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Medikamente

CepeZoo 10 mg/ml Injektionslösung für Löwen

CepeZoo 10 mg/ml Injektionslösung für Löwen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels CepeZoo 10 mg/ml Injektionslösung für Löwen Anwendungsgebiete Sedierung und Immobilisation in Kombination mit Ketamin oder Tiletamin/ Zolazepam

Zulassungsinhaber
CP-Pharma Handelsgesellschaft mbH
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QN05CM91

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird CepeZoo 10 mg/ml Injektionslösung für Löwen angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

CepeZoo 10 mg/ml Injektionslösung für Löwen

Anwendungsgebiete

Sedierung und Immobilisation in Kombination mit Ketamin oder Tiletamin/ Zolazepam

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Was ist vor der Einnahme von CepeZoo 10 mg/ml Injektionslösung für Löwen zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile anwenden. Nicht bei Tieren mit schweren kardiovaskulären oder respiratorischen Erkrankungen oder eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion anwenden.

Nicht anwenden bei Tieren mit mechanischen Störungen des Verdauungstraktes (Inkarzerationen, Schlundverlegung).

Nicht bei trächtigen Tieren anwenden.

Nicht anwenden bei Tieren im Schockzustand, mit Kachexie oder sehr schlechtem Allgemeinzustand anwenden.

Nicht bei Tieren mit Augenerkrankungen anwenden, bei denen ein intraokulärer Druckanstieg nachteilige Folgen haben würde.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme.

Wie wird CepeZoo 10 mg/ml Injektionslösung für Löwen angewendet?

Zur intramuskulären Anwendung.

In Kombination mit Ketamin

0,07 mg/kg Körpergewicht Medetomidin und 2,5 - 5,0 mg/kg Körpergewicht Ketamin

In Kombination mit Zoleazepam/Tiletamin

0,07 mg/kg Körpergewicht Medetomidin und 1,8 mg/kg Körpergewicht Tiletamin/Zolazepam

Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

Ruhigstellung und Anästhesie erfolgen in der Regel innerhalb von 8 - 15 Minuten und halten mindestens 20 - 50 Minuten an. Bei länger dauernden Eingriffen kann die Anästhesie durch die Anwendung von Inhalationsmittel verlängert werden.

Die Wirkung von Medetomidin kann durch eine intramuskuläre Injektion von 0,3 mg/kg Körpergewicht Atipamezol aufgehoben werden. Erste Anzeichen des Aufwachens werden in der Regel innerhalb von Minuten nach der Injektion festgestellt. Die Tiere benötigen in der Regel 30 bis 120 Minuten, bis sie zum koordinierten Gehen fähig sind.

9. Hinweise für die richtige Anwendung

10. Wartezeiten

Nicht zutreffend.

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Wie ist CepeZoo 10 mg/ml Injektionslösung für Löwen aufzubewahren?

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Für dieses Tierarzneimittel sind keine besonderen Lagerungsbedingungen erforderlich.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen der Primärverpackung: 56 Tage

Weitere Informationen zu CepeZoo 10 mg/ml Injektionslösung für Löwen

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:  
Wirkstoff:  
Medetomidinydrochlorid 10 mg
(entspricht 8.5 mg Medetomidin)  
Sonstige Bestandteile:  
Methylparahydroxybenzoat (E 218) 1,0 mg
Propylparahydroxybenzoat 0,2 mg
Klare, farblose Lösung.  
       
3.   Zieltierart(en)  
Löwe    

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Medetomidin bewirkt möglicherweise keine ausreichende Schmerzausschaltung über die gesamte Dauer der Sedierung. Daher sollte bei schmerzhaften Maßnahmen eine zusätzliche Analgesie vorgenommen werden.

Medetomidin allein bewirkt keine Immobilisation, daher sollte das Tierarzneimittel in Kombination mit Anästhetika verwendet werden (siehe Empfehlung im Abschnitt „Art der Anwendung und Dosierung“)

Bei der Anwendung von Medetomidin ist die Narkosetiefe ständig zu überwachen, da die Tiere bei Stimulation plötzlich aufwachen können. Bei der Behandlung eines immobilisierten Löwen ist Wachsamkeit gegenüber anderen Mitgliedern des Rudels geboten.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Im Falle einer Kombination mit anderen Anästhetika oder Sedativa ist aufgrund des ausgeprägten Anästhetika-sparenden Effektes von Medetomidin Vorsicht geboten. Eine Dosisreduktion der Anästhetika sollte aufgrund individuell unterschiedlicher Empfindlichkeiten der zu behandelnden Tiere in Abhängigkeit von der Wirkung vorgenommen werden. Im Falle der Kombination mit anderen Anästhetika sollte zuvor deren Packungsbeilage beachtet werden, insbesondere die Warnhinweise und Gegenanzeigen.

Wenn möglich, sollten die Tiere 12 Stunden vor der Anästhesie nüchtern sein. Wenn möglich, sollten die Tiere in einer ruhigen Umgebung platziert werden, damit die Anästhesie ihre volle Wirkung erzielen kann. Bevor dieser, nach etwa 15 Minuten zu erwartende, maximale Effekt eintritt, sollte nicht mit dem beabsichtigten Eingriff begonnen werden und es sollte keine weitere Medikation erfolgen.

Die Thermoregulierung ist bei behandelten Tieren beeinträchtigt. Es sollte darauf geachtet werden, dass eine Hyperthermie oder eine Hypothermie vermieden wird. Bei sehr hoher Umgebungstemperatur sollten die Tiere während der Erholungsphase in einem schattigen Bereich platziert werden.

Die Augen sollten mit einer geeigneten Salbe geschützt werden.

Nervösen, aggressiven oder erregten Tieren sollte vor Behandlungsbeginn die Möglichkeit gegeben werden, sich zu beruhigen.

Bei Tieren mit kardiovaskulären Erkrankungen, bei älteren Tieren oder bei Tieren, die in einem schlechten Gesundheitszustand sind, sollte Medetomidin mit Vorsicht angewendet werden. Wenn möglich, sollte die Leber- und Nierenfunktion vor der Anwendung überprüft werden.

Da Ketamin allein Krämpfe auslösen kann, sollte ein Alpha-2-Antagonist (z.B. Atipamezol) nicht eher als 30 - 40 Minuten nach einer Ketamingabe verabreicht werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Das Tierarzneimittel ist ein außerordentlich starkes Sedativum und muss mit äußerster Vorsicht gehandhabt werden.

Bei versehentlicher Einnahme, längerer Exposition der Haut oder Selbstinjektion ist sofort ein Arzt zu Rate zu ziehen und diesem die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. SETZEN SIE SICH NICHT AN DAS STEUER EINES FAHRZEUGS, da eine sedierende Wirkung und Blutdruckveränderungen auftreten können.

Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Medetomidin und/oder Parabenen sollten das Tierarzneimittel mit Vorsicht verabreichen.

Medetomidin ist eine lipophile Verbindung, die durch die intakte Haut absorbiert wird und Haut- und/oder Augenreizungen verursachen kann. Der Kontakt mit Haut, Augen und Schleimhäuten ist zu vermeiden. Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte eine Schutzausrüstung bestehend aus undurchlässigen Handschuhen getragen werden. Gelangt das Tierarzneimittel versehentlich in die Augen oder auf die Haut, sind diese mit reichlich klarem Wasser zu spülen. Kontaminierte Kleidung, die in direktem Kontakt mit der Haut steht, ausziehen. Bei Auftreten von Beschwerden ist ein Arzt aufzusuchen.

Medetomidin kann die Plazentaschranke überwinden. Schwangere Frauen sollten besonders vorsichtig mit dem Tierarzneimittel umgehen, da eine versehentliche Selbstinjektion Gebärmutterkontraktionen und eine fetale Blutdrucksenkung zur Folge haben kann.

Nach der Anwendung die Hände waschen.

Für den Arzt:

Medetomidin ist ein Alpha-2-Agonist. Als Symptome nach einer Resorption können u.a. klinische Wirkungen wie sind dosisabhängige Sedierung, Atemdepression, Bradykardie, Blutdruckabfall, Mundtrockenheit oder Hyperglykämie auftreten. Ebenso wurde von ventrikulären Arrhythmien berichtet.

Respiratorische und hämodynamische Symptome sollten symptomatisch behandelt werden.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt. Die Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation wird daher nicht empfohlen.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral dämpfenden Pharmaka ist davon auszugehen, dass sich die Wirkung beider Wirkstoffe potenziert. Entsprechende Dosisanpassungen sind vorzunehmen. Nicht gleichzeitig mit sympathomimetischen Aminen anwenden.

Die Wirkung von Medetomidin kann durch die Verabreichung von Atipamezol aufgehoben werden.

Überdosierung:

Im Falle einer Überdosierung kommt es hauptsächlich zu einer verlängerten Narkose oder Sedierung. Es können auch kardiorespiratorische Effekte auftreten kommen.

Um diese kardiorespiratorischen Effekte in Folge einer Überdosierung zu behandeln, wird die Verabreichung eines Alpha-2-Antagonisten wie Atipamezol empfohlen, vorausgesetzt die Antagonisierung stellt keine Gesundheitsgefährdung für das behandelte Tier dar (Atipamezol antagonisiert nicht die Wirkung von Tiletamin/Zolazepam oder Ketamin, und letzteres kann bei alleiniger Anwendung schwerwiegende neurologische Symptome hervorrufen). Alpha-2-Antagonisten (z.B. Atipamezol) sollten nicht eher als 30 - 40 Minuten nach einer Ketamininjektion verabreicht werden. Wenn es unerlässlich ist, eine Bradykardie aufzuheben und dennoch die Sedierung aufrechtzuerhalten, kann Atropin verabreicht werden.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Medetomidin hat sich als kompatibel mit Ketamin und Tiletamin/Zolazepam erwiesen.

7.   Nebenwirkungen  
Löwe:    
       
Häufig Hyperthermie1 / Hypothermie 1
Erhöhter Blutdruck2
(1 bis 10 Tiere / 100 behandelte
 
Tiere):  
       
Unbestimmte Häufigkeit (kann auf Störungen des Herz-Kreislauf-Systems3
Störungen der Atmung4
Basis der verfügbaren Daten nicht
Zyanose
geschätzt werden)
Würgen, Erbrechen5
     
      Lautäußerung
      Schmerz an der Injektionsstelle
      Tremor

1 Beeinträchtigte Thermoregulation, die je nach Umgebungstemperatur zu Hypothermie oder Hyperthermie führen kann

2 Der Blutdruck steigt nach der Verabreichung zunächst an und sinkt dann tendenziell wieder auf die Ausgangswerte.

3 Herz-Kreislauf-Depression einschließlich Bradykardie mit atrioventrikulärem Block (1. und 2. Grades) und Herzrhythmusstörungen einschließlich gelegentlicher Extrasystolen oder Aussetzen von Herzschlägen.

4 Atemdepression einschließlich Bradypnoe. Bei Kreislauf- und Atemdepression kann eine manuelle Beatmung und eine Sauerstoffzufuhr angezeigt sein. Atropin kann die Herzfrequenz erhöhen.

5 Die Tiere können innerhalb von 5 - 10 Minuten nach der Injektion oder während der Erholungsphase erbrechen.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das

Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:

Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen

Traisengasse 5, AT-1200 Wien

E-Mail: mailto:basg-v-phv@basg.gv.at

Website: https://www.basg.gv.at/

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

Z.Nr.:

Packungsgrößen:

1 x 10 ml in einer Pappschachtel

5 x 10 ml in einer Pappschachtel

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

05/2025

Weitere Informationen

Rezept- und apothekenpflichtig.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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