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Medikamente

Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine

Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine Anwendungsgebiet(e) Neuroleptikum zur Sedierung:

Zulassungsinhaber
Elanco GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QN05AD90

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine

Anwendungsgebiet(e)

Neuroleptikum zur Sedierung:

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Was ist vor der Einnahme von Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine zu beachten?

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intramuskulären Anwendung.

Streng intramuskulär hinter dem Ohr injizieren. Es sollte eine lange Kanüle verwendet werden. Die Injektion sollte möglichst dicht hinter dem Ohr und senkrecht zur Haut erfolgen. Wenn bei schweren Tieren mit einer kurzen Kanüle in den Hals injiziert wird, besteht das Risiko, einen Teil des Tierarzneimittels in das Fettgewebe zu injizieren. In einem solchen Fall kann die Injektion eine unzureichende Wirkung haben.

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Nicht mehr als 5 ml pro Injektionsstelle verabreichen.

Aggressivität (Ferkelfressen, Umgruppierung), Geburtshilfe

2 mg Azaperon/kg KGW (entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 20 kg KGW)

Stresszustände

  • Kardiovaskulärer Stress
    0,4 mg Azaperon/kg KGW (entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 100 kg KGW)
  • Transportbedingter Stress bei Ferkeln, Läufern, Ebern
    1,0 mg Azaperon/kg KGW (entsprechend 0,5 ml des Tierarzneimittels pro 20 kg KGW)
  • Transportbedingter Stress bei Sauen und Mastschweinen

0,4 mg Azaperon/kg KGW (entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 100 kg KGW)

Die Tiere sollten 15 bis 30 min vor dem Verladen behandelt werden. Die Tiere bleiben für ungefähr 2 bis 3 h nach Injektion schläfrig. Die Dosierung von 1 mg/kg darf bei Ebern nicht überschritten werden (siehe Nebenwirkungen).

Prämedikation zur Anästhesie

1 bis 2 mg Azaperon/kg KGW (entsprechend 0,5 bis 1 ml des Tierarzneimittels pro 20 kg)

Hinweise für die richtige Anwendung

Die Tiere sollten während des Wirkungseintritts in einer ruhigen Umgebung allein gelassen werden.

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Welche Nebenwirkungen hat Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine?

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen

Azaperon hat eine verstärkende Wirkung auf alle zentral dämpfenden und blutdrucksenkenden Substanzen (durch periphere α-Adrenolyse). Verstärkung einer durch Adrenolytika hervorgerufenen Tachykardie. Die gleichzeitige Anwendung mit α- und β-Sympathomimetika wie Epinephrin (Adrenalin) führt zu Blutdruckabfall (sog. Adrenalin-Umkehr).

Überdosierung:

Nach Überdosierung kann während der Aufwachphase aggressives Verhalten auftreten.

Überdosierung mit mehr als 1 mg/kg kann bei Ebern zum Penisvorfall und dadurch zu Penisverletzungen führen.

Wiederholte Gaben können beim Vietnamesischen Hängebauchschwein durch Resorption der Initialdosis aus dem Fettgewebe zum Tode führen.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Nebenwirkungen

Schwein:

SEHR SELTEN (< 1 TIER/10 000 BEHANDELTE TIERE, EINSCHLIEßLICH EINZELFALLBERICHTE):

Vermehrter Speichelfluss1

Zittern1

Hecheln1

Penisprolaps2

  1. Bei hohen Dosen. Diese Anzeichen verschwinden spontan und hinterlassen keine Beeinträchtigung.
  2. Bei Ebern, reversibel.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem an das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, über das elektronische Veterinär-Meldeformular auf der Internetseite (https://www.basg.gv.at), per E-mail (basg-v-phv@basg.gv.at) oder per Post melden.

Wie ist Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Nicht über 25 °C lagern. Vor Licht schützen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 30 Tage

Weitere Informationen zu Stresnil 40 mg/ml Injektionslösung für Schweine

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:

Wirkstoff:  
Azaperon 40 mg
Sonstige Bestandteile:  
Natriummetabisulfit (E 223) 2,0 mg
Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218) 0,5 mg
Propyl-4-hydroxybenzoat 0,05 mg

Sterile, klare, blassgelbe wässrige Lösung

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Gelegentliche Todesfälle wurden beim vietnamesischen Hängebauchschwein beobachtet. Es wird vermutet, dass dies durch die Injektion in Fett verursacht wird, was zu einer langsamen Verteilung führt. Es besteht daher die Tendenz, zusätzliche Dosen zu verwenden, was eine Überdosierung bewirkt. Es ist wichtig, bei dieser Rasse die angegebene Dosis nicht zu überschreiten. Injizieren Sie nicht erneut, sondern warten Sie die vollständige Erholung ab, bevor Sie an einem anderen Tag erneut injizieren.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Eine Injektion ins Fettgewebe kann zu scheinbar unzureichender Wirkung führen.

Nach der Behandlung sollen die Tiere während des Eintretens der Wirkung in einer ruhigen Umgebung allein gelassen werden, da es sonst zu einer unzureichenden Wirkung kommen könnte.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Azaperon, Natriummetabisulfit und Methyl- und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen verursachen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Azaperon oder einem der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Eine versehentliche Selbstinjektion oder Einnahme kann zu Sedierung führen.

Tragen Sie keine gefüllte Spritze mit aufgesetzter Nadel ungeschützt, bis das Tierarzneimittel angewendet wird. Bringen Sie die Nadel getrennt von der Spritze in die Injektionsstelle ein und setzen Sie erst danach die gefüllte Spritze auf. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Nach der Anwendung die Hände waschen.

Trächtigkeit und Laktation:

Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 14797

Packungsgrößen:

Faltschachtel mit 5 Durchstechflaschen zu 20 ml

Faltschachtel mit 1 Durchstechflasche zu 100 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht. 5

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

11/2024

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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