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Wirkstoffe

Sucralfat

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

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Grundlagen

Sucralfat ist ein Arzneimittel, das bei einer Reihe verschiedener Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes zum Einsatz kommt. Dazu zählen die Behandlung von Ulzerationen in Magen und Darm, die symptomatische Behandlung der Refluxerkrankung und Dyspepsie. Es handelt sich bei diesem Arzneistoff um ein Aluminiumsalz von Saccharosesulfat.

Sucralfat ist rezeptpflichtig und ist in den meisten Fällen als Tablette oder Suspension erhältlich.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Sucralfat wirkt indem es Proteine, Pesin und Gallensäuren bindet. Dadurch wird ein Schutzfilm über den Ulzerationen und der Magenschleimhaut gebildet. Zusätzlich werden vermehrt Prostagalndine und Wachstumsfaktoren gebildet und die Mukusproduktion erhöht. Dadurch werden Entündungen gelindert und der Heilungsprozess unterstützt.  

Der genaue Wirkmechanismus beruht auf der Komplexbildung zwischen Sucralfat und Proteinen aus dem Exsudat der Ulzerationen. Dadurch wird ein Schutzfilm gebildet der die Schleimhaut vor den Protonen der Magensäure (Salzsäure) schützt. Wie Sucralfat genau den Level der Wachstumsfaktoren und die Mukusproduktion erhöht ist noch nicht vollständig aufgeklärt.

Pharmakokinetik

Sucralfat wird nur in äußerst geringen Mengen resorbiert und wirkt hauptsächlich lokal. Dieses Arzneimittel enthält Aluminium, welches in sehr geringen Mengen in den Körper aufgenommen werden kann. Bei Patienten mit einer verringerten Nierenfunktion kann dieser Anteil höher ausfallen. Der Hauptteil der eingenommenen Dosis wird unverändert wieder ausgeschieden.

Wechselwirkungen

Sucralfat erhöht den pH-Wert im Magen, weshalb manche Arzneistoffe weniger gut resorbiert werden können. Dazu zählen Betablocker, Antibiotika, Digitalisglykoside, Theophyllin und Vitamin B12.

Toxizität

Es wurden bisher keine Überdosierungen mit Sucralfat beobachtet. 

Es gibt keine Anzeichen, dass Sucralfat fruchtschädigen oder kanzerogen ist.

Nebenwirkungen

Die häufigste Nebenwirkung ist das Auftreten einer Verstopfung. Gelegentlich kann es zu Übelkeit und Mundtrockenheit kommen.

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.