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Medikamente

Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder

Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder 2. Zusammensetzung Ein g Pulver enthält: Wirkstoff: Penethamathydrojodid 955 mg (enstpricht 0,955 Mio I.E. bzw.

Zulassungsinhaber
Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QJ01CE90

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder

2. Zusammensetzung  
Ein g Pulver enthält:  
Wirkstoff:  
Penethamathydrojodid 955 mg (enstpricht 0,955 Mio I.E. bzw. 737,26 mg
Penethamat)  
1 ml Lösungsmittel enthält:  
Sonstige Bestandteile:  
Methyl-4-hydroxybenzoat (E 218) 1,5 mg

Die Injektionssuspension enthält nach Rekonstitution 269,5 mg/ml Penethamathydroiodid (entspr. 0,2695 Mio I.E./ml), entsprechend 208,06 mg Penethamat.

Weißes kristallines Pulver.

Klares, farbloses Lösungsmittel.

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung von klinischen und subklinischen Mastitiden, hervorgerufen durch grampositive gegenüber Penicillin empfindliche Erreger, wie insbesondere Streptokokken (Streptococcus uberis, Streptococcus agalactiae, Streptococcus dysgalactiae), und nicht ß-Laktamase-bildende Staphylokokken und (Staphylococcus aureus und Koagulase-negative Staphylokokken).

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Was ist vor der Einnahme von Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Infektionen mit ß-Laktamase-bildenden Erregern.

Nicht anwenden bei Allergien gegen Penicilline und Cephalosporine. Nicht anwenden bei bekannter Jodüberempfindlichkeit.

Nicht intravenös anwenden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Wie wird Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intramuskulären Anwendung.

Injektion vorzugsweise in die seitliche Halsmuskulatur oder die Kruppen- bzw. Glutealmuskulatur. Den Inhalt der Lösungsmittelflasche in die Durchstechflasche mit dem Pulver überführen und gut schütteln.

Die gebrauchsfertige Injektionssuspension ist trüb, und weiß bis schwach gelb gefärbt.

Dosierung:

10 mg Penethamathydrojodid (entsprechend 10.000 I.E.)/kg Körpergewicht/Tag Dauer der Anwendung: 3 – 5 Tage (im Abstand von jeweils 24 Stunden).

Je Injektionsstelle sollen nicht mehr als 20 ml verabreicht werden. Bei wiederholter Anwendung ist die Injektionsstelle zu wechseln.

Während und nach der Behandlung können und sollen die Kühe gemolken werden.

Sollte nach 3 Tagen keine deutliche Besserung eingetreten sein, so ist die Diagnose zu überprüfen und gegebenenfalls eine Therapieumstellung vorzunehmen.

Hinweise für die richtige Anwendung

Bei Mehrfachentnahme ist darauf zu achten, Kontaminationen zu vermeiden.

10. Wartezeiten  
Essbare Gewebe: 10 Tage
Milch: 4 Tage

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Welche Nebenwirkungen hat Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder?

Rind (laktierende Kühe):

Sehr selten (< 1/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):

Allergische Reaktion, Anaphylaxie1

1 In seltenen Fällen wurden schwere anaphylaktische Reaktionen beobachtet, wie sie bei Betalaktam- Antibiotika bekannt sind. Diese können in Einzelfällen zum Tod des Tieres führen. Aufgrund des hohen Jodanteils kann es auch zu Sensibilisierung gegen Jod mit allergischen Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock kommen.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen,

Traisengasse 5

AT-1200 Wien

Website: https://www.basg.gv.at, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at.

Wie ist Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Haltbarkeit des Tierarzneimittels in der unversehrten Verpackung: 3 Jahre

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen:

Bei Lagerung zwischen 2 °C und 8 °C: 7 Tage
Bei Lagerung unter 25 °C: Tage

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und den Primärverpackungen angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.

Datum und Uhrzeit der ersten Entnahme sind auf dem Etikett der Durchstechflasche einzutragen.

Weitere Informationen zu Ingel-Mamyzin 269,5 mg/ml Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektionssuspension für Rinder

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Die Anwendung von Ingel-Mamyzin sollte nur unter Berücksichtigung eines Antibiogramms sowie auf Basis örtlicher, offiziell anerkannter Leitlinien zum Einsatz von Antibiotika erfolgen. Die Resistenzlage der Erreger im Betrieb ist zu berücksichtigen.

Wenn nötig, ist die Behandlung durch intramammäre Anwendung geeigneter Tierarzneimittel fortzusetzen.

Bei eingeschränkter Leber-/Nierenfunktion ist wegen der geringen Penicillintoxizität eine Dosisreduktion nicht unbedingt erforderlich und im Einzelfall abzuklären. Bei Einschränkung auf weniger als 50% der Normalfunktion muss die Dosis adäquat reduziert werden.

Bei Anwendung von Penethamathydrojodid ist das hohe Allergierisiko gegenüber Benzylpenicillin zu berücksichtigen. Aufgrund des hohen Jodanteils kann es auch zu Sensibilisierungen gegen Jod mit allergischen Reaktionen bis zum anaphylaktischen Schock kommen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Penicilline und Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation, oraler Aufnahme oder Hautkontakt zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergie) führen. Bei Penicillin-Überempfindlichkeit ist eine Kreuzallergie gegen Cephalosporine möglich und umgekehrt. Gelegentlich kann es zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen kommen.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Penicilline und Cephalosporine sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Gehen Sie mit diesem Tierarzneimittel vorsichtig um, indem Sie den direkten Kontakt vermeiden. Bei versehentlicher Hautexposition oder Schleimhautkontakt sind die betroffenen Stellen unverzüglich unter fließendem Wasser abzuwaschen. Falls nach erfolgtem Kontakt mit dem Tierarzneimittel Symptome wie Hautausschlag auftreten, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Symptome wie Anschwellen des Gesichts, der Lippen oder der Augenlider sowie Atemnot sind sehr schwerwiegend und bedürfen einer sofortigen ärztlichen Behandlung.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:

Nicht zutreffend.

Trächtigkeit:

Kann während der Trächtigkeit angewendet werden.

Untersuchungen an Labortieren ergaben keine Hinweise auf teratogene, fetotoxische oder maternotoxische Wirkungen. Da keine Studie an den Zieltierarten durchgeführt wurde, nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.

Laktation:

Das Tierarzneimittel ist zur Anwendung während der Laktation vorgesehen.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Bei gleichzeitiger Verabreichung von Antiphlogistika (insbesondere von Salicylaten) und Antipyretika kann die Nierenausscheidung des Penicillins verzögert werden.

Die bakterizid wirkenden Penicilline sollen nicht mit bakteriostatisch wirkenden Stoffen (z. B. Tetrazykline, Sulfonamide) kombiniert werden, weil dadurch die antibakterielle Wirksamkeit herabgesetzt wird.

Überdosierung:

Bei einer Überdosierung können Symptome auftreten, wie sie im Abschnitt Nebenwirkungen beschrieben wurden.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 16393

Packungsgrößen:

Faltkarton mit 10 Flaschen 5,235 g Pulver (entspr. 5 g Penethamathydrojodid) und 10 Flaschen à 15 ml Lösungsmittel.

Faltkarton mit 10 Flaschen à 10,470 g Pulver (entspr. 10 g Penethamathydrojodid) und 10 Flaschen à 30 ml Lösungsmittel.

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

03/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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