Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Clindaseptin 25 mg/ml Lösung zum Eingeben für Katzen und Hunde ANWENDUNGSGEBIET(E) Katze Zur Behandlung von infizierten Wunden und Abszessen, die durch Clindamycin-empfindliche Stämme von Staphylococcus spp. und Streptococcus spp. verursacht wurden. Hund Zur Behandlung von infizierten Wunden, Abszessen und Maulhöhlen- bzw.
- Zulassungsinhaber
- Chanelle Pharmaceuticals Manufacturing Limited
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QJ01FF01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Clindaseptin 25 mg/ml, Lösung zum Eingeben für Hunde und Katzen angewendet?
Clindaseptin 25 mg/ml Lösung zum Eingeben für Katzen und Hunde
ANWENDUNGSGEBIET(E)
Katze
Zur Behandlung von infizierten Wunden und Abszessen, die durch Clindamycin-empfindliche Stämme von Staphylococcus spp. und Streptococcus spp. verursacht wurden.
Hund
-
Zur Behandlung von infizierten Wunden, Abszessen und Maulhöhlen- bzw. Zahninfektionen, die durch Clindamycin-empfindliche Stämme von Staphylococcus spp.,
Streptococcus spp., Bacteroides spp., Fusobacterium necrophorumoder Clostridium perfringens verursacht werden oder an denen diese Erreger beteiligt sind. - Als Begleittherapie zur mechanischen oder chirurgischen periodontalen Therapie bei der Behandlung von Infektionen des Zahnfleisches und des periodontalen Gewebes.
- Zur Behandlung von durch Staphylococcus aureus verursachter Osteomyelitis
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Was ist vor der Einnahme von Clindaseptin 25 mg/ml, Lösung zum Eingeben für Hunde und Katzen zu beachten?
Nicht anwenden bei Kaninchen, Hamstern, Meerschweinchen, Chinchillas, Pferden oder Wiederkäuern, da die Aufnahme von Clindamycin bei diesen Tierarten schwere gastrointestinale Störungen verursachen kann, die mitunter tödlich verlaufen können.
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen Clindamycin oder Lincomycin oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wie wird Clindaseptin 25 mg/ml, Lösung zum Eingeben für Hunde und Katzen angewendet?
DOSIERUNG FÜR JEDE TIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Ausschließlich zum Eingeben.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden
Empfohlene Dosierung:
Katze:
Infizierte Wunden, Abszesse:
11 mg Clindamycin pro kg Körpergewicht alle 24 Stunden oder 5,5 mg/kg alle 12 Stunden über 7 bis 10 Tage.
Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn nach 4 Tagen keine therapeutische Wirkung feststellbar ist.
Hund:
Infizierte Wunden, Abszesse und Maulhöhlen-/Zahninfektionen:
11 mg Clindamycin pro kg Körpergewicht alle 24 Stunden oder 5,5 mg/kg alle 12 Stunden über 7 bis 10 Tage.
Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn nach 4 Tagen keine therapeutische Wirkung feststellbar ist.
Behandlung von Knocheninfektionen (Osteomyelitis):
11 mg Clindamycin pro kg Körpergewicht alle 12 Stunden über einen Zeitraum von mindestens 28 Tagen.
Die Behandlung sollte abgebrochen werden, wenn nach 14 Tagen keine therapeutische Wirkung feststellbar ist.
| Dosierung | Zu verabreichende Menge pro kg Körpergewicht |
| 5,5 mg/kg | Entspricht ca. 0,25 ml pro kg |
| 11 mg/kg | Entspricht ca. 0,5 ml pro kg |
Zur leichteren Anwendung des Tierarzneimittels ist eine graduierte 3 ml Spritze beigefügt.
Zur leichteren Anwendung des Tierarzneimittels ist eine graduierte 3-ml-Spritze beigefügt.
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Welche Nebenwirkungen hat Clindaseptin 25 mg/ml, Lösung zum Eingeben für Hunde und Katzen?
Katze und Hund:
| Sehr selten | Lethargie (Müdigkeit) |
| (< 1 Tier / 10 000 behandelte Tiere, | Erbrechen, Diarrhoe |
| einschließlich Einzelfallberichte): | |
Clindamycin verursacht mitunter ein übermäßiges Wachstum von nicht-empfindlichen Organismen wie resistenten Clostridien und Hefen. Bei einer Sekundärinfektion ist die Behandlung zu beenden, und es sind geeignete Maßnahmen auf der Grundlage klinischer Beobachtungen zu ergreifen.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
AT:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen,
Traisengasse 5, AT-1200 Wien,
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/
zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.
Wie ist Clindaseptin 25 mg/ml, Lösung zum Eingeben für Hunde und Katzen aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel, nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden.
Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/ Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage
Weitere Informationen zu Clindaseptin 25 mg/ml, Lösung zum Eingeben für Hunde und Katzen
| Jeder ml enthält: | |
| Wirkstoff: | |
| Clindamycin | 25 mg |
| (als Clindamycinhydrochlorid) | 27,15 mg) |
| Sonstige Bestandteile: | |
| Ethanol 96% | 90,56 mg |
Klare, farblose Lösung
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die unsachgemäße Anwendung des Tierarzneimittels kann die Prävalenz von Bakterien erhöhen, die gegen Clindamycin resistent sind.
Der Einsatz von Clindamycin sollte möglichst nur nach Durchführung einer Empfindlichkeitsprüfung erfolgen, siehe auch „Punkt 17. Weitere Informationen“.
Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die offiziellen nationalen und lokalen Richtlinien für die Anwendung antimikrobieller Wirkstoffe zu beachten.
Clindamycin weist eine Parallelresistenz zu Lincomycin und eine Ko-Resistenz zu Erythromycin auf. Es besteht eine partielle Kreuzresistenz zu Erythromycin und anderen Makroliden.
Bei Verabreichung hoher Clindamycindosen oder während einer Langzeittherapie von einem Monat oder länger sollten Leber- und Nierenfunktion sowie das Blutbild regelmäßig untersucht werden.
Bei Hunden und Katzen mit Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen, die mit schweren Stoffwechselstörungen einhergehen, sollte die zu verabreichende Dosis sorgfältig bestimmt werden. Während der Behandlung sollte der Zustand der Tiere durch Serumuntersuchungen überwacht werden.
Die Anwendung des Tierarzneimittels bei Neugeborenen wird nicht empfohlen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender: Nach der Anwendung Hände waschen.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Lincosamiden (Lincomycin und Clindamycin) sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Im Fall einer versehentlichen Einnahme ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen.
Trächtigkeit und Fortpflanzungsfähigkeit:
Studien mit hohen Dosierungen an Ratten lassen vermuten, dass Clindamycin nicht teratogen ist und die Zuchtleistung von männlichen und weiblichen Tieren nicht signifikant beeinträchtigt. Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels ist bei trächtigen Hündinnen/Kätzinnen und Deckrüden/-katern nicht belegt.
Die Anwendung sollte daher nur nach einer entsprechenden Nutzen-Risiko-Bewertung des behandelnden Tierarztes erfolgen.
Laktation
Clindamycin kann die Blut-Milch-Schranke passieren. Die Behandlung von laktierenden Muttertieren kann daher bei den Welpen Durchfall verursachen.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Aluminiumsalze und -hydroxide, Kaolin und Aluminium-Magnesium-Silicat-Komplexe können die Resorption von Lincosamiden im Darm reduzieren. Diese verdauungsfördernden Wirkstoffe sollten mindestens 2 Stunden vor einer Clindamycingabe verabreicht werden.
Cyclosporin: Clindamycin kann den Wirkstoffspiegel dieses Immunsuppressivums senken, mit dem Risiko eines Wirkungsverlustes.
Neuromuskulär blockierende Substanzen: Clindamycin besitzt intrinsische neuromuskulär blockierende Eigenschaften. Die gleichzeitige Anwendung von anderen neuromuskulär-blockierenden Substanzen (Curare) sollte daher mit Vorsicht erfolgen. Clindamycin kann neuromuskuläre Blockaden verstärken.
Clindamycin sollte nicht zusammen mit Chloramphenicol oder Makroliden (Erythromycin) angewendet werden, da diese sich gegenseitig in ihrer Wirkung beeinträchtigen können.
Bei gleichzeitiger Anwendung von Clindamycin und Aminoglykosiden (z.B. Gentamicin) kann das Risiko schädlicher Wechselwirkungen (akutes Nierenversagen) nicht ausgeschlossen werden.
Überdosierung:
Dosierungen von 300 mg/kg wurden von Hunden ohne Nebenwirkungen vertragen. Erbrechen, Appetitverlust, Durchfall, Leukozytose und erhöhte Leberwerte (AST, ALT) wurden gelegentlich
beobachtet. In solchen Fällen sollte die Behandlung sofort abgebrochen und eine symptomatische Therapie eingeleitet werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten
Dieses Tierarzneimittel darf nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
ZULASSUNGSNUMMERN UND PACKUNGSGRÖßEN
DE: 401565.00.00
AT: Z.-Nr.: 8-01069
Packungsgrößen:
Flasche mit 22 ml
02/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Veterinärmedizinische CLSI-Grenzwerte für Clindamycin sind bei Hunden für Staphylococcus spp. und Streptokokken der ß-hämolysierenden Gruppe bei Haut- und Weichteilinfektionen verfügbar: S ≤ 0,5 μg/ml; I = 1–2 μg/ml; R ≥ 4 μg/ml (CLSI Juli 2013).
DE: Verschreibungspflichtig
AT: Rezept- und apothekenpflichtig
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


