Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Schweine Anwendungsgebiete Subkutane Anwendung: Zur aktiven Immunisierung trächtiger Sauen und Jungsauen zur Reduzierung der Ausscheidung von SALMONELLA Typhimurium-Wildstämmen während der Säugezeit.
- Zulassungsinhaber
- Ceva Sante Animale
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QI09AE02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Schweine angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Schweine
Anwendungsgebiete
Subkutane Anwendung:
Zur aktiven Immunisierung trächtiger Sauen und Jungsauen zur Reduzierung der Ausscheidung von SALMONELLA Typhimurium-Wildstämmen während der Säugezeit.
Beginn der Immunität: 2 Wochen nach der zweiten Impfung
Dauer der Immunität: 24 Wochen nach der zweiten Impfung
Orale Anwendung:
Zur aktiven Immunisierung von Ferkeln und Läufern zur Reduktion der bakteriellen Besiedlung und der Erregerausscheidung sowie klinischer Symptome infolge einer Infektion mit SALMONELLA Typhimurium.
Beginn der Immunität: 2 Wochen nach der zweiten Impfung Dauer der Immunität: 19 Wochen nach der zweiten Impfung
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Was ist vor der Einnahme von Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Schweine zu beachten?
Gegenanzeigen
Keine.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Schweine angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur subkutanen Anwendung bei trächtigen Sauen und Jungsauen und zur oralen Anwendung bei Saug- und Absatzferkeln.
Impfschema zur subkutanen Anwendung bei trächtigen Sauen und Jungsauen: Grundimmunisierung: zwei subkutane Injektionen von je 1 Dosis zu 1 ml im Abstand von 3 Wochen (ca. 6 und 3 Wochen ante partum). Die 2. Impfung sollte nicht an der gleichen Stelle wie die 1. Impfung appliziert werden.
Wiederholungsimpfung: 1 Dosis subkutan., 3 Wochen vor dem errechneten Abferkeltermin. Impfschema zum Eingeben bei Saug- und Läufern:
Zwei orale Impfungen mit je 1 Dosis zu 1 ml, verabreicht mittels Drencher ab dem 3. Lebenstag im Abstand von 3 Wochen.
Hinweise für die richtige Anwendung
Vorbereitung des Impfstoffes zur subkutanen und oralen Anwendung (Rekonstitution):
Die Trockensubstanz einer Durchstechflasche ist bei Raumtemperatur in dem gesamten Inhalt des dazugehörigen Lösungsmittels zu rekonstituieren. Stellen Sie vor der Anwendung sicher, dass die Trockensubstanz vollständig gelöst ist.
Aussehen des Impfstoffes nach Rekonstitution: wässrige, hell-gräuliche bis hell-gelbliche, trübe Suspension.
Mehrfaches Durchstechen des Gummistopfens ist zu vermeiden.
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Welche Nebenwirkungen hat Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Schweine?
Zieltierart(en): Schweine (Sauen und Jungsauen)
| Sehr häufig | Erhöhung der Körpertemperatur1, Rötung der |
| (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere): | Injektionststelle2, Schwellung der Injektionsstelle2 |
1 durchschnittlich bis zu 1,1 °C, in Einzelfällen maximal bis zu 2,2 °C (bis 2 Tage nach der Impfung.). 2 mit einem durchschnittlichen Durchmesser von 4 cm sowie einem maximalen Durchmesser von 11 cm. Diese klingt innerhalb von ca. 2 Wochen ohne Behandlung wieder ab.
Zieltierarten: Schweine (Saugferkel und Läufer)
| Häufig | Durchfall1 |
| (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte | |
| Tiere): | |
1 Leicht, nur nach Anwendung bei Saugferkeln.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
AT:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 WIEN
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Schweine aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Im Kühlschrank lagern (2°C – 8°C).
Vor Licht schützen.
Sie dürfen den Impfstoff nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfallsdatum nicht mehr anwenden. Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 4 Stunden
Weitere Informationen zu Salmoporc, Lyophilisat und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Schweine
Zusammensetzung
Eine 1 ml-Dosis enthält:
SALMONELLA ENTERICA, subsp. ENTERICA, Serovar Typhimurium , Stamm 421/125, (Histidin-Adenin-auxotroph), lebend 5 x 108 bis 5 x 109 KbE* * KbE = Kolonie-bildende Einheiten
Weißes bis gelb-bräunliches Lyophilisat. Klares, farbloses Lösungsmittel.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Nur gesunde Tiere impfen.
5 Tage vor und 5 Tage nach der Immunisierung darf keine Anwendung von antimikrobiell wirksamen Substanzen gegen SALMONELLA ssp. erfolgen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Geimpfte Tiere können den Impfstamm bis zu 20 Tage nach der Impfung ausscheiden. Der Impfstamm kann so auf empfängliche Schweine übertragen werden, die mit geimpften Tieren in Kontakt sind. Während dieser Zeit sollten Schweine, die zur Schlachtung vorgesehen sind, nicht mit geimpften Tieren in Kontakt kommen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei versehentlicher Selbstinjektion oder Einnahme sowie bei Schleimhautkontakt ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung in Form von Einmalhandschuhen tragen.
Da dieser Impfstoff aus lebenden, attenuierten Mikroorganismen hergestellt wurde, sollten angemessene Maßnahmen zur Verhinderung einer Kontamination des Anwenders bzw. anderer beteiligter Personen getroffen werden.
Immungeschwächten Personen wird empfohlen, den Kontakt mit dem Impfstoff und mit geimpften Tieren zu vermeiden.
Der Impfstamm kann bis zu 20 Tage nach der Impfung in der Umgebung nachgewiesen werden. Personen, die mit geimpften Schweinen Umgang haben, sollten allgemeine Hygienegrundsätze (Wechsel der Kleidung, Tragen von Handschuhen, Reinigung und Desinfektion des Schuhwerks) befolgen und besondere Vorsicht beim Umgang mit tierischen Abfällen und Streu von kürzlich geimpften Schweinen walten lassen.
Der Impfstamm ist empfindlich gegen Ampicillin, Cefotaxim, Chloramphenicol, Ciprofloxacin, Gentamycin, Kanamycin, Oxytetracycline und Streptomycin. Der Impfstamm ist resistent gegen Sulfamerazin allein, aber empfindlich gegenüber dessen Kombination mit ulfamerazin/Trimethoprim. Die Unterscheidung des attenuierten Impfstammes von SALMONELLA Typhimurium-Wildstämmen ist mit einem geeigneten Anzuchttest, wie dem Ceva S-Check Test, möglich.
Trächtigkeit:
Kann während der Trächtigkeit angewendet werden. Fertilität:
Der Impfstoff wurde nicht in adulten erwachsenen Zuchtschweinen (Zuchtebern) getestet.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels angewendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.
Überdosierung:
Nach subkutaner Verabreichung der 10fachen Dosis wurden bei Sauen keine anderen als die im Abschnitt "Nebenwirkungen" aufgeführten unerwünschten Wirkungen beobachtet. Lokalreaktionen traten häufig bis zu 21 Tage nach der Impfung auf.
Nach oraler Verabreichung der 10fachen Dosis bei Ferkeln wurden häufig leichte Durchfälle sowie sehr häufig leichte Störungen des Allgemeinbefindens und Erhöhungen der Körpertemperatur bis 2 °C für maximal 24 h beobachtet. Die Impfung mit einer Überdosis kann direkt nach der Impfung kurzzeitig zu einer verminderten Gewichtszunahme führen.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen, mit Ausnahme des zum Tierarzneimittel gehörenden Lösungsmittels.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zulassungsnummer(n):
AT: Z.Nr.: 838869
BE : BE-V541502
Packungsgrößen:
Karton mit jeweils 1 Durchstechflasche zu 20 Dosen Lyophilisat und 1 Durchstechflasche mit 20 ml Lösungsmittel
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
04/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Immunologische Eigenschaften:
Der Impfstamm führt nach der oralen oder subkutanen Impfung von Schweinen zu einer aktiven Immunität gegen SALMONELLA Typhimurium.
Die orale Anwendung des Impfstoffes beeinflusst nicht den serologischen Nachweis von Salmonellen im Fleischsaft mittels ELISA gemäß den Leitlinien für ein Programm zur Reduzierung des Eintrags von Salmonellen durch Schlachtschweine in die Fleischgewinnung.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


