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Grundlagen
Nimesulid ist ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAID) mit schmerzstillenden und fiebersenkenden Eigenschaften. Seine zugelassenen Indikationen sind die Behandlung von akuten Schmerzen, die symptomatische Behandlung von Arthrose und primärer Dysmenorrhoe bei Jugendlichen und Erwachsenen über 12 Jahren. Es wird normalerweise durch den Mund eingenommen.
Pharmakologie
Pharmakodynamik
Die entzündungshemmende Wirkung von Nimesulid ist auf die Hemmung der Cylooxygenase-2 (COX-2) zurückzuführen, einem Enzym, das an der Prostaglandinsynthese über den Arachidonsäureweg beteiligt ist. Dies führt zu einer verminderten Menge an Prostaglandinen, die Schmerzen, Fieber und Entzündungen vermitteln.
Pharmakokinetik
Nimesulid wird nach oraler Verabreichung schnell resorbiert. Nimesulid hat einen relativ schnellen Wirkungseintritt, wobei eine signifikante Reduktion von Schmerzen und Entzündungen bereits innerhalb von 15 Minuten nach Einnahme des Medikaments beobachtet wird. Die Plasmaproteinbindung beträgt mehr als 97%. Nimesulid unterliegt einer umfangreichen Biotransformation, hauptsächlich zu 4-Hydroxynimesulid. 4-Hydroxynimesulid ist ebenfalls biologisch aktiv. Die Elimination erfolgt zu einem Großteil über die Niere und zu einem kleineren Teil über den Stuhl. Die Halbwertszeit von Nimesulid beträgt 2-4 Stunden.
Toxizität
Nebenwirkungen
Aufgrund von Bedenken hinsichtlich des Risikos einer Lebertoxizität wurde Nimesulid in mehreren Ländern (Spanien, Finnland, Belgien, Irland und den USA) vom Markt genommen. Leberprobleme haben sowohl zu Todesfällen als auch zur Notwendigkeit einer Transplantation geführt. Dies kann bereits drei Tage nach Beginn der Einnahme des Medikaments auftreten.
Folgende Nebenwirkungen sind ebenfalls aufgetreten:
- Diarrhöe
- Erbrechen
- Hautausschlag
- Juckreiz
- Schwindelgefühl
- Bitterer Geschmack im Mund
Toxikologische Daten
LD50 (Ratte, oral): 200 mg·kg−1

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.