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Medikamente

Vetalgin 500 mg/ml - Injektionslösung für Tiere

Vetalgin 500 mg/ml - Injektionslösung für Tiere
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Vetalgin 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere Anwendungsgebiet(e) Zur Behandlung von Schmerzen bei Koliken und anderen spasmusartigen Zuständen der Bauchhöhlenorgane. Zur Behandlung akuter und chronischer Arthritiden, rheumatischer Zustände der Muskeln und Gelenke, Neuritiden, Neuralgien, Tendovaginitiden.

Zulassungsinhaber
Intervet GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QN02BB02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Vetalgin 500 mg/ml - Injektionslösung für Tiere angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Vetalgin 500 mg/ml Injektionslösung für Tiere

Anwendungsgebiet(e)

Zur Behandlung von Schmerzen bei Koliken und anderen spasmusartigen Zuständen der Bauchhöhlenorgane.

Zur Behandlung akuter und chronischer Arthritiden, rheumatischer Zustände der Muskeln und Gelenke, Neuritiden, Neuralgien, Tendovaginitiden.

Zur Milderung des Spasmus bei Obstructio oesophagi durch Fremdkörper.

Pferd: Zur Behandlung von Lumbago, Tetanus (in Verbindung mit Tetanus-Serum).

Schwein: Zur Behandlung der Serosen- und Gelenkentzündung der Ferkel.

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Was ist vor der Einnahme von Vetalgin 500 mg/ml - Injektionslösung für Tiere zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei:

  • Vorliegen von Magen-Darm-Ulcera
  • chronischen gastrointestinalen Störungen
  • Störungen des hämatopoetischen Systems
  • Niereninsuffizienz
  • Koagulopathien
  • Bronchialasthma

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Nicht anwenden bei Katzen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Vetalgin 500 mg/ml - Injektionslösung für Tiere angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Rind, Schwein und Hund: langsame intravenöse und intramuskuläre Anwendung Pferd: langsame intravenöse Anwendung

Dosierung:

Pferd: 20 – 50 mg Metamizol-Natrium/kg Körpergewicht, entsprechend 2 – 5 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg KGW

Rind: 20 – 40 mg Metamizol-Natrium/kg Körpergewicht, entsprechend 2 – 4 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg KGW

Schwein: 15 – 50 mg Metamizol-Natrium/kg Körpergewicht, entsprechend 0,3 – 1 ml des Tierarzneimittels pro 10 kg KGW

Hund: 20 – 50 mg Metamizol-Natrium/kg Körpergewicht, entsprechend 0,04 – 0,1 ml des Tierarzneimittels pro kg KGW

Die angegebenen Dosen sind Einzeldosen und können bei Bedarf im Abstand von 8 Stunden wiederholt werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Keine.

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Wie ist Vetalgin 500 mg/ml - Injektionslösung für Tiere aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25 °C lagern.

In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/ Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton / dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nicht verwenden, wenn Sie Folgendes bemerken: Trübung, Ausflockung.

Weitere Informationen zu Vetalgin 500 mg/ml - Injektionslösung für Tiere

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:    
Wirkstoff:    
Metamizol-Natrium 500 mg
Sonstige Bestandteile:  
Benzylalkohol 30 mg  

Klare, farblose Injektionslösung.

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Nicht subkutan verabreichen, da hierbei Gewebsreizungen auftreten können. Wegen der möglichen Schockgefahr sollte das Tierarzneimittel bei intravenöser Verabreichung besonders langsam injiziert werden.

Hypotone oder instabile Kreislaufsituationen erfordern eine strenge Indikationsstellung. Bei längerfristiger Anwendung ist das Blutbild zu kontrollieren.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Metamizol sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Anwendung in der Spätphase der Trächtigkeit erfordert eine strenge Indikationsstellung. Die Metaboliten von Metamizol überwinden die Plazentaschranke und gehen in die Milch über.

Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Die Kombination mit Neuroleptika (besonders Phenothiazinderivaten) kann zu einer schweren Hypothermie führen. Die gleichzeitige Anwendung von Induktoren der Lebermikrosomenenzyme (Barbiturate, Phenylbutazon) verkürzt die Halbwertszeit und damit die Wirkungsdauer von Metamizol. Weiterhin steigt die Gefahr gastrointestinaler Blutungen bei gleichzeitiger Anwendung von Glucocorticoiden. Die diuretische Wirkung von Furosemid wird abgeschwächt. Gleichzeitige Gabe von anderen schwachen Analgetika verstärkt die Wirkungen und Nebenwirkungen von Metamizol.

Überdosierung:

Im Fall einer akuten Überdosierung kommt es zu starkem Speichelfluss, Erbrechen, Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps. Zunächst zeigen sich erhöhte Atemfrequenz und Krämpfe, später kommt es zu Koma und Atemlähmung.

Bei Anzeichen einer Überdosierung ist das Tierarzneimittel sofort abzusetzen, die Behandlung erfolgt symptomatisch.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

7. Nebenwirkungen  
Pferd, Rind, Schwein, Hund:  
   
Sehr selten Schmerz an der Injektionsstelle1;
(< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, Gastrointestinale Reizung2, Blutung im Verdauungstrakt2;
einschließlich Einzelfallberichte): Niereninsuffizienz2;
    Erkrankung des Blutes und des Lymphsystems2,3;
    Leukopenie2;
    Allergische Reaktion2, Anaphylaxie;

Bronchospasmus2,4.

1 Vorübergehend, nach intramuskulärer Verabreichung.

2 Eine langfristige und hochdosierte Verabreichung kann das Auftreten dieser Nebenwirkung begünstigen.

3 Blutbildveränderung.

4 bei disponierten Tieren

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5, 1200 Wien, Österreich

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Zulassungsnummer:

Z. Nr.: 7.118

Packungsgröße(n): 100 ml und 5 x 100 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

07/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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