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Medikamente

Interzol 67,5 mg/g - Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe, Schweine

Interzol 67,5 mg/g - Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe, Schweine
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Interzol 67,5mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe und Schweine Anwendungsgebiete Zur Behandlung von Wurmbefall bei Schweinen und Schafen mit folgenden adulten und larvalen Stadien und bei Rindern mit folgenden adulten und nicht inhibierten Larvenstadien von gastrointestinalen Nematoden, Bandwürmern und Lungenwürmern.

Zulassungsinhaber
Animed Service AG
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
ATC Code
QP52AC02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Interzol 67,5 mg/g - Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe, Schweine angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Interzol 67,5mg/g Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe und Schweine

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von Wurmbefall bei Schweinen und Schafen mit folgenden adulten und larvalen Stadien und bei Rindern mit folgenden adulten und nicht inhibierten Larvenstadien von gastrointestinalen Nematoden, Bandwürmern und Lungenwürmern.

SCHWEIN:

Hyostrongylus rubidus

Oesophagostonum spp.

Ascaris suum

Metastrongylus spp.

RIND:

Ostertagia spp.

Haemonchus spp.

Nematodirus spp.

Trichostrongylus spp.

Cooperia spp.

Oesophagostomum radiatum

Chabertia spp.

Capillaria spp.

Dictyocaulus spp.

Moniezia spp.

Gegen inhibierte Entwicklungsstadien von Cooperia spp., Ostertagia ostertagi sowie gegen Moniezia benedeni besteht in der Regel eine Teilwirkung.

SCHAF:

Ostertagia spp.

Haemonchus spp.

Nematodirus spp.

Trichostrongylus spp.

Cooperia spp.

Oesophagostomum spp.

Chabertia spp.

Trichuris spp.

Dictyocaulus spp.

Moniezia spp.

Gegen Capillaria spp. und Trichuris ovis besteht eine weniger ausgeprägte Wirkung.

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Was ist vor der Einnahme von Interzol 67,5 mg/g - Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe, Schweine zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Das Tierarzneimittel darf nicht in Gewässer gelangen, da Oxfendazol eine Gefahr für Fische und andere Wasserorganismen darstellen kann.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Interzol 67,5 mg/g - Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe, Schweine angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zum Eingeben über das Futter.

Das Tierarzneimittel ist zur Verwendung bei einzelnen Tieren oder zur Verwendung bei Tiergruppen innerhalb eines Bestandes bestimmt.

Um die Aufnahme der erforderlichen Wirkstoffmenge sicherzustellen, ist das Tierarzneimittel in jene Menge an Futtermittel unmittelbar vor der Verabreichung einzumischen, die von den zu behandelnden Tieren restlos aufgenommen wird. Das Tierarzneimittel ist mit dem Futter homogen zu vermischen.

Zur einmaligen Anwendung:

Tierart Dosierung Interzol 67,5mg/g - Pulver Entspricht Oxfendazol
SCHWEIN 67 mg/kg KGW 4,5 mg/kg KGW
RIND 67 mg/kg KGW 4,5 mg/kg KGW
SCHAF 74 mg/kg KGW 5,0 mg/kg KGW

Um die Verabreichung einer korrekten Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Soweit die Tiere gemeinsam und nicht individuell behandelt werden, sollten sie entsprechend ihrem Körpergewicht in Gruppen eingeteilt und dosiert werden, um Unter- oder Überdosierung zu vermeiden. Es ist darauf zu achten, dass die vorgesehene Dosis jeweils restlos aufgenommen wird.

Hinweise für die richtige Anwendung

Keine.

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Welche Nebenwirkungen hat Interzol 67,5 mg/g - Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe, Schweine?

RIND, SCHAF, SCHWEIN:

Keine bekannt.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Interzol 67,5 mg/g - Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe, Schweine aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nicht über 25°C lagern. Vor Licht schützen. Trocken lagern.

Den Beutel fest verschlossen halten, um den Inhalt vor Licht und Feuchtigkeit zu schützen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 3 Monate. Haltbarkeit nach Einmischen in Futtermittel: sofort verbrauchen.

Weitere Informationen zu Interzol 67,5 mg/g - Pulver zum Eingeben für Rinder, Schafe, Schweine

Zusammensetzung

Jedes g enthält:  
Wirkstoff:  
Oxfendazol 67,50 mg

Weißes bis leicht beiges Pulver

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Folgende Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:

  • Zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse über einen längeren Zeitraum,
  • Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichts, falsche Verabreichung des Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Einstellung der Dosiervorrichtung (sofern vorhanden).

Bei Verdacht auf Anthelminthika-Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten Tests (z. B. Eizahl-Reduktions-Test) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte ein Anthelminthikum aus einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus Verwendung finden. Daher sollte sich auf nationaler Ebene (regional, betrieblich) die Anwendung dieses Tierarzneimittels auf lokale epidemiologische Erhebungen zur Empfindlichkeit dieser Helminthenarten, sowie auf Expertenempfehlungen zur Eindämmung weiterer Anthelminthika-Resistenzen stützen.

Resistenzen gegenüber Benzimidazolen wurden bei Haemonchus-, Cooperia- und Trichostrongylus- Arten bei Wiederkäuern beobachtet.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Eine häufige und wiederholte Anwendung kann zur Entwicklung von Resistenzen führen. Es ist wichtig, dass die korrekte Dosis verabreicht wird, um das Risiko einer Resistenz zu minimieren. Um eine Unterdosierung zu vermeiden, sollten die Tiere entsprechend ihres Körpergewichtes gruppiert werden und entsprechend des schwersten Tieres in der Gruppe dosiert werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Dieses Tierarzneimittel kann Augenreizungen und Hautsensibilisierung verursachen. Den direkten Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Bei versehentlicher Hautexposition oder Augenkontakt sofort mit viel Wasser gründlich abspülen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Oxfendazol sollten das Tierarzneimittel besonders sorgsam anwenden.

Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Schutzkleidung, Handschuhen, Mundschutz und Schutzbrille tragen.

Nach der Anwendung Hände waschen.

Trächtigkeit und Laktation:

Bei trächtigen Tieren sind eine strenge Indikationsstellung und vorsichtige Dosierung erforderlich, da bei Anwendung eines Mehrfachen der empfohlenen Dosis embryotoxische und teratogene Wirkungen beobachtet worden sind. Dies gilt insbesondere für Schafe. Kann während der Laktation angewendet werden.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Bei gleichzeitiger Verabreichung mit Bromsalan-Faszioliziden kann es bei Rindern zu toxischen Erscheinungen und Todesfällen kommen.

Überdosierung:

Bei 3 – 5facher Überdosierung von Oxfendazol treten keine Nebenwirkungen auf. Bei Überdosierung ist nur eine symptomatische Therapie möglich.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 8-01163

Packungsgrößen: 1 kg

10 x 1 kg

20 x 45 g

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

08/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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