Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Eficur 50 mg/ml Injektionssuspension für Schweine und Rinder Ceftiofur ANWENDUNGSGEBIET(E) Infektionen mit Bakterien, die gegenüber Ceftiofur empfindlich sind: Schweine: - Zur Behandlung von bakteriellen Atemwegserkrankungen, die durch, Actinobacillus pleuropneumoniae, Pasteurella multocida oder Streptococcus suis verursacht werden.
- Zulassungsinhaber
- Laboratorios Hipra S.A.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD-AB (Abgabe ist im Rahmen des TGD nur auf Basis besonderer veterinärmedizinischer Erfordernisse gestattet und der Einsatz ist durch geeignete obje
- ATC Code
- QJ01DD90
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird EFICUR 50 mg/ml Injektionssuspension für Schweine und Rinder angewendet?
Eficur 50 mg/ml Injektionssuspension für Schweine und Rinder
Ceftiofur
ANWENDUNGSGEBIET(E)
Infektionen mit Bakterien, die gegenüber Ceftiofur empfindlich sind:
Schweine:
- Zur Behandlung von bakteriellen Atemwegserkrankungen, die durch, Actinobacillus pleuropneumoniae, Pasteurella multocida oder Streptococcus suis verursacht werden.
Rinder:
- Zur Behandlung von bakteriellen Atemwegserkrankungen, die durch Histophilus somni, Mannheimia haemolytica oderPasteurella multocida verursacht werden.
- Zur Behandlung der akuten interdigitalen Nekrobazillose (Zwischenklauennekrose, Panaritium), die durch Bacteroides melaninogenicus (Porphyromonas asaccharolytica) oder Fusobacterium necrophorum verursacht wird.
- Zur Behandlung der bakteriellen Komponente der akuten post-partalen (puerperalen) Metritis innerhalb von 10 Tagen nach dem Abkalben, verursacht durch Arcanobacterium pyogenes, Escherichia coli, oder Fusobacterium necrophorum. (Das Anwendungsgebiet ist auf Fälle beschränkt, bei denen die Behandlung mit einem anderen Antibiotikum erfolglos war.)
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Was ist vor der Einnahme von EFICUR 50 mg/ml Injektionssuspension für Schweine und Rinder zu beachten?
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder andere β-Laktamantibiotika.
Nicht intravenös injizieren.
Nicht anwenden bei Geflügel (einschließlich Eiern), da die Gefahr der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen auf Menschen besteht.
Wie wird EFICUR 50 mg/ml Injektionssuspension für Schweine und Rinder angewendet?
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Schweine:
Intramuskuläre Anwendung.
3 mg Ceftiofur/kg Körpergewicht/Tag an 3 Tagen durch intramuskuläre Injektion, entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 16 kg Körpergewicht /Tag.
Rinder:
Subkutane Anwendung.
Behandlung von respiratorischen Erkrankungen: 1 mg Ceftiofur/kg Körpergewicht /Tag an 3 bis 5 Tagen durch subkutane Injektion, entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg Körpergewicht /Tag.
Behandlung der akuten interdigitalen Nekrobazillose: 1 mg Ceftiofur/kg Körpergewicht/Tag an 3 Tagen durch subkutane Injektion, entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg Körpergewicht/Tag.
Akute post-partale Metritis innerhalb von 10 Tagen nach dem Abkalben: 1 mg Ceftiofur/kg Körpergewicht/Tag an 5 aufeinander folgenden Tagen durch subkutane Injektion, entsprechend 1 ml des Tierarzneimittels pro 50 kg Körpergewicht/Tag. Das Anwendungsgebiet ist auf Fälle beschränkt, bei denen die Behandlung mit einem anderen Antibiotikum erfolglos war.
Aufeinander folgende Injektionen sind an unterschiedlichen Injektionsstellen zu verabreichen.
Im Falle der akuten post-partalen Metritis kann eine zusätzliche unterstützende Therapie erforderlich sein.
Die Flasche vor der Anwendung gut schütteln, um das Tierarzneimittel wieder in eine Suspension zu überführen. Bei 250-ml-Glasflaschen vor dem Schütteln die Schutzkappe entfernen. Durch unregelmäßige Färbungen des Flaschenglases kann es schwierig werden zu erkennen, wenn die Suspension fertig hergestellt ist. Vergewissern Sie sich nach dem Schütteln, ob das Tierarzneimittel vollständig suspendiert ist. Vergewissern Sie sich nach dem Schütteln, ob Pulverreste am Boden sichtbar sind, indem Sie die Flasche umdrehen und den Inhalt durch den Flaschenboden überprüfen. Bei sichtbarem Wachstum oder Verfärbung ist das Tierarzneimittel nicht mehr zu verwenden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
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Welche Nebenwirkungen hat EFICUR 50 mg/ml Injektionssuspension für Schweine und Rinder?
Rind:
| Sehr selten | Reaktion an der Injektionsstelle1 (z. B. Ödem (Schwellung), |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere): | Verfärbung2) |
| Überempfindlichkeitsreaktion3, allergische Reaktion (z. B. | |
| allergische Reaktion der Haut, Anaphylaxie (Schwere | |
| allergische Reaktion)) |
1 Leichte Entzündungsreaktionen. Bei den meisten Tieren kommt es innerhalb von 10 Tagen nach der Injektion zu einer klinischen Rückbildung, leichte Gewebeverfärbungen können jedoch 28 Tage oder länger anhalten.
2 Des subkutanen Gewebes und / oder der Faszienoberfläche des Muskels. 3 Unabhängig von der Dosis.
Schwein:
| Sehr selten | Reaktion an der Injektionsstelle1 (z. B. Verfärbung2) |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere): | Überempfindlichkeitsreaktion3, allergische Reaktion (z. B. |
| allergische Reaktion der Haut, Anaphylaxie (Schwere | |
| allergische Reaktion)) |
1 Leichte Reaktionen, bis zu 20 Tage nach der Injektion. 2 Der Faszien oder des Fettgewebes.
3 Unabhängig von der Dosis.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E Mail (uaw@bvl.bund.de)
angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
AT:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 Wien, Österreich E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at
Wie ist EFICUR 50 mg/ml Injektionssuspension für Schweine und Rinder aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Glas- und PET-Flaschen
Nicht über 25ºC lagern.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren.
PET-Flaschen
Bewahren Sie die PET-Flaschen zum Schutz vor Licht im Umkarton auf.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach Exp. nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/ Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage
Nach dem erstmaligen Öffnen des Behältnisses ist mithilfe des in der Packungsbeilage aufgeführten Haltbarkeitsdatums das Datum zu ermitteln, an dem sämtliche im Behältnis verbliebene Reste zu verwerfen sind. Dieses Entsorgungsdatum ist in das vorgesehene Feld auf dem Etikett zu notieren.
Weitere Informationen zu EFICUR 50 mg/ml Injektionssuspension für Schweine und Rinder
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Sollte eine allergische Reaktion auftreten, ist die Behandlung abzubrechen.
Ceftiofur selektiert auf resistente Stämme wie z. B. Bakterien, die Extended-Spectrum-Betalaktamasen (ESBL) tragen, und kann eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen, wenn diese Stämme auf Menschen übertragen werden, z. B. über Lebensmittel.
Ceftiofur sollte nur bei Einzeltieren angewendet werden. Ceftiofur darf nicht zur Krankheitsprophylaxe oder als Teil einer Strategie zur Gesundhaltung der Herdeangewendet werden. Die Behandlung von Gruppen von Tieren sollte streng auf grassierende Krankheitsausbrüche gemäß den genehmigten Anwendungsbedingungen beschränkt werden. (siehe Abschnitt Anwendungsgebiete)
Die Anwendung des Tierarzneimittels kann aufgrund der Verbreitung von Antibiotikaresistenzen
ein Risiko für die öffentliche Gesundheit darstellen.
Ceftiofur sollte der Behandlung klinischer Erkrankungen vorbehalten bleiben, die auf eine Erstlinientherapie unzureichend angesprochen haben bzw. bei denen mit einem unzureichenden Ansprechen zu rechnen ist. Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen, nationalen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen.
Eine vermehrte Anwendung, insbesondere eine von den Vorgaben abweichende Anwendung des Tierarzneimittels, kann die Prävalenz von Resistenzen erhöhen. Ceftiofur sollte möglichst nur nach erfolgter Empfindlichkeitsprüfung angewendet werden.
Darf nicht zur Prophylaxe bei Plazentaretention angewendet werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Penicilline und Cephalosporine können nach Injektion, Inhalation oraler Aufnahme oder Hautkontakt zu Überempfindlichkeitsreaktionen (Allergien) führen. Bei Penicillin-Überempfindlichkeit ist eine Kreuzreaktion gegen Cephalosporine und umgekehrt möglich. Gelegentlich kann es zu schwerwiegenden allergischen Reaktionen kommen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Penicillin oder Cephalosporine sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Wenn bei versehentlicher Selbstverabreichung oder nach Exposition Symptome wie Hautausschlag auftreten, ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Symptome wie Anschwellen des Gesichts, der Lippen oder Augenlider bzw. Atembeschwerden sind ernst zu nehmen und bedürfen einer sofortigen ärztlichen Versorgung.
Trächtigkeit:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit ist nicht belegt. Laboruntersuchungen an Tieren ergaben keine Hinweise auf teratogene, fetotoxische oder maternotoxische Wirkungen. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Die bakteriziden Eigenschaften von β–Laktamen werden durch die gleichzeitige Anwendung bakteriostatischer Antibiotika (Makrolide, Sulfonamide und Tetracycline) aufgehoben.
Überdosierung:
Die geringe Toxizität von Ceftiofur wurde beim Schwein in einem Versuch nachgewiesen, in dem den Tieren an 15 aufeinander folgenden Tagen Ceftiofur-Natrium in achtfacher Überdosierung intramuskulär verabreicht wurde. Beim Rind ergaben parenteral applizierte beträchtliche Überdosierungen keine Anzeichen einer systemischen Toxizität.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


