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Wirkstoffe

Cloxacillin

Autor: Markus Falkenstätter, BScFachlich geprüft von Mag. pharm. Stefanie Brandauer (Pharmazeutin)
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

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Grundlagen

Cloxacillin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der β-Lactame, der heutzutage größtenteils in der Veterinärmedizin (v.a. bei Kühen) Verwendung findet. Er wird semisynthetisch Hergestellt und wird vor allem bei Infektionen mit Penicillin-resistenten Staphylokokken, aber auch Infektionen mit beta-hämolysierenden Streptokokken oder Pneumokokken zur Behandlung herangezogen. Die Verabreichung erfolgt entweder oral oder intravenös.  

Pharmakologie

Pharmakodynamik

Anders als Penicillin, ist Cloxacillin resistent gegenüber Beta-Lactamase, ein Enzym, das von einigen Bakterien produziert wird. Cloxacillin bindet an PBPs (kurz für Penicillin-bindende Proteine) und deaktiviert diese. PBPs befinden sich an der Innenseite der Bakterienmembran und sind an der Synthese und Verzweigung von Peptidoglykanen, einem wichtigen strukturellen Bestandteil der bakteriellen Zellwand beteiligt. Kommt es nun zu einer Unterbrechung dieses Prozesses, löst sich die Zellwand nach und nach auf, was schlussendlich zur Lyse des Erregers führt. . 

Pharmakokinetik

Wird der Wirkstoff oral eingenommen, so ist die maximale Serumkonzentration nach ca. einer Stunde erreicht. Verbessert wird die Aufnahme im Gastrointestinal-Trakt, welche zwischen 30 und 80 % liegen kann, wenn die Einnahme auf leeren Magen erfolgt. Ungefähr die Hälfte der verabreichten Dosis wird nach  den ersten sechs Stunden wieder über den Urin ausgeschieden. 

 Ca. 94% von Cloxacillin liegen proteingebunden im Plasma vor. 

Wechselwirkungen

Werden bei bakterielle Infektionen gleichzeitig andere Antibiotika, wie Gentamicin oder Tetracycline, eingenommen, so kommt es durch Interaktion mit Cloxacillin, zu einer Abnahme der Serumskonzentration jener Antibiotika. 

Weiters kann die therapeutische Wirksamkeit von empfängnisverhütende Pillen, die Ethinylestradiol enthalten, geschwächt werden. 

Toxizität

Nebenwirkungen

Zu den unerwünschten Wirkungen gehören: 

  • Übelkeit

  • Durchfall

  • Neutropenie, Leukopenie und Thrombozytopenie

  • Fieber

  • Ausschlag

  • Pruritus

  • Myalgie


Toxikologische Daten

LD50(Ratte, oral) : 5000 mg/kg

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Lektor

Mag. pharm. Stefanie Brandauer

Pharmazeutin

Stefanie Brandauer ist seit 2020 freie Autorin bei Medikamio und studierte Pharmazie an der Universität Wien. Sie arbeitet als Apothekerin in Wien und ihre Leidenschaft sind pflanzliche Arzneimittel und deren Wirkung.


Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.