Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Relaquine 35 mg/ml Gel zum Eingeben für Pferde Anwendungsgebiet(e) Zur Sedierung von Pferden.
- Zulassungsinhaber
- Floris Holding B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QN05AA04
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Relaquine 35 mg/ml Gel zum Eingeben für Pferde angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Relaquine 35 mg/ml Gel zum Eingeben für Pferde
Anwendungsgebiet(e)
Zur Sedierung von Pferden.
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Was ist vor der Einnahme von Relaquine 35 mg/ml Gel zum Eingeben für Pferde zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei posttraumatischem Schock oder Hypovolämie. Nicht anwenden bei Tieren in emotional stark erregtem Zustand. Nicht anwenden bei Tieren mit Epilepsie.
Nicht anwenden bei trächtigen oder laktierenden Stuten. Nicht anwenden bei Tieren mit Herzinsuffizienz.
Nicht anwenden bei Tieren mit hämatologischen Störungen/Koagulopathien. Nicht anwenden bei Tieren mit Hypothermie.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Neugeborenen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden.
AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.
DE/AT:
Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Relaquine 35 mg/ml Gel zum Eingeben für Pferde angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Mittlere Sedierung: 0,15 mg Acepromazin pro kg Körpergewicht
Vorgaben für die Dosierung:
| Körpergewicht | ||||||
| (kg) | ||||||
| Dosis (ml) | 1,0 | 1,5 | 1,5 | 2,0 | 2,5 | 2,5 |
Die oben angegebene Dosierung gilt als Richtlinie. Die Dosis kann abhängig von der erforderlichen Tiefe der Sedierung zwischen dem 0,5- und 1,5-fachen der empfohlenen Dosis variiert werden, d. h. für eine milde Sedierung wird die Hälfte der empfohlenen Dosis verabreicht und für eine tiefere Sedierung das 1,5-fache der empfohlenen Dosis.
Hinweise für die richtige Anwendung
Zum Eingeben.
Fertigspritze
Das Tierarzneimittel befindet sich in einer 10-ml- oder 15-ml-Polyethylen-Spritze. Der Kolben verfügt über einen Feststellring, der gemäß Dosieranleitung auf das zu verabreichende Volumen einzustellen ist. Auf dem Spritzenkolben sind Markierungen in Abständen von jeweils 1,0 ml angebracht, eine Dosierung in Abständen von 0,5 ml ist jedoch ebenfalls möglich.
Vor Erstbenutzung der Spritze ist der Feststellring in Uhrzeigerrichtung zu drehen, bis er auf die 0,0 ml Markierung ausgerichtet ist (Ringseite, die zum Spritzenkörper zeigt). Wenn Sie den Feststellring gegen den Uhrzeigersinn drehen, bewegt er sich nach hinten. Drehen Sie den Feststellring so weit nach hinten, bis die linke Seite des Feststellrings auf dem Volumen des zu applizierenden oralen Gels steht.
Die Spritze in das Maul des Tieres einführen und die benötigte Dosis in die Backentasche drücken. Das Gel kann auch mit Futter gemischt werden.
Glasflasche
Das Tierarzneimittel ist in 10-, 15-, 20-, 30- und 50-ml-Glasflaschen mit Kindersicherheitsverschluss abgefüllt und wird mit einer 5-ml-Spritze mit Dosierskala geliefert, die eine bis auf 0,1 ml oder 0,2 ml genaue Dosierung ermöglicht. Entnehmen Sie die entsprechende Dosis mithilfe der mitgelieferten Spritze aus der Flasche. Die Spritze wird in das Maul des Tieres eingeführt und die entsprechende Dosis wird in die Backentasche des Tieres appliziert.
Das Gel kann auch ins Futter gemischt werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Relaquine 35 mg/ml Gel zum Eingeben für Pferde?
Pferd:
Selten (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte Tiere):
Erregung1
Sehr selten (<1 Tier / 10.000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte): Niedriger Blutdruck2,
Hypothermie3 (erniedrigte Körpertemperatur), Hyperthermie3 (erhöhte Körpertemperatur), Verminderte Anzahl roter Blutkörperchen4, vermindertes Hämoglobin4, niedrige Thrombozytenzahl4, Leukopenie4
Unfruchtbarkeit5, Penisprolaps6, Paraphimose7 (verengte Vorhaut), Priapismus7 (schmerzhafte Dauererektion)
Aggression8, generalisierte Stimulation des zentralen Nervensystems8 Vorfall der Nickhaut
1Paradoxe Reaktion.
2Da Acepromazin den Tonus des sympathischen Nervensystems senkt, kann es nach der Verabreichung zu einem vorübergehenden Blutdruckabfall kommen.
3Hemmung der Temperaturregulierung.
4Vorübergehend.
5Da es die Prolaktinsekretion erhöht, kann die Verabreichung von Acepromazin zu Störungen der Fruchtbarkeit führen.
6Aufgrund der Entspannung der Retraktionsmuskeln des Penis. Die Retraktion des Penis sollte innerhalb von zwei bis drei Stunden sichtbar sein. Wenn dies nicht der Fall ist, sollten Sie einen Tierarzt zu Rate ziehen. Das Ausbleiben der Retraktion ist besonders bei Zuchthengsten bedenklich. 7Acepromazin hat Paraphimose manchmal als Folge von Priapismus verursacht.
8Widersprüchliche klinische Symptome.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Relaquine 35 mg/ml Gel zum Eingeben für Pferde aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Nicht über 25 ºC lagern. Vor Frost schützen. Vor Licht schützen.
Nach der Anwendung die Kappe wieder auf die Spritze aufsetzen. Die angebrochene Spritze im Originalkarton an einem trockenen Ort aufbewahren.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 90 Tage.
Weitere Informationen zu Relaquine 35 mg/ml Gel zum Eingeben für Pferde
Zusammensetzung
Jeder ml enthält:
Wirkstoff:
Acepromazin 35,00 mg (entsprechend Acepromazinmaleat 47,50 mg)
| Sonstige Bestandteile: | |
| Methyl-4-hydroxybenzoat (E218) | 0,65 mg |
| Propyl-4-hydroxybenzoat | 0,35 mg |
Eine klare, gelbe, viskose Flüssigkeit.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Die sedierende Wirkung hält für annähernd sechs Stunden an, obwohl die genaue Zeit und die Tiefe der Sedierung sehr vom Zustand des einzelnen Tieres abhängen.
Eine Steigerung der Gabe über die empfohlenen Dosierungsvorgaben hinaus führt zu länger anhaltenden Wirkungen und Nebenwirkungen, aber nicht zu stärkerer Sedierung.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Bei Hengsten ist der niedrigste Dosisbereich indiziert, um den Prolaps des Penis zu minimieren.
Das Tierarzneimittel sollte im Fall von Herz- oder Lebererkrankung oder bei geschwächten, hypovolämischen oder anämischen Tieren mit Vorsicht und mit reduzierter Dosierung angewendet werden.
Acepromazin hat vernachlässigbare analgetische Wirkungen. Schmerzhafte Eingriffe sollten bei sedierten Tieren vermieden werden.
Sedierte Pferde sollten an einem ruhigen Platz untergebracht und sensorische Reize soweit wie möglich vermieden werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Dieses Tierarzneimittel kann eine Sedierung hervorrufen. Vermeiden Sie eine versehentliche Einnahme. Um bei Verwendung der Fertigspritze eine versehentliche Einnahme durch Kinder zu vermeiden, setzen Sie die Kappe sofort nach Gebrauch wieder auf und bewahren Sie die Spritze im Originalkarton auf. Lassen Sie bei Verwendung der Glasflasche die gefüllte Spritze und die Flasche nicht unbeaufsichtigt und bewahren Sie die ordnungsgemäß verschlossene Flasche sowie die gebrauchte Spritze im Originalkarton auf. Achten Sie zudem darauf, dass Kinder keinen Zugang zum Futter haben, wenn das Tierarzneimittel mit Futter vermischt wurde.
Bei versehentlicher Einnahme ist sofort ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen, jedoch NICHT AUTOFAHREN, weil es zu einer Sedierung kommen kann.
Dieses Tierarzneimittel kann Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Acepromazin oder einen der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Personen mit empfindlicher Haut oder Personen, die häufig mit dem Tierarzneimittel in Kontakt kommen, wird empfohlen, undurchlässige Handschuhe zu tragen.
Dieses Tierarzneimittel kann Augenreizungen verursachen. Kontakt mit den Augen vermeiden. Bei versehentlichem Augenkontakt das Auge 15 Minuten lang mit sauberem Wasser spülen; sollte die Reizung anhalten, ist ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Nach der Anwendung die Hände waschen.
Trächtigkeit und Laktation:
Acepromazin sollte nicht bei trächtigen oder laktierenden Stuten angewendet werden.
Acepromazin kann eine Hypotension bei Neugeborenen auslösen, wenn es als Prämedikation für einen Kaiserschnitt bei der Stute verabreicht wird.
Siehe auch Abschnitt Nebenwirkungen zu Fruchtbarkeitsstörungen.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Acepromazin verstärkt die Wirkung von zentralen Beruhigungsmitteln.
Die gleichzeitige Verabreichung von Organophosphaten oder eine Verabreichung an Pferde, die kürzlich damit behandelt wurden, sollte vermieden werden, da diese Moleküle die toxischen Wirkungen von Acepromazin verstärken. Da Acepromazin den Tonus des sympathischen Nervensystems herabsetzt, sollte keine gleichzeitige Behandlung mit blutdrucksenkenden Mitteln stattfinden.
Antazida können die gastrointestinale Resorption von Acepromazin nach der oralen Verabreichung verringern.
Opiate können die hypotensiven Wirkungen von Acepromazin verstärken.
Überdosierung:
Überdosierung führt zu einem früheren Einsetzen der Sedierungssymptome und einer länger anhaltenden Wirkung. Toxische Nebenwirkungen sind Ataxie, Hypotension, Hypothermie und Wirkungen auf das (extrapyramidale) zentrale Nervensystem.
Noradrenalin (jedoch nicht Adrenalin) kann eingesetzt werden, um den kardiovaskulären Effekten entgegenzuwirken.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
AT: Z.Nr.: 840323
DE: Zul.- Nr.: 401876.00.00
Packungsgrößen:
- Faltschachtel mit einer 10-ml-Fertigspritze.
- Faltschachtel mit einer 15-ml-Fertigspritze.
- Faltschachtel mit Glasflaschen, die 9 ml, 14 ml, 18 ml, 28 ml und 48 ml des Tierarzneimittels enthalten.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
MM/JJJJ
AT: 07/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


