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Wirkstoffe

Cefpodoxim

Autor: Markus Falkenstätter, BSc
Inhalt
  1. Grundlagen
  2. Pharmakologie
  3. Toxizität

Cefpodoxim ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine, das zur Behandlung einer Reihe von bakteriellen Infektionen genutzt wird.

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Grundlagen

Cefpodoxim ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Cephalosporine, das zur Behandlung einer Reihe von bakteriellen Infektionen genutzt wird.

Anwendung und Indikationen

Cefpodoxim ist ein orales Cephalosporin-Antibiotikum der dritten Generation mit Wirksamkeit gegen die meisten grampositiven und gramnegativen Bakterien. Cefpodoxim-Proxetil, ein Salz des Wirkstoffes, wird häufig zur Behandlung von akuter Mittelohrentzündung, Rachenentzündung und Nasennebenhöhlenentzündung eingesetzt. Weitere Indikationen sind Infektionen der tiefen Atemwege (akute bakterielle Bronchitis, akute Verschlechterung einer chronischen Bronchitis, bakterielle Lungenentzündung), unkomplizierte Infektionen der Harnwege (unkomplizierte Nierenbeckenentzündungen, Entzündung der Harnblase, spezifische Schleimhaut-Entzündung der Harnröhre) und Infektionen der Haut- und Weichteile und Gonorrhoe. Cefpodoxim wird meist oral in Form von Tabletten oder oralen Suspensionen eingenommen. Die Dosierung beträgt meist 100 oder 200 mg pro Tablette.

Pharmakologie

Pharmakodynamik und Wirkmechanismus

Cefpodoxim ist nachweislich gegen die meisten grampositiven und gramnegativen Bakterien wirksam, mit Ausnahme von Pseudomonas aeruginosa, Enterokokken und Bacteroides fragilis. 

Cephalosporine, wie Cefpodoxim, stören wie andere β-Laktam-Antibiotika die Synthese der Peptidoglykanschicht, die die bakterielle Zellwand bildet. Die Peptidoglykanschicht ist wichtig für die strukturelle Integrität der Zellwand. Der letzte Transpeptidierungsschritt in der Peptidoglycan-Synthese wird durch Penicillin-bindende Proteine (PBPs) erleichtert. PBPs binden an Muropeptidee (Peptidoglykan-Vorstufen), um das Peptidoglykan zu vernetzen. Beta-Lactam-Antibiotika hemmen dadurch irreversibel die PBP-Vernetzung von Peptidoglykan und töten die Bakterien so ab.

Pharmakokinetik

Cefpodoxim-Proxetil ist ein Prodrug, das aus dem Magen-Darm-Trakt absorbiert und zu seinem aktiven Metaboliten, Cefpodoxim, ungewandelt wird. Nach oraler Verabreichung von Cefpodoxim-Proxetil wird etwa 50 % der verabreichten Dosis systemisch resorbiert. Über den empfohlenen Dosierungsbereich. Die Halbwertszeit beträgt etwa 3 Stunden. 

Wechselwirkungen

Cefpodoxim kann die Nieren schädigen, besonders wenn bestimmte Arzneimittel eingenommen werden. Dazu gehören:

  • Probenecid
  • Antazida

Toxizität

Kontraindikationen

Cefpodoxim sollte nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen Cefpodoxim oder andere Beta-Lactame besteht.

Nebenwirkungen

Cefpodoxim kann schwere Nebenwirkungen verursachen. Dazu gehören:

  • Schwere Bauchschmerzen
  • wässriger oder blutiger Durchfall
  • Fieber
  • Schüttelfrost
  • Halsschmerzen
  • wunde Stellen im Mund
  • geschwollene Drüsen
  • Gelenkschmerzen
  • Krampfanfälle
  • Schmerzen im Oberbauch
  • Appetitlosigkeit
  • dunkler Urin
  • lehmfarbener Stuhl
  • Gelbsucht (Gelbfärbung der Haut oder Augen)

Häufige Nebenwirkungen von Cefpodoxim können sein:

  • Diarrhöe
  • Brechreiz
  • Magenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • Juckreiz oder Ausfluss aus der Scheide
  • Windelausschlag bei Säuglingen

Schwangerschaft und Stillzeit

Eine Einnahme während der Schwangerschaft sollte nur nach Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses durchgeführt werden. 

Cefpodoxim geht in die Muttermilch über. Das Stillen sollte daher während der Einnahme unterbrochen werden.

Markus Falkenstätter, BSc

Autor

Markus Falkenstätter, BSc

Student der Pharmazie

Markus Falkenstätter ist Autor zu pharmazeutischen Themen in der Medizin-Redaktion von Medikamio. Er befindet sich im letzten Semester seines Pharmaziestudiums an der Universität Wien und liebt das wissenschaftliche Arbeiten im Bereich der Naturwissenschaften.


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