Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Gyno-Pevaryl ist ein Präparat, das Pilze, die beim Menschen Infektionen im Bereich der Geschlechtsteile verursachen können, vernichtet. Gyno-Pevaryl wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Scheide und der äusseren Geschlechtsteile angewendet.
- Wirkstoff(e)
- Econazol
- Zulassungsinhaber
- Medius AG
- ATC Code
- G01AF05
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Gyno-Pevaryl® Vaginalcrème und Vaginalovula angewendet?
Gyno-Pevaryl ist ein Präparat, das Pilze, die beim Menschen Infektionen im Bereich der Geschlechtsteile verursachen können, vernichtet.
Gyno-Pevaryl wird auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin zur Behandlung von Pilzerkrankungen der Scheide und der äusseren Geschlechtsteile angewendet.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Gyno-Pevaryl® Vaginalcrème und Vaginalovula zu beachten?
Was sollte dazu beachtet werden?
Die Vaginalmykose (Scheidenpilz) kann nur richtig behandelt werden, wenn Sie sich genau an die Vorschriften Ihres behandelnden Arztes resp. Ihrer behandelnden Ärztin halten.
Infektionen, auch der Vagina (Scheide), sind übertragbare Erkrankungen. Bitte beachten Sie Hygienemassnahmen wie regelmässiges Waschen während der Dauer der Erkrankung.
Unterwäsche, Handtücher und Waschlappen sollten täglich gewechselt werden.
Vergessen Sie nicht, dass dieses Arzneimittel zur Behandlung Ihrer gegenwärtigen Erkrankung von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin verschrieben wurde. Es darf nicht für die Behandlung anderer Erkrankungen verwendet werden.
Wann darf Gyno-Pevaryl Vaginalcrème und Vaginalovula nicht angewendet werden?
Gyno-Pevaryl ist kontraindiziert bei Patienten mit Überempfindlichkeit gegenüber dem Wirkstoff, anderen vergleichbaren Pilzmitteln (vom Imidazoltyp) oder einem der Hilfsstoffe.
Wann ist bei der Anwendung von Gyno-Pevaryl Vaginalcrème und Vaginalovula Vorsicht geboten?
Der Scheidenpilz verursacht im Allgemeinen Beschwerden wie Juckreiz, Brennen und Ausfluss. In seltenen Fällen können unter Anwendung von Gyno-Pevaryl die Reizerscheinungen vorübergehend zunehmen. Halten die Reizerscheinungen an, kann dies ein Hinweis auf Überempfindlichkeitsreaktionen sein. Das Auftreten von stärkeren Beschwerden kann ein Hinweis auf eine Infektion durch nicht empfindliche Pilze und Bakterien sein. In beiden Fällen ist der Arzt oder die Ärztin aufzusuchen.
Um Rückfälle zu vermeiden, sollten auch die Schamlippen und der Partner behandelt werden.
Gyno-Pevaryl darf nicht am Auge oder anderen Körperteilen angewendet werden und darf nicht eingenommen werden.
Gleichzeitiger Gebrauch eines Diaphragmas oder von Präservativen zur Empfängnisverhütung mit Gyno-Pevaryl ist zu vermeiden, da einerseits die Oberfläche des Diaphragmas verändert sowie die Reissfestigkeit von Präservativen herabgesetzt und anderseits die heilende Wirkung von Gyno-Pevaryl beeinträchtigt werden könnte.
Wenn Sie ein spermizides (samenabtötendes) Verhütungsmittel verwenden, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin, da eine gleichzeitige Behandlung mit Gyno-Pevaryl das Verhütungsmittel unwirksam machen kann. Andere äusserlich angewendete Arzneimittel sollten nicht zusammen mit Gyno-Pevaryl angewendet werden.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie gleichzeitig Blutverdünner (Antikoagulantien) wie Acenocoumarol (Sintrom®) oder Phenprocoumon (Marcoumar®) einnehmen, da Gyno-Pevaryl den Effekt des Blutverdünners beeinflussen kann.
Patientinnen, die auf andere Pilzmittel empfindlich reagieren, haben auch über eine Empfindlichkeit gegenüber Econazolnitrat berichtet. Informieren Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, wenn Sie jemals auf ein Pilzmittel empfindlich reagiert haben.
Hilfsstoffe
Gyno-Pevaryl Vaginalcrème enthält 10 mg Benzoesäure pro 5 g Crème, entsprechend 2.0 mg/1 g.
Gyno-Pevaryl Vaginalcrème enthält Butylhydroxyanisol (E 320), welches örtlich begrenzt Hautreizungen (z.B. Kontaktdermatitis), Reizungen der Augen und der Schleimhäute hervorrufen kann.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Arzneimittel (auch selbstgekaufte!) einnehmen oder vaginal anwenden!
Darf Gyno-Pevaryl Vaginalcrème und Vaginalovula während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?
Während einer Schwangerschaft und in der Stillzeit darf Gyno-Pevaryl nur auf ärztliche Verordnung angewendet werden. Es wird empfohlen, während der Anwendung von Gyno-Pevaryl nicht zu stillen.
Wie wird Gyno-Pevaryl® Vaginalcrème und Vaginalovula angewendet?
Gyno-Pevaryl Vaginalcrème
Die Vaginalcrème ist zur Anwendung im Bereich der Schamlippen sowie zur Partnerbehandlung bestimmt. Die Behandlung ist fortzusetzen, bis der Tubeninhalt verbraucht ist.
Anwendung bei der Frau: Das Anwendungsgebiet wird 1× täglich mit warmem Wasser gereinigt und dann eingecremt.
Partnerbehandlung: Während 1–2 Wochen Eichel und Vorhaut 1× täglich mit warmem Wasser reinigen und dann dünnschichtig eincrèmen.
Gyno-Pevaryl Vaginalovula
Gyno-Pevaryl Vaginalovula sind zur Anwendung in der Vagina (Scheide) bestimmt.
Wenn von Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin nicht anders verordnet, führen Sie während 3 aufeinanderfolgenden Tagen jeden Abend vor dem Zubettgehen, am besten im Liegen, ein Ovulum tief in die Scheide ein. Es ist darauf zu achten, dass das Ovulum bis zur hintersten Stelle in der Scheide eingeführt wird.
Eine begonnene Antimykotika-Therapie sollte so lange wie vom Arzt oder Ihrer Ärztin verordnet durchgeführt werden. Die Krankheitssymptome verschwinden oft bevor die Infektion vollständig ausgeheilt ist. Deshalb sollte die Behandlung über das Verschwinden der Krankheitszeichen hinaus fortgesetzt werden. Eine ungenügende Anwendungsdauer oder ein zu frühes Beenden der Behandlung kann ein erneutes Aufflammen der Erkrankung zur Folge haben.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Kinder und Jugendliche
Die Sicherheit und Wirksamkeit von Gyno-Pevaryl ist bei Kindern nicht geprüft worden.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Gyno-Pevaryl® Vaginalcrème und Vaginalovula?
Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Gyno-Pevaryl Vaginalcrème und Vaginalovula auftreten:
Häufig: brennendes Gefühl der Haut oder Juckreiz an der Applikationsstelle.
Gelegentlich: Hautausschlag.
Sehr selten: allergische Reaktionen mit Schwellungen der Haut und Schleimhaut, Nesselsucht, Kontaktdermatitis und Abschälen der Haut.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.
Wie ist Gyno-Pevaryl® Vaginalcrème und Vaginalovula aufzubewahren?
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 25 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren.
Entsorgen Sie keine Arzneimittel in das Abwasser oder den Hausmüll. Abgelaufene oder nicht mehr benötigte Arzneimittel aus Haushalten können in Apotheken oder Sammelstellen abgegeben werden. Diese Massnahmen tragen zum Schutz der Umwelt bei.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.
Weitere Informationen zu Gyno-Pevaryl® Vaginalcrème und Vaginalovula
Was ist in Gyno-Pevaryl Vaginalcrème und Vaginalovula enthalten?
Wirkstoffe
1 Vaginalovulum enthält 150 mg Econzolnitrat.
1 g Vaginalcrème enthält 10 mg Econazolnitrat.
Hilfsstoffe
Vaginalovulum: Hartfett.
Vaginalcrème: Benzoesäure (E 210), Butylhydroxyanisol (E 320), dickflüssiges Paraffin, Ethylenglycolstearat, Macrogol-32-stearat, Macrogol-6-stearat, Macrogolglycerololeate, gereinigtes Wasser.
Zulassungsnummer
70578 (Swissmedic).
Wo erhalten Sie Gyno-Pevaryl Vaginalcrème und Vaginalovula? Welche Packungen sind erhältlich?
In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Gyno-Pevaryl Vaginalcrème und Vaginalovula (15 g Vaginalcrème und 3 Vaginalovula).
Zulassungsinhaberin
Medius AG, 4132 Muttenz.
Diese Packungsbeilage wurde im Oktober 2025 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


