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Medikamente

INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde 2. ZUSAMMENSETZUNG Jeder ml enthält: Wirkstoff(e): D-Cloprostenol (als D-Cloprostenol Natrium) 75 Mikrogramm Sonstige Bestandteile: Chlorocresol 1,0 mg Klare, farblose Lösung ANWENDUNGSGEBIET(E) Rind: Brunstsynchronisation oder Brunstinduktion Geburtseinleitung Funktionsstörung der …

Wirkstoff(e)
Cloprostenol
Zulassungsinhaber
Vetpharma Animal Health S.L.
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QG02AD90

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde angewendet?

INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

2. ZUSAMMENSETZUNG  
Jeder ml enthält:  
Wirkstoff(e):  
D-Cloprostenol (als D-Cloprostenol Natrium) 75 Mikrogramm
Sonstige Bestandteile:  
Chlorocresol 1,0 mg

Klare, farblose Lösung

ANWENDUNGSGEBIET(E)

Rind:

  • Brunstsynchronisation oder Brunstinduktion
  • Geburtseinleitung
  • Funktionsstörung der Eierstöcke (persistierendes Corpus luteum, Luteinzysten)
  • Endometritis/Pyometra
  • Verzögerte Uterusinvolution
  • Aborteinleitung in der ersten Hälfte der Trächtigkeit
  • Ausstoßung von mumifizierten Früchten.

Schwein:

Einleitung der Geburt

Pferd:

Auslösung der Luteolyse bei Stuten mit einem funktionellen Corpus luteum.

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Was ist vor der Einnahme von INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde zu beachten?

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht bei trächtigen Tieren anwenden, sofern keine Geburtseinleitung oder Abortauslösung erwünscht ist.

Nicht intravenös anwenden.

Nicht bei Tieren anwenden, die an kardiovaskulären, gastrointestinalen oder an respiratorischen Krankheiten leiden.

Nicht anwenden bei Kühen und Sauen, bei denen mit Geburtsproblemen infolge unphysiologischer Lage der Föten oder mechanischer Hindernisse zu rechnen ist.

Wie wird INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde angewendet?

Intramuskuläre Anwendung.

Kühe:

2,0 ml des Tierarzneimittels/Tier intramuskulär (entspricht 150 Mikrogramm D-Cloprostenol/Tier) Brunstsynchronisation:

Das Tierarzneimittel wird im Abstand von 11 Tagen 2-mal verabreicht. Zwei künstliche Besamungen sind 72 und 96 Stunden nach der zweiten Injektion durchzuführen.

Brunstinduktion (auch bei Kühen mit schwacher oder stiller Brunst):

Nachdem das Vorhandensein eines Gelbkörpers festgestellt wurde (6.-18. Tag des Zyklus), wird das Tierarzneimittel verabreicht; die Brunst tritt in der Regel nach 48-60 Stunden ein. Die Besamung sollte 72-96 Stunden nach der Injektion stattfinden. Ist keine Brunst feststellbar,

muss die Anwendung 11 Tage nach der ersten Injektion wiederholt werden. Geburtseinleitung nach Tag 270 der Trächtigkeit:

Die Anwendung des Tierarzneimittels erfolgt nach Tag 270 der Trächtigkeit. Die Austreibung des Fötus erfolgt gewöhnlich innerhalb von 30-60 Stunden nach Verabreichung.

Funktionsstörung der Eierstöcke (persistierender Gelbkörper, Luteinzysten):

Wird ein persistierender Gelbkörper festgestellt, wird das Tierarzneimittel verabreicht. Anschließend wird während der ersten Brunst nach der Injektion eine Besamung durchgeführt. Ist keine Brunst feststellbar, sollte eine erneute gynäkologische Untersuchung durchgeführt und die Verabreichung 11 Tage nach der ersten Injektion wiederholt werden. Die Besamung muss immer 72-96 Stunden nach der Injektion durchgeführt werden.

Endometritis, Pyometra:

Es wird eine Dosis des Tierarzneimittels injiziert. Wenn nötig, wird die Behandlung nach 10 Tagen wiederholt.

Abortauslösung in der ersten Trächtigkeitshälfte (bis Tag 150 der Trächtigkeit): das Tierarzneimittel wird in der ersten Hälfte der Trächtigkeit verabreicht. Mumifizierte Frucht:

Es wird eine Dosis des Tierarzneimittels injiziert. Die Austreibung des Fötus erfolgt innerhalb von 3 - 4 Tagen nach Verabreichung des Tierarzneimittels.

Verzögerte Uterusinvolution:

Es wird eine Dosis des Tierarzneimittels verabreicht. Wenn nötig, können im Abstand von 24 Stunden ein oder zwei weitere Behandlungen stattfinden.

Sauen:

1 ml des Tierarzneimittels/Tier, entsprechend 75 Mikrogramm D-Cloprostenol/Tier intramuskulär, nicht vor dem 114. Tag der Trächtigkeit.

Die Behandlung nach 6 Stunden wiederholen. Alternativ kann 20 Stunden nach der initialen Dosis eine das Myometrium stimulierende Substanz (Oxytocin oder Carazolol) verabreicht werden.

Nach zweimaliger Verabreichung findet bei etwa 70-80% der behandelten Tiere die Geburt 20 bis 30 Stunden nach der ersten Verabreichung statt.

Stuten:

Auslösung der Luteolyse bei Stuten mit einem funktionellen Corpus lutuem:

1 ml des Tierarzneimittels/Tier, entsprechend 75 Mikrogramm D-Cloprostenol/Tier.

9. HINWEISE FÜR DIE RICHTIGE ANWENDUNG

10. WARTEZEITEN

Rind    
Essbare Gewebe: Tage
Milch: Stunden
Schwein    
Essbare Gewebe: Tag
Pferd    
Essbare Gewebe: Tage
Milch: Stunden

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Welche Nebenwirkungen hat INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde?

Rinder (Kühe):

Unbestimmte Häufigkeit (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):

Infektionen an der Injektionsstelle (Schwellung, Krepitation) 1

Nachgeburtsverhaltungen 2

1 Wenn anaerobe Bakterien in das Gewebe an der Injektionsstelle eindringen.

2 Die Inzidenz kann erhöht sein, wenn das Tierarzneimittel bei Kühen zur Geburtseinleitung eingesetzt wird, abhängig vom Zeitpunkt der Behandlung in Bezug auf die Dauer der Trächtigkeit.

Schweine (Sauen):

Unbestimmte Häufigkeit (kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):

Verhaltensänderungen 1

1 Ähnlich den Verhaltensänderungen, die mit dem natürlichen Abferkeln einhergehen und in der Regel innerhalb einer Stunde abklingen.

Pferde (Stuten):

Keine bekannt.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.

Die Flasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und Umkarton angegebenen Verfalldatum nach dem „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des

Monats.

Haltbarkeit nach erstmaligem Anbruch des Behältnisses: 28 Tage

Weitere Informationen zu INDUPART 75 Mikrogramm/ml Injektionslösung für Rinder, Schweine und Pferde

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Nach Geburtseinleitung oder Abortauslösung können vermehrt Komplikationen, Nachgeburtsverhaltung, Tod des Fötus und Metritis auftreten.

Zur Verringerung der Gefahr einer Infektion mit anaeroben Keimen, die möglicherweise mit der pharmakologischen Wirkung von Prostaglandinen zusammenhängt, soll die Injektion in verschmutzte Hautbereiche vermieden werden. Vor der Verabreichung ist die Injektionsstelle sorgfältig zu reinigen und zu desinfizieren.

Im Falle der Brunstinduktion bei Kühen: ab dem 2. Tag nach der Injektion ist auf Anzeichen von Brunstsymptomen zu achten.

Die Geburtseinleitung bei Sauen vor dem 114. Trächtigkeitstag kann die Lebensfähigkeit der Ferkel beeinträchtigen und den Einsatz von Geburtshilflichen Maßnahmen erfordern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

d-Cloprostenol kann, wie alle Fα-Prostaglandine, über die Haut resorbiert werden und Bronchospasmus oder eine Fehlgeburt auslösen.

Der direkte Kontakt mit der Haut oder den Schleimhäuten des Anwenders sollte vermieden werden. Schwangere Frauen, Frauen im gebärfähigen Alter, Asthmatiker und Personen mit Bronchialerkrankungen oder anderen Atemwegserkrankungen müssen jeglichen Kontakt vermeiden oder bei der Verabreichung des Tierarzneimittels Einweg-Plastikhandschuhe tragen.

Das Tierarzneimittel muss vorsichtig gehandhabt werden, um eine versehentliche Selbstinjektion oder Hautkontakt zu vermeiden.

Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Bei Atembeschwerden, die durch versehentliches Einatmen oder Selbstinjektion verursacht werden, ist unverzüglich ein Arzt aufzusuchen.

Bei versehentlichem Hautkontakt ist die betroffene Stelle sofort mit Wasser und Seife zu waschen. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen.

Trächtigkeit:

Nicht anwenden (während der gesamten oder eines Teils der Trächtigkeit), außer es ist gewünscht, die Geburt einzuleiten oder die Trächtigkeit therapeutisch abzubrechen, da die Anwendung bei trächtigen Tieren einen Abort verursacht.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Das Tierarzneimittel nicht zusammen mit nicht-steroidalen Entzündungshemmern verabreichen, da diese die endogene Prostaglandinsynthese hemmen.

Die Wirkung anderer Wehenmittel kann nach Anwendung von Cloprostenol verstärkt sein.

Überdosierung:

Nach Verabreichung der 10-fachen therapeutischen Dosis sind bei Kühen und Sauen keine Nebenwirkungen festgestellt worden. Im Allgemeinen können bei starker Überdosierung folgende Symptome auftreten: Erhöhung von Puls- und Atemfrequenz, Bronchokonstriktion,

Erhöhung der Körpertemperatur, vermehrtes Absetzen von Kot und Urin, Salivation und Erbrechen. Da kein spezifisches Gegenmittel bekannt ist, ist im Fall einer Überdosierung eine symptomatische Behandlung angezeigt.

Eine Überdosierung beschleunigt nicht die Rückbildung des Gelbkörpers.

Nach Verabreichung der 3-fachen therapeutischen Dosis können bei Stuten vermehrtes Schwitzen und vorübergehender Durchfall auftreten.

Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen: Nicht zutreffend.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

05/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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