Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
ADVATE enthält als arzneilich wirksamen Bestandteil Octocog alfa, Blutgerinnungsfaktor VIII vom Menschen, hergestellt mittels rekombinanter DNS-Technologie. Faktor VIII ist notwendig um im Blut Gerinnsel zu bilden und so Blutungen zu stoppen. Bei Patienten mit Hämophilie A (angeborenem Faktor VIII-Mangel ) fehlt er oder funktioniert nicht korrekt.
- Zulassungsinhaber
- Baxter
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird ADVATE 2000 I.E. angewendet?
ADVATE enthält als arzneilich wirksamen Bestandteil Octocog alfa, Blutgerinnungsfaktor VIII vom Menschen, hergestellt mittels rekombinanter DNS-Technologie. Faktor VIII ist notwendig um im Blut Gerinnsel zu bilden und so Blutungen zu stoppen. Bei Patienten mit Hämophilie A (angeborenem Faktor VIII-Mangel) fehlt er oder funktioniert nicht korrekt.
ADVATE wird bei Patienten mit Hämophilie A eingesetzt zur Vorbeugung oder Behandlung von Spontanblutungen oder Blutungen nach chirurgischen Eingriffen.
ADVATE wird ohne Zusatz eines menschlichen oder tierischen Proteins während des Zellkultur-Prozesses, der Reinigung und der Endformulierung hergestellt.
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Was ist vor der Einnahme von ADVATE 2000 I.E. zu beachten?
ADVATE darf nicht angewendet werden
- wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Octocog alfa oder einem der sonstigen Bestandteile von ADVATE, sind.
- wenn Sie allergisch gegen Maus- oder Hamsterprotein sind.
Im Zweifelsfall fragen Sie Ihren Arzt.
Besondere Vorsicht bei der Anwendung von ADVATE ist erforderlich
Sie sollten Ihren Arzt informieren, wenn Sie kürzlich mit Faktor VIII-Produkten behandelt wurden, besonders wenn Sie Inhibitoren entwickelt haben. Dann besteht nämlich ein erhöhtes Risiko, dass dies abermals auftritt. Inhibitoren sind neutralisierende Antikörper gegen Faktor VIII, die die Wirksamkeit von ADVATE, Blutungen zu verhindern oder zu kontrollieren, vermindern. Die Entwicklung von Inhibitoren ist eine bekannte Komplikation der Hämophilie A Behandlung. Falls Ihre Blutungen mit ADVATE nicht kontrolliert werden können, wenden Sie sich umgehend an Ihren Arzt
Es besteht die geringe Möglichkeit, dass Sie eine anaphylaktische Reaktion (eine plötzliche, schwere, allergische Reaktion) auf ADVATE entwickeln. Sie sollten über frühe Anzeichen einer solchen allergischen Reaktion wie Hautrötung, Ausschlag, Quaddelbildung, Juckreiz am ganzen Körper, Anschwellen von Lippen und Zunge, Atembeschwerden, pfeifendes Atmen, Engegefühl in der Brust, allgemeines Unwohlsein und Schwindel informiert sein. Diese Symptome können frühe Anzeichen eines anaphylaktischen Schocks darstellen, der zusätzlich folgende Symptome einschließen kann: extremer Schwindel, Bewusstseinsverlust und extreme Atembeschwerden.
Treten irgendwelche dieser Symptome auf, brechen Sie die Injektion sofort ab und kontaktieren Sie Ihren Arzt. Schwere Symptome wie z. B. Atembeschwerden und (Beinahe)-Ohnmacht benötigen eine sofortige Notfallbehandlung.
Bei Anwendung mit anderen Arzneimitteln
Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden bzw. vor kurzem eingenommen/angewendet haben, auch wenn es sich um nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.
Schwangerschaft und Stillzeit
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie schwanger sind oder stillen.
Ihr Arzt wird entscheiden, ob Sie ADVATE in der Schwangerschaft und Stillzeit anwenden können.
Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
ADVATE hat keine Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen.
Wichtige Informationen über bestimmte sonstige Bestandteile von ADVATE
Dieses Arzneimittel enthält 0,45 mmol Natrium (10 mg) pro Durchstechflasche. Dies muss bei Patienten, die einer natriumkontrollierten Diät unterliegen, berücksichtigt werden.
Falsche Anwendung von ADVATE
Eine falsche Anwendung (Infusion in eine Arterie oder neben eine Vene) ist zu vermeiden, da es sonst zu leichten, kurzfristigen Reaktionen an der Injektionsstelle, wie z. B. blaue Flecken und Rötung, kommen kann.
Wie wird ADVATE 2000 I.E. angewendet?
Die Behandlung mit ADVATE wird von einem in der Behandlung von Hämophilie A erfahrenen Arzt eingeleitet.
Ihr Arzt wird Ihre Dosis ADVATE (in internationalen Einheiten oder I.E.) berechnen, abhängig von Ihrem körperlichen Befinden und Ihrem Körpergewicht, und ob es zur Vorbeugung oder zur Behandlung von Blutungen eingesetzt wird. Die Anwendungshäufigkeit hängt davon ab, wie gut ADVATE bei Ihnen wirkt. Normalerweise wird die Ersatztherapie mit ADVATE lebenslang durchgeführt.
Vorbeugung von Blutungen
Die übliche Dosierung mit Octocog alfa beträgt 20-40 I.E. pro kg Körpergewicht, verabreicht alle 2-3 Tage. In einigen Fällen jedoch können, besonders bei jüngeren Patienten, häufigere Injektionen oder höhere Dosen erforderlich sein.
Behandlung von Blutungen
Die Dosis von Octocog alfa wird in Abhängigkeit vom Körpergewicht und den angestrebten Faktor VIII-Spiegeln errechnet. Der erforderliche Faktor VIII-Spiegel hängt von der Schwere und dem Ort der Blutung ab.
Dosis (I.E.) = Körpergewicht (kg) x erwünschter Faktor VIII-Anstieg (% des Normalwertes) x 0,5
Wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung von ADVATE unzureichend ist, informieren Sie Ihren Arzt.
Ihr Arzt wird in regelmäßigen Abständen geeignete Labortests durchführen, um sicherzustellen, dass Sie ausreichende Faktor-VIII-Spiegel haben. Dies ist besonders bei größeren, chirurgischen Eingriffen wichtig.
Patienten, die Faktor-VIII-Inhibitoren entwickeln
Wenn die erwarteten Faktor VIII-Spiegel in Ihrem Plasma mit ADVATE nicht erreicht werden oder die Blutung nicht beherrscht werden kann, könnte dies an der Entwicklung von Faktor VIII-Inhibitoren liegen. Dies wird von Ihrem Arzt abgeklärt werden. Möglicherweise werden Sie höhere ADVATE-Dosen oder sogar ein anderes Produkt benötigen, um die Blutungen zu kontrollieren. Steigern Sie die Dosierung von ADVATE zur Kontrolle Ihrer Blutung nicht ohne Ihren Arzt zu befragen.
Wie ADVATE angewendet wird
ADVATE wird normalerweise vom Arzt in eine Vene (intravenös) verabreicht. Wenn Sie selbst oder eine andere Person ADVATE verabreichen, darf dies nur nach einem entsprechenden Training geschehen. Am Ende der Packungsbeilage finden Sie genaue Informationen zur Selbstbehandlung.
Anwendung bei Kindern
Die Verabreichung von ADVATE an Kinder (intravenös) erfolgt nicht anders als bei Erwachsenen. Für häufige Infusionen von FVIII-Produkten könnte das Anlegen eines zentralvenösen Zugangs (Katheter) notwendig werden. Dieses Produkt ist mit 5 ml und 2 ml Lösungsmittel erhältlich. Jedoch ist die Verwendung von ADVATE in 2 ml Lösungsmittel bei Kindern unter 2 Jahren nicht dokumentiert.
Das Infusionsvolumen für ADVATE, das in 2 ml aufgelöst wurde, ist geringer und somit ist die Zeit für ein Handeln bei einer Überempfindlichkeitsreaktion während der Infusion kürzer. Daher ist bei der intravenösen Verabreichung von ADVATE in 2 ml Lösungsmittel Vorsicht geboten, insbesondere bei Kindern.
Wenn Sie eine größere Menge von ADVATE angewendet haben, als Sie sollten
Wenden Sie ADVATE immer genauso an, wie es Ihnen Ihr Arzt empfohlen hat. Fragen Sie Ihren Arzt, wenn Sie nicht ganz sicher sind. Sollten Sie eine größere Menge angewendet haben, wenden Sie sich bitte schnellstmöglich an Ihren Arzt.
Wenn Sie die Anwendung von ADVATE vergessen haben
Injizieren Sie nicht die doppelte Dosis, wenn Sie die vorherige Anwendung vergessen haben. Injizieren Sie die nächste Dosis wie geplant und setzen Sie die Verabreichung wie von Ihrem Arzt vorgeschrieben fort.
Wenn Sie die Anwendung von ADVATE abbrechen
Brechen Sie die Anwendung von ADVATE nicht ab ohne Ihren Arzt zu befragen.
Sollten Sie weitere Fragen zur Anwendung dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt.
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Welche Nebenwirkungen hat ADVATE 2000 I.E.?
Wie alle Arzneimittel kann ADVATE Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Wenn plötzliche, schwere (anaphylaktische) Nebenwirkungenauftreten, mussdie Injektion sofort abgebrochen werden. Sie müssen sofort Kontakt mit Ihrem Arzt aufnehmen, wenn Sie eines der folgenden Frühsymptome für allergische (überempfindliche) Reaktionen haben:
- Hautrötung, Ausschlag, Quaddelbildung, Juckreiz am ganzen Körper,
- Anschwellen von Lippen und Zunge,
- Atembeschwerden, pfeifendes Atmen, Engegefühl in der Brust,
- allgemeines Unwohlsein,
- Schwindel und Bewusstlosigkeit.
Schwere Nebenwirkungen einschließlich Atemnot, und (Beinahe)-Ohnmachten erfordern eine sofortige Notfallbehandlung.
Die Nebenwirkungen treten in verschiedenen Häufigkeitskategorien auf, die wie folgt definiert sind:
- Sehr häufig: es sind mehr als 1 von 10 Patienten betroffen
- Häufig: betrifft zwischen 1 und 10 von 100 Patienten
- Gelegentlich: betrifft zwischen 1 und 10 von 1.000 Patienten
- Selten: betrifft zwischen 1 und 10 von 10.000 Patienten
- Sehr selten: betrifft weniger als 1 von 10.000 Patienten
- Nicht bekannt: (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
Häufige Nebenwirkungen
Schwindel, Kopfschmerzen und Fieber
Gelegentliche Nebenwirkungen
Juckreiz, verstärktes Schwitzen, ungewöhnliches Geschmacksempfinden, Hitzewallungen, Migräne, Gedächtnisstörungen, Schüttelfrost, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Kurzatmigkeit, rauer Hals, Entzündungen der Lymphgefäße, Blässe, Augenentzündungen, Hautausschläge, extremes Schwitzen, Anschwellen von Füßen und Beinen, erhöhte Leberenzyme, Hämatokritabfall und Schmerzen im Oberbauch oder unteren Brustbereich
In Verbindung mit Operationen
Katheterinfektionen, geringere Anzahl der roten Blutkörperchen, Anschwellen von Gliedmaßen und Gelenken, verlängerte Blutung nach der Entfernung einer Drainage, verminderter Faktor-VIII-Spiegel und postoperative Hämatome.
In Verbindung mit zentralvenösen Kathetern
Katheterinfektionen, generalisierte Infektion (im gesamten Körper) und Blutgerinnsel am Katheter.
Nebenwirkungen mit unbekannter Häufigkeit
Potentiell lebensbedrohliche Reaktionen (Anaphylaxie) und andere allergische Reaktionen (Überempfindlichkeitsreaktionen), allgemeine Störungen (Müdigkeit, Energielosigkeit).
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Packungsbeilage aufgeführt sind.
Wie ist ADVATE 2000 I.E. aufzubewahren?
Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.
Verwenden Sie ADVATE nicht mehr nach dem Verfalldatum, das auf dem Etikett nach ?verwendbar bis? angegeben ist. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Im Kühlschrank lagern (2 °C-8 °C). Nicht einfrieren.
Während der Laufzeit kann die Pulver-Durchstechflasche einmal für maximal 6 Monate bei Raumtemperatur (bis zu 25 °C) aufbewahrt werden. Bitte notieren Sie den Beginn und das Ende der Raumtemperaturlagerung auf dem Umkarton. Das Produkt darf nach der Lagerung bei Raumtemperatur nicht wieder gekühlt gelagert werden.
Im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nur zur einmaligen Verwendung. Nicht verwendete Lösung ist sachgemäß zu entsorgen.
Das Arzneimittel unmittelbar nach dem vollständigen Lösen des Pulvers verbrauchen.
Nach dem Auflösen nicht wieder kühl lagern.
Arzneimittel dürfen nicht im Abwasser oder Haushaltsabfall entsorgt werden. Fragen Sie Ihren Apotheker wie das Arzneimittel zu entsorgen ist, wenn Sie es nicht mehr benötigen. Diese Maßnahme hilft die Umwelt zu schützen.
Weitere Informationen zu ADVATE 2000 I.E.
Was ADVATE enthält
- Der arzneilich wirksame Bestandteil ist Octocog alfa (Blutgerinnungsfaktor VIII vom Menschen, der mittels rekombinanter DNS-Technologie produziert wird). Jede Pulver-Durchstechflasche enthält 1500 I.E. Octocog alfa.
- Die sonstigen Bestandteile sind Mannitol, Natriumchlorid, Histidin, Trehalose, Calciumchlorid, Trometamol, Polysorbat 80, Glutathion (reduziert).
Lösungsmittel-Durchstechflasche:2 ml sterilisiertes Wasser für Injektionszwecke
Wie ADVATE aussieht und Inhalt der Packung
ADVATE liegt als weiße bis gelbliche, pulvrige Substanz vor.
Nach der Rekonstitution ist die Lösung klar, farblos und frei von Fremdpartikeln. Jede Packung beinhaltet des Weiteren ein Gerät zur Rekonstitution (BAXJECT II).
Pharmazeutischer Unternehmer
Baxter AG
Industriestrasse 67
A-1221 Wien, Österreich
Hersteller
Baxter S.A.
Boulevard René Branquart 80
B-7860 Lessines, Belgien
Falls weitere Informationen über das Arzneimittel gewünscht werden, setzen Sie sich bitte mit dem örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers in Verbindung.
| België/Belgique/Belgien | Luxembourg/Luxemburg |
| Baxter Belgium SPRL | Baxter Belgium SPRL |
| Tél/Tel: +32 2 386 80 00 | Tél/Tel: +32 2 386 80 00 |
| ???????? | Magyarország |
| ??????? ???????? ???? | Baxter Hungary Kft. |
| ???.: +359 2 9808482 | Tel.: +36 1 202 1980 |
| Ceská republika | Malta |
| BAXTER CZECH spol.s.r.o. | Baxter Healthcare Ltd |
| Tel.: +420 225774111 | Tel.: +44 1635 206345 |
| Danmark | Nederland |
| Baxter A/S | Baxter B.V. |
| Tlf: +45 48 16 64 00 | Tel: +31 30 2488911 |
| Deutschland | Norge |
| Baxter Deutschland GmbH | Baxter AS |
| Tel: +49 89 31 701-0 | Tlf: +47 22 58 4800 |
| Eesti | Österreich |
| OÜ Baxter Estonia | Baxter Healthcare GmbH |
| Tel.: +372 6 515 120 | Tel.: +43 1 71120 0 |
| ????da | Polska |
| Baxter (Hellas) ?.?.?. | Baxter Polska Sp. z o.o. |
| ???.: +30-210-28 80 000 | Tel.: +48 22 4883 777 |
| España | Portugal |
| Baxter S.L. | Baxter Médico Farmacêutica, Lda. |
| Tel: +34 96 2722800 | Tel: +351 21 925 25 00 |
| France | România |
| Baxter SAS | FARMACEUTICA REMEDIA SA |
| Tél: +33 1 3461 5050 | Tel.: +40-21-321 16 40 |
| Ireland | Slovenija |
| Baxter Healthcare Ltd | Baxter d.o.o. |
| Tel: +353 1 2065500 | Tel.: +386 1 420 16 80 |
| Ísland | Slovenská republika |
| Lyfjaver ehf. | Baxter Slovakia s.r.o. |
| Sími: +354 533 6100 | Tel: +421 2 59418455 |
| Italia | Suomi/Finland |
| Baxter S.p.A. | Baxter Oy |
| Tel: +39 06 324911 | Puh/Tel: +358 9 8621111 |
| ??p??? | Sverige |
| Baxter (Hellas) ?.?.?. | Baxter Medical AB |
| ???.: +30-210-28 80 000 | Tel: +46 8 6326400 |
| Latvija | United Kingdom |
| SIA BAXTER Latvia | Baxter Healthcare Ltd |
| Tel.: +371 67 784 784 | Tel: +44 1635 206345 |
| Lietuva | |
| UAB ?Baxter Lithuania? | |
| Tel: +370 5 269 16 90 / +370 5 252 71 00 |
Diese Gebrauchsinformation wurde zuletzt genehmigt im
Ausführliche Informationen zu diesem Arzneimittel sind auf der Website der Europäischen Arzneimittel-Agentur http://www.ema.europa.eu/verfügbar.
HINWEISE ZUR AUFLÖSUNG UND VERABREICHUNG
Beim Auflösen und bei der Anwendung sind aseptische Techniken erforderlich.
Benutzen Sie zum Auflösen ausschließlich das sterilisierte Wasser für Injektionszwecke und das Rekonstitutions-Gerät, das jeder Packung ADVATE beigepackt ist. ADVATE darf nicht mit anderen Arzneimitteln oder Lösungen gemischt werden.
Hinweise zur Herstellung der Lösung
- Nicht nach dem auf Durchstechflaschen und Umkarton angegebenen Verfalldatum verwenden.
- Den BAXJECT II nicht verwenden, wenn seine sterile Barriere durchbrochen, seine Verpackung beschädigt ist oder Zeichen einer Manipulation aufweist, wie in dem Symbol angedeutet: .
- Nach dem Auflösen nicht kühlen.
- Wenn das Produkt noch im Kühlschrank gelagert wird, beide Durchstechflaschen mit ADVATE Pulver und Lösungsmittel aus dem Kühlschrank nehmen und auf Raumtemperatur (zwischen 15 und 25 °C) aufwärmen lassen.
- Hände sorgfältig mit Seife und warmem Wasser waschen.
- Schutzkappen von den Durchstechflaschen mit Pulver und Lösungsmittel entfernen.
- Gummistopfen mit Alkoholtupfern reinigen. Die Durchstechflaschen auf eine ebene Oberfläche stellen.
- Die Verpackung des BAXJECTs II öffnen, indem die Schutzfolie abgezogen wird ohne dabei den Packungsinhalt zu berühren (Abb. A). Das Transfersystem nicht aus der Verpackung nehmen. Den BAXJECT II-Gerätesatz nicht verwenden, wenn seine sterile Barriere durchbrochen, seine Verpackung beschädigt ist oder Zeichen einer Manipulation aufweist.
- Die Öffnung nach unten drehen und den durchsichtigen Plastikdorn durch den Gummistopfen der Lösungsmittelflasche drücken. Nun die Verpackung vom BAXJECT II abnehmen (Abb. B). Die lilafarbene Schutzkappe nicht vom BAXJECT II entfernen.
- Zum Auflösen nur das beigepackte Wasser für Injektionszwecke und das beigepackte Rekonstitutionsset verwenden. Das System, bestehend aus dem BAXJECT II und der Lösungsmitteldurchstechflasche, nun wenden, so dass sich die Lösungsmittelflasche oben befindet. Den weißen Dorn des BAXJECTs II durch den Gummistopfen der Advate-Flasche drücken. Durch das Vakuum wird das Lösungsmittel in die ADVATE-Flasche gezogen (Abb. C).
- Vorsichtig schwenken bis ADVATE vollständig gelöst ist. Vergewissern Sie sich, dass ADVATE vollständig gelöst ist, da sonst nicht die gesamt rekonstituierte Lösung durch den Filter im BAXJECT II gedrückt wird. Das Produkt löst sich rasch (üblicherweise in weniger als 1 Minute). Nach der Rekonstitution sollte die Lösung klar, farblos und frei von Fremdpartikeln sein.
| Abb. a | Abb. b | Abb. c |
Hinweise zur Selbstbehandlung
Zur Verabreichung eine Luer-Lock-Spritze benutzen.
Wichtiger Hinweis:
- Nicht selbst verabreichen, bevor Sie das spezielle Training von Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenschwester erhalten haben.
- Vor Verabreichung das Produkt auf Schwebeteilchen oder Verfärbung überprüfen. Die Lösung
sollte klar, farblos und frei von Fremdpartikeln sein.
ADVATE nicht verwenden, wenn die Lösung trüb, nicht völlig klar oder nicht vollständig gelöst ist.
- Die lilafarbene Schutzkappe vom BAXJECT II entfernen. KEINE LUFT IN DIE SPRITZE AUFZIEHEN. Die Spritze an den BAXJECT II anschließen. (Abb.d).
- Das System umdrehen (mit der Konzentrat-Durchstechflasche nach oben). Die rekonstituierte Lösung durch langsames Zurückziehen des Kolbens in die Spritze aufziehen (Abb.e).
- Die Spritze entfernen.
- Schließen Sie das Miniinfusionsset an die Spritze an und injizieren Sie die rekonstituierte Lösung in eine Vene. Die Lösung sollte langsam mit einer Infusionsgeschwindigkeit, die dem Patienten zuträglich ist und 10 ml pro Minute nicht überschreitet, verabreicht werden. (siehe Abschnitt 4 "Welche Nebenwirkungen sind möglich?").
- Unverbrauchte Lösung sachgerecht entsorgen.
| Abb. d | Abb. e |
Die folgenden Informationen sind nur für medizinisches Fachpersonal bestimmt:
Bedarfsbehandlung
Im Falle von Blutungsereignissen sollte der Faktor VIII-Spiegel innerhalb des entsprechenden Zeitraumes nicht unter den angegebenen Plasmaaktivitätswert (in % oder in I.E./ml) fallen. Die folgende Tabelle kann als Dosierungsanleitung bei Blutungsereignissen oder Operationen dienen. Die Dosis und die Verabreichungshäufigkeit sollten dem individuellen, klinischen Ansprechen des Patienten angepasst werden. Unter bestimmten Umständen (d. h. Vorliegen eines niedrig-titrigen Inhibitors) können höhere Dosen als gemäß der Formel errechnet erforderlich sein.
| Grad der Blutung / Art | Erforderlicher | Häufigkeit der Dosierung (Stunden) / |
| des chirurgischen | Faktor-VIII-Plasmaspiegel | Behandlungsdauer (Tage) |
| Eingriffes | (% oder I.E./dl) | |
| Blutung | ||
| Gelenkblutung im | 20-40 | Injektion alle 12-24 Stunden |
| Frühstadium, | (8-24 Stunden bei Patienten | |
| Muskelblutungen oder | unter 6 Jahren) für mind. 1 Tag | |
| Blutungen im Mund. | wiederholen, bis die Blutung ? angezeigt | |
| durch Schmerzen ? steht oder Heilung | ||
| erreicht ist. | ||
| Ausgeprägtere | 30-60 | Injektion alle 12-24 Stunden |
| Gelenkblutung, | (8-24 Stunden bei Patienten | |
| Muskelblutung oder | unter 6 Jahren) für 3-4 Tage oder länger | |
| Hämatom. | wiederholen, bis die Schmerzen und die | |
| akute Beeinträchtigung beseitigt sind. | ||
| Lebensbedrohliche | 60-100 | Injektion alle 8-24 Stunden (6-12 Stunden |
| Blutungen. | bei Patienten unter 6 Jahren) wiederholen, | |
| bis die Gefahr für den Patienten vorüber | ||
| ist. | ||
| Chirurgische Eingriffe | ||
| Kleinere Eingriffe | 30-60 | Alle 24 Stunden (12-24 Stunden bei |
| Einschließlich | Patienten unter 6 Jahren) für mind. 1 Tag | |
| Zahnextraktion. | bis die Wundheilung erreicht ist. | |
| Größere Eingriffe | 80-100 | Injektion alle 8-24 Stunden (6-24 Stunden |
| (prä- und postoperativ) | bei Patienten unter 6 Jahren) bis zu | |
| angemessener Wundheilung wiederholen, | ||
| dann Therapie für noch mind. 7 Tage | ||
| fortsetzen, um eine Faktor VIII-Aktivität | ||
| von 30-60% (I.E./dl) aufrechtzuerhalten. |
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


