Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Seresto Foresto 1,25 g + 0,56 g wirkstoffhaltiges Halsband für Hunde ≤ 8 kg Anwendungsgebiet(e) Für Hunde, bei Vorliegen oder dem bestehenden Risiko einer Mischinfestation mit Flöhen oder Haarlingen und Zecken oder Sandmücken, gegen die jeder der Wirkstoffe in der Kombination wirksam ist.
- Wirkstoff(e)
- Imidacloprid
- Zulassungsinhaber
- Elanco GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch Drogerien oder durch Gewerbetreibende gemäß Gewerbeordnung 1994 mit entsprechender Berechtigung
- ATC Code
- QP53AC55
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Seresto Foresto 1,25 g + 0,56 g wirkstoffhaltiges Halsband für Hunde ≤ 8 kg angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Seresto Foresto 1,25 g + 0,56 g wirkstoffhaltiges Halsband für Hunde ≤ 8 kg
Anwendungsgebiet(e)
Für Hunde, bei Vorliegen oder dem bestehenden Risiko einer Mischinfestation mit Flöhen oder Haarlingen und Zecken oder Sandmücken, gegen die jeder der Wirkstoffe in der Kombination wirksam ist.
Das Tierarzneimittel ist nur anzuwenden, wenn gleichzeitig die Behandlung gegen die Zielparasiten erforderlich ist.
Zur Behandlung von Flohbefall und Vorbeugung von erneutem Flohbefall (Ctenocephalides felis, C. canis) mit einer insektiziden Wirkung von 7 bis 8 Monaten.
Das Tierarzneimittel verhindert die Entwicklung von Flohlarven in der unmittelbaren Umgebung des Tieres für 8 Monate.
Das Tierarzneimittel kann als Teil der Behandlungsstrategie bei durch Flohstiche ausgelöster allergischer Hautentzündung (Flohallergiedermatitis, FAD) angewendet werden, wenn dies zuvor durch einen Tierarzt diagnostiziert wurde.
Verhinderung des Wiederbefalls mit Zecken (Ixodes ricinus, Rhipicephalus sanguineus) durch akarizide (abtötende) und repellierende (die Blutmahlzeit verhindernde) Wirkung von Tag 2 der Anwendung bis zu 8 Monaten.
Verhinderung des Wiederbefalls mit Zecken (Dermacentor reticulatus) durch akarizide (abtötende)
Wirkung von Tag 2 der Anwendung bis zu 8 Monaten.
Das Tierarzneimittel ist wirksam gegen Larven, Nymphen und adulte Zecken.
Zur Verringerung des Risikos einer Übertragung der Erreger Babesia canis vogeli und Ehrlichia canis.
Dadurch wird das Risiko für eine canine Babesiose und canine Ehrlichiose durch die akarizide und repellierende Wirkung auf die Vektorzecke Rhipicephalus sanguineus über einen Zeitraum von 7
Monaten reduziert. Diese Wirkung erfolgt indirekt durch die Wirksamkeit des Tierarzneimittels gegen den Vektor.
Zur Verringerung des Risikos einer Übertragung des Erregers Leishmania infantum durch
Sandmücken über einen Zeitraum bis zu 8 Monaten durch die repellierende Wirkung auf Sandmücken. Diese Wirkung erfolgt indirekt durch die Wirksamkeit des Tierarzneimittels gegen die Vektoren.
Zur Behandlung eines Befalls mit Haarlingen (Trichodectes canis).
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Was ist vor der Einnahme von Seresto Foresto 1,25 g + 0,56 g wirkstoffhaltiges Halsband für Hunde ≤ 8 kg zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Welpen mit einem Alter von weniger als 7 Wochen.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.
DE+AT: Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Imidacloprid und Flumethrin eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen können.
Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz. Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Seresto Foresto 1,25 g + 0,56 g wirkstoffhaltiges Halsband für Hunde ≤ 8 kg angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur Anwendung auf der Haut. Ein Halsband pro Tier zum Befestigen um den Hals.
Kleine Hunde bis 8 kg Körpergewicht (KGW) erhalten ein Halsband mit einer Länge von 38 cm.
Unterdosierung kann zu einer unwirksamen Anwendung führen und kann eine Resistenzentwicklung begünstigen. Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Nur zur äußerlichen Anwendung.
Hinweise für die richtige Anwendung
Das Halsband unmittelbar vor der Anwendung aus der Schutzhülle entnehmen. Entrollen Sie das Halsband und stellen Sie sicher, dass sich keine Reste der Plastikverbindungen innenseitig am Halsband befinden. Ziehen Sie das Halsband durch die Schnalle und legen Sie es um den Hals des Tieres, ohne es zu fest zu ziehen (Hinweis: es sollte möglich sein, zwei Finger zwischen Halsband und Hals zu legen). Das überstehende Ende des Halsbandes durch die Laschen ziehen und überstehende Längen von mehr als 2 cm abschneiden.
Nur für mehrsprachige Verpackungen:
<Die Abbildungen sind am Ende der Packungsbeilage zu finden.>
Das Halsband sollte ohne Unterbrechung über die 8 Monate Wirkungsdauer getragen und danach entfernt werden. Das Halsband sollte regelmäßig geprüft werden und, wenn notwendig, die Passgenauigkeit besonders bei schnell wachsenden Welpen, angepasst werden.
Dieses Halsband wurde mit einem Sicherheitsverschluss entwickelt. In den extrem seltenen Fällen, in denen sich ein Hund verfängt, reicht normalerweise dessen eigene Kraft aus, um das Halsband zur schnellen Befreiung zu weiten.
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Welche Nebenwirkungen hat Seresto Foresto 1,25 g + 0,56 g wirkstoffhaltiges Halsband für Hunde ≤ 8 kg?
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Keine bekannt.
Überdosierung:
Aufgrund der Eigenschaften des Halsbandes sind Überdosierungen unwahrscheinlich und Anzeichen einer Überdosierung sind nicht zu erwarten. Bei einer Überdosierung durch 5 gleichzeitig angelegte Halsbänder über einen Zeitraum von 8 Monaten bei erwachsenen Hunden und über 6 Monate bei 7 Wochen alten Welpen wurden keine weiteren Nebenwirkungen beobachtet, außer leichtem Haarausfall und geringfügigen Hautreaktionen.
Im unwahrscheinlichen Fall der Aufnahme des Halsbandes durch das Tier können leichte Magen-Darm- Unverträglichkeiten (z.B. weicher Kot) auftreten.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Keine bekannt.
Nebenwirkungen
Hund:
| Selten | Reaktion an der Applikationsstelle1 (z.B. Erythem |
| (1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte | (Rötung), Haarverlust, Pruritus (Juckreiz), Kratzen) |
| Tiere): | Verhaltensstörung2 (z.B. übermäßiges Kauen, Lecken und |
| Putzen3, Verstecken, Hyperaktivität, Lautäußerung) | |
| Durchfall4, übermäßiger Speichelfluss4, Erbrechen4 | |
| Veränderte Futteraufnahme4 | |
| Depression4 | |
| Neurologische Symptome5 (z.B. Ataxie (Störung der | |
| Bewegungskoordination), Krämpfe, Tremor (Zittern)) | |
| Sehr selten | Reaktion an der Applikationsstelle5 (z.B. Dermatitis, |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Ekzem, Hämorrhagie (Blutung), Entzündung, Läsion) |
| einschließlich Einzelfallberichte): | Aggression6 |
- Anzeichen klingen in der Regel innerhalb von 1-2 Wochen wieder ab. In Einzelfällen wird empfohlen, das Halsband vorübergehend abzunehmen, bis die Symptome abgeklungen sind.
- Kann bei Tieren, die nicht an das Tragen von Halsbändern gewöhnt sind, in den ersten Tagen nach dem Anlegen beobachtet werden.
- An der Applikationsstelle.
- Leichte und vorübergehende Reaktionen, die bei der ersten Anwendung auftreten können.
- In diesen Fällen wird empfohlen, das Halsband abzunehmen.
- Es muss gewährleistet sein, dass das Halsband korrekt angelegt ist.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, Österreich E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Seresto Foresto 1,25 g + 0,56 g wirkstoffhaltiges Halsband für Hunde ≤ 8 kg aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Bewahren Sie den Beutel mit dem Halsband bis zur Verwendung im Umkarton auf.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf Folienbeutel und der Dose angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Seresto Foresto 1,25 g + 0,56 g wirkstoffhaltiges Halsband für Hunde ≤ 8 kg
Zusammensetzung
Ein graues, geruchsneutrales Halsband mit einer Länge von 38 cm (12,5 g) enthält 1,25 g Imidacloprid und 0,56 g Flumethrin als Wirkstoffe..
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Zecken, die sich vor der Behandlung bereits auf dem Hund befinden, werden möglicherweise nicht innerhalb von 48 Stunden nach dem Anlegen des Halsbandes abgetötet und können angeheftet und sichtbar bleiben. Daher wird empfohlen, Zecken, die sich bereits zum Zeitpunkt der Anwendung auf dem Hund befinden, zu entfernen. Die Verhinderung eines Neu-Befalls mit Zecken beginnt innerhalb von zwei Tagen nach Anlegen des Halsbandes.
Die Zecken werden gewöhnlich innerhalb von 24 bis 48 Stunden, nach dem Befall des Wirtstieres und ohne Aufnahme einer Blutmahlzeit abgetötet und fallen ab. Das Anheften einzelner Zecken nach der Behandlung kann nicht ausgeschlossen werden. Aus diesem Grund kann, unter ungünstigen Bedingungen, eine Übertragung von Infektionserregern durch Zecken nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Es konnte ein signifikanter Rückgang der Erkrankungszahlen durch Leishmania infantum bei Hunden gezeigt werden. Das Tierarzneimittel zeigte hinsichtlich seiner repellierenden (anti feeding = die Blutmahlzeit verhindernde) und insektiziden Wirksamkeit gegen die Sandmücke Phlebotomus perniciosus jedoch Variabilitäten. Aus diesem Grund kann es zu Stichen von Sandmücken kommen und eine Übertragung von Leishmania infantum nicht vollständig ausgeschlossen werden. Das
Halsband sollte kurz vor Beginn der Aktivitätsperiode der Sandmücken (entsprechend der Übertragungssaison für Leishmania infantum) angelegt werden und während des gesamten
Risikozeitraumes durchgehend getragen werden.
Idealerweise sollte das Halsband vor Beginn der Floh- oder Zeckensaison angewendet werden.
Wie bei allen topisch angewendeten Langzeit-Tierarzneimitteln kann in Phasen mit starkem saisonalem Haarausfall, durch den Verlust des in diesen Haaren gebundenen Wirkstoffs, ein leichter Rückgang der Wirksamkeit eintreten. Die Zufuhr des Wirkstoffs durch das Halsband beginnt sofort, so dass die volle Wirksamkeit ohne zusätzliche Behandlung oder Austausch des Halsbandes wiederhergestellt wird.
Die Möglichkeit, dass andere im gleichen Haushalt lebende Tiere eine Quelle für eine Reinfektion mit Flöhen, Haarlingen und Zecken sein können, sollte berücksichtigt werden. Diese Tiere sollten gegebenenfalls mit einem geeigneten Tierarzneimittel behandelt werden.
Für die optimale Kontrolle des Flohbefalls bei stark befallenen Haushalten, kann es notwendig sein, die Umgebung mit einem geeigneten Insektizid zu behandeln.
Flöhe können die Betten, Schlafplätze und üblichen Ruheplätze von Haustieren wie Teppiche und Sofas befallen. Im Falle eines massiven Befalls sollten diese Stellen mit einem geeigneten Insektizid behandelt und regelmäßig gesaugt werden.
Besteht kein Risiko einer Koinfektion mit Flöhen, Zecken oder Haarlingen sollte ein Tierarzneimittel mit schmalem Wirkspektrum angewendet werden.
Bei der Anwendung dieses Tierarzneimittels sollten die örtlichen Informationen über die Empfindlichkeit der Zielparasiten berücksichtigt werden, sofern sie vorliegen. Bestätigte Resistenzen sollten dem Zulassungsinhaber oder den zuständigen Behörden gemeldet werden.
Eine unnötige oder von den Vorgaben der Gebrauchsinformation abweichende Anwendung von Antiparasitika kann den Resistenzselektionsdruck erhöhen und zu einer verminderten Wirksamkeit führen. Die Entscheidung über die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf dem Nachweis der Parasitenspezies und der Befallsstärke bzw. des Infektionsrisikos, welches auf den epidemiologischen Besonderheiten jedes Einzeltieres basiert, beruhen.
In Europa wurde in einem Einzelfall von Rhipicephalus sanguineus bei Hunden eine Resistenz gegen
Pyrethroide berichtet. Bisher wurde keine Resistenz von Flöhen gegen Imidacloprid berichtet.
Das Tierarzneimittel ist wasserbeständig. Auch wenn das Tier nass wird, behält es seine Wirksamkeit. Allerdings sollte längeres und intensives Durchnässen, sowie gründliches Einseifen vermieden werden, da die Wirkdauer des Tierarzneimittels dadurch verkürzt sein kann. Studien haben gezeigt, dass ein monatliches Shampoonieren oder Eintauchen im Wasser die 8-Monats-Wirksamkeit gegen Zecken nach erneuter Verteilung des Wirkstoffes im Fell nicht signifikant verkürzt, wohingegen die Wirksamkeit des Tierarzneimittels gegen Flöhe, beginnend mit dem 5. Monat, allmählich sank. Der Einfluss von Shampoonieren und Eintauchen in Wasser wurde in Zusammenhang der Übertragung der Leishmaniose des Hundes nicht untersucht.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Nicht zutreffend.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Den Beutel mit dem Halsband bis zum Gebrauch in der Umverpackung belassen.
Wie bei allen Tierarzneimitteln dürfen kleine Kinder nicht mit dem Halsband spielen oder es in den Mund nehmen. Tiere, die das Halsband tragen, sollten nicht im selben Bett wie ihre Besitzer schlafen. Das gilt insbesondere für Kinder.
Imidacloprid und Flumethrin werden während des Tragens des Halsbandes kontinuierlich aus dem Halsband an die Haut und das Fell des Tieres abgegeben. Das Tierarzneimittel kann bei manchen Personen Überempfindlichkeitsreaktionen auslösen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit (Allergie) gegenüber den Inhaltsstoffen des Halsbandes sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Das Tierarzneimittel kann in sehr seltenen Fällen bei manchen Personen Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen verursachen. Bei Augenreizungen die Augen gründlich mit kaltem Wasser ausspülen. Bei Hautreizungen die Haut mit Seife und kaltem Wasser waschen. Bei anhaltenden Symptomen wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Mögliche Reste oder abgeschnittene Teile des Halsbandes sind unverzüglich zu entsorgen (siehe Abschnitt „Hinweise für die richtige Anwendung“).
Waschen Sie nach dem Anlegen des Bandes die Hände mit kaltem Wasser.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Siehe Abschnitt „Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung“.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und der Laktation ist nicht belegt. Die Anwendung während der Trächtigkeit und der Laktation wird nicht empfohlen.
Laboruntersuchungen mit Flumethrin oder Imidacloprid an Ratten und Kaninchen ergaben keine Hinweise auf teratogene oder fetotoxische Wirkungen.
Fortpflanzungsfähigkeit:
Laboruntersuchungen mit Flumethrin oder Imidacloprid an Ratten und Kaninchen zeigten keine Auswirkung auf die Fruchtbarkeit und Reproduktion.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
DE: V7015733.00.00
AT: Z. Nr.: 842450
Dose mit einem oder zwei Halsbändern. Umkarton mit 12 Halsbändern.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
DE: 09/2025
AT: 04/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Beide Wirkstoffe werden langsam und gleichmäßig in geringen Konzentrationen vom Polymer-Matrix System des Halsbandes an das Tier abgegeben. Beide Wirkstoffe sind in insektiziden und akariziden Konzentrationen über den gesamten Wirksamkeitszeitraum im Fell des Tieres vorhanden. Die Wirkstoffe verbreiten sich von der direkten Kontaktstelle aus über die gesamte Hautoberfläche. Verträglichkeitsstudien im Zieltier und Untersuchungen zur Serumkinetik haben gezeigt, dass Imidacloprid vorübergehend systemisch aufgenommen wurde, während Flumethrin meist nicht messbar war. Die orale Aufnahme der beiden Wirkstoffe ist für eine klinische Wirksamkeit unbedeutend.
Die Wirksamkeit gegen Flöhe (Ctenocephalides felis, Ctenocephalides canis) beginnt innerhalb von
48 Stunden nach dem Anlegen des Halsbandes. Zusätzlich zu den oben beschriebenen Anwendungsgebieten konnte eine Wirksamkeit gegen den Menschenfloh (Pulex irritans) nachgewiesen werden.
Zusätzlich zu den oben aufgeführten Anwendungsgebieten wurde die Wirksamkeit gegen Ixodes hexagonus, I. scapularis sowie der in Europa nicht verbreiteten Zeckenarten Dermacentor variabilis und der australischen, die Zeckenlähmung hervorrufenden Art I. holocyclus gezeigt.
Das Tierarzneimittel besitzt repellierende (anti-feeding = die Blutmahlzeit verhindernde) Eigenschaften gegen die genannten Zecken. Dadurch wird der abgewehrte Parasit daran gehindert, zu stechen und Blut zu saugen und es wird indirekt dazu beigetragen, das Übertragungsrisiko durch Vektoren übertragener Infektionserkrankungen (Vector-Borne Diseases - VBDs) zu reduzieren.
Zusätzlich zu den in den Anwendungsgebieten aufgeführten Erregern wurde ein indirekter Schutz gegen die Übertragung von Babesia canis canis (durch die Zecke Dermacentor reticulatus) in einer
Laborstudie am Tag 28 nach der Behandlung demonstriert. Indirekter Schutz gegen die Übertragung von Anaplasma phagocytophilum (durch die Zecke Ixodes ricinus) wurde in einer Laborstudie 2
Monate nach der Behandlung gezeigt. Das Risiko einer Erkrankung durch diese Erreger wurde hierbei unter den Studienbedingungen verringert.
Daten aus Wirksamkeitsstudien gegen Sandmücken (Phlebotomus perniciosus) zeigten unterschiedliche repellierende (anti-feeding = die Blutmahlzeit verhindernde) Wirksamkeiten von 65 bis 89% für die Dauer von 7-8 Monaten nach dem Anlegen des Halsbandes. Die Ergebnisse aus drei klinischen Feldstudien, die in endemischen Gebieten durchgeführt wurden, zeigen eine signifikante Verringerung des Übertragungsrisikos für Leishmania infantum durch Sandmücken bei behandelten
Hunden im Vergleich mit unbehandelten Hunden. Abhängig vom Infektionsdruck durch Sandmücken betrug die Wirksamkeit, das Risiko für eine Leishmaniose zu reduzieren, 88,3 bis 100%.
Die Halsbänder konnten einen Sarcoptes scabiei–Befall bei vorab infestierten Hunden deutlich verbessern, nach drei Monaten wurde eine vollständige Heilung erreicht.
DE: Apothekenpflichtig
AT: Rezeptfrei, Abgabe gemäß § 49 Abs. 12 TAMG, auch außerhalb von Apotheken und Drogerien.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.





