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Wirkstoffe

Methylprednisolonaceponat

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

Methylprednisolonaceponat ist ein Glukokortikoid, das entzündungshemmend, antiallergisch und das körpereigene Immunsystem unterdrückt.

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Grundlagen

Methylprednisolonaceponat ist ein topisches Glukokortikoid und wirkt entzündungshemmend, antiallergisch und unterdrückend auf das körpereigene Immunsystem. Angewendet wird es zur äußerlichen lokalen Behandlung von Hauterkrankungen wie chronisch-entzündliche Dermatitis, allergischer Kontaktdermatitis und anderen Entzündungen der oberen Hautschicht.

Der Wirkstoff ist unter dem Namen Advantan® als Creme oder Salbe im Handel.

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Nach Eindringen in die Haut wird der Wirkstoff von Esterasen (Enzyme) zu aktiven Zwischenprodukten verstoffwechselt. Wie andere topische Glukokortikoide bindet Methylpredisolonaceponat an intrazelluläre Glukokortikoid-Rezeptoren im Inneren der Zelle. Der Rezeptor-Wirkstoff-Komplex übt einen Einfluss auf die DNA aus, wodurch die Synthese entzündungshemmender Proteine bewirkt wird. Dadurch können sich die juckreizlindernden, immunsuppressiven und antiinflammatorischen bzw. antiallergischen Wirkungen entfalten.

Pharmakokinetik

Ausschlaggebend für die Absorption topischer Glukokortikoide ist das Hautalter. Bei Kindern unter 12 Monaten muss beachtet werden, dass sich die Barrierefunktion der Haut noch nicht vollständig entwickelt hat. Bei Menschen im höheren Alter kann sich die Glukokortikoidaufnahme durch die Ausdünnung der Haut sowie durch eine größere Hautoberfläche aufgrund von Faltenbildung erhöhen.

Kontraindikationen

Methylprednisolonaceponat ist kontraindiziert bei:

  • Überempfindlichkeit
  • Bakteriellen Hauterkrankungen
  • Viruserkrankungen der Haut
  • Rosazea
  • Perioraler Dermatitis
  • Hautgeschwüren
  • Akne
  • Athrophischen Hauterkrankungen
  • Postvakzinalen Hautreaktionen im Behandlungsbereich

Toxizität

Nebenwirkungen

Ein Brennen oder Juckreiz an der Anwendungsstelle ist die häufigste unerwünschte Nebenwirkung. Darüber hinaus können Athrophien (Verdünnungen der Haut) auftreten, sowie Hautstreifen und sichtbare Erweiterungen kleiner Blutgefäße der Haut.

Toxikologische Daten

LD50 (Ratte, oral): > 2 g/kg
LD50 (Ratte, subkutan): > 3 g/kg

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.