Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Dexa „Vana“ 2 mg/ml - Injektionslösung für Tiere 2. Zusammensetzung 1ml enthält: Wirkstoff: Dexamethason Dinatriumphosphat 2,64 mg (entsprechend 2 mg Dexamethason) Sonstige Bestandteile Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E 219) 1,14 mg N-Methylpyrrolidon 103,20 mg Klare, farblose Lösung. 3.
- Zulassungsinhaber
- Vana GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QH02AB02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Dexa "Vana" 2 mg/ml - Injektionslösung für Tiere angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Dexa „Vana“ 2 mg/ml - Injektionslösung für Tiere
| 2. | Zusammensetzung | |
| 1ml enthält: | ||
| Wirkstoff: | ||
| Dexamethason Dinatriumphosphat | 2,64 mg | |
| (entsprechend 2 mg Dexamethason) | ||
| Sonstige Bestandteile | ||
| Natriummethyl-4-hydroxybenzoat (E 219) | 1,14 mg | |
| N-Methylpyrrolidon | 103,20 mg | |
| Klare, farblose Lösung. | ||
| 3. | Zieltierart(en) |
Pferd, Rind, Schwein, Hund, Katze
Anwendungsgebiete
Das Tierarzneimittel hat eine antiphlogistische und antiallergische Wirkung und wirkt unterstützend bei der Therapie folgender Erkrankungen:
Pferde, Rinder, Schweine, Hunde und Katzen:
Akute nicht infektiöse Arthritis, Bursitis, Tendovaginitis, Allergien, allergisch bedingte Hauterkrankungen
Rinder:
Behandlung einer primären Ketose (Acetonämie).
Schweine:
Ödemkrankheit, MMA(Mastitis-Metritis-Agalaktie) Komplex.
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Was ist vor der Einnahme von Dexa "Vana" 2 mg/ml - Injektionslösung für Tiere zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei:
- bestehenden Magen-Darm-Ulzera, schlecht heilenden Wunden, Geschwüren, Frakturen
- Osteoporose, Hypokalzämie
- Virale Infektionen, Systemmykosen
- Diabetes mellitus
- Katarakt, Glaukom
- aseptischen Knochennekrosen
- septischen Prozessen
- allgemeiner Immunschwäche
- Hyperadrenokortizismus
- Hypertonie
- Pankreatitis
- Rindern im letzten Drittel der Trächtigkeit
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Dexa "Vana" 2 mg/ml - Injektionslösung für Tiere angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Pferde, Rinder, Schweine, Hunde und Katzen: zur subkutanen (s.c.), intramuskulären (i.m.) oder intravenösen (i.v.) Anwendung.
Pferde: zur intraartikulären, intrabursalen oder periartikulären Anwendung.
Die übliche aseptische Injektionstechnik muss eingehalten werden.
Bei empfindlichen Tieren ist eine Lokalanästhesie der Injektionsstelle ratsam.
Zur Behandlung von entzündlichen oder allergischen Beschwerden wird nachstehende Durchschnittsdosis empfohlen. Die tatsächlich zu verabreichende Dosis sollte jedoch in Abhängigkeit des Schweregrades der Symptome und der Erkrankungsdauer bestimmt werden.
Intravenöse, intramuskuläre, subkutane Anwendung:
Pferd, Rind, Schwein:
0,06 mg Dexamethason/kg KGW (entspricht 1,5 ml des Tierarzneimittels/50 kg KGW)
Hund, Katze:
0,1 mg Dexamethason/kg KGW (entspricht 0,5 ml des Tierarzneimittels/ 10 kg KGW)
Zur Behandlung einer primären Ketose beim Rind (Acetonämie)
Je nach Größe der Kuh und Dauer der Symptome wird die intramuskuläre Injektion von 0,02 bis 0,04 mg Dexamethason/kg Körpergewicht empfohlen (entspricht 5-10 ml des Tierarzneimittels/500 kg KGW). Bei Rassen mit hohem Milchfettgehalt (Kanalinsel-Rassen) sollten keine zu hohen Dosen gegeben werden. Höhere Dosen sind erforderlich, wenn die Symptome bereits länger bestehen oder zur Behandlung eines Rezidivs.
Zur Behandlung von Arthritis, Bursitis oder Tendosynovitis durch einmalige intraartikuläre, intrabursale oder periartikuläre Injektion beim Pferd.
Dosis: 1 - 5 ml (2-10 mg)
Diese Angaben sind Orientierungswerte. Vor einer Injektion in Gelenke oder Schleimbeutel sollte ein gleichgroßes Volumen an Synovialflüssigkeit entfernt werden. Strikte Asepsis ist unerlässlich.
Hinweise für die richtige Anwendung
Keine.
| 10. Wartezeiten | ||
| Pferde: | Essbare Gewebe: | 16 Tage |
| Rinder: | Essbare Gewebe: | 16 Tage |
| Milch: | 4 Tage | |
| Schweine: | Essbare Gewebe: | 6 Tage |
Nicht bei Stuten anwenden, deren Milch für den menschlichen Verzehr vorgesehen ist
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Welche Nebenwirkungen hat Dexa "Vana" 2 mg/ml - Injektionslösung für Tiere?
Pferd, Rind, Schwein, Hund, Katze:
| Unbestimmte Häufigkeit | Cushing Syndrom | |
| Polyphagie, Polydipsie, Polyurie | ||
| (kann auf Basis der verfügbaren | ||
| Natriumretention mit Ödembildung, Hypokaliämie, | ||
| Daten nicht geschätzt werden): | ||
| Hypokalzämie | ||
| Magen-Darm-Ulzera | ||
| Pankreatitis | ||
| Glukokortikoid induzierte Hufrehe 1 | ||
| Atrophie der Nebennierenrinde | ||
| ACTH-Suppression | ||
| Immunsuppression 2 | ||
| Verzögerte Wund- und Knochenheilung, Osteoporose, | ||
| Arthropathie, Muskelschwund, Wachstumsverzögerung | ||
| (mit Störung des Knochenwachstums und Schädigung der | ||
| Knochenmatrix) | ||
| Diabetogene Wirkung 3 | ||
| Hautatrophie | ||
| Erniedrigung der Krampfschwelle, Manifestation einer | ||
| latenten Epilepsie, Euphorisierende Wirkung, | ||
| Erregungszustände | ||
| Depression 4, Aggressivität 5 | ||
| Hepatopathie | ||
| Thromboseneigung | ||
| Hypertonie | ||
| Glaukom, Katarakt | ||
| Geburtsauslösung 6, Nachgeburtsverhaltung | ||
| Verminderung der Milchleistung 7 |
1 beim Pferd
2 mit erhöhtem Infektionsrisiko und negativen Auswirkungen auf den Verlauf von Infektionen
3 mit verminderter Glukosetoleranz, steroidinduzierter Diabetes mellitus und Verschlechterung eines bestehenden Diabetes mellitus
4 vereinzelt bei Katzen und Hunden
5 vereinzelt bei Hunden
6 beim Rind im letzten Drittel der Trächtigkeit
7 Vorübergehend, beim Rind
Es ist bekannt, dass entzündungshemmende Kortikosteroide wie Dexamethason ein breites Nebenwirkungsspektrum besitzen. Während einzelne hohe Dosen im Allgemeinen gut vertragen werden, können sie bei Langzeitanwendung und bei Verabreichung von Estern mit langer Wirkdauer schwere Nebenwirkungen hervorrufen. Die Dosierung bei mittel- bis langfristiger Anwendung sollte daher generell auf das zur Kontrolle der Symptome erforderliche Minimum beschränkt werden. Die Reaktion auf eine Langzeittherapie sollte in regelmäßigen Abständen von einem Tierarzt überwacht werden.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Dexa "Vana" 2 mg/ml - Injektionslösung für Tiere aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 25°C lagern.
Nach der ersten Entnahme im Kühlschrank lagern. (2°C – 8°C).
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton und dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage.
Datum und Uhrzeit der ersten Entnahme sind auf dem Etikett der Durchstechflasche einzutragen.
Weitere Informationen zu Dexa "Vana" 2 mg/ml - Injektionslösung für Tiere
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Da Kortikosteroide die Immunreaktion nach einer Impfung schwächen können, sollte Dexamethason weder in Kombination mit Impfstoffen noch innerhalb von zwei Wochen nach einer Impfung angewendet werden. Die Ausbildung einer ausreichenden Immunität kann auch bei Schutzimpfungen, die bis zu 8 Wochen vor Therapiebeginn erfolgt sind, beeinträchtigt sein.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten
Die Anwendung von Glukokortikoiden sollte nur nach strenger Indikationsstellung erfolgen bei:
- Tieren im Wachstum und alten Tieren
- säugenden Tieren
- Equiden, da als Komplikation eine glukokortikoidinduzierte Hufrehe auftreten kann
Bestehende bakterielle und parasitäre Infektionen müssen vor dem Beginn einer Therapie mit dem Tierarzneimittel durch eine geeignete Behandlung beseitigt werden.
Sorgfältige Überwachung sind erforderlich bei kongestiver Herzinsuffizienz und chronischer Niereninsuffizienz.
Bei einer länger anhaltenden Therapie sind in regelmäßigen Abständen Untersuchungen auf mögliche Nebenwirkungen vorzunehmen. Das Absetzen der Therapie hat ausschleichend zu erfolgen.
Nach intraartikulärer Anwendung sollte das behandelte Gelenk einen Monat lang so wenig wie möglich bewegt werden. Eine Operation an diesem Gelenk sollte frühestens nach acht Wochen stattfinden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Laborstudien an Kaninchen und Ratten mit dem Hilfsstoff N-Methylpyrrolidon haben Hinweise auf fetotoxische Wirkungen ergeben. Frauen im gebärfähigen Alter, schwangere Frauen oder Frauen, bei denen eine Schwangerschaft vermutet wird, sollten das Tierarzneimittel mit großer Vorsicht anwenden, um eine versehentliche Selbstinjektion zu vermeiden.
Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Trächtigkeit und Laktation:
Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels wurde bei Pferden, Rindern, Schweinen, Hunden und Katzen während der Trächtigkeit, Laktation, bei Legehennen oder bei Tieren, die zur Zucht bestimmt sind, nicht nachgewiesen. Laboruntersuchungen an Kaninchen und Ratten mit dem Hilfsstoff N- Methylpyrrolidon ergaben Hinweise auf fetotoxische Wirkungen. Nur anwenden nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt.
Trächtigkeit: Aufgrund der nicht hinreichend geklärten möglichen teratogenen Wirkung von Dexamethason sollte eine Anwendung während der Trächtigkeit nur nach strenger Indikationsstellung erfolgen. Nicht anwenden bei Rindern im letzten Drittel der Trächtigkeit.
Laktation: Bei Anwendung während der Laktation kommt es beim Rind zu einer vorübergehenden Verminderung der Milchleistung.
Bei säugenden Tieren nur nach strenger Indikationsstellung anwenden, da Glukokortikoide in die Milch übergehen und es zu Wachstumsstörungen der Jungtiere kommen kann.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
- verminderte Herzglykosidtoleranz infolge Kaliummangels
- verstärkte Kaliumverluste bei gleichzeitiger Gabe von Thiazid- und Schleifendiuretika
- erhöhtes Risiko von Magen-Darm-Ulzera und gastrointestinalen Blutungen und Ulzerationen bei gleichzeitiger Gabe von nichtsteroidalen Antiphlogistika
- verminderte Wirkung von Insulin
- verminderte Glukokortikoidwirkung bei Gabe von enzyminduzierenden Pharmaka (z. B. Barbiturate)
- erhöhter Augeninnendruck bei kombinierter Gabe von Anticholinergika wie z.B. Atropin
- verminderte Wirkung von Antikoagulantien
- Unterdrückung von Hautreaktionen bei intrakutanen Allergietests
Überdosierung:
Im Falle einer einmaligen Überdosierung treten keine Überdosierungserscheinungen auf. Bei hochdosierter Langzeitbehandlung ist mit dem Auftreten von Nebenwirkungen zu rechnen. Siehe Abschnitt „Nebenwirkungen“.
Wesentliche Inkompatibilitäten
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z. Nr.: 8-00339
Packungsgrößen: 50 ml und 100 ml
Es werden möglicherwiese nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
Oktober 2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar. (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


