Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels HydroDoxx 500 mg/g Pulver zum Eingeben über das Trinkwasser für Huhn und Schwein Anwendungsgebiete Huhn (zur Fleischproduktion): Zur Behandlung und Metaphylaxe chronischer Atemwegserkrankungen (CRD = Chronic Respiratory Disease), hervorgerufen durch Mycoplasma gallisepticum, die gegen Doxycyclin-empfindlich sind.
- Wirkstoff(e)
- Doxycyclin
- Zulassungsinhaber
- Huvepharma NV
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QJ01AA02
- Anwendungsgebiete
- Borreliose (Syn.: Lyme-Disease, Lyme-Borreliose)
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird HydroDoxx 500 mg/g Pulver zum Eingeben über das Trinkwasser für Huhn und Schwein angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
HydroDoxx 500 mg/g Pulver zum Eingeben über das Trinkwasser für Huhn und Schwein
Anwendungsgebiete
Huhn (zur Fleischproduktion): Zur Behandlung und Metaphylaxe chronischer Atemwegserkrankungen (CRD = Chronic Respiratory Disease), hervorgerufen durch Mycoplasma gallisepticum, die gegen Doxycyclin-empfindlich sind.
Schwein (zur Fleischproduktion): Zur Behandlung und Metaphylaxe von klinischen Atemwegsinfektionen beim Schwein, die durch Doxycyclin-empfindliche Pasteurella multocida- Stämme hervorgerufen werden.
Das Vorliegen der Erkrankung in der Gruppe/Bestand muss vor der Anwendung des Tierarzneimittels nachgewiesen worden sein.
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Was ist vor der Einnahme von HydroDoxx 500 mg/g Pulver zum Eingeben über das Trinkwasser für Huhn und Schwein zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, andere Tetracycline oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nicht anwenden bei Tieren mit Leberfunktionsstörungen. Nicht anwenden bei Tieren mit Nierenfunktionsstörungen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
AT+BE: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird HydroDoxx 500 mg/g Pulver zum Eingeben über das Trinkwasser für Huhn und Schwein angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben über das Trinkwasser.
Huhn (zur Fleischproduktion): 20 mg Doxycyclin (entspricht 40 mg des Tierarzneimittels) pro kg Körpergewicht/Tag für 3 bis 5 Tage.
Schwein (zur Fleischproduktion): 10 mg Doxycyclin (entspricht 20 mg des Tierarzneimittels) pro kg Körpergewicht/Tag für 5 Tage.
Folgende Dosieranweisung soll beachtet werden:
Um eine genaue Dosierung zu gewährleisten, muss das Körpergewicht und der tägliche Trinkwasserverbrauch der Tiere berücksichtigt werden. Die Trinkwasseraufnahme ist dabei abhängig von verschiedenen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand, Rasse und Tierhaltung. Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Auf der Grundlage der empfohlenen Dosis sowie der Anzahl und des Gewichts der zu behandelnden Tiere sollte die genaue zu verabreichende Tagesmenge des Tierarzneimittels nach der folgenden Formel berechnet werden:
| …… mg Tierarzneimittel / | Durchschnittliches | |
| Körpergewicht (kg) | = …..mg Tierarzneimittel | |
| kg Körpergewicht / Tag | x der zu behandelnden Tiere | |
| Durchschnittliche Trinkwasseraufnahme (l /proTier) | pro Liter Trinkwasser |
Die Aufnahme des mit dem Tierarzneimittel versetzten Wassers richtet sich nach dem klinischen Zustand der Tiere. Um die korrekte Dosierung zu erhalten, muss die Konzentration von Doxycyclin gegebenenfalls entsprechend angepasst werden. Das Tierarzneimittel nicht in Konzentrationen unter 0,23 g/l verwenden, wenn der pH-Wert des Trinkwassers größer oder gleich 7,5 ist, um eine Präzipitation zu vermeiden.
Hinweise für die richtige Anwendung
Um eine gleichmäßige und hinreichende Wasseraufnahme für alle Tiere zu gewährleisten, ist ein ausreichendes Tränkeplatzangebot bzw. Zugang zum Wasserversorgungssystem sicherzustellen. Während der Behandlungsdauer sollten keine anderen Trinkwasserquellen zur Verfügung stehen.
Es wird empfohlen, ein entsprechend kalibriertes Messgerät zu verwenden.
Die tägliche Menge muss dem Trinkwasser so zugefügt werden, dass das gesamte Tierarzneimittel innerhalb von 24 Stunden aufgenommen wird. Mit dem Tierarzneimittel versetztes Wasser soll alle 24 Stunden frisch zubereitet werden. Es wird empfohlen, eine konzentrierte Vorlösung zuzubereiten – ungefähr 100 g Tierarzneimittel pro Liter Trinkwasser – und dies, wenn nötig, bis zu therapeutischen Konzentrationen zu verdünnen. Alternativ kann die konzentrierte Lösung in einem proportionalen Wasserdosierer genutzt werden.
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Welche Nebenwirkungen hat HydroDoxx 500 mg/g Pulver zum Eingeben über das Trinkwasser für Huhn und Schwein?
Huhn (zur Fleischproduktion) und Schwein (zur Fleischproduktion):
| Unbestimmte Häufigkeit (kann auf | Allergische Reaktion* | |
| Basis der verfügbaren Daten nicht | Photosensibilität* (Lichtempfindlichkeit) | |
| geschätzt werden): | ||
*Bei Verdacht auf Nebenwirkungen sollte die Behandlung abgebrochen werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das
Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT/Österreich:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
BE: adversedrugreactions_vet@fagg-afmps.be
Wie ist HydroDoxx 500 mg/g Pulver zum Eingeben über das Trinkwasser für Huhn und Schwein aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: sofort verbrauchen.
Haltbarkeit nach Auflösen gemäß den Anweisungen: 24 Stunden
Weitere Informationen zu HydroDoxx 500 mg/g Pulver zum Eingeben über das Trinkwasser für Huhn und Schwein
Zusammensetzung
Jedes g enthält:
Wirkstoffe:
Doxycyclin 500 mg (entsprechend 577 mg Doxycyclinhyclat)
Gelbes Pulver.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Die Aufnahme des mit Tierarzneimittel versetzten Trinkwassers kann aufgrund der Krankheit verringert sein. Bei unzureichender Aufnahme von Trinkwasser sind die Tiere parenteral zu behandeln.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Der Einsatz des Tierarzneimittels sollte auf einer Identifizierung und Empfindlichkeitsprüfung des/der Zielerregers/Zielerreger basieren. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Anwendung auf epidemiologischen Informationen und Kenntnissen zur Empfindlichkeit der Zielerreger auf Bestandsebene oder auf lokaler/regionaler Ebene beruhen. Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen, nationalen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen.
Da eine Eradikation der verursachenden Erreger unter Umständen nicht erreicht werden kann, sollte die Medikation deshalb mit guten Managementpraktiken, z.B. guter Hygiene, angemessener Lüftung, Vermeidung von Überbelegung, verbunden sein.
Unterdosierung bzw. ungenügende Dauer der Anwendung werden als die Resistenz fördernd angenommen und sollten vermieden werden.
Die Anwendung in oxidierten Trinkwasseranlagen ist zu vermeiden.
Die unsachgemäße Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Doxycyclin-resistenten Bakterien erhöhen und die Effektivität einer Behandlung mit anderen Tetracyclinen wegen potentieller Kreuzresistenzen vermindern.
Das Tierarzneimittel nicht in Konzentrationen unter 0,23 g/l verwenden, wenn der pH-Wert des Trinkwassers größer oder gleich 7,5 ist, um eine Präzipitation zu vermeiden.
Dem mit Tierarzneimittel versetzten Trinkwasser darf keine Säure zugesetzt werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Tetracycline sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Während der Herstellung und Verabreichung des mit Tierarzneimittel versetzten Trinkwassers sollten der Hautkontakt mit dem Tierarzneimittel und die Inhalation von Staubpartikeln vermieden werden.
Es sind geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um beim Einarbeiten des Pulvers ins Wasser Staubbildung zu verhindern.
Beim Umgang mit dem Tierarzneimittel sind direkter Kontakt mit Haut und Augen zu vermeiden, um das Auslösen möglicher Überempfindlichkeitsreaktionen sowie Kontaktdermatitis zu verhindern.
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus undurchlässigen Handschuhen (z.B. aus Gummi oder Latex) und eine geeignete Staubmaske (entweder eine Einweg-Halbmaske gemäß der europäischen Norm EN 149 oder ein nicht wiederverwendbarer Atemschutz gemäß der europäischen Norm EN 140 mit einem Filter nach EN 143) tragen.
Bei versehentlichem Kontakt mit Augen oder bei Hautexposition die betroffenen Areale sofort gründlich mit reichlich Wasser spülen. Wenn eine Irritation auftritt, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Hände und kontaminierte Haut sofort nach Umgang mit dem Tierarzneimittel waschen.
Falls Symptome wie Hautrötung nach einem Kontakt auftreten, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Schwellungen des Gesichtes, der Lippen oder Augenlider sowie Probleme bei der Atmung sind ernsthafte Symptome, die einer sofortigen medizinischen Behandlung bedürfen.
Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht rauchen, essen oder trinken.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation wird nicht empfohlen.
Legegeflügel:
Nicht anwenden bei Legegeflügel und innerhalb von 4 Wochen vor Beginn der Legeperiode.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Nicht gleichzeitig mit bakteriziden Antibiotika (z. B. Penicillinen, Aminoglykosiden) anwenden.
Die Resorption von Doxycyclin kann bei Vorkommen einer großen Anzahl von polyvalenten Kationen wie Ca²+, Mg²+, Al3+ und Fe³+ im Futter vermindert sein. Nicht zusammen mit Antazida, Kaolinen und Eisenpräparaten anwenden.
Bei der Verabreichung von anderen Arzneimitteln, die polyvalente Kationen enthalten, sollte der Abstand zwischen den jeweiligen Einnahmen 1-2 Stunden betragen, da diese die Resorption von Tetracyclinen beeinträchtigen.
Doxycyclin verstärkt die Wirkung von Antikoagulantien.
Überdosierung:
Nach Gabe von 40 mg/kg Körpergewicht an Schweine (zur Fleischproduktion) und 80 mg/kg Körpergewicht an Hühner (zur Fleischproduktion), d.h. jeweils das Vierfache der therapeutischen Dosis, über eine Behandlungsdauer von 5 Tagen wurden keine unerwünschten Nebenwirkungen beobachtet.
Im Fall einer Überdosierung sollte das Tierarzneimittel abgesetzt werden und, falls erforderlich, eine angemessene symptomatische Behandlung eingeleitet werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Die Löslichkeit des Tierarzneimittels ist pH-abhängig; in alkalischer Lösung kommt es zu einer Ausfällung des Wirkstoffes.
Das Trinkwasser darf nicht in Metallbehältern gelagert werden.
Es liegen keine Informationen über mögliche Wechselwirkungen oder Inkompatibilitäten dieses Tierarzneimittels bei oraler Verabreichung über das Trinkwasser, welches biozide Produkte, Futterzusätze oder andere Substanzen zur Anwendung über das Trinkwasser enthält, vor.
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
DE: 401163.00.00
AT: Z.Nr.: 8-00807
BE: BE-V379373
Packungsgrößen:
Beutel mit 400 g.
Beutel mit 1 kg.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
01/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


