Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Dormostop 5 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen Anwendungsgebiete Aufhebung der sedierenden Wirkungen von Medetomidin und Dexmedetomidin.
- Zulassungsinhaber
- Alfasan Nederland B.V.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QV03AB90
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Dormostop 5 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Dormostop 5 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen
Anwendungsgebiete
Aufhebung der sedierenden Wirkungen von Medetomidin und Dexmedetomidin.
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Was ist vor der Einnahme von Dormostop 5 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Tieren mit Leber- oder Nierenerkrankungen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Dormostop 5 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zur einmaligen intramuskulären Anwendung.
Atipamezolhydrochlorid wird 15–60 Minuten nach Medetomidin oder Dexmedetomidin-hydrochlorid verabreicht.
Hunde: Die intramuskuläre Atipamezolhydrochlorid-Dosis [in µg] beträgt das Fünffache der vorherigen Medetomidinhydrochlorid-Dosis oder das Zehnfache der Dexmedetomidinhydrochlorid- Dosis. Aufgrund der fünffach höheren Konzentration des Wirkstoffs (Atipamezolhydrochlorid) in diesem Tierarzneimittel im Vergleich zu Tierarzneimitteln, die 1 mg Medetomidinhydrochlorid pro ml enthalten, und der zehnfach höheren Konzentration im Vergleich zu Tierarzneimitteln, die 0,5 mg Dexmedetomidinhydrochlorid enthalten, ist von jedem Tierarzneimittel die gleiche Menge erforderlich.
Die Konzentration von Atipamezolhydrochlorid im Tierarzneimittel ist 50-mal höher als die von Tierarzneimitteln, die 0,1 mg/ml Dexmedetomidinhydrochlorid enthalten, so dass die erforderliche Menge des Tierarzneimittels fünfmal niedriger ist als die der Lösung von Dexmedetomidinhydrochlorid.
Dosierungsbeispiel Hunde:
| Dosis | Dosis | Dosis | Dosis |
| Medetomidin-HCl | Dexmedetomidin-HCl | Dexmedetomidin-HCl | Atipamezol-HCl |
| 1 mg/ml | 0,5 mg/ml | 0,1 mg/ml | 5 mg/ml |
| 40 µg/kg | 20 µg/kg | 20 µg/kg | 200 μg/kg |
| = 0,04 ml/kg | = 0,04 ml/kg | = 0,2 ml/kg | = 0,04 ml/kg |
Katzen: Die intramuskuläre Atipamezolhydrochlorid-Dosis [in µg] ist zweieinhalbmal so hoch wie die vorherige Medetomidinhydrochlorid-Dosis oder fünfmal so hoch wie die Dexmedetomidinhydrochlorid-Dosis.
Aufgrund der fünffach höheren Konzentration des Wirkstoffs (Atipamezolhydrochlorid) in diesem Tierarzneimittel im Vergleich zu Tierarzneimitteln, die 1 mg Medetomidinhydrochlorid pro ml enthalten, und der zehnfach höheren Konzentration im Vergleich zu Tierarzneimitteln, die 0,5 mg Dexmedetomidinhydrochlorid enthalten, sollte die Hälfte der Menge des Tierarzneimittels im Vergleich zu dem zuvor verabreichten Medetomidin oder Dexmedetomidin gegeben werden.
Die Konzentration von Atipamezolhydrochlorid im Tierarzneimittel ist 50-mal höher als die von Tierarzneimitteln, die 0,1 mg/ml Dexmedetomidinhydrochlorid enthalten, so dass die erforderliche Menge des Tierarzneimittels zehnmal niedriger ist als die der Lösung von Dexmedetomidinhydrochlorid.
Dosierungsbeispiel Katzen:
| Dosis | Dosis | Dosis | Dosis |
| Medetomidin-HCl | Dexmedetomidin-HCl | Dexmedetomidin-HCl | Atipamezol-HCl |
| 1 mg/ml | 0,5 mg/ml | 0,1 mg/ml | 5 mg/ml |
| 80 µg/kg | 40 µg/kg | 40 µg/kg | 200 μg/kg |
| = 0,08 ml/kg | = 0,08 ml/kg | = 0,4 ml/kg | = 0,04 ml/kg |
Die Erholungszeit wird auf ungefähr 5 Minuten verkürzt. Die Tiere werden etwa 10 Minuten nach Verabreichung des Tierarzneimittels wieder bewegungsfähig.
Hinweise für die richtige Anwendung
Die Höchstmenge von 1 ml pro Injektionsstelle soll nicht überschritten werden. Die zu verabreichende Dosis sollte nach Möglichkeit auf 2 Injektionsstellen verteilt werden.
Die Stopfen sollten nicht mehr als 30 Mal durchstochen werden.
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Wie ist Dormostop 5 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich. Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett/Karton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Dormostop 5 mg/ml Injektionslösung für Hunde und Katzen
Zusammensetzung
Jeder ml enthält:
Wirkstoff:
Atipamezol 4,27 mg (entsprechend 5,0 mg Atipamezolhydrochlorid)
Sonstige Bestandteile:
Methyl-4-hydroxybenzoat (E218) 1 mg
Klare, farblose Lösung, praktisch frei von Partikeln
Besondere Warnhinweise
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Nach der Anwendung des Tierarzneimittels sollen die Tiere an einem ruhigen Ort verbleiben. Atipamezol hebt alle Wirkungen von (Dex)Medetomidin auf, d. h. die sedierenden, analgetischen und kardiovaskulären Wirkungen, wodurch es zu einem vorübergehenden Anstieg der Herzfrequenz kommen kann.
Falls noch andere Sedativa als (Dex)Medetomidin verabreicht werden, ist zu berücksichtigen, dass die Wirkung dieser anderen Substanzen nach Aufhebung der (Dex)Medetomidin-Wirkung weiter anhalten kann.
Atipamezol hebt nicht die Wirkung von Ketamin auf, das bei alleiniger Anwendung bei Hunden Krampfanfälle und bei Katzen Krämpfe auslösen kann. Atipamezol nicht innerhalb
von 30–40 Minuten nach der vorherigen Verabreichung von Ketamin anwenden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Das Tierarzneimittel kann Reizungen von Haut, Augen und Schleimhäuten hervorrufen. Daher sollte Kontakt mit der Haut und den Augen vermieden werden. Bei versehentlichem Haut- oder
Augenkontakt die Haut und/oder das Auge mit Wasser ausspülen. Bei anhaltender Reizung ist ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Dieses Tierarzneimittel kann adrenerge Wirkungen hervorrufen. Es sollte darauf geachtet werden, dass es zu keiner Selbstinjektion kommt. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation wurde nicht geprüft. Die Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation wird nicht empfohlen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:
Eine gleichzeitige Anwendung von Atipamezol mit anderen zentral wirksamen Tierarzneimitteln wie Diazepam, Acepromazin oder Opiaten wird nicht empfohlen.
Überdosierung:
Eine Überdosierung von Atipamezolhydrochlorid kann zu vorübergehender Tachykardie und Übererregbarkeit (Hyperaktivität, Muskeltremor) führen. Bei Bedarf können diese Symptome durch eine (Dex)Medetomidinhydrochlorid-Dosis aufgehoben werden, die niedriger ist als die üblicherweise klinisch angewendete Dosis.
Wird Atipamezolhydrochlorid versehentlich einem Tier verabreicht, das nicht zuvor mit (Dex)Medetomidinhydrochlorid behandelt wurde, können Hyperaktivität und Muskeltremor auftreten. Diese Effekte können für etwa 15 Minuten anhalten.
Übererregbarkeit bei der Katze wird am besten durch die Minimierung der äußeren Reize beherrscht.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
| 7. | Nebenwirkungen | |||
| Hunde und Katzen: | ||||
| Selten | Hyperaktivität. | |||
| Tachykardie, Arrhythmie. | ||||
| (1 bis 10 Tiere / 10.000 behandelte | ||||
| vermehrter Speichelfluss, Erbrechen, Diarrhoe, | ||||
| Tiere) | ||||
| unwillkürlicher Kotabsatz. | ||||
| atypische Vokalisation. | ||||
| Muskeltremor. | ||||
| erhöhte Atemfrequenz. | ||||
| unwillkürlicher Harnabgang. | ||||
| Sehr selten | Sedierung1 | |||
| (< 1 Tier / 10.000 behandelte Tiere, | ||||
| einschließlich Einzelfallberichte): | ||||
| Nicht bestimmt | Hypotonie2 | |||
| (Häufigkeit auf Grundlage der | ||||
| verfügbaren Daten nicht abschätzbar.) | ||||
1 Es kann eine erneute Sedierung auftreten oder die Erholungszeit kann nicht verkürzt werden.
2 Vorübergehend, während der ersten 10 Minuten nach der Injektion von Atipamezolhydrochlorid
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können
Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Zul.Nr.: 841838
Pappschachtel mit Durchstechflasche aus Glas (Typ I) zu 10 ml oder 20 ml mit beschichtetem Bromobutylgummistopfen und Aluminiumverschluss
Packungsgrößen:
5 ml (in einer 10-ml-Durchstechflasche)
10 ml
20 ml
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
21/03/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar
(https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


