Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Vetemex vet 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen Maropitant 2. Zusammensetzung 1 ml enthält: Wirkstoff: Maropitant 10 mg Sonstige Bestandteile: Quantitative Zusammensetzung, falls diese Qualitative Zusammensetzung sonstiger Information für die ordnungsgemäße Bestandteile und anderer Bestandteile Verabreichung des …
- Wirkstoff(e)
- Maropitant
- Zulassungsinhaber
- CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QA04AD90
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Vetemex vet 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Vetemex vet 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen
Maropitant
| 2. | Zusammensetzung | ||
| 1 ml enthält: | |||
| Wirkstoff: | |||
| Maropitant | 10 mg | ||
| Sonstige Bestandteile: | |||
| Quantitative Zusammensetzung, falls diese | |||
| Qualitative Zusammensetzung sonstiger | Information für die ordnungsgemäße | ||
| Bestandteile und anderer Bestandteile | Verabreichung des Tierarzneimittels | ||
| wesentlich ist | |||
| Benzylalcohol (E1519) | 11,1 mg |
Betadex-Sulfobutylether-Natrium
Wasserfreie Citronensäure
Natriumhydroxid
Wasser für Injektionszwecke
Klare, farblose bis leicht gelbliche Lösung.
Anwendungsgebiet(e)
Hunde:
Zur Behandlung und Vorbeugung von durch Chemotherapie verursachter Übelkeit. Zur Vorbeugung von Erbrechen, außer durch Reisekrankheit verursachtes Erbrechen.
Zur Behandlung von Erbrechen, in Kombination mit anderen unterstützenden Maßnahmen.
Zur Vorbeugung von Übelkeit und Erbrechen vor, während oder kurz nach einem operativen Eingriff und zur Verbesserung der Erholung von einer Vollnarkose nach Anwendung des µ-Opioidrezeptor- Agonisten Morphin.
Katzen:
Zur Vorbeugung von Erbrechen und Linderung von Übelkeit, außer bei Übelkeit und Erbrechen, die durch Reisekrankheit verursacht werden.
Zur Behandlung von Erbrechen, in Kombination mit anderen unterstützenden Maßnahmen.
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Was ist vor der Einnahme von Vetemex vet 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen zu beachten?
Gegenanzeigen
Keine.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Wie wird Vetemex vet 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur subkutanen oder intravenösen Anwendung bei Hunden und Katzen.
Das Tierarzneimittel sollte subkutan oder intravenös einmal täglich in einer Dosis von 1 mg Maropitant/kg Körpergewicht (KGW) (1 ml / 10 kg KGW) injiziert werden und bis zu fünf aufeinanderfolgenden Tagen wiederholt werden. Die intravenöse Verabreichung des Tierarzneimittels sollte als einmaliger Bolus erfolgen, ohne das Tierarzneimittel mit anderen Flüssigkeiten zu vermischen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Zur Vorbeugung von Erbrechen sollte das Tierarzneimittel mehr als 1 Stunde im Voraus verabreicht werden. Die Wirkdauer beträgt etwa 24 Stunden. Daher kann die Behandlung am Abend vor der Verabreichung eines Wirkstoffes, der zu Erbrechen führen kann (z. B. Chemotherapie), verabreicht werden.
Zur Verabreichung als subkutane Injektion siehe auch „ Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:“ (Abschnitt: besondere Vorsichtsmaßnahmen).
Da die pharmakokinetischen Abweichungen groß sind und Maropitant nach einmal täglich wiederholter Verabreichung im Körper akkumuliert, können bei wiederholter Verabreichung bei einzelnen Tieren niedrigere Dosen als die empfohlenen ausreichend sein.
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Wie ist Vetemex vet 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen der Durchstechflasche: 56 Tage.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett der Durchstechflasche angegebenen Verfalldatum nach „Verwendbar bis“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Vetemex vet 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Erbrechen kann mit schweren, erheblich schwächenden Beschwerden wie Magen-Darm-Verschluss assoziiert sein. Daher sind angemessene diagnostische Untersuchungen durchzuführen.
Die „Gute veterinärmedizinische Praxis“ weist darauf hin, dass Antiemetika in Verbindung mit anderen veterinärmedizinischen und unterstützenden Maßnahmen wie Diätkontrolle und Flüssigkeitsersatz unter Berücksichtigung der zugrunde liegenden Ursachen des Erbrechens angewendet werden sollten.
Das Tierarzneimittel wird nicht zur Behandlung von Erbrechen aufgrund von Reisekrankheit empfohlen.
Hunde:
Obwohl nachgewiesen wurde, dass Maropitant sowohl zur Behandlung als auch zur Vorbeugung von Erbrechen, das durch Chemotherapie verursacht wird, wirksam ist, hat es sich als wirksamer erwiesen, wenn es präventiv angewendet wird. Daher wird empfohlen, das Tierarzneimittel vor Verabreichung des Chemotherapeutikums zu injizieren.
Katzen:
Die Wirksamkeit von Maropitant zur Vorbeugung von Übelkeit bei Katzen wurde in Studien unter Verwendung eines Modells (durch Xylazin induzierte Übelkeit) nachgewiesen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Sicherheit von Maropitant bei Hunden jünger als 8 Wochen oder bei Katzen jünger als 16 Wochen sowie bei trächtigen oder laktierenden Hündinnen und Katzen ist nicht belegt. Nur gemäß der Nutzen- Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt anwenden.
Maropitant wird in der Leber verstoffwechselt und ist daher bei Tieren mit Lebererkrankungen nur mit besonderer Vorsicht anzuwenden. Da Maropitant während einer 14-tägigen Behandlungsphase aufgrund einer Stoffwechselsättigung im Körper akkumuliert, sollte während einer Langzeitbehandlung neben der Überwachung auf jedwede andere Nebenwirkungen die Leberfunktion sorgfältig überwacht werden.
Das Tierarzneimittel sollte bei Tieren mit Herzerkrankungen oder einer Veranlagung dazu mit Vorsicht angewendet werden, da Maropitant eine Affinität zu Kalzium- und Kalium-Ionenkanälen hat. In einer Studie wurde nach oraler Verabreichung von 8 mg/kg bei gesunden Beaglehunden im EKG ein Anstieg des QT-Intervalls um etwa 10 % beobachtet. Es ist allerdings unwahrscheinlich, dass solch ein Anstieg von klinischer Bedeutung ist.
Aufgrund des häufigen Auftretens vorübergehender Schmerzen während der subkutanen Injektion müssen unter Umständen angemessene Maßnahmen zur Bewegungseinschränkung des Tieres ergriffen werden. Das Injizieren des Tierarzneimittels bei gekühlter Temperatur kann die Schmerzen während der Injektion verringern.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Maropitant ist ein Neurokinin-1 (NK1)-Rezeptor-Antagonist, welcher im Zentralnervensystem wirkt. Das Tierarzneimittel kann daher bei versehentlicher Selbstinjektion Übelkeit, Schwindel und Schläfrigkeit auslösen. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Das Tierarzneimittel kann Hautreizungen verursachen. Hautkontakt ist daher zu vermeiden. Im Falle einer versehentlichen Exposition den betroffenen Hautbereich mit viel Wasser waschen. Das Tierarzneimittel kann Hautsensibilisierung verursachen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Maropitant und/oder Benzylalkohol sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Wenn Sie nach versehentlicher Exposition Symptome wie einen Hautausschlag entwickeln, sollten Sie ärztlichen Rat einholen und dem Arzt diesen Warnhinweis zeigen. Das Tierarzneimittel kann Augenreizung verursachen. Augenkontakt ist unbedingt zu vermeiden. Im Falle einer versehentlichen Exposition die Augen mit viel Wasser spülen und unverzüglich einen Arzt aufsuchen. Nach der Anwendung Hände waschen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Nicht zutreffend.
Trächtigkeit und Laktation:
Nur gemäß der Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt anwenden, da an keiner Tierart beweiskräftige Studien zur Reproduktionstoxizität durchgeführt wurden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Das Tierarzneimittel sollte nicht gleichzeitig mit Kalzium-Kanal-Blockern angewendet werden, weil Maropitant eine Affinität zu Kalzium-Kanälen hat. Maropitant weist eine hohe Plasma-Proteinbindung auf und kann mit anderen Stoffen mit ebenfalls hoher Bindung konkurrieren.
Überdosierung:
Abgesehen von vorübergehenden Reaktionen an der Injektionsstelle wurde Maropitant nach subkutaner Verabreichung von Hunden und jungen Katzen bis zu einer täglichen Dosis von 5 mg/kg (das 5-Fache der empfohlenen Dosis) an 15 aufeinander folgenden Tagen (das 3-Fache der empfohlenen Verabreichungsdauer) gut vertragen. Es liegen keine Daten zu Überdosierungen bei erwachsenen Katzen vor.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln in der gleichen Spritze gemischt werden.
| 7. | Nebenwirkungen | ||
| Hunde: | |||
| Häufigkeit | Nebenwirkung | ||
| Häufig | Schmerzen an der Injektionsstelle*. | ||
| (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte | |||
| Tiere): | |||
| Sehr selten | Anaphylaktische Reaktionen | ||
| (allergische Ödeme, Urtikaria, | |||
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | |||
| Erythem, Kollaps, Dyspnoe, blasse | |||
| einschließlich Einzelfallberichte): | |||
| Schleimhäute); Neurologische | |||
| Symptome, wie Ataxie, | |||
| Krämpfe/Anfälle oder | |||
| Muskeltremor; Lethargie | |||
| *Bei subkutaner Injektion | |||
| Katze: | |||
| Häufigkeit | Nebenwirkung | ||
| Sehr häufig | Schmerzen an der Injektionsstelle* | ||
| (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): | |||
| Sehr selten | Anaphylaktische Reaktionen | ||
| (allergische Ödeme, Urtikaria, | |||
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | |||
| Erythem, Kollaps, Dyspnoe, blasse | |||
| einschließlich Einzelfallberichte): | |||
| Schleimhäute); Neurologische | |||
| Symptome, wie Ataxie, | |||
| Krämpfe/Anfälle oder | |||
| Muskeltremor; Lethargie |
* Bei subkutaner Injektion: mittelschwere bis schwere Reaktion auf die Injektion (bei etwa einem Drittel der Katzen).
<Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das
Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, über das elektronische Veterinär-Meldeformular auf der Internetseite (https://www.basg.gv.at), per E-Mail (basg-v-phv@basg.gv.at) oder per Post melden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 838747
Bernsteinfarbene Durchstechflasche aus Glas vom Typ 1 mit einem beschichteten Stopfen aus Bromobutylkautschuk und einem Aluminiumschnappdeckel in einer Faltschachtel.
Packungen mit je 1 Durchstechflasche mit 10 ml, 20 ml, 25 ml oder 50 ml.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
21. Oktober 2022
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


