Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Medeson 1 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen 2. Zusammensetzung Jeder ml enthält: Wirkstoff: Medetomidinhydrochlorid 1,0 mg (entspricht 0,85 mg Medetomidin) Sonstige Bestandteile: Methyl-4-hydroxybenzoat (E218) 1,0 mg Propyl-4-hydroxybenzoat 0,2 mg Klare, farblose Lösung. 3. Zieltierart(en) Hund und Katze 4.
- Zulassungsinhaber
- Industrial Veterinaria S.A.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QN05CM91
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Medeson 1 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?
Medeson 1 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen
| 2. | Zusammensetzung | |
| Jeder ml enthält: | ||
| Wirkstoff: | ||
| Medetomidinhydrochlorid | 1,0 mg | |
| (entspricht 0,85 mg Medetomidin) | ||
| Sonstige Bestandteile: | ||
| Methyl-4-hydroxybenzoat (E218) | 1,0 mg | |
| Propyl-4-hydroxybenzoat | 0,2 mg | |
| Klare, farblose Lösung. | ||
| 3. | Zieltierart(en) |
Hund und Katze
4. Anwendungsgebiet(e)
- Sedierung zur Erleichterung der Fixierung von Tieren während klinischer Untersuchungen
- Prämedikation vor der Allgemeinanästhesie
5. Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Tieren mit schweren kardiovaskulären Erkrankungen, Atemwegserkrankungen oder Leber- oder Nierenerkrankungen.
Nicht anwenden bei obstruktiven Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts (wie Magentorsion, Inkarzeration, Schlundverlegung).
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Tieren mit Diabetes mellitus.
Nicht anwenden bei Tieren im Schockzustand, bei abmagerten Tieren (Kachexie) oder schwerer Entkräftung.
Nicht anwenden bei Tieren mit Augenerkrankungen, bei denen ein Anstieg des intraokulären Druckes von Nachteil wäre.
Nicht gleichzeitig mit Sympathomimetika oder Sulfonamiden und Trimethoprim verabreichen.
Siehe Abschnitt „Trächtigkeit und Laktation“.
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Was ist vor der Einnahme von Medeson 1 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen zu beachten?
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Medeson 1 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Hunde: intramuskuläre oder intravenöse Anwendung
Katzen: Intramuskuläre, intravenöse oder subkutane Anwendung
Hunde:
Zur Sedierung:
Das Tierarzneimittel sollte in einer Dosierung von 10–80 µg Medetomidinhydrochlorid pro kg Körpergewicht verabreicht werden (entsprechend 0,1 – 0,8 ml/ 10 kg KGW).
Die maximale Wirkung stellt sich innerhalb von 15–20 Minuten ein. Die klinische Wirkung ist dosisabhängig und hält 30–180 Minuten an.
Zur Prämedikation:
Das Tierarzneimittel sollte in einer Dosierung von 10–40 µg Medetomidinhydrochlorid pro kg Körpergewicht verabreicht werden, entsprechend 0,1–0,4 ml pro 10 kg Körpergewicht. Die genaue Dosis hängt von der Kombination mit anderen verwendeten Tierarzneimitteln und deren Dosierung ab.
Darüber hinaus sollte die Dosis abhängig von der Art des Eingriffs, der Operationsdauer sowie dem Temperament und dem Gewicht des Tieres angepasst werden. Durch die Prämedikation mit Medetomidin reduziert sich die Dosierung der Medikation für die Narkoseeinleitung und des Inhalationsanästhetikums zur Narkoseaufrechterhaltung erheblich. Alle Anästhetika zur Einleitung oder Narkoseaufrechterhaltung sollten entsprechend ihrer Wirkung verabreicht werden. Vor der Anwendung jeder Kombination empfiehlt es sich die jeweiligen Packungsbeilagen zu beachten. Siehe auch Abschnitt “Besondere Warnhinweise“.
Katzen:
Zur Sedierung:
Das Tierarzneimittel sollte in einer Dosierung von 50–150 µg Medetomidinhydrochlorid pro kg Körpergewicht (entsprechend 0,05–0,15 ml/kg Körpergewicht) verabreicht werden.
Zur Prämedikation vor einer Narkose:
Das Tierarzneimittel sollte in einer Dosierung von 80 µg Medetomidinhydrochlorid pro kg Körpergewicht (entsprechend 0,08 ml/kg Körpergewicht) verabreicht werden.
Verwenden Sie die folgende Tabelle, um die richtige Dosierung anhand des Körpergewichts zu bestimmen:
Hund:
| Körpergewicht | Sedierung (ml) | Prämedikation |
| (kg) | (ml) | |
| 0,01-0,08 | 0,01-0,04 | |
| 0,02-0,16 | 0,02-0,08 | |
| 0,03-0,24 | 0,03-0,12 | |
| 0,04-0,32 | 0,04-0,16 | |
| 0,05-0,40 | 0,05-0,20 | |
| 0,06-0,48 | 0,06-0,24 | |
| 0,07-0,56 | 0,07-0,28 | |
| 0,08-0,64 | 0,08-0,32 | |
| 0,09-0,72 | 0,09-0,36 | |
| 0,10-0,80 | 0,10-0,40 | |
| 0,12-0,96 | 0,12-0,48 | |
| 0,14-1,12 | 0,14-0,56 | |
| 0,16-1,28 | 0,16-0,64 | |
| 0,18-1,44 | 0,18-0,72 | |
| 0,20-1,60 | 0,20-0,80 | |
| 0,25-2,00 | 0,25-1,00 | |
| 0,30-2,40 | 0,30-1,20 | |
| 0,40-3,20 | 0,40-1,60 | |
| 0,50-4,00 | 0,50-2,00 |
Bei subkutaner Verabreichung erfolgt der Wirkungseintritt langsamer.
Katzen:
| Körpergewicht | Sedierung (ml) | Prämedikation |
| (kg) | (ml) | |
| 0,05-0,15 | 0,08 | |
| 0,10-0,30 | 0,16 | |
| 0,15-0,45 | 0,24 | |
| 0,20-0,60 | 0,32 | |
| 0,25-0,75 | 0,40 | |
| 0,30-0,90 | 0,48 | |
| 0,35-1,05 | 0,56 | |
| 0,40-1,20 | 0,64 | |
| 0,45-1,35 | 0,72 | |
| 0,50-1,50 | 0,80 |
Bei subkutaner Verabreichung erfolgt der Wirkungseintritt langsamer.
Hinweise für die richtige Anwendung
Zur exakten Dosierung muss eine entsprechend graduierte Spritze verwendet werden, insbesondere wenn kleine Volumina verabreicht werden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Der Stopfen kann bis zu 50-mal problemlos durchstochen werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Medeson 1 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen?
Hund, Katze:
Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):
Bradykardie (langsame Herzfrequenz), AV-Block 1. Grades, AV-Block 2. Grades, Extrasystole (abnormaler Herzrhythmus), Hypertonie1 (hoher Blutdruck), Hypotonie1 (niedriger Blutdruck), vermindertes Herzzeitvolumen, Koronararterienstörung2, Herzdepression3
Erbrechen4
Lungenödem (Schwellung), Atemdepression3
Zyanose (Blaufärbung der Haut oder Schleimhäute), Hypothermie (niedrige Körpertemperatur)
Polyurie (vermehrter Harnabsatz)
Erhöhte Geräuschempfindlichkeit, Muskelzittern, verlängerte Sedierung, verlängerte Erholung5
Hyperglykämie6 (hoher Blutzucker)
Schmerz an der Injektionsstelle
1 Der Blutdruck steigt nach der Verabreichung zunächst an und kehrt dann auf den Normalwert oder leicht darunter zurück.
2 Vasokonstriktion (Verengung) der Koronararterien.
3 Manuelle Beatmung und Sauerstoffzufuhr können angezeigt sein. Atropin kann die Herzfrequenz erhöhen.
4 Einige Hunde und die meisten Katzen erbrechen innerhalb von 5-10 Minuten nach der Injektion. Katzen können auch beim Aufwachen erbrechen.
5 Es wurde über ein erneutes Auftreten der Sedierung nach der anfänglichen Erholung berichtet.
6 Reversible Hyperglykämie aufgrund einer herabgesetzten Insulinausschüttung.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 WIEN
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at
Wie ist Medeson 1 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Weitere Informationen zu Medeson 1 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Da eine ausreichende Schmerzausschaltung bei der Sedation mit Medetomidin nicht in jedem Fall vorausgesetzt werden kann, müssen bei schmerzhaften Eingriffen zusätzlich Analgetika gegeben werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Vor der Anwendung von Tierarzneimitteln zur Sedierung bzw. Allgemeinanästhesie sollte bei jedem Tier eine klinische Untersuchung durchgeführt werden.
Bei Anwendung zur Prämedikation ist die Dosis des Anästhetikums aufgrund der individuell unterschiedlichen Empfindlichkeit der Tiere in Abhängigkeit von der Wirkung entsprechend anzupassen. Im Falle einer Kombination mit Anästhetika sollten zuvor die besonderen Warnhinweise und Kontraindikationen in den jeweiligen Packungsbeilagen beachtet werden.
Medetomidin kann eine Atemdepression auslösen. In einem solchen Fall sollte das Tier beatmet und gegebenenfalls Sauerstoff zugeführt werden.
Die Gabe von Medetomidin in höheren Dosen sollte bei großen Hunderassen vermieden werden. Vorsicht ist geboten im Falle einer Kombination von Medetomidin mit anderen Anästhetika oder Sedativa aufgrund des ausgeprägten Anästhetika-sparenden Effektes. Den Tieren sollte 12 Stunden vor der Anästhesie kein Futter gegeben werden.
Nach der Injektion sollte das Tier in einer ruhigen Umgebung platziert werden, um einen maximal sedativen Effekt zu ermöglichen. Dies dauert ungefähr 10 - 15 Minuten. Es sollten keine weiteren Maßnahmen ergriffen oder andere Tierarzneimittel verabreicht werden, bevor die maximale Sedation erreicht ist.
Die behandelten Tiere sollten während des Eingriffs und während der Aufwachphase bei einer konstanten Temperatur warmgehalten werden. Erbrechen und perianästhetischer Reflux können gelegentlich zur Regurgitation von Mageninhalt in das Maul führen.
Aufgrund des verminderten Tränenflusses sollten die Augen mit einem geeigneten Augenpräparat zur Befeuchtung geschützt werden (eine geeignete Augensalbe oder eine künstliche Tränenlösung).
Vor der Behandlung sollte den Tieren die Möglichkeit gegeben werden, sich zu beruhigen.
Eine Vorbehandlung mit Medetomidin vor der Einleitung und Aufrechterhaltung der Allgemeinanästhesie bei kranken und geschwächten Hunden und Katzen sollte nur nach einer Nutzen- Risiko-Bewertung stattfinden.
Vorsicht ist geboten beim Einsatz von Medetomidin bei der Behandlung von Tieren mit einer kardiovaskulären Erkrankung, bei älteren Tieren oder bei Tieren, die in einem schlechten Gesundheitszustand sind. Vor der Anwendung sollten die Leber- und Nierenfunktion überprüft werden.
Um die Aufwachzeit nach der Anästhesie oder Sedierung zu verkürzen, kann die Wirkung von Medetomidin durch Verabreichung eines Alpha-2-Antagonisten, wie z.B. Atipamezol, aufgehoben werden.
Atipamezol antagonisiert nicht die Wirkung von Ketamin. Die alleinige Gabe von Ketamin kann bei Hunden epileptische Anfälle und bei Katzen Krampfanfälle auslösen, daher sollten Alpha-2- Antagonisten frühestens 30–40 Min. nach der Verabreichung von Ketamin gegeben werden. Es sollte berücksichtigt werden, dass die Bradykardie nach der Antagonisierung bestehen bleiben kann.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Dieses Tierarzneimittel ist ein Beruhigungsmittel. Es sollte darauf geachtet werden, dass Haut-, Augen- oder Schleimhautkontakt sowie Selbstinjektion vermieden werden.
Bei versehentlichem Kontakt des Tierarzneimittels mit der Haut oder den Augen mit reichlich frischem Wasser spülen.
Kontaminierte Kleidungsstücke, die unmittelbar der Haut aufliegen, entfernen.
Bei Auftreten von Beschwerden ist ein Arzt zu Rate zu ziehen.
Bei versehentlicher Einnahme oder Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. FÜHREN SIE KEINESFALLS EIN FAHRZEUG, da Sedation und Blutdruckschwankungen auftreten können.
Schwangere Frauen sollten besonders vorsichtig mit dem Tierarzneimittel umgehen, um Selbstinjektionen zu vermeiden. Versehentliche systemische Exposition kann Gebärmutterkontraktionen sowie eine fetale Blutdrucksenkung auslösen.
Hinweise für Ärzte:
Medetomidin ist ein Alpha2-Adrenorezeptor-Agonist. Symptome nach der Resorption können sich klinisch als dosisabhängige Sedierung, Atemdepression, Bradykardie, Hypotonie, Mundtrockenheit und Hyperglykämie darstellen. Über ventrikuläre Arrhythmien wurden ebenfalls berichtet.
Respiratorische und hämodynamische Symptome sollten symptomatisch behandelt werden.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt.
Die Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation wird nicht empfohlen.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Bei gleichzeitiger Verabreichung anderer zentral dämpfender Tierarzneimittel sollte damit gerechnet werden, dass sich die Wirkung beider Tierarzneimittel potenziert. Die Dosierung ist entsprechend anzupassen. Medetomidin besitzt einen ausgeprägten Anästhetika-sparenden Effekt.
Die Dosis von Substanzen wie Propofol und volatiler Anästhetika sollte entsprechend reduziert werden.
Die Wirkungen von Medetomidin können durch die Verabreichung von Atipamezol antagonisiert werden.
Eine Bradykardie kann durch eine vorherige Verabreichung (mindestens 5 Minuten zuvor) eines Anticholinergikums teilweise verhindert werden; jedoch kann die Verabreichung von Anticholinergika
zur Behandlung einer Bradykardie (entweder gleichzeitig mit Medetomidin oder nach der Sedierung mit Medetomidin) kardiovaskuläre Nebenwirkungen hervorrufen.
Überdosierung:
Im Falle einer Überdosierung kommt es hauptsächlich zu einer verlängerten Sedation oder Anästhesie. In einigen Fällen können kardiorespiratorische Symptome auftreten. In diesen Fällen sollte ein Alpha- 2-Antagonist wie Atipamezol verabreicht werden, vorausgesetzt, dass die Antagonisierung der Sedation keine Gesundheitsgefährdung für das Tier darstellt (Atipamezol antagonisiert nicht die Wirkung von Ketamin, das bei alleiniger Verabreichung bei Hunden epileptische Anfälle und bei Katzen Krampfanfälle auslösen kann). Alpha-2-Antagonisten sollten nicht vor Ablauf von 30-40 Minuten nach einer Ketamininjektion verabreicht werden.
Herz-Kreislauf- und / oder Atemstörungen sollten symptomatisch behandelt werden und die Möglichkeit einer künstlichen Beatmung dabei gewährleistet sein.
Atipamezolhydrochlorid wird in folgenden Dosierungen intramuskulär verabreicht: für Hunde in der 5-fachen und für Katzen in der 2,5-fachen der zuvor verabreichten Anfangsdosis von Medetomidinhydrochlorid (µg/kg). Beim Hund entspricht das Volumen von Atipamezolhydrochlorid 5 mg/ml demjenigen von Medetomidinhydrochlorid, bei der Katze der Hälfte des Volumens von Medetomidinhydrochlorid.
Wenn es unerlässlich ist, eine Bradykardie aufzuheben und dennoch die Sedierung aufrechtzuerhalten, kann Atropin verabreicht werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
DE: Zul-Nr.: 402267.00.00
AT: Z. Nr: 836718
Packungsgrößen:
Umkarton mit 1 Durchstechflasche à 10 ml
Umkarton mit 5 Durchstechflaschen à 10 ml
Umkarton mit 6 Durchstechflaschen à 10 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
08/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


