Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels VeteCorH 1000 IU/ml Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde Anwendungsgebiete Rinder, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen: Bei weiblichen Tieren: Auslösung der Ovulation (z. B.
- Zulassungsinhaber
- Laboratorios Calier S.A.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QG03GA01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird VeteCorH 1000 IU/ml Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
VeteCorH 1000 IU/ml Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde
Anwendungsgebiete
Rinder, Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen:
- Bei weiblichen Tieren: Auslösung der Ovulation (z. B. Follikelzysten, verzögerter Ovulation, Anovulation)
- Bei Rüden: Stimulierung der Libido
Fohlen, Welpen:
Behandlung von inguinalem Kryptorchismus
5. Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Tieren, die an Krebs oder Tumoren leiden, welche auf Sexualhormone reagieren bzw. von ihnen abhängig sind.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
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Was ist vor der Einnahme von VeteCorH 1000 IU/ml Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde zu beachten?
Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf
diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird VeteCorH 1000 IU/ml Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Intramuskuläre oder langsame intravenöse Anwendung.
Die Injektionslösung ist unmittelbar vor Gebrauch mit dem zur Verfügung gestelltem Lösungsmittel frisch herzustellen. Die vollständige Auflösung ist sicherzustellen.
Die rekonstituierte Lösung ist klar und farblos.
Rind und Pferd: 1500 bis 5000 IE (entspricht 1,5 bis 5 ml der rekonstituierten Lösung)
Schaf, Ziege und Schwein: 500 bis 1500 IE (entspricht 0,5 bis 1,5 ml der rekonstituierten Lösung) Hund und Katze: 100 bis 500 IE (entspricht 0,1 bis 0,5 ml der rekonstituierten Lösung)
In einigen Fällen kann es erforderlich sein, die Injektionen entsprechend den Empfehlungen des Tierarztes zu wiederholen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Die rekonstituierte Lösung ist klar und farblos.
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Welche Nebenwirkungen hat VeteCorH 1000 IU/ml Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde?
Rind, Pferd, Schaf, Ziege, Schwein, Katze und Hund
(1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte Tiere):
1 unmittelbar nach Injektion. Nach Auftreten einer anaphylaktischen Reaktion, sollte abhängig von Verlauf und Schwere der Symptome, als Standardbehandlung Adrenalininjektionen oder Glukokortikosteroiden verabreicht werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können
Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch eien Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-auw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben
AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist VeteCorH 1000 IU/ml Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Unter 25 °C lagern.
Nach Rekonstitution: Im Kühlschrank lagern (2 °C – 8 °C).
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 24 Stunden.
Weitere Informationen zu VeteCorH 1000 IU/ml Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung für Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde
Zusammensetzung
Jede Durchstechflasche mit Lyophilisat enthält:
| Wirkstoffe: | |
| Choriongonadotropin | 5000 IE |
Jede Durchstechflasche mit Lösungsmittel enthält:
5 ml des sterilen gepufferten Lösungsmittels zur Rekonstitution
Nach der Rekonstitution enthält 1 ml der Lösung 1000 IE Choriongonadotropin
Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionslösung
Lyophilisat: weißes oder fast weißes Pulver
Lösungsmittel: klare und farblose Lösung
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Wie bei allen Produkten, die Proteine enthalten, können in seltenen Fällen anaphylaktoide Reaktionen auftreten. Die Behandlung mit Adrenalin und Glukokortikoiden sollte umgehend eingeleitet werden.
Bei Stuten können wiederholte Behandlungen mit Gonadotropin (hCG) die Bildung von Antikörpern hervorrufen, was zu einer verminderten Wirkung der Behandlung führen kann.
Um eine Ovulation in Stuten effektiv auszulösen, sollten die ovariellen Follikel einen Durchmesser von 30-35 mm erreicht haben.
Da Kryptorchismus vererbt werden kann und die Wirksamkeit einer hormonellen Behandlung eingeschränkt ist, sollte Choriongonadotropin bei Hunden und Fohlen nur nach einer gründlichen Nutzen/Risiko Beurteilung des Tierarztes erfolgen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: Eine intravenöse Injektion ist langsam zu verabreichen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender
Dieses Tierarzneimittel kann Augen- oder Hautreizung hervorrufen.
Studien an Versuchstieren zeigten nach subkutaner Injektion einen dosisabhängigen teratogenen Effekt und Hodennekrosen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen hCG sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Vermeiden Sie Hautkontakt.
Das Tierarzneimittel sollte nicht von schwangeren Frauen oder Frauen, deren Schwangerschaftsstatus unbekannt ist, verabreicht werden.
Achten Sie bei der Handhabung des Tierarzneimittels darauf eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden.
Nach der Anwendung Hände waschen.
Bei versehentlicher Augen- oder Hautexposition sollte sofort mit reichlich Wasser gespült werden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Keine bekannt.
Überdosierung: Keine bekannt.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zulassungsnummer:
DE: V7018791.00.00
AT: Z.Nr.:
Lyophilisat:
Farblose Durchstechflasche aus Glas Ph. Eur. Typ I, verschlossen mit grauem Brombutylgummistopfen und blauem FLIP-OFF-Siegel und Aluminiumkappen.
Lösungsmittel:
Farblose Durchstechflasche aus Glas Ph. Eur. Typ I, verschlossen mit grauem Brombutylgummistopfen und blauem FLIP-OFF-Siegel und Aluminiumkappen.
Packungsgrößen:
Schachtel mit 1 Durchstechflasche Lyophilisat + Schachtel mit 1 Durchstechflasche mit 5 ml Lösungsmittel
Schachtel mit 2 Durchstechflaschen Lyophilisat + Schachtel mit 2 Durchstechflaschen à 5 ml Lösungsmittel
Schachtel mit 5 Durchstechflaschen Lyophilisat + Schachtel mit 5 Durchstechflaschen à 5 ml Lösungsmittel
Schachtel mit 1 Durchstechflasche Lyophilisat und 1 Durchstechflasche mit 5 ml Lösungsmittel Schachtel mit 2 Durchstechflaschen Lyophilisat und 2 Durchstechflaschen mit5 ml Lösungsmittel Schachtel mit 5 Durchstechflaschen Lyophilisat und 5 Durchstechflaschen mit 5 ml Lösungsmittel
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
07/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Humanes Choriongonadotropin (hCH) ist ein großes Glykoprotein welches aus zwei nicht- kovalent verbundenen Alpha- und Beta-Untereinheiten besteht.
Die umfangreiche Glykosylierung des CTP Endes der Beta-Untereinheit führt zu einer verlängertern Halbwertszeit des hCG, welche bei Schweinen 27 Stunden erreicht. Dieses Medikament ersetzt die Wirkung des hypophysenvorgelagerten Gonadotropins LH (Luteinisierendes Hormon).
hCG erhöht die Follikelreifung durch Stimulation der Androgenproduktion der Thekazellen und bewirkt die Ovulation des dominanten Follikels. Außerdem stimuliert es die Bildung und Aktivität des Gelbkörpers.
Durch seine Wirkung auf das interstitielle Hodengewebe stimuliert hCG bei männlichen Tieren die Produktion von Androgenen und regt dadurch die Libido und die Entwicklung der sekundären Geschlechtsmerkmale an.
Nach intramuskulärer oder intravenöser Injektion wird hCG schnell absorbiert. Die Bioverfügbarkeit ist nach intramuskulärer Injektion hoch. Cmax wird nach 8 Stunden bei allen Zieltieren erreicht. Bei intravenöser Verabreichung von 3000 IE an Rinder ist die höchste Plasmakonzentration bei Kühen nach 45 Minuten erreicht.
Die Eliminationshalbwertzeit von hCG beträgt etwa10 Stunden bei Rindern und 27 Stunden bei Schweinen.
DE: Verschreibungspflichtig
AT: Rezept- und apothekenpflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


