Mebeverin ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Magenschmerzen und Krämpfen im Zusammenhang mit dem Reizdarmsyndrom.
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Grundlagen
Mebeverin ist ein krampflösendes Arzneimittel zur symptomatischen Behandlung von Magenschmerzen und Krämpfen im Zusammenhang mit dem Reizdarmsyndrom und anderen Magen-Darm-Erkrankungen. Es ist ein Derivat des natürlich im Schlafmohn vorkommenden Papaverins und wird zur Stoffgruppe der Spasmolytika gezählt. Mebeverin wird oral in Form von Retardkapseln verbreicht. Es wurde 1965 erstmals zugelassen.
Pharmakologie
Pharmakodynamik
Mebeverin ist ein Spasmolytikum dessen exakter Wirkmechanismus nicht genau bekannt ist. Es wirkt jedoch sehr selektiv direkt auf die glatte Muskulatur im Magen-Darm-Trakt und kann eine anästhesierende Wirkung haben. Zudem scheint es Kalziumkanäle und Muskarinrezeptoren zu beeinflussen.
Pharmakokinetik
Mebeverin wird hauptsächlich durch Esterasen in der Leber metabolisiert. Die Metaboliten werden mit dem Urin ausgeschieden.
Toxizität
Nebenwirkungen
Zu den unerwünschten Wirkungen gehören:
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Störungen des Immunsystems
- Hauterkrankungen einschließlich Nesselsucht und Hautausschlägen
- Ödeme
- Sodbrennen
- Verdauungsstörungen
- Müdigkeit
- Durchfall
- Verstopfung
- Appetitlosigkeit
- Allgemeines Unwohlsein
- Schwindel
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- verminderter Pulsschlag
Bei einem Urin-Drogenscreening-Test kann Mebeverin ein falsch positives Ergebnis für Amphetamine bewirken.

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.
