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Medikamente

Engemycin 100 mg/ml - Injektionslösung für Rinder und Schweine

Engemycin 100 mg/ml - Injektionslösung für Rinder und Schweine
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Engemycin 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine Anwendungsgebiete Zur Behandlung bakteriell bedingter Atemwegserkrankungen beim Rind assoziiert mit gegenüber Oxytetracyclin empfindlichen: Histophilus somni Mannheimia haemolytica Pasteurella multocida Zur Behandlung bakteriell bedingter Atemwegserkrankungen beim …

Zulassungsinhaber
Intervet GesmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QJ01AA06

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Engemycin 100 mg/ml - Injektionslösung für Rinder und Schweine angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Engemycin 100 mg/ml Injektionslösung für Rinder und Schweine

Anwendungsgebiete

Zur Behandlung bakteriell bedingter Atemwegserkrankungen beim Rind assoziiert mit gegenüber Oxytetracyclin empfindlichen:

Histophilus somni Mannheimia haemolytica Pasteurella multocida

Zur Behandlung bakteriell bedingter Atemwegserkrankungen beim Schwein assoziiert mit gegenüber Oxytetracyclin empfindlichen:

Bordetella bronchiseptica Haemophilus parasuis Pasteurella multocida

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Was ist vor der Einnahme von Engemycin 100 mg/ml - Injektionslösung für Rinder und Schweine zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.

Nicht anwenden bei Infektionen mit Tetracyclin-resistenten Erregern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Wie wird Engemycin 100 mg/ml - Injektionslösung für Rinder und Schweine angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Zur intramuskulären Anwendung bei Rind und Schwein.

Empfohlen wird die zweimalige Verabreichung von 10 bis 20 mg Oxytetracyclin/kg KGW im Abstand von 48 h (2 Applikationen gesamt):

Rind 500 kg 50 ml i.m.(10 mg/kg)
Kalb 100 kg 20 ml i.m.(20 mg/kg)
Schwein 100 kg 10 ml i.m.(10 mg/kg)
Läufer 25 kg 5 ml i.m.(20 mg/kg)
Ferkel 5 kg 1 ml i.m.(20 mg/kg)

Maximal zu applizierende Injektionsvolumina pro Injektionsstelle intramuskulär: Rind: 20 ml

Schwein, Kalb: 10 ml Ferkel: 1 ml

Hinweise für die richtige Anwendung

Wiederholungsbehandlungen sollten jeweils an einer anderen Injektionsstelle erfolgen. Sollte 3 Tage nach Behandlungsbeginn keine deutliche Besserung eingetreten sein, ist die Diagnose zu überprüfen und gegebenenfalls eine Therapieumstellung erforderlich.

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Wie ist Engemycin 100 mg/ml - Injektionslösung für Rinder und Schweine aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Nicht über 25 °C lagern. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Haltbarkeit nach erstmaligem Öffnen des Behältnisses: 28 Tage.

Das Datum der ersten Entnahme ist auf dem Etikett der Durchstechflasche einzutragen.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis bzw. dem Karton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.

Weitere Informationen zu Engemycin 100 mg/ml - Injektionslösung für Rinder und Schweine

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:

Wirkstoff:

Oxytetracyclin (als Oxytetracyclinhydrochlorid) 100 mg

Sonstige Bestandteile:

Natriumhydroxymethansulfinat 5 mg
Povidon 250 mg
     
3. Zieltierart(en)  

Rind, Schwein

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Bei gestörtem Flüssigkeitshaushalt ist die Gefahr einer Nierenfunktionsstörung erhöht.

Bei Vorliegen renaler Ausscheidungsstörungen kann es nach mehrmaliger Anwendung zur fettigen Leberdegeneration kommen. Bei längerer Verabreichung ist mit einer Superinfektion mit resistenten Keimen (z.B. E. coli oder Sprosspilzen) zu rechnen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Wegen des Vorliegens hoher Resistenzraten gegenüber Tetrazyklinen sollte die Anwendung auf der Identifizierung und Empfindlichkeitsprüfung der Zielerreger basieren. Bei der Anwendung des

Tierarzneimittels sind die amtlichen, nationalen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen.

Die Anwendung hat streng gewichtsbezogen zu erfolgen. Nicht mehr als 20 ml (Rind) bzw. 10 ml (Kalb, Schwein) und beim Ferkel nicht mehr als 1 ml pro Injektionsstelle verabreichen. Intramuskuläre Wiederholungsbehandlungen sollten jeweils an einer anderen Injektionsstelle erfolgen.

Die unsachgemäße Anwendung des Tierarzneimittels kann das Auftreten von Oxytetracyclin-resistenten Bakterien erhöhen und die Wirksamkeit einer Behandlung mit anderen Tetrazyklinen aber auch mit antimikrobiell wirksamen Stoffen anderer Substanzklassen vermindern.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Der direkte Kontakt des Tierarzneimittels mit der Haut oder den Schleimhäuten des Anwenders ist wegen der Gefahr einer Sensibilisierung zu vermeiden. Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Tetrazyklinen sollte der Umgang mit dem Tierarzneimittel vermieden werden. Im Falle einer versehentlichen Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Anwendung im letzten Drittel der Trächtigkeit kann zu Zahnverfärbungen und Störungen der Kalzifizierung führen, ein Einsatz bei trächtigen oder laktierenden Tieren wird daher nicht empfohlen.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen: Die Wirkung von Antikoagulantien wird verstärkt.

Die bakteriostatisch wirkenden Tetrazykline dürfen nicht mit bakterizid wirkenden Antibiotika oder Chemotherapeutika z. B. Penicillinen, kombiniert werden, weil dadurch die antimikrobielle Wirksamkeit beeinträchtigt werden kann. Präparate mit polyvalenten Kationen wie Calcium, Magnesium und Eisen dürfen mit Tetrazyklinen nicht vermischt und nicht gleichzeitig verabreicht werden (Chelatbildung, verminderte Resorption).

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

7. Nebenwirkungen  
   
Selten Überempfindlichkeitsreaktion1, Anaphylaxie1, 2;
(1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte  
Tiere)  
     
    Entzündungsreaktion an der Injektionsstelle,
Sehr selten Sensibilitätsstörung an der Injektionsstelle;
Zahnverfärbungen3;
(< 1 Tier / 10.000 behandelte Tiere,
Photosensibilisierung4
einschließlich Einzelfallberichte)
Leberschädigung5;
   
    Nierenfunktionsstörung6

1 Das Tierarzneimittel sollte abgesetzt werden und ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Geeignete Behandlungen (z.B. Glukokortikoide, Antihistaminika, kreislaufstützende Mittel) sind einzuleiten. 2 Kann aufgrund des Gehalts an Polyvinylpyrrolidon (Povidon) bei Rindern auftreten.

3 Im Wachstumsalter nur nach strenger Indikationsstellung durch einen Tierarzt anwenden, da Oxytetracyclin die Kalzifizierung hemmt. Es besteht ein hohes Risiko für braun-gelbe Zahnverfärbungen.

4 Photodermatitis kann durch intensive Lichteinwirkung bei geringer Hautpigmentierung während der Therapie entstehen.

5 Oxytetracyclin kann Leberschädigungen verursachen.

6 Bei gestörtem Flüssigkeitshaushalt ist das Risiko einer Nierenfunktionsstörung erhöht.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at Website: https://www.basg.gv.at/

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z. Nr.: 8-00201

100 ml

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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