Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Rogiola 6 mg Kautabletten für Katzen Anwendungsgebiete Zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit akuten oder chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Zur Linderung von mäßigen Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit orthopädischen Operationen.
- Zulassungsinhaber
- KRKA d.d. Novo Mesto
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QM01AH91
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Rogiola 6 mg Kautabletten für Katzen angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Rogiola 6 mg Kautabletten für Katzen
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit akuten oder chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Zur Linderung von mäßigen Schmerzen und Entzündungen im Zusammenhang mit orthopädischen Operationen.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Rogiola 6 mg Kautabletten für Katzen zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Katzen, die an gastrointestinalen Ulzera leiden.
Nicht gleichzeitig mit anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika (NSAIDs) oder Kortikosteroiden anwenden, Tierarzneimittel, die oft bei der Behandlung von Schmerzen, Entzündungen und Allergien verwendet werden.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Robenacoxib oder einen der sonstigen Bestandteile der Tabletten.
Nicht anwenden bei trächtigen oder laktierenden Katzen oder bei Zuchtkatzen, da die Unbedenklichkeit dieses Tierarzneimittels bei diesen Tieren nicht nachgewiesen wurde.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Rogiola 6 mg Kautabletten für Katzen angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
Die empfohlene Dosierung von Robenacoxib beträgt 1 mg/kg Körpergewicht mit einer Dosisspanne von 1 - 2,4 mg/kg. Die nachfolgende Anzahl von Tabletten sollte einmal täglich zur gleichen Zeit verabreicht werden:
| Körpergewicht (kg) | Anzahl der Tabletten |
| 2,5 bis < 6 | 1 Tablette |
| 6 bis 12 | 2 Tabletten |
Akute Erkrankungen des Bewegungsapparates: Behandlungsdauer bis zu 6 Tage.
Chronische Erkrankungen des Bewegungsapparates: Die Dauer der Behandlung sollte vom behandelnden Tierarzt individuell festgelegt werden.
Ein klinisches Ansprechen wird normalerweise innerhalb von 3 - 6 Wochen beobachtet. Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn nach 6 Wochen keine klinische Besserung zu erkennen ist.
Orthopädische Operationen: Zur einmaligen oralen Behandlung vor orthopädischen Operationen. Die Prämedikation sollte nur in Kombination mit einer Butorphanol-Analgesie erfolgen. Die Tablette(n) sollte(n) mindestens 30 Minuten vor der Operation ohne Futter verabreicht werden.
Nach der Operation kann die einmal tägliche Behandlung für maximal zwei weitere Tage weitergeführt werden. Falls erforderlich, wird eine zusätzliche analgetische Behandlung mit Opioiden empfohlen.
Eine wechselnde Anwendung des Tierarzneimittels als Tabletten und Injektionslösung wurde im Rahmen einer Verträglichkeitsstudie an der Zieltierart getestet und erwies sich bei Katzen als gut verträglich.
Bei Katzen können Robenacoxib enthaltende Tierarzneimittel, in Form einer Injektionslösung oder Tabletten, gemäß den für jede Darreichungsform zugelassenen Indikationen und Anwendungshinweisen abwechselnd angewendet werden. Während der Behandlung sollte die tägliche Gesamtdosis (entweder als Tablette oder Injektion) nicht überschritten werden. Bitte beachten Sie, dass sich die empfohlenen Dosierungen für die beiden Darreichungsformen unterscheiden können.
Hinweise für die richtige Anwendung
Zur Verabreichung ohne Futter oder mit einer kleinen Menge Futter. Die Tabletten sollten nicht geteilt oder zerbrochen werden.
Anzeige
Welche Nebenwirkungen hat Rogiola 6 mg Kautabletten für Katzen?
Katze:
| Häufig | Durchfall1, Erbrechen1 |
| (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte | |
| Tiere): | |
| Sehr selten | Erhöhte Nierenwerte (Kreatinin, BUN (Blut-Harnstoff- |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Stickstoff) und SDMA (symmetrisches Dimethylarginin))2 |
| einschließlich Einzelfallberichte): | Niereninsuffizienz2 |
Lethargie
1Mild und vorübergehend.
2Häufiger bei älteren Katzen und bei gleichzeitiger Anwendung von Anästhetika oder Sedativa.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https//www.basg.gv.at/
Wie ist Rogiola 6 mg Kautabletten für Katzen aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 30 °C lagern. In der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Feuchtigkeit zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Blister angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Rogiola 6 mg Kautabletten für Katzen
Zusammensetzung
Jede Kautablette enthält:
| Wirkstoff: | |
| Robenacoxib | 6 mg |
Hellbraune, runde, bikonvexe Tabletten mit helleren und dunkleren Punkten.
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Verträglichkeit des Tierarzneimittels wurde nicht bei Katzen überprüft, die weniger als 2,5 kg wiegen oder jünger als 4 Monate sind.
Die Anwendung bei Katzen mit beeinträchtigter Herz-, Nieren- oder Leberfunktion oder bei Katzen, die dehydriert, hypovolämisch oder hypotensiv sind, kann zusätzliche Risiken beinhalten. Sollte eine Anwendung nicht vermieden werden können, benötigen diese Katzen ein sorgfältiges Monitoring.
Das Ansprechen auf eine Langzeitbehandlung sollte in regelmäßigen Abständen von einem Tierarzt überwacht werden. Anhand von klinischen Feldstudien konnte gezeigt werden, dass Robenacoxib von den meisten Katzen bis zu 12 Wochen gut vertragen wurde.
Bei Katzen, bei denen das Risiko von gastrointestinalen Ulzera besteht oder bei denen im Vorfeld eine Intoleranz gegenüber anderen NSAIDs festgestellt wurde, sollte dieses Tierarzneimittel nur unter strikter tierärztlicher Aufsicht eingesetzt werden.
Die Tabletten sind aromatisiert. Um ein versehentliches Verschlucken zu vermeiden, sollten die Tabletten außerhalb der Reichweite von Tieren aufbewahrt werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei schwangeren, insbesondere bei bald gebärenden Frauen, erhöht ein längerer Hautkontakt das Risiko des vorzeitigen Verschlusses des Ductus arteriosus beim Fötus. Schwangere Frauen sollten daher besonders darauf achten, eine versehentliche Exposition zu vermeiden.
Besonders bei Kleinkindern steigt bei versehentlicher Einnahme das Risiko von NSAID- Nebenwirkungen. Es sollte darauf geachtet werden, eine versehentliche Einnahme durch Kinder zu verhindern. Um Kinder vor einem Zugang zu dem Tierarzneimittel zu schützen, nehmen Sie die Tabletten erst unmittelbar vor der Verabreichung an das Tier aus der Packung.
Bei versehentlicher Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Nach der Anwendung des Tierarzneimittels Hände waschen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Nicht anwenden während der Trächtigkeit und Laktation.
Fortpflanzungsfähigkeit:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels bei Zuchtkatzen ist nicht belegt. Nicht bei Zuchttieren anwenden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Dieses Tierarzneimittel darf nicht zusammen mit anderen NSAIDs oder Glukokortikoiden angewendet werden. Vorbehandlungen mit anderen anti-inflammatorischen Tierarzneimitteln können zu zusätzlichen oder vermehrten Nebenwirkungen führen. Entsprechend sollte vor der Behandlung mit Robenacoxib eine behandlungsfreie Periode mit solchen Substanzen von mindestens 24 Stunden eingehalten werden. Allerdings sollte die behandlungsfreie Periode die pharmakokinetischen Eigenschaften des vorher eingesetzten Tierarzneimittels berücksichtigen.
Eine gleichzeitige Behandlung mit Tierarzneimitteln, die Wirkung auf den renalen Durchfluss haben, wie z. B. Diuretika oder Angiotensin Converting Enzym (ACE) Hemmer, sollte klinisch beobachtet werden.
Bei gesunden Katzen, die mit oder ohne dem Diuretikum Furosemid behandelt wurden, war die gleichzeitige Anwendung von Robenacoxib und dem ACE-Hemmer Benazepril über 7 Tage mit
keinen negativen Auswirkungen auf die Aldosteron-Konzentration im Urin, Plasma-Renin-Aktivität oder glomeruläre Filtrationsrate verbunden. Für die Kombinationstherapie von Robenacoxib und Benazepril liegen weder Verträglichkeitsdaten in der Zielpopulation noch Wirksamkeitsdaten im Allgemeinen vor.
Da Anästhetika die renale Durchblutung (Nierenperfusion) beeinflussen können, sollte während der Operation eine parenterale Flüssigkeitstherapie in Betracht gezogen werden, um mögliche renale Komplikationen während des perioperativen Einsatzes von NSAIDs zu verringern.
Die gleichzeitige Gabe von potentiell nephrotoxischen Tierarzneimitteln sollte vermieden werden, da es zu einem erhöhten Risiko renaler Toxizität kommen kann.
Bei gleichzeitiger Anwendung von anderen Wirkstoffen, die einen hohen Proteinbindungsgrad haben, können diese mit Robenacoxib um die Bindung konkurrieren, was zu toxischen Effekten führen kann.
Überdosierung:
Bei der Verabreichung von hohen Überdosierungen von Robenacoxib (4, 12 oder 20 mg/kg/Tag über 6 Wochen) an gesunde, junge Katzen im Alter von 7 - 8 Monaten wurden keine Anzeichen von Toxizität, einschließlich keine gastrointestinale, renale oder hepatische Toxizität sowie kein Einfluss auf die Blutungszeit gezeigt.
Bei gesunden, jungen Katzen im Alter von 7 - 8 Monaten wurde Robenacoxib (Tabletten), das 6 Monate lang in Überdosierungen von bis zum 5-fachen der empfohlenen Höchstdosis (2,4 mg, 7,2 mg, 12 mg Robenacoxib/kg Körpergewicht) verabreicht wurde, gut vertragen. Eine Verringerung der Körpergewichtszunahme wurde bei den behandelten Tieren beobachtet. In der hohen Dosisgruppe waren die Nierengewichte vermindert und sporadisch mit einer renalen tubulären Degeneration/Regeneration assoziiert, jedoch ohne Korrelation mit Anzeichen einer Nierenfunktionsstörung, ersichtlich aus klinischen-pathologischen Parametern.
Eine wechselnde Anwendung von Robenacoxib enthaltenden Tierarzneimitteln, in Form von Tabletten und Injektionslösungen, führte bei 4 Monate alten Katzen bei Überdosierungen bis zum 3-fachen der empfohlenen Höchstdosis (2,4, 4,8 und 7,2 mg Robenacoxib/kg oral und 2,0 mg, 4,0 mg und 6,0 mg Robenacoxib/kg subkutan) zu einer dosisabhängigen Zunahme von sporadischen Ödemen an der Injektionsstelle und zu einer minimalen bis leichten subakuten/chronischen Entzündung des Unterhautgewebes. Eine dosisabhängige Verlängerung des QT-Intervalls, eine verminderte Herzfrequenz und eine entsprechend erhöhte Atemfrequenz wurden in Laborstudien beobachtet. Es wurden keine relevanten Auswirkungen auf das Körpergewicht, die Blutungszeit oder Anzeichen einer gastrointestinalen, Nieren- oder Lebertoxizität beobachtet.
In den bei Katzen durchgeführten Überdosierungsstudien kam es zu einer dosisabhängigen Verlängerung des QT-Intervalls. Die biologische Relevanz von verlängerten QT-Intervallen außerhalb der normalen Schwankungsbreite nach einer Überdosierung von Robenacoxib ist unbekannt. Nach einmaliger intravenöser Verabreichung von 2 oder 4 mg/kg Robenacoxib an narkotisierte, gesunde Katzen wurden keine Veränderungen des QT-Intervalls beobachtet.
Wie bei jedem NSAID kann eine Überdosierung bei empfindlichen oder geschwächten Katzen zu gastrointestinaler Toxizität, Nieren- oder Lebertoxizität führen. Es gibt kein spezifisches Antidot. Eine symptomatische unterstützende Therapie wird empfohlen, bestehend aus der Gabe von gastrointestinal schützenden Substanzen und der Infusion isotonischer Kochsalzlösung.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
OPA/Al/PVC/Aluminium-Blisterpackungen mit 6 oder 10 Tabletten.
Packungsgrößen:
Faltschachtel mit 1 Blisterpackung mit 6 Tabletten (6 Tabletten).
Faltschachtel mit 1 Blisterpackung mit 10 Tabletten (10 Tabletten).
Faltschachtel mit 3 Blisterpackungen mit 10 Tabletten (30 Tabletten).
Faltschachtel mit 6 Blisterpackungen mit 10 Tabletten (60 Tabletten).
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
12/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


