Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Mexxam Vet 5 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine, Hunde und Katzen Anwendungsgebiet(e) Rinder: Zur Anwendung bei akuten Atemwegsinfektionen in Verbindung mit einer angemessenen Antibiotikatherapie zur Verringerung der klinischen Symptome bei Rindern.
- Wirkstoff(e)
- Meloxicam
- Zulassungsinhaber
- Alfasan Nederland B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QM01AC06
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Mexxam Vet 5 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine, Hunde und Katzen angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Mexxam Vet 5 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine, Hunde und Katzen
Anwendungsgebiet(e)
Rinder:
Zur Anwendung bei akuten Atemwegsinfektionen in Verbindung mit einer angemessenen Antibiotikatherapie zur Verringerung der klinischen Symptome bei Rindern.
Zur Anwendung bei Durchfallerkrankungen in Kombination mit einer oralen Flüssigkeitstherapie zur Verringerung der klinischen Symptome bei Kälbern mit einem Mindestalter von einer Woche und nicht-laktierenden Jungrindern.
Zur Linderung post-operativer Schmerzen nach dem Enthornen von Kälbern.
Schweine:
Zur Anwendung bei nicht-infektiösen Bewegungsstörungen zur Reduktion von Lahmheits- und Entzündungssymptomen.
Zur Linderung post-operativer Schmerzen bei kleineren Weichteiloperationen wie Kastrationen.
Hunde:
Linderung von Entzündung und Schmerzen bei akuten und chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Verminderung post-operativer Schmerzen und Entzündungen nach orthopädischen Eingriffen und Weichteiloperationen.
Katzen:
Verminderung post-operativer Schmerzen nach Ovariohysterektomie und kleineren Weichteiloperationen.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Mexxam Vet 5 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine, Hunde und Katzen zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei trächtigen oder laktierenden Hunden oder Katzen.
Nicht anwenden bei Tieren, die an Leber-, Herz- oder Nierenfunktionsstörungen oder haemorrhagischen Erkrankungen leiden, oder bei Tieren mit gastrointestinalen Störungen wie Irritationen oder Hämorrhagien.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden zur Behandlung von Durchfallerkrankungen bei Rindern mit einem Alter von weniger als einer Woche.
Nicht anwenden bei Schweinen, die jünger als zwei Tage sind.
Nicht anwenden bei Katzen und Hunden, die jünger als 6 Wochen sind, oder bei Katzen mit einem geringeren Gewicht als 2 kg.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Mexxam Vet 5 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine, Hunde und Katzen angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Subkutane Anwendung, intramuskuläre Anwendung, intravenöse Anwendung.
Hunde:
Erkrankungen des Bewegungsapparates:
Zur einmaligen subkutanen Anwendung von 0,2 mg Meloxicam/kg Körpergewicht (entspricht 0,4 ml Tierarzneimittel/10 kg Körpergewicht).
Zur Weiterbehandlung kann 24 Stunden nach der Injektion eine geeignete orale Meloxicam enthaltende Formulierung, z. B. eine Suspension oder Tablette, gemäß den Empfehlungen auf dem Etikett eingesetzt werden.
Verminderung post-operativer Schmerzen (über einen Zeitraum von 24 Stunden):
Zur einmaligen intravenösen oder subkutanen Anwendung von 0,2 mg Meloxicam/kg Körpergewicht (entspricht 0,4 ml Tierarzneimittel /10 kg Körpergewicht) vor dem Eingriff, z. B. zum Zeitpunkt des Einleitens der Anästhesie.
Katzen:
Verminderung post-operativer Schmerzen:
Zur einmaligen subkutanen Anwendung von 0,3 mg Meloxicam/kg Körpergewicht (entspricht 0,06 ml Tierarzneimittel /kg Körpergewicht) vor dem Eingriff, z. B. zum Zeitpunkt des Einleitens der Anästhesie.
Rinder:
Einmalige subkutane oder intravenöse Injektion von 0,5 mg Meloxicam/kg Körpergewicht (entspr. 10,0 ml Tierarzneimittel /100 kg Körpergewicht) in Verbindung mit einer Antibiotikatherapie oder einer oralen Flüssigkeitstherapie, falls erforderlich.
Schweine:
Bewegungsstörungen:
Einmalige intramuskuläre Injektion von 0,4 mg Meloxicam/kg Körpergewicht (entspr. 2,0 ml Tierarzneimittel /25 kg Körpergewicht). Bei Bedarf kann Meloxicam nach 24 Stunden ein zweites Mal angewendet werden.
Post-operative Schmerzlinderung:
Einmalige intramuskuläre Injektion von 0,4 mg Meloxicam/kg Körpergewicht (entspr. 0,4 ml Tierarzneimittel /5 kg Körpergewicht) vor der Operation.
Auf die Dosiergenauigkeit, die Verwendung eines ausreichend genau dosierenden Injektionsgeräts und die sorgfältige Ermittlung des Körpergewichts sind besonders zu achten.
Hinweise für die richtige Anwendung
Verunreinigungen während der Entnahme sind zu vermeiden.
Der Stopfen darf nicht mehr als 50 Mal durchstochen werden.
Anzeige
Wie ist Mexxam Vet 5 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine, Hunde und Katzen aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Vor Frost schützen.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf der Faltschachtel und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum (nach EXP) nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Mexxam Vet 5 mg/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine, Hunde und Katzen
Zusammensetzung
Jeder ml enthält:
Wirkstoff:
Meloxicam 5 mg
Sonstiger Bestandteil:
Ethanol 150 mg
Klare, gelbe Lösung, partikelfrei.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Die Behandlung von Kälbern mit dem Tierarzneimittel 20 Minuten vor dem Enthornen lindert post-operative Schmerzen. Die alleinige Anwendung des Tierarzneimittels lindert die Schmerzen während des Enthornens nicht ausreichend. Um eine angemessene Schmerzlinderung während des Eingriffs zu erzielen, ist die begleitende Verabreichung mit einem geeigneten Analgetikum nötig.
Die Behandlung von Ferkeln mit dem Tierarzneimittel vor der Kastration reduziert post-operative Schmerzen. Um eine Schmerzlinderung während des Eingriffs zu erzielen, ist eine begleitende Verabreichung geeigneter Anästhetika/Sedativa nötig.
Um die bestmögliche schmerzlindernde Wirkung nach dem Eingriff zu erzielen, sollte das Tierarzneimittel 30 Minuten vor der Operation verabreicht werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.
Die Anwendung bei Tieren mit Dehydratation, Hypovolämie oder Hypotension, bei denen eine parenterale Flüssigkeitstherapie erforderlich ist, ist zu vermeiden, da hier ein potenzielles Risiko einer Nierentoxizität besteht.
Während der Anästhesie sollten Überwachung und Rehydratationstherapie als Standardverfahren in Betracht gezogen werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Eine versehentliche Selbstinjektion kann schmerzhaft sein. Meloxicam und andere nicht-steroidale Antiphlogistika (NSAIDs) können Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) hervorrufen. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber NSAIDs sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Dieses Tierarzneimittel kann Augenreizungen hervorrufen. Bei versehentlichem Augenkontakt spülen Sie diese sofort gründlich mit Wasser.
Angesichts des Risikos einer versehentlichen Selbstinjektion und der bekannten unerwünschten Klassenwirkungen von NSAIDs und anderen Prostaglandinhemmern auf die Schwangerschaft und/oder die embryofötale Entwicklung sollte das Tierarzneimittel nicht von schwangeren Frauen oder Frauen, die eine Schwangerschaft planen, verabreicht werden.
Trächtigkeit und Laktation:
Rinder: Kann während der Trächtigkeit angewendet werden.
Schweine: Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist bei Hunden und Katzen nicht belegt (siehe Abschnitt Gegenanzeigen).
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Andere NSAIDs, Diuretika, Antikoagulantien, Aminoglykosid-Antibiotika und Substanzen mit einer hohen Plasma-Protein-Bindung können um die Protein-Bindung konkurrieren und somit zu toxischen Effekten führen.
Nicht zusammen mit Glukokortikosteroiden, anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika oder Antikoagulantien verabreichen.
Die gleichzeitige Verabreichung potenziell nephrotoxischer Präparate sollte vermieden werden. Bei Tieren mit einem erhöhten Narkoserisiko (z. B. ältere Tiere) sollte während der Anästhesie eine
intravenöse oder subkutane Flüssigkeitstherapie in Erwägung gezogen werden. Wenn Anästhetika und NSAIDs zusammen verabreicht werden, kann eine Beeinträchtigung der Nierenfunktion nicht ausgeschlossen werden.
Eine Vorbehandlung mit entzündungshemmenden Substanzen kann zusätzliche oder verstärkte Nebenwirkungen hervorrufen, daher sollte vor einer Weiterbehandlung eine behandlungsfreie Zeit mit diesen Tierarzneimitteln von mindestens 24 Stunden eingehalten werden.
Bei der Dauer der behandlungsfreien Zeit sollten jedoch immer die pharmakologischen Eigenschaften der zuvor verabreichten Präparate berücksichtigt werden.
Überdosierung:
Im Falle einer Überdosierung sollte eine symptomatische Behandlung eingeleitet werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden
| 7. | Nebenwirkungen | ||
| Rinder: | |||
| Häufig | Schwellung an der Injektionsstelle1 | ||
| (1 bis 10 Tiere / 100 behandelte | |||
| Tiere): | |||
| Sehr selten | Anaphylaktoide Reaktion2 | ||
| (< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, | |||
| einschließlich Einzelfallberichte): | |||
1 Nach subkutaner Injektion: Leichte und vorübergehende Schwellung an der Injektionsstelle 2 Kann schwerwiegend (auch tödlich) sein und sollte symptomatisch behandelt werden
Schweine:
| Sehr selten | Anaphylaktoide Reaktion1 |
| (< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, | |
| einschließlich Einzelfallberichte): | |
1 Kann schwerwiegend (auch tödlich) sein und sollte symptomatisch behandelt werden
Hunde und Katzen:
Sehr selten
(< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):
Appetitlosigkeit 1,2, Lethargie1.2
Erbrechen 1,2, Durchfall1,2, okkultes Blut im Kot1,2, blutiger Durchfall 2, blutiges Erbrechen2, gastrointestinale Geschwüre2
Nierenversagen 1,2
Erhöhte Leberenzymwerte2
Anaphylaktoide Reaktion3
1 Typische Nebenwirkungen von NSAIDs
2 Treten generell in der ersten Behandlungswoche auf, sind meist vorübergehend und klingen nach Abbruch der Behandlung ab, können aber in sehr seltenen Fällen auch schwerwiegend oder lebensbedrohlich sein
3 Sollten symptomatisch behandelt werden
Falls Nebenwirkungen auftreten, sollte die Behandlung abgebrochen und der Rat eines Tierarztes eingeholt werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Arzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, 1200 Wien, Österreich
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z.Nr.: 841541
Farblose Glasdurchstechflasche (Typ I) für Injektionslösungen mit einem Gummistopfen verschlossen und mit einer Aluminiumbördelkappe versiegelt.
Faltschachtel mit 1 Durchstechflasche mit 20 ml Inhalt Faltschachtel mit 1 Durchstechflasche mit 50 ml Inhalt Faltschachtel mit 1 Durchstechflasche mit 100 ml Inhalt Faltschachtel mit 1 Durchstechflasche mit 250 ml Inhalt
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
05/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


