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Grundlagen
Isoconazol ist ein Medikament zur Behandlung von Pilzinfektionen der Haut, der Nägel und der Haare. Es gehört zu einer Klasse von Medikamenten, die Azol-Antimykotika genannt werden. Diese wirken, indem sie die Zellmembran von Pilzen stören und es ihnen so erschweren, zu wachsen und sich zu vermehren. Isoconazol wird in Form von Cremes, Lösungen oder Salben angewendet.
Isoconazol wurde erstmals 1970 patentiert.
Pharmakologie
Pharmakodynamik und Wirkmechanismus
Isoconazol ist ein Breitspektrum-Antimykotikum, das gegen ein breites Spektrum von Pilzen, einschließlich Dermatophyten, Hefen und Schimmelpilzen, wirksam ist. Der Wirkmechanismus von Isoconazol beruht auf der Hemmung der Synthese von Ergosterol, einer wichtigen Komponente der Pilzzellmembran. Ergosterol ist ein wichtiger Bestandteil der Pilzzellmembran, da es ihre Struktur und Funktion beeinflusst. Durch die Hemmung der Synthese von Ergosterol wird die Struktur und Funktion der Pilzzellmembran verändert, was das Wachstum und die Vermehrung der Pilze erschwert und letztlich zu ihrem Absterben führt.
Pharmakokinetik
Isoconazol wird in der Regel topisch auf die betroffenen Hautstellen, Nägel oder Haare aufgetragen. Es wird schnell durch die Haut absorbiert und erreicht im betroffenen Gewebe therapeutische Konzentrationen. Es wird von der Leber metabolisiert und hauptsächlich über den Urin ausgeschieden.
Wechselwirkungen
Da der Wirkstoff nur topisch eingesetzt wird, sind Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln unwahrscheinlich.
Toxizität
Nebenwirkungen
Zu den häufigen Nebenwirkungen von Isoconazol gehören:
- Hautreizungen
- Rötungen
- Juckreiz an der Applikationsstelle.
Schwerwiegendere Nebenwirkungen, die allerdings selten sind, können allergische Reaktionen und Leberschäden sein.
Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen
Isoconazol sollte nicht von Personen mit einer bekannten Allergie gegen dieses oder andere Azol-Antimykotika angewendet werden. Es sollte mit Vorsicht bei Personen mit Lebererkrankungen oder geschwächtem Immunsystem verwendet werden. Es wird nicht empfohlen, es während der Schwangerschaft oder der Stillzeit zu verwenden.

Autor
Markus Falkenstätter, BSc
Student der Pharmazie
Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Lektor
Mag. pharm. Stefanie Brandauer
Pharmazeutin
Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

