-Diabetes bei Erwachsenen angewendet, wenn Sie bereits mit Dapagliflozin und Sitagliptin als einzelne Tabletten behandelt werden. Ihr Arzt wird Sie möglicherweise bitten, auf dieses Arzneimittel umzusteigen.
Es ist wichtig, dass Sie den Empfehlungen Ihres Arztes, Apothekers oder des medizinischen Fachpersonals hinsichtlich Ernährung und Bewegung weiterhin folgen.
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Was ist vor der Einnahme von Dagraduo 100 mg/10 mg Filmtabletten zu beachten?
Dagraduo darf nicht eingenommen werden,
wenn Sie allergisch gegen Dapagliflozin, Sitagliptin oder einen der in Abschnitt 6. genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels sind, oder wenn Sie eine schwerwiegende allergische Reaktion gegen ein Arzneimittel der DPP-4-Inhibitoren-Klasse haben.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, bevor Sie Dagraduo einnehmen und während der Behandlung:
- wenn Sie Diabetes und ein Nierenproblem haben - Ihr Arzt kann Sie auffordern, zusätzliche oder andere Arzneimittel einzunehmen, um Ihren Blutzucker zu kontrollieren.
- wenn Sie eine Erkrankung der Bauchspeicheldrüse, eine sogenannte Pankreatitis, haben oder hatten. Mögliche Anzeichen einer Pankreatitis sind in Abschnitt 4 aufgelistet.
-
wenn Sie mit Arzneimitteln zur Blutdrucksenkung (Antihypertensiva) behandelt werden und
einen zu niedrigen Blutdruck (Hypotonie) in der Vorgeschichte haben. Weitere Informationen siehe Abschnitt „Einnahme von Dagraduo zusammen mit anderen Arzneimitteln“. - wenn Sie einen sehr hohen Blutzuckerspiegel haben, der bei Ihnen zu einer Dehydratation führen kann (Verlust von zu viel Körperflüssigkeit). Mögliche Anzeichen einer Dehydratation sind in Abschnitt 4 aufgeführt. Informieren Sie Ihren Arzt, bevor Sie mit der Einnahme von Dagraduo beginnen, wenn bei Ihnen eines dieser Anzeichen vorliegt.
- wenn Sie Übelkeit, Erbrechen oder Fieber bekommen oder bereits daran leiden, oder wenn Sie nicht essen oder trinken können. Diese Umstände können zu einer Dehydratation führen. Um eine Dehydratation zu vermeiden, rät Ihr Arzt Ihnen möglicherweise dazu, die Einnahme von Dagraduo so lange zu unterbrechen, bis Sie sich erholt haben.
- wenn Sie mäßige oder schwere Leberprobleme haben.
-
wenn Sie Folgendes an sich wahrnehmen, wenden Sie sich umgehend an einen Arzt oder das nächstgelegene Krankenhaus: rascher Gewichtsverlust, Übelkeit oder Erbrechen, Bauchschmerzen, übermäßiger Durst, schnelle und tiefe Atmung, Verwirrung, ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Müdigkeit, süßlicher Geruch des Atems, süßlicher oder metallischer
Geschmack im Mund oder veränderter Geruch des Urins oder Schweißes. Diese Symptome könnten Anzeichen für eine „diabetische Ketoazidose” sein – eine seltene, aber
schwerwiegende, manchmal lebensbedrohliche Komplikation, die Sie bei Diabetes bekommen können wegen einer erhöhten „Ketonkörper”-Konzentration in Ihrem Urin oder Blut, die in Laboruntersuchungen festgestellt werden kann. Das Risiko für das Auftreten einer diabetischen Ketoazidose kann erhöht sein bei längerem Fasten, übermäßigem Alkoholkonsum, Dehydratation (Verlust von zu viel Körperflüssigkeit), plötzlichen Verringerungen der Insulindosis oder einem höheren Insulinbedarf aufgrund einer größeren Operation oder einer schweren Erkrankung. Eine diabetische Ketoazidose kann auch dann auftreten, wenn Ihr Blutzucker normal ist. - wenn Sie „Typ-1-Diabetes” haben, produziert Ihr Körper kein Insulin. Dagraduo sollte nicht angewendet werden, um diese Erkrankung zu behandeln.
- wenn Sie eine schwere Überempfindlichkeitsreaktion (allergische Reaktion) haben oder hatten oder eine solche vermutet wird. Anzeichen einer schweren allergischen Reaktion sind in Abschnitt 4 aufgelistet.
- wenn Sie häufig an Harnwegsinfektionen leiden.
- wenn Sie eine schwere Herzerkrankung in der Vorgeschichte haben.
- wenn Sie an einer Herzschwäche leiden oder wenn Sie andere Risikofaktoren haben, durch die Sie eine Herzschwäche bekommen können, wie z. B. Erkrankungen der Nieren. Ihr Arzt wird Sie über die Symptome einer Herzschwäche informieren. Zu den Symptomen können zunehmende Kurzatmigkeit, rascher Gewichtsanstieg und geschwollene Füße (Fußödem) gehören, aber sie sind nicht darauf beschränkt. Wenden Sie sich unverzüglich an Ihren Arzt, Apotheker oder das medizinische Fachpersonal, wenn Sie eines dieser Symptome wahrnehmen.
- wenn Sie starke Gelenkschmerzen haben.
- wenn die Abwehrfähigkeit Ihres Körpers gegen Infektionen verringert ist, z. B. wenn Sie eine Krankheit wie AIDS haben oder eine Organtransplantation durchgeführt wurde.
- wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, um Ihren Blutzuckerspiegel zu senken, wie Insulin oder Sulfonylharnstoffe (siehe „Einnahme von Dagraduo zusammen mit anderen Arzneimitteln“).
Wenn einer der oben beschriebenen Umstände auf Sie zutrifft (oder Sie sich nicht sicher sind), sprechen Sie vor der Einnahme von Dagraduo mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal.
Diabetesbedingte Hautschädigungen (Hautverletzungen wie Wundstellen oder Geschwüre) sind eine häufige Komplikation bei Diabetes. Das Auftreten von Hautausschlag wurde sowohl bei Sitagliptin als auch bei Dapagliflozin beobachtet, wenn sie als einzelne Wirkstoffe eingenommen wurden (siehe Abschnitt 4). Folgen Sie daher bei der Hautpflege unbedingt den Empfehlungen Ihres Arztes oder des medizinischen Fachpersonals. Wenden Sie sich an Ihren Arzt, wenn Sie auf der Haut eine Blasenbildung wahrnehmen, da dies ein Anzeichen für eine Erkrankung sein kann, die man bullöses Pemphigoid nennt. Möglicherweise wird Ihr Arzt Sie bitten, Dagraduo nicht weiter einzunehmen.
Wie für alle Diabetes-Patienten ist es auch für Sie wichtig, Ihre Füße regelmäßig anzuschauen und alle Hinweise hinsichtlich der Fußpflege zu befolgen, die Sie vom medizinischen Fachpersonal erhalten haben.
Bitte sprechen Sie sofort mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Symptome wie Schmerzen, Empfindlichkeit, Rötung oder Schwellungen der Genitalien bzw. im Bereich zwischen Genitalien und Anus (Darmausgang) zusammen mit Fieber oder allgemeinem Unwohlsein auftreten. Diese Symptome können auf eine seltene, aber schwerwiegende oder sogar lebensbedrohliche Infektion hindeuten. Bei dieser so genannten nekrotisierenden Fasziitis des Perineums, auch als Fournier-Gangrän bezeichnet, wird das Unterhautgewebe zerstört. Eine Fournier-Gangrän muss unverzüglich behandelt werden.
Aufgrund der Wirkungsweise von Dagraduo fallen Tests auf Zucker in Ihrem Urin positiv aus, während Sie dieses Arzneimittel einnehmen.
Kinder und Jugendliche
Dagraduo wird bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren nicht empfohlen, da es bei diesen Patienten nicht untersucht wurde.
Einnahme von Dagraduo zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Bitte teilen Sie Ihrem Arzt insbesondere mit:
- wenn Sie ein Arzneimittel einnehmen, das angewendet wird, um die Wassermenge, die Sie aus dem Körper ausscheiden, zu erhöhen (Diuretikum).
-
wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, die Ihren Blutzucker senken, wie Insulin oder einen
„Sulfonylharnstoff“. Ihr Arzt wird möglicherweise die Dosierung des anderen Arzneimittels senken, um zu niedrigen Blutzuckerspiegeln (Hypoglykämie) vorzubeugen. - wenn Sie Lithium einnehmen, da Dagraduo die Lithiummenge in Ihrem Blut senken kann.
- Informieren Sie Ihren Arzt insbesondere, wenn Sie Digoxin (ein Arzneimittel zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen und anderen Herzerkrankungen) einnehmen. Der Digoxinspiegel in Ihrem Blut muss bei Einnahme zusammen mit Sitagliptin möglicherweise überprüft werden.
Schwangerschaft und Stillzeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
Sie sollten dieses Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht einnehmen. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt darüber, wie Ihr Blutzucker während Ihrer Schwangerschaft am besten kontrolliert werden kann.
Sie sollten dieses Arzneimittel nicht einnehmen, wenn Sie stillen. Es ist nicht bekannt, ob dieses Arzneimittel in die Muttermilch übergeht. Informieren Sie Ihren Arzt vor der Einnahme dieses Arzneimittels, wenn Sie stillen oder stillen möchten.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Dagraduo hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Die Anwendung dieses Arzneimittels zusammen mit anderen Arzneimitteln, wie Sulfonylharnstoffen oder Insulin, kann zu zu niedrigen Blutzuckerspiegeln führen (Hypoglykämie). Dies kann Symptome wie Zittern, Schwitzen und Sehstörungen verursachen, und Ihre Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.
Wie wird Dagraduo 100 mg/10 mg Filmtabletten angewendet?
Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
Wie viel eingenommen werden soll
Die empfohlene Dosis beträgt eine Tablette am Tag.
Wie dieses Arzneimittel eingenommen werden soll
- Schlucken Sie die Tablette im Ganzen mit einem halben Glas Wasser.
- Sie können die Tablette unabhängig von einer Mahlzeit einnehmen.
- Sie können die Tablette zu jeder Tageszeit einnehmen. Versuchen Sie jedoch, sie jeden Tag zur gleichen Zeit einzunehmen. Dies wird Ihnen helfen, sich daran zu erinnern, sie einzunehmen.
Ihr Arzt verschreibt Ihnen möglicherweise andere Arzneimittel zur Senkung Ihres Blutzuckerspiegels. Denken Sie daran, andere Arzneimittel nach Anweisung Ihres Arztes einzunehmen/anzuwenden. Dies wird dazu beitragen, die besten Ergebnisse für Ihre Gesundheit zu erzielen.
Ernährung und Bewegung können Ihrem Körper dabei helfen, den Blutzucker besser zu kontrollieren. Wenn Sie Diabetes haben, ist es daher wichtig, dass Sie auch während der Einnahme von Dagraduo weiterhin alle Empfehlungen Ihres Arztes bezüglich Ernährung und Bewegung befolgen.
Wenn Sie eine größere Menge von Dagraduo eingenommen haben, als Sie sollten
Wenn Sie mehr Dagraduo-Tabletten eingenommen haben, als Sie sollten, wenden Sie sich sofort an Ihren Arzt oder begeben Sie sich in ein Krankenhaus. Nehmen Sie die Arzneimittelpackung mit.
Wenn Sie die Einnahme von Dagraduo vergessen haben
Was zu tun ist, wenn Sie die Einnahme einer Tablette vergessen haben.
- Wenn es weniger als 12 Stunden her ist, seit Sie Ihre Dosis hätten einnehmen müssen, nehmen Sie eine Dosis Dagraduo, sobald Sie daran denken. Nehmen Sie dann die nächste Dosis wieder zur gewohnten Zeit ein.
- Wenn es mehr als 12 Stunden her ist, seit Sie Ihre Dosis hätten einnehmen müssen, lassen Sie die vergessene Dosis aus. Nehmen Sie dann die nächste Dosis wieder zur gewohnten Zeit ein.
- Nehmen Sie nicht die doppelte Menge von Dagraduo ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
Wenn Sie die Einnahme von Dagraduo abbrechen
Brechen Sie die Einnahme von Dagraduo nicht ab, ohne zuerst mit Ihrem Arzt zu sprechen. Ohne dieses Arzneimittel kann Ihr Blutzucker ansteigen.
Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
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Welche Nebenwirkungen hat Dagraduo 100 mg/10 mg Filmtabletten?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Setzen Sie Dagraduo ab und wenden Sie sich unverzüglich an einen Arzt, wenn Sie eine der folgenden schwerwiegenden Nebenwirkungen bemerken:
-
Symptome einer schwerwiegenden allergischen Reaktion (anaphylaktische Reaktion, Angioödem), selten beobachtet (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen), unter anderem:
- Hautausschlag,
- erhabene, rote Flecken auf Ihrer Haut (Nesselsucht),
- Blasen auf der Haut/schälende Haut,
- Anschwellen von Gesicht, Lippen, Zunge und Rachen, das Schwierigkeiten beim Atmen oder Schlucken verursachen kann.
Ihr Arzt wird Ihnen möglicherweise ein Arzneimittel zur Behandlung der allergischen Reaktion und ein anderes Diabetes-Arzneimittel verschreiben.
- Pankreatitis, (Häufigkeit nicht bekannt): starke und anhaltende Schmerzen im Bauch (Oberbauchbereich), die möglicherweise bis in den Rücken ausstrahlen, sowie Übelkeit und Erbrechen. Dies könnten Anzeichen einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse sein.
-
Harnwegsinfektion, häufig beobachtet (kann bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen). Dies sind Anzeichen einer schweren Harnwegsinfektion:
- Fieber und/oder Schüttelfrost,
- brennendes Gefühl beim Wasserlassen (Urinieren),
- Schmerzen im Rücken oder an der Seite.
Falls Sie Blut in Ihrem Urin bemerken, informieren Sie Ihren Arzt umgehend, auch wenn dies nur gelegentlich auftritt.
-
Diabetische Ketoazidose, selten beobachtet (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen). Dies sind die Anzeichen einer diabetischen Ketoazidose:
- erhöhte “Ketonkörper”-Konzentrationen in Ihrem Urin oder Blut,
- rascher Gewichtsverlust,
- Übelkeit oder Erbrechen,
- Bauchschmerzen,
- übermäßiger Durst,
- schnelle und tiefe Atmung,
- Verwirrtheit,
- ungewöhnliche Schläfrigkeit oder Müdigkeit,
- süßlicher Geruch des Atems, süßlicher oder metallischer Geschmack im Mund oder veränderter Geruch des Urins oder Schweißes.
Dies kann unabhängig von Ihrem Blutzuckerspiegel auftreten. Ihr Arzt entscheidet möglicherweise, die Behandlung mit Dagraduo zeitweise oder ganz zu beenden.
Nekrotisierende Fasziitis des Perineums (Fournier-Gangrän), eine schwerwiegende Weichteilinfektion der Geschlechtsorgane (Genitalien) oder des Bereichs zwischen Genitalien und Anus (Darmausgang), sehr selten beobachtet (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen).
Nehmen Sie Dagraduo nicht weiter ein und wenden Sie sich umgehend an einen Arzt oder das medizinische Fachpersonal, falls Sie eine der oben genannten schweren Nebenwirkungen bemerken.
Wenden Sie sich schnellstmöglich an Ihren Arzt, wenn bei Ihnen eine der folgenden Nebenwirkungen auftritt:
-
Zu niedrige Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie), sehr häufig beobachtet (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen) bei Anwendung dieses Arzneimittels zusammen mit anderen Diabetes-Arzneimitteln, die bekanntermaßen Hypoglykämien auslösen. Dies sind Anzeichen für einen zu niedrigen Blutzucker:
- Zittern, Schwitzen, starkes Angstgefühl, schneller Herzschlag,
- Hungergefühl, Kopfschmerzen, Sehstörungen,
- Stimmungswandel oder Gefühl von Verwirrtheit.
Ihr Arzt informiert Sie, wie ein zu niedriger Blutzuckerspiegel zu behandeln ist und was zu tun ist, wenn Sie eines der oben genannten Anzeichen bei sich bemerken.
Andere Nebenwirkungen bei Einnahme von diesem Medikament
Häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen):
- Genitalinfektion (Candidose) des Penis oder der Vagina (zu den Anzeichen können Reizung, Juckreiz, ungewöhnlicher Ausfluss oder Geruch gehören)
- Schwindel
- Kopfschmerzen
- Hautausschlag
- Rückenschmerzen
- Ausscheidung von mehr Wasser (Urin) als üblich oder häufigeres Wasserlassen
- Anstieg der Menge der roten Blutkörperchen im Blut (durch Laboruntersuchungen festgestellt)
- Abnahme der Kreatinin-Clearance der Niere (durch Laboruntersuchungen festgestellt) zu Behandlungsbeginn
- Veränderungen der Cholesterin- oder Fettmengen im Blut (im Rahmen von Laboruntersuchungen festgestellt)
Gelegentlich (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):
- Pilzinfektion
- Verlust von zu viel Körperflüssigkeit (Dehydratisierung, zu den Anzeichen können sehr trockener oder klebriger Mund, geringe oder keine Urinausscheidung oder schneller Herzschlag gehören)
- Durst
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Hautausschlag, möglicherweise einschließlich erhabener Knötchen, Hautreizung oder unangenehmen Juckreizes
- Aufwachen in der Nacht wegen Harndrangs
- Jucken im Genitalbereich (genitaler Pruritus oder vulvovaginaler Pruritus) oder Beschwerden beim Wasserlassen
- Anstieg von Kreatinin (durch Laboruntersuchungen des Blutes festgestellt) zu Behandlungsbeginn
- Anstieg von Harnstoff (durch Laboruntersuchungen des Blutes festgestellt)
- Gewichtsabnahme
Selten (kann bis zu 1 von 1 000 Behandelten betreffen):
Abnahme der Zahl der an der Blutgerinnung beteiligten Zellen (Thrombozytopenie)
Sehr selten (kann bis zu 1 von 10 000 Behandelten betreffen):
- Entzündung der Nieren (tubulointerstitielle Nephritis)
Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar):
- Erkrankungen, die Entzündungen und Narbenbildung in der Lunge verursachen (interstitielle Lungenkrankheit)
- Erbrechen
- entzündete Blutgefäße in der Haut (kutane Vaskulitis)
- bullöses Pemphigoid (eine Form der blasenbildenden Erkrankungen der Haut)
- Muskelschmerzen (Myalgie)
- Gelenkerkrankungen (Arthropathie) einschließlich Gelenksteifigkeit (Arthralgie)
- Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich eingeschränkter Nierenfunktion und akutem Nierenversagen)
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind.
Sie können Nebenwirkungen auch direkt dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt. Pharmakovigilanz, Kurt-Georg-Kiesinger-Allee 3, D-53175 Bonn, Website: www.bfarm.de anzeigen.
Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Dagraduo 100 mg/10 mg Filmtabletten aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf der Blisterpackung, der Einzeldosis-Blisterpackung und der Faltschachtel nach „verwendbar bis“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das
Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Für dieses Arzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Entsorgen Sie Arzneimittel niemals über das Abwasser (z. B. nicht über die Toilette oder das Waschbecken). Fragen Sie in Ihrer Apotheke, wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr verwenden. Sie tragen damit zum Schutz der Umwelt bei. Weitere Informationen finden Sie unter www.bfarm.de/arzneimittelentsorgung.
Weitere Informationen zu Dagraduo 100 mg/10 mg Filmtabletten
Was Dagraduo enthält
- Die Wirkstoffe sind Sitagliptin und Dapagliflozin. Jede Filmtablette enthält 100 mg Sitagliptin (als Sitagliptinphosphat-Monohydrat) und 10 mg Dapagliflozin (als Dapagliflozin-(2S)-Propan- 1,2-diol Monohydrat).
-
Die sonstigen Bestandteile sind:
- Tablettenkern: Mikrokristalline Cellulose, Mannitol (Ph.Eur.), Hyprolose, Crospovidon Typ A, Hochdisperses Siliciumdioxid, und Magnesiumstearat (Ph.Eur.) [pflanzlich]
- Filmüberzug: Poly(vinylalkohol), Macrogol 3350, Titandioxid (E171), Talkum und Eisen(III)-hydroxid-oxid-Hydrat (E172).
Wie Dagraduo aussieht und Inhalt der Packung
Braungelbe, ovale, bikonvexe Filmtabletten. Tablettenmaß: ca. 15 x 7 mm.
Dagraduo ist in Packungen erhältlich mit:
- 10, 14, 28, 30, 56, 60, 84, 90, 98 oder 100 Filmtabletten in Blisterpackungen.
- 14, 28, 56, 84 oder 98 Filmtabletten in Blisterpackungen, Kalenderpackung.
- 10 x 1, 14 x 1, 28 x 1, 30 x 1, 56 x 1, 60 x 1, 84 x 1, 90 x 1, 98 x 1 oder 100 x 1 Filmtablette in perforierten Einzeldosis-Blisterpackungen.
- 14 x 1, 28 x 1, 56 x 1, 84 x 1 oder 98 x 1 Filmtablette in perforierten Einzeldosis- Blisterpackungen, Kalenderpackung.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Pharmazeutischer Unternehmer
KRKA, d. d., Novo mesto
Šmarješka cesta 6
8501 Novo mesto Slowenien
Mitvertreiber
TAD Pharma GmbH Heinz-Lohmann-Straße 5 27472 Cuxhaven Deutschland
Tel.: (04721) 606-0 Fax: (04721) 606-333 E-Mail: info@tad.de
Hersteller
KRKA, d.d., Novo mesto
Šmarješka cesta 6
8501 Novo mesto Slowenien
oder
TAD Pharma GmbH
Heinz-Lohmann-Str. 5
27472 Cuxhaven
Deutschland
Dieses Arzneimittel ist in den Mitgliedsstaaten des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) unter den folgenden Bezeichnungen zugelassen:
| Name des | Bezeichnung |
| Mitgliedsstaats | |
| Deutschland | Dagraduo 100 mg/10 mg Filmtabletten |
| Kroatien | Sitagliptin/dapagliflozin Krka d.d. 100 mg/10 mg filmom obložene |
| tablete | |
| Österreich | Sitagliptin/Dapagliflozin TAD 100 mg/10 mg Filmtabletten |
Diese Packungsbeilage wurde zuletzt überarbeitet im November 2025.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


