Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Loargys enthält den Wirkstoff Pegzilarginase. Dabei handelt es sich um ein modifiziertes menschliches Enzym, das durch rekombinante DNA-Technologie erzeugt wird. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Arginase-1-Mangel (ARG1-D) – auch als Hyperargininämie bekannt – bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren angewendet.
- Zulassungsinhaber
- Immedica Pharma AB
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- A16AB24
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Loargys 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung angewendet?
Loargys enthält den Wirkstoff Pegzilarginase. Dabei handelt es sich um ein modifiziertes menschliches Enzym, das durch rekombinante DNA-Technologie erzeugt wird. Das Arzneimittel wird zur Behandlung von Arginase-1-Mangel (ARG1-D) – auch als Hyperargininämie bekannt – bei Erwachsenen, Jugendlichen und Kindern ab 2 Jahren angewendet.
Patienten mit ARG1-D weisen niedrige Konzentrationen eines Enzyms auf, das als Arginase bezeichnet wird. Dieses Enzym unterstützt den Körper bei der Kontrolle der Arginin-Spiegel. Arginin ist eine Aminosäure, die Ihr Körper zur Bildung von Proteinen benötigt. Wenn das Arginin nicht unter Kontrolle ist, kann es sich im Körper anreichern und Symptome verursachen, beispielsweise Schwierigkeiten bei der Muskelkontrolle.
Loargys wird in Kombination mit anderen Methoden zur Behandlung der Krankheit verwendet. Dazu gehören möglicherweise:
- eine eiweißarme Ernährung
- Nahrungsergänzungsmittel mit wichtigen Aminosäuren
- Arzneimittel zur Behandlung anderer Symptome der Krankheit, zum Beispiel zur Senkung der Ammoniak-Spiegel im Blut.
Wie wirkt Loargys?
Pegzilarginase, der Wirkstoff in Loargys, wirkt ähnlich wie das natürliche Enzym Arginase, das bei Patienten mit ARG1-D fehlt oder nicht richtig wirkt. So fällt der Arginin-Spiegel im Blut und die Krankheitssymptome gehen zurück.
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Was ist vor der Einnahme von Loargys 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung zu beachten?
Loargys darf bei Ihnen nicht angewendet werden,
wenn Sie eine schwere allergische Reaktion auf Pegzilarginase oder einen der in Abschnitt 6 genannten sonstigen Bestandteile dieses Arzneimittels hatten.
Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen
Loargys kann allergische Reaktionen hervorrufen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist nach den ersten Dosen am größten, sie können aber auch im späteren Verlauf der Behandlung auftreten.
Brechen Sie die Anwendung, wenn möglich, unverzüglich ab und befolgen Sie den Rat Ihres Arztes, einschließlich der unverzüglichen Inanspruchnahme medizinischer Hilfe , wenn bei Ihnen eines der folgenden Symptome einer schweren allergischen Reaktion auftritt: Quaddeln (plötzliche Hautrötungen), generalisierte Urtikaria (allgemeiner Juckreiz), Einengung der Brust, Giemen (Atemnot) und Hypotonie (niedriger Blutdruck). Ihr Arzt kann entscheiden, dass Sie eine zusätzliche medizinische Behandlung benötigen, um einer allergischen Reaktion vorzubeugen oder sie zu behandeln.
Während Ihrer Behandlung wird Ihr Arzt Ihr Blut untersuchen, um zu bestimmen, welche Dosis Loargys für Sie richtig ist.
Kinder und Jugendliche
Das Arzneimittel sollte nicht bei Kindern unter 2 Jahren angewendet werden, da nicht bekannt ist, ob Loargys in dieser Altersgruppe sicher und wirksam ist.
Anwendung von Loargys zusammen mit anderen Arzneimitteln
Informieren Sie Ihren Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden.
Schwangerschaft, Stillzeit und Fortpflanzungsfähigkeit
Wenn Sie schwanger sind oder stillen oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Wenn Sie schwanger sind, wird die Anwendung von Loargys nicht empfohlen.
Es ist nicht bekannt, ob das Arzneimittel in die Muttermilch übergeht. Wenn Sie stillen, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat. Ihr Arzt wird Ihnen helfen, zu entscheiden, ob das Stillen zu beenden ist oder ob die Behandlung mit Loargys beendet werden sollte.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Loargys hat keinen oder einen zu vernachlässigenden Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen.
Loargys enthält Natrium und Kalium.
Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Natrium (23 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu „natriumfrei“. Dieses Arzneimittel enthält weniger als 1 mmol Kalium (39 mg) pro Dosis, d. h. es ist nahezu „kaliumfrei“.
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Welche Nebenwirkungen hat Loargys 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung?
Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.
Sehr häufig (kann mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Reaktion an der Injektionsstelle. Zu den Symptomen können Schmerzen, Schwellung, Reizung, Rötung und Hautausschlag an der Injektionsstelle gehören.
- Allergische Reaktion (Überempfindlichkeit). Zu den Symptomen können Schwellungen im Gesicht, Hautausschlag, plötzliche Hautrötung (Hitzegefühl) und Atemnot (Dyspnoe) gehören.
Meldung von Nebenwirkungen
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder das medizinische Fachpersonal. Dies gilt auch für Nebenwirkungen, die nicht in dieser Packungsbeilage angegeben sind. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das in Anhang V aufgeführte nationale Meldesystem* anzeigen. Indem Sie Nebenwirkungen melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Sicherheit dieses Arzneimittels zur Verfügung gestellt werden.
Wie ist Loargys 5 mg/ml Injektions-/Infusionslösung aufzubewahren?
Bewahren Sie dieses Arzneimittel für Kinder unzugänglich auf.
Sie dürfen dieses Arzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr verwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des angegebenen Monats.
Im Kühlschrank lagern (2° C - 8° C). Nicht einfrieren. In der Originalverpackung aufbewahren, um
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


