Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Insistor 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen 2. Zusammensetzung Jeder ml enthält: Wirkstoffe: Methadonhydrochlorid 10 mg (entsprechend 8,9 mg Methadon) Sonstige Bestandteile Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218) 1,0 mg Propyl-4-hydroxybenzoat 0,2 mg Klare, farblose bis schwach gelbliche Lösung.
- Zulassungsinhaber
- VetViva Richter GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QN02AC90
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Insistor 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Insistor 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen
| 2. Zusammensetzung | |
| Jeder ml enthält: | |
| Wirkstoffe: | |
| Methadonhydrochlorid | 10 mg |
| (entsprechend 8,9 mg Methadon) | |
| Sonstige Bestandteile | |
| Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218) | 1,0 mg |
| Propyl-4-hydroxybenzoat | 0,2 mg |
Klare, farblose bis schwach gelbliche Lösung.
Anwendungsgebiet(e)
- Zur Analgesie
- Prämedikation zur Allgemeinanästhesie oder Neuroleptanalgesie in Kombination mit einem Neuroleptikum
5. Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Tieren mit erheblicher Beeinträchtigung der Atemfunktion.
Nicht anwenden bei Tieren mit schwerer Leber- und Nierenfunktionsstörung.
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Was ist vor der Einnahme von Insistor 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen zu beachten?
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Wie wird Insistor 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Hunde: zur intravenösen, intramuskulären oder subkutanen Anwendung
Katzen: zur intramuskulären Anwendung
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Analgesie
Hunde: 0,5 bis 1 mg Methadon-HCl pro kg Körpergewicht s.c., i.m. oder i.v. (entsprechend 0,05 bis 0,1 ml/kg)
Katzen: 0,3 bis 0,6 mg Methadon-HCl pro kg Körpergewicht i.m. (entsprechend 0,03 bis 0,06 ml/kg) Um eine genaue Dosierung bei Katzen sicherzustellen, ist zur Anwendung des Tierarzneimittels eine entsprechend graduierte Spritze zu verwenden.
Da das individuelle Ansprechen auf Methadon variiert und teilweise von der Dosierung, dem Alter des Tieres, der individuell unterschiedlichen Schmerzempfindlichkeit und dem Allgemeinzustand abhängt, sollte das optimale Dosierungsschema individuell ermittelt werden.
Bei Hunden tritt die Wirkung 1 Stunde nach subkutaner Gabe, etwa 15 Minuten nach intramuskulärer Injektion und innerhalb von 10 Minuten nach intravenöser Injektion ein. Die Wirkdauer beträgt nach intramuskulärer oder intravenöser Gabe etwa 4 Stunden.
Bei Katzen setzt die Wirkung 15 Minuten nach intramuskulärer Gabe ein und hält durchschnittlich 4 Stunden lang an.
Das Tier sollte regelmäßig untersucht werden um festzustellen, ob im weiteren Verlauf eine zusätzliche Analgesie erforderlich ist.
Prämedikation und/oder Neuroleptanalgesie
Hunde:
Methadon-HCl 0,5 bis 1 mg/kg Körpergewicht i.v., s.c. oder i.m. (entsprechend 0,05 bis 0,1 ml/kg)
KOMBINATIONEN SIND Z. B.:
Methadon-HCl 0,5 mg/kg Körpergewicht i.v. (entsprechend 0,05 ml/kg) + z. B. Midazolam oder Diazepam.
Narkoseeinleitung mit Propofol, Aufrechterhaltung mit Isofluran in Sauerstoff.
- Methadon-HCl 0,5 mg/kg Körpergewicht i.v. (entsprechend 0,05 ml/kg) + z. B. Azepromazin.
Narkoseeinleitung mit Thiopental oder Propofol nach Wirkung, Aufrechterhaltung mit Isofluran in Sauerstoff oder Einleitung mit Diazepam und Ketamin.
Methadon-HCl 0,5 bis 1,0 mg/kg Körpergewicht i.v. oder i.m. (entsprechend 0,05 bis 0,1 ml/kg) + α2-Agonist (z. B. Xylazin oder Medetomidin). Narkoseeinleitung mit Propofol, Aufrechterhaltung mit Isofluran in Sauerstoff in Kombination mit Fentanyl oder TIVA-Protokoll (total intravenöse Anästhesie). Aufrechterhaltung mit Propofol in Kombination mit Fentanyl.
TIVA-Protokoll: Einleitung mit Propofol, nach Wirkung. Aufrechterhaltung mit Propofol und Remifentanil.
Die chemisch-physikalische Kompatibilität ist nur mit folgenden Infusionslösungen im Verdünnungsverhältnis 1:5 nachgewiesen: Natriumchlorid-Lösung 0,9 %, Ringer-Lösung, Ringer- Lactat-Lösung und Glukose-Lösung 5 %.
Katzen:
-
Methadon-HCl 0,3 bis 0,6 mg/kg Körpergewicht i.m. (entsprechend 0,03 bis 0,06 ml/kg).
- Narkoseeinleitung mit einem Benzodiazepin (z. B. Midazolam) und einem dissoziativen Anästhetikum (z. B. Ketamin).
- Narkoseeinleitung mit einem Tranquilizer (z. B. Acepromazin) und einem nichtsteroidalen Antiphlogistikum (Meloxicam) oder einem Sedativum (z. B. einem α2- Agonisten).
- Narkoseeinleitung mit Propofol, Aufrechterhaltung mit Isofluran in Sauerstoff.
Die Dosierung ist abhängig vom gewünschten Grad der Analgesie und Sedierung, der gewünschten Wirkdauer sowie von der gleichzeitigen Anwendung weiterer Analgetika und Anästhetika.
Bei Verabreichung in Kombination mit anderen Präparaten können niedrigere Dosierungen angewendet werden.
Zur sicheren Anwendung zusammen mit anderen Tierarzneimitteln sind die jeweiligen Produktinformationen zu beachten.
Der Stopfen sollte nicht häufiger als 20-mal durchstochen werden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Siehe Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“.
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Welche Nebenwirkungen hat Insistor 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen?
Katzen:
Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere):
Atemdepression, Lippenlecken1, Unwillkürlicher Kotabsatz1, Diarrhö1, Exzitation1, Lautäußerungen1, Harnabsatz1, Mydriasis1 (erweiterte Pupillen), Hyperalgesie (gesteigerte Schmerzempfindlichkeit), Hyperthermie1 (erhöhte Körpertemperatur).
Alle Reaktionen traten nur vorübergehend auf. 1 Milde Reaktionen.
Hunde:
Sehr häufig (> 1 Tier / 10 behandelte Tiere):
Atemdepression, Hecheln1, Unregelmäßige Atmung1, Bradykardie (verlangsamte Herzfrequenz), Lippenlecken1, Speicheln1, Unwillkürlicher Kotabsatz2, Lautäußerungen1, Hypothermie1 (verringerte Körpertemperatur), Harnabsatz2, Muskelzittern1, fixes Starren1.
Alle Reaktionen traten nur vorübergehend auf. 1 Milde Reaktionen.
2 Gelegentlich innerhalb der ersten Stunde nach Verabreichung.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 WIEN, ÖSTERREICH,
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Insistor 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind bezüglich der Temperatur keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton nach „Exp.“
angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch des Behältnisses: 28 Tage.
Haltbarkeit nach Verdünnen gemäß den Anweisungen: Die chemische und physikalische Stabilität der Verdünnungen ist über 24 Stunden bei 25 °C und Lichtschutz belegt.
Aus mikrobiologischer Sicht sollten die Verdünnungen unverzüglich verwendet werden.
Weitere Informationen zu Insistor 10 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Da die Tiere individuell unterschiedlich auf Methadon ansprechen, sollten sie regelmäßig überwacht werden, um eine ausreichende Wirksamkeit über die gewünschte Anwendungsdauer sicherzustellen.
Die Anwendung des Tierarzneimittels darf erst nach einer sorgfältigen klinischen Untersuchung erfolgen.
Bei Katzen bleibt die Pupillenerweiterung nach dem Nachlassen der analgetischen Wirkung noch lange bestehen. Diese ist deshalb kein geeigneter Parameter, um die klinische Wirksamkeit der verabreichten Dosis zu beurteilen.
Bei Greyhounds sind eventuell höhere Dosen als bei anderen Hunderassen erforderlich, um wirksame Plasmaspiegel zu erreichen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Methadon kann gelegentlich eine Atemdepression hervorrufen. Wie bei anderen Opioiden ist Vorsicht geboten bei der Anwendung bei Tieren mit beeinträchtigter Atemfunktion oder bei Tieren, denen gleichzeitig andere potentiell atemdepressive Arzneimittel verabreicht werden. Um eine sichere Anwendung des Tierarzneimittels zu gewährleisten, sind behandelte Tiere regelmäßig zu überwachen, einschließlich der Kontrolle von Herz- und Atemfrequenz.
Da Methadon in der Leber metabolisiert wird, kann die Intensität und Dauer der Wirkung bei Tieren mit eingeschränkter Leberfunktion abweichen.
Bei eingeschränkter Nieren-, Herz- oder Leberfunktion sowie bei Schock kann das Anwendungsrisiko des Tierarzneimittels erhöht sein.
Die Verträglichkeit von Methadon wurde bei Hunden unter 8 Wochen sowie bei Katzen unter 5 Monaten nicht belegt.
Die Auswirkungen eines Opioids bei Kopfverletzungen ist abhängig von Art und Schweregrad der Verletzung sowie von den durchgeführten Maßnahmen zur Unterstützung der Atmung.
Die Verträglichkeit wurde bei Katzen mit klinischer Beeinträchtigung nur unvollständig untersucht. Aufgrund des Risikos von Exzitationen sollte eine wiederholte Anwendung bei Katzen nur mit Vorsicht erfolgen.
Eine Nutzen-Risiko-Bewertung für die Anwendung des Tierarzneimittels sollte durch den behandelnden Tierarzt erfolgen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Methadon kann nach Hautexposition oder nach versehentlicher Selbstinjektion eine Atemdepression hervorrufen. Kontakt mit der Haut, den Augen und der Mundschleimhaut vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels undurchlässige Schutzhandschuhe tragen. Bei versehentlicher Haut- oder Augenexposition sofort mit reichlich Wasser spülen. Kontaminierte Kleidung ausziehen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Methadon sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Methadon kann Totgeburten verursachen. Schwangere Frauen sollten das Tierarzneimittel nicht handhaben.
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Wegen einer möglichen Sedierung KEIN KRAFTFAHRZEUG FÜHREN.
Hinweis für Ärzte: Methadon ist ein Opioid, dessen toxische Wirkungen klinische Symptome wie Atemdepression oder Apnoe, Sedierung, Hypotonie und Koma hervorrufen können. Beim Auftreten von Atemdepression sollte kontrolliert beatmet werden. Zur Aufhebung dieser Symptome wird die Gabe des Opioidantagonisten Naloxon empfohlen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Methadon passiert die Plazentaschranke.
Studien an Labortieren haben nachteilige Auswirkungen auf die Reproduktion gezeigt.
Die Anwendung des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit oder Laktation wird nicht empfohlen.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Zur gleichzeitigen Anwendung mit Neuroleptika siehe Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“.
Methadon kann die Wirkungen von Analgetika, Substanzen mit hemmender Wirkung auf das Zentralnervensystem sowie Atemdepressiva verstärken. Die gleichzeitige oder anschließende Anwendung von Buprenorphin kann die Wirksamkeit des Tierarzneimittels herabsetzen.
Überdosierung:
Eine 1,5-fache Überdosierung führte zu den Wirkungen wie im Abschnitt „Nebenwirkungen“ beschriebenen.
Katze: Bei Überdosierung (> 2 mg/kg) können folgende Symptome beobachtet werden: vermehrtes Speicheln, Übererregung, Lähmung der Hintergliedmaßen und Verlust des Stellreflexes. Bei einigen Katzen wurden auch Krämpfe, Konvulsionen und Hypoxie beobachtet. Eine Dosis von 4 mg/kg kann bei Katzen tödlich sein. Atemdepression wurde beschrieben.
Hund: Atemdepression wurde beschrieben.
Methadon kann mit Naloxon antagonisiert werden. Naloxon sollte nach Wirkung dosiert werden. Als Initialdosis werden 0,1 mg/kg intravenös empfohlen.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen, mit Ausnahme der in Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“ aufgeführten Infusionslösungen.
Das Tierarzneimittel ist mit Meloxicam-haltigen Injektionslösungen und allen anderen nichtwässrigen Lösungen inkompatibel.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zul.-Nr.: 838338
Packungsgrößen: 1 x 5 ml, 5 x 5 ml, 1 x 10 ml, 5 x 10 ml.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
04/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


