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Medikamente

Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung

Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung Anwendungsgebiet(e) Pferde, Rinder, Schweine, Hunde und Katzen: Behandlung von entzündlichen oder allergisch bedingten Erkrankungen. Pferde: Behandlung von Arthritis, Bursitis oder Tendosynovitis. Rinder: Geburtseinleitung. Behandlung einer primären Ketose (Azetonämie).

Zulassungsinhaber
VetViva Richter GmbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QH02AB02

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung

Anwendungsgebiet(e)

Pferde, Rinder, Schweine, Hunde und Katzen:

Behandlung von entzündlichen oder allergisch bedingten Erkrankungen.

Pferde:

Behandlung von Arthritis, Bursitis oder Tendosynovitis.

Rinder:

Geburtseinleitung.

Behandlung einer primären Ketose (Azetonämie).

Hunde und Katzen:

Kurzzeittherapie bei Schock.

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Was ist vor der Einnahme von Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung zu beachten?

Gegenanzeigen

Außer in Notfallsituationen nicht anwenden bei Tieren mit Diabetes mellitus, Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz, Hyperadrenokortizismus oder Osteoporose.

Nicht anwenden während der virämischen Phase von Virusinfektionen oder bei Vorliegen systemischer Pilzinfektionen.

Nicht anwenden bei Tieren mit Magen-Darm-Geschwüren, Hornhaut-Ulzerationen oder Demodikose. Nicht intraartikulär anwenden bei Vorliegen von Frakturen, bakteriellen Gelenkinfektionen oder aseptischen Knochennekrosen.

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Kortikosteroiden oder einen der sonstigen Bestandteile.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Pferde

Intramuskuläre (i.m.), intravenöse (i.v.) oder intraartikuläre Anwendung.

Rinder, Schweine, Hunde und Katzen

Intramuskuläre (i.m.) Anwendung

Zur Behandlung von entzündlichen und allergisch bedingten Erkrankungen werden folgende Einzeldosen empfohlen:

Tierart Dosis (i.m.)
Pferde, Rinder, Schweine 0,06 mg Dexamethason/kg Körpergewicht (3 ml des
  Tierarzneimittels/100 kg Körpergewicht)
Hunde, Katzen 0,1 mg Dexamethason/kg Körpergewicht) (0,5 ml des
  Tierarzneimittels/10 kg Körpergewicht)

Bei Schockzuständen bei Hunden und Katzen kann Dexamethason intravenös (i.v.) in einer Dosis verabreicht werden, die mindestens das Zehnfache der klinisch empfohlenen systemischen Dosis (i.m.) beträgt.

Behandlung einer primären Ketose (Azetonämie) beim Rind

0,02 - 0,04 mg Dexamethason/kg Körpergewicht (entsprechend 5 - 10 ml des Tierarzneimittels pro 500 kg Körpergewicht) als einmalige intramuskuläre Injektion abhängig von der Größe der Kuh und Dauer der Symptome. Die höhere Dosis (bis zu 0,04 mg Dexamethason/kg Körpergewicht) ist erforderlich, wenn die Symptome bereits länger bestehen.

Geburtseinleitung bei Rindern

Zur Vermeidung von zu großen Feten und Euterödemen bei Kühen einmalige intramuskuläre Injektion von 0,04 mg Dexamethason/kg Körpergewicht, entsprechend 10 ml des Tierarzneimittels pro 500 kg Körpergewicht, nach dem 260. Trächtigkeitstag. Die Geburt erfolgt normalerweise innerhalb von 48 - 72 Stunden.

Zur Behandlung von Arthritis, Bursitis oder Tendosynovitis beim Pferd

Die empfohlene Dosis beträgt 1 - 5 ml des Tierarzneimittels. Diese Mengenangabe ist nicht spezifisch und wird lediglich als Richtwert angegeben.

Vor einer Injektion in Gelenke oder Schleimbeutel muss eine äquivalente Menge Synovialflüssigkeit entfernt werden. Bei lebensmittelliefernden Pferden darf eine Gesamtdosis von 0,06 mg Dexamethason/kg Körpergewicht)nicht überschritten werden. Dabei ist strikte Asepsis unerlässlich.

Der Gummistopfen darf nicht häufiger als 56-mal durchstochen werden.

Hinweise für die richtige Anwendung

Bei der Verabreichung sind aseptische Bedingungen einzuhalten. Bei der Verabreichung von Volumina unter 1 ml ist eine Spritze mit geeigneter Skalierung zu verwenden, um die Verabreichung einer korrekten Dosis zu gewährleisten.

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Welche Nebenwirkungen hat Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung?

Während hohe Einzeldosen im Allgemeinen gut vertragen werden, können Kortikosteroide bei Langzeitanwendung und bei Anwendung in Form von Estern mit langer Wirkdauer zu schweren Nebenwirkungen führen. Deshalb ist die Dosis bei mittel- und langfristiger Anwendung generell auf die Mindestdosis zu beschränken, die zur Kontrolle der klinischen Symptome erforderlich ist.

Pferde, Rinder, Schweine, Hunde, Katzen:

Sehr selten (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, einschließlich Einzelfallberichte):

Polyurie1; Polydipsie1, Polyphagie1, verzögerte Heilung2; Hepatomegalie (Lebervergrößerung); Erhöhte Leberenzyme, Hyperglykämie3, Veränderungen der biochemischen und hämatologischen Blutparameter; Andere Blutbildstörungen (Wasser- und Natriumretention, Hypokaliämie)4; Kutane Kalzinose (Kalziumablagerungen in der Haut); Überempfindlichkeitsreaktion.

Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Basis der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden):

Magengeschwüre5, Dünndarmgeschwüre5, Akute Pankreatitis; Cushing-Syndrom6, Funktionsstörung der Nebennieren7; Hufrehe; Nachgeburtsverhalten8; Abnahme der Milchleistung.

1 Nach systemischer Verabreichung und insbesondere in der Frühphase der Therapie.

2 Kortikosteroide können die Wundheilung verzögern und die immunsuppressive Wirkung kann die Abwehrkräfte gegen bestehende Infektionen schwächen oder diese verschlimmern.

3 Vorübergehend.

4 Bei Langzeitanwendung.

5 Kann sich bei Patienten, die nicht-steroidale Antiphlogistika erhalten und bei Tieren mit Rückenmarkstrauma verschlimmern.

6 Iatrogener Hyperadrenokortizismus. Dies geht mit einer signifikanten Veränderung des Fett-, Kohlenhydrat-, Protein- und Mineralstoffwechsels einher, z.B. mit einer Umverteilung des Körperfetts, Muskelschwäche und -schwund sowie Osteoporose.

7 Dexamethason unterdrückt die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse. Nach Absetzen der Behandlung können Symptome einer Nebenniereninsuffizienz bis hin zur Nebennierenrindenatrophie auftreten, so dass das betroffene Tier möglicherweise nicht mehr angemessen auf Belastungssituationen reagieren kann. Deshalb ist darauf zu achten, dass solche in der Phase nach

Unterbrechung oder Beendigung der Behandlung auftretenden Effekte möglichst gering gehalten werden, indem die Verabreichung zu der Tageszeit stattfindet, zu der die endogenen Kortisolwerte üblicherweise am höchsten sind (d.h. bei Hunden morgens), sowie durch schrittweise Dosisreduktion. 8 Die Einleitung der Geburt mit Kortikosteroiden kann mit einer verminderten Lebensfähigkeit der Kälber und einem erhöhten Auftreten von Nachgeburtsverhalten bei Kühen verbunden sein.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, 1200 WIEN, ÖSTERREICH, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/

Wie ist Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren. Nicht über 25°C lagern.

Nicht einfrieren.

Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen. Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/ Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett/Karton nach „Exp.“ angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Weitere Informationen zu Dexrapid 2 mg/ml Injektionslösung

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:

Wirkstoff:

Dexamethason 2,0 mg

(entsprechend 2,63 mg Dexamethason-Natriumphosphat)

Sonstiger Bestandteil:

Benzylalkohol (E 1519) 15,6 mg

Klare und farblose bis nahezu farblose Lösung

Besondere Warnhinweise

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Bei Langzeittherapie sollte ein Tierarzt regelmäßig die Wirkung des Tierarzneimittels überprüfen.

Es wurde beschrieben, dass die Anwendung von Kortikosteroiden bei Pferden Hufrehe auslösen kann. Deshalb müssen Pferde während einer Behandlung mit solchen Tierarzneimitteln engmaschig überwacht werden.

Wegen der pharmakologischen Eigenschaften des Wirkstoffs ist besondere Vorsicht geboten, wenn das Tierarzneimittel bei Tieren mit geschwächtem Immunsystem angewendet wird.

Außer in Fällen von Azetonämie und bei Anwendung zur Geburtseinleitung dient die Verabreichung von Kortikosteroiden einer Besserung der klinischen Symptome und weniger der Heilung.

Der Grunderkrankung ist daher weiter nachzugehen.

Bei Vorliegen einer Virusinfektion oder systemischen Pilzinfektion können Kortikosteroide die Infektion verschlimmern oder ihr Fortschreiten beschleunigen.

Die Anwendung des Tierarzneimittels bei jüngeren oder älteren Tieren kann mit einem erhöhten Risiko für Nebenwirkungen verbunden sein.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Dexamethason und Benzylalkohol können Überempfindlichkeitsreaktionen hervorrufen. Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Dexamethason, Benzylalkohol oder einem der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.

Eine versehentliche Selbstinjektion ist zu vermeiden. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Das Tierarzneimittel kann die Haut, Augen und Mundschleimhaut reizen. Kontakt mit Haut, Augen und Mundschleimhaut vermeiden. Spritzer auf Haut, Augen oder Mundschleimhaut sofort mit viel Wasser abspülen. Bei anhaltender Reizung ärztlichen Rat einholen.

Unerwünschte Wirkungen auf den Fötus können nicht ausgeschlossen werden. Schwangere Frauen sollten dieses Tierarzneimittel daher nicht handhaben.

Nach der Anwendung die Hände waschen.

Trächtigkeit und Laktation:

Abgesehen von der Anwendung des Tierarzneimittels zur Geburtseinleitung bei Rindern wird die Anwendung von Dexamethason bei trächtigen Tieren nicht empfohlen. Die Anwendung von Kortikosteroiden im frühen Trächtigkeitsstadium führte bei Labortieren zu fetalen Anomalien. Die Anwendung im späten Trächtigkeitsstadium kann zu einem Abort oder einer Frühgeburt führen. Deshalb muss der zuständige Tierarzt vor einer Anwendung bei trächtigen Tieren Risiken und Nutzen der Behandlung sorgfältig prüfen.

Wenn das Tierarzneimittel zur Geburtseinleitung bei Kühen eingesetzt wird, kann es zu einer hohen Inzidenz von Nachgeburtsverhalten und möglicherweise anschließend zu Metritis und/oder Subfertilität kommen. Eine solche Anwendung von Dexamethason kann mit verminderter Lebensfähigkeit des Kalbs assoziiert sein.

Die Anwendung des Tierarzneimittels kann bei laktierenden Kühen zu einer verminderten Milchleistung führen.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

Wegen der möglichen immunsuppressiven Wirkung von Kortikosteroiden sollte Dexamethason nicht zusammen mit Impfstoffen und nicht innerhalb von zwei Wochen nach einer Impfung angewendet werden.

Dexamethason sollte nicht zusammen mit anderen Entzündungshemmern angewendet werden. Die gleichzeitige Anwendung mit nicht-steroidalen Entzündungshemmern kann Magen-Darm- Ulzerationen verstärken.

Dexamethason kann eine Hypokaliämie verursachen und dadurch das Risiko einer Toxizität von Herzglykosiden erhöhen.

Das Risiko einer Hypokaliämie kann durch gleichzeitige Verabreichung von Dexamethason mit kaliumsenkenden Diuretika erhöht werden.

Die gleichzeitige Anwendung mit einem Cholinesterasehemmer kann bei Patienten mit Myasthenia gravis zu verstärkter Muskelschwäche führen.

Glukokortikoide antagonisieren die Wirkung von Insulin.

Die gleichzeitige Anwendung mit Phenobarbital, Phenytoin und Rifampicin kann die Wirkung von Dexamethason verringern.

Überdosierung:

Hohe Dosen von Kortikosteroiden können beim Pferd Apathie und Reizbarkeit verursachen. Eine Behandlung mit hohen Dosen kann wegen einer verstärkten Gerinnungsneigung des Blutes zu Thrombosen führen. Siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Zul. Nr.: 840391

Packungsgröße: 100 ml

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

08/2025

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Weitere Informationen

Rezept- und Apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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