Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Butorgesic 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen 2. Zusammensetzung Jeder ml enthält: Wirkstoffe: Butorphanol 10,00 mg (entsprechend Butorphanoltartrat) 14,58 mg Sonstige Bestandteile: Benzethoniumchlorid 0,10 mg Klare, farblose Lösung 3.
- Zulassungsinhaber
- CP Pharma Handels GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QN02AF01
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Butorgesic 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Butorgesic 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen
| 2. | Zusammensetzung | ||
| Jeder ml enthält: | |||
| Wirkstoffe: | |||
| Butorphanol | 10,00 mg | ||
| (entsprechend Butorphanoltartrat) | 14,58 mg | ||
| Sonstige Bestandteile: | |||
| Benzethoniumchlorid | 0,10 mg | ||
| Klare, farblose Lösung | |||
| 3. | Zieltierart(en) |
Pferd, Hund und Katze
Anwendungsgebiet(e)
PFERDE Zur Analgesie
Zur Linderung abdominaler Schmerzen, hervorgerufen durch Koliken des Magen-Darm-Trakts.
Zur Sedation (in Kombination)
Zur Sedation in Kombination mit bestimmten ɑ2-Adrenozeptor-Agonisten (Detomidin, Romifidin). Für therapeutische und diagnostische Maßnahmen wie kleinere chirurgische Eingriffe am stehenden Pferd.
HUNDE
Zur Analgesie
Zur Linderung leichter bis mäßiger viszeraler Schmerzen und leichter bis mäßiger Schmerzen nach Weichteiloperationen.
Zur Sedation (in Kombination)
Zur tiefen Sedation in Kombination mit Medetomidin.
Zur Prämedikation einer Anästhesie
Die präanästhetische Anwendung dieses Tierarzneimittels führt zu einer dosisabhängigen Reduktion der Dosis von Arzneimitteln zur Einleitung der Anästhesie.
Zur Allgemeinanästhesie (in Kombination)
Als Bestandteil der Anästhesie in Kombination mit Medetomidin und Ketamin.
KATZEN Zur Analgesie
Zur Linderung mäßiger postoperativer Schmerzen nach Weichteiloperationen und kleinen chirurgischen Eingriffen.
Zur Sedation (in Kombination)
Zur tiefen Sedation in Kombination mit Medetomidin.
Zur Allgemeinanästhesie (in Kombination)
Als Bestandteil der Anästhesie in Kombination mit Medetomidin und Ketamin.
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Was ist vor der Einnahme von Butorgesic 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen zu beachten?
Gegenanzeigen
Alle Zieltierarten
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.
Nicht anwenden bei Schädeltraumata oder organischen Hirnläsionen sowie bei Tieren mit obstruktiven Atemwegserkrankungen, Herzerkrankungen oder Krampfleiden.
PFERDE
Kombination von Butorphanol und Detomidinhydrochlorid:
Nicht anwenden bei Pferden mit bestehenden Herzrhythmusstörungen oder Bradykardie.
Nicht anwenden bei Koliken mit Kotanschoppung, da die Kombination zu einer Verringerung der gastrointestinalen Motilität führt.
Nicht anwenden bei Pferden mit Lungenemphysem aufgrund einer möglichen atemdepressiven Wirkung.
Siehe auch Abschnitt „Besondere Warnhinweise“.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden. Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Butorgesic 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Pferde: intravenöse (i.v.) Anwendung.
Hunde und Katzen: intravenöse (i.v.), subkutane (s.c.) und intramuskuläre (i.m.) Anwendung. Bei Verabreichung als intravenöse Injektion nicht schnell als Bolus injizieren.
Wenn wiederholte s.c. oder i.m. Injektionen erforderlich sind, sollte an unterschiedlichen Stellen injiziert werden.
Der Stopfen sollte nicht öfter als 20-mal durchstochen werden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
PFERDE
Zur Analgesie Monoanwendung:
0,1 mg Butorphanol/kg (1 ml des Tierarzneimittels/100 kg) i.v., Die Dosis kann bei Bedarf wiederholt werden. Die analgetische Wirkung tritt innerhalb von 15 Minuten nach der Injektion ein.
Zur Sedation
Mit Detomidin:
Detomidinhydrochlorid 0,012 mg/kg i.v., innerhalb von 5 Minuten gefolgt von Butorphanol: 0,25 ml/100 kg i.v.
Mit Romifidin:
Romifidin: 0,04 - 0,12 mg/kg i.v., innerhalb von 5 Minuten gefolgt von
Butorphanol: 0,2 ml/100 kg i.v.
HUNDE
Zur Analgesie Monoanwendung:
0,2 - 0,3 mg Butorphanol/kg (0,02 - 0,03 ml des Tierarzneimittels/kg) i.v., i.m. oder s.c.
15 Minuten vor der Beendigung der Narkose verabreichen, um eine Analgesie in der Erholungsphase zu erreichen. Die Dosis kann bei Bedarf wiederholt werden.
Zur Sedation
Mit Medetomidin:
Butorphanol: 0,01 ml/kg i.v. oder i.m. Medetomidin: 0,01 - 0,025 mg/kg i.v. oder i.m.
Vor Beginn des Eingriffs 20 Minuten abwarten, bis die Sedation eingesetzt hat.
Zur Prämedikation einer Anästhesie Monoanwendung zur Analgesie beim Hund:
0,1 - 0,2 mg Butorphanol/kg (0,01 - 0,02 ml des Tierarzneimittels/kg) i.v., i.m. oder s.c. 15 Minuten vor der Narkoseeinleitung.
Zur Anästhesie
Zur Anästhesie in Kombination mit Medetomidin und Ketamin: Butorphanol: 0,01 ml/kg i.m. Medetomidin: 0,025 mg/kg i.m., innerhalb von 15 Minuten gefolgt von Ketamin: 5 mg/kg i.m. Es ist nicht ratsam, diese Kombination bei Hunden mit Atipamezol zu antagonisieren.
KATZEN
Es wird empfohlen, entweder Insulinspritzen oder 1-ml-Spritzen mit Graduierung zu verwenden. Wenn wiederholte Injektionen erforderlich sind, sind unterschiedliche Injektionsstellen zu verwenden.
Zur Analgesie
Präoperativ:
0,4 mg Butorphanol/kg (0,04 ml des Tierarzneimittels/ kg) i.m. oder s.c.
15 - 30 Minuten vor der i.v. Verabreichung der Anästhetika zur Narkoseeinleitung geben.
5 Minuten vor der i.m. Verabreichung der Anästhetika geben, beispielsweise eine Kombination aus i.m. Acepromazin/Ketamin oder Xylazin/Ketamin. Siehe auch Abschnitt 4.2 zur Dauer der Analgesie.
Postoperativ:
15 Minuten vor der Beendigung der Narkose verabreichen, um eine Analgesie in der Erholungsphase zu erreichen:
entweder 0,4 mg Butorphanol/kg (0,04 ml des Tierarzneimittels/kg) i.m. oder s.c. oder: 0,1 mg Butorphanol pro kg (0,01 ml des Tierarzneimittels/kg) i.v.
Zur Sedation
Mit Medetomidin:
Butorphanol: 0,04 ml/kg i.m. oder s.c. Medetomidin: 0,05 mg/kg s.c.
Bei einer Wundversorgung sollte zusätzlich ein Lokalanästhetikum verwendet werden.
Zur Anästhesie
In Kombination mit Medetomidin und Ketamin:
Intramuskuläre Anwendung:
Butorphanol: 0,04 ml/kg i.m.
Medetomidin: 0,08 mg/kg i.m.
Ketamin: 5 mg/kg i.m.
Intravenöse Anwendung: Butorphanol: 0,01 ml/kg i.v. Medetomidin: 0,04 mg/kg i.v.
Ketamin: 1,25 - 2,50 mg/kg i.v. (abhängig von der erforderlichen Narkosetiefe).
Hinweise für die richtige Anwendung
Siehe Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“.
Der Stopfen sollte nicht öfter als 20-mal durchstochen werden.
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Welche Nebenwirkungen hat Butorgesic 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen?
Pferde:
| Häufig | Ataxie1, 2 | |
| (1 bis 10 Tiere/100 behandelte Tiere): | ||
| Sehr selten | Hypomotilität des Verdauungstrakts3 | |
| Laufbewegungen4 | ||
| (< 1 Tier/10.000 behandelte Tiere, einschließlich | ||
| Kardiale Depression5 | ||
| Einzelfallberichte): | ||
| Atemdepression5 | ||
| 1 Leicht, kann 3 bis 10 Minuten anhalten. | ||
2 Leicht bis schwer in Kombination mit Detomidin, klinische Studien haben jedoch gezeigt, dass es unwahrscheinlich ist, dass Pferde dabei kollabieren. Um Selbstverletzungen zu vermeiden, sind die üblichen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten.
3 Ohne Verkürzung der Gastrointestinalpassage. Diese Wirkung ist dosisabhängig und in der Regel geringfügig und vorübergehend.
4 Exzitatorische lokomotorische Wirkungen.
5 In Kombination mit α2-Adrenozeptor-Agonisten. Kann in diesen Fällen selten zum Tod führen.
Hunde:
| Selten | Ataxie1 | |
| Anorexie1 | ||
| (1 bis 10 Tiere/10.000 behandelte Tiere): | ||
| Diarrhoe1 | ||
| Sehr selten | Kardiale Depression2 | |
| Atemdepression2 | ||
| (< 1 Tier/10.000 behandelte Tiere, | ||
| Hypomotilität des Verdauungstrakts | ||
| einschließlich Einzelfallberichte): | ||
| Schmerz an der Injektionsstelle3 | ||
1 Vorübergehend.
2 Erkennbar an der Abnahme der Atemfrequenz, Entwicklung einer Bradykardie und Senkung des diastolischen Blutdrucks. Der Grad der Depression ist dosisabhängig.
3 Nach intramuskulärer Injektion.
Katzen:
| Sehr selten | Atemdepression | |
| Dysphorie | ||
| (< 1 Tier/10.000 behandelte Tiere, | ||
| Erregung, Angst | ||
| einschließlich Einzelfallberichte): | ||
| Orientierungslosigkeit, Mydriasis | ||
| Schmerz an der Injektionsstelle1 | ||
| 1 Nach intramuskulärer Injektion. |
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 WIEN, E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Wie ist Butorgesic 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Umkarton angegebenen
Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28
Tage.
Weitere Informationen zu Butorgesic 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Butorphanol ist für die Anwendung in Situationen bestimmt, bei denen eine kurz anhaltende Analgesie (Pferd, Hund) bzw. eine kurz bis mittellang anhaltende Analgesie (Katze) erforderlich ist.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Bei behandelten Tieren kann eine erkennbare Sedation auftreten.
Die Anwendung von Butorphanol bei Tieren mit Atemwegserkrankungen, die mit einer erhöhten Schleimproduktion einhergehen, oder bei Hunde- und Katzenwelpen sowie Fohlen sollte nach einer Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt erfolgen.
Die Kombination Butorphanol mit α2-Adrenozeptor-Agonisten sollte bei Tieren mit leicht bis mittelschwer eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion nur unter besonderer Vorsicht angewendet werden.
Besondere Vorsicht ist bei der Anwendung von Butorphanol geboten, wenn das Tier gleichzeitig mit zentral dämpfenden Arzneimitteln behandelt wird.
Pferde:
Die Anwendung des Tierarzneimittels in der empfohlenen Dosierung kann vorübergehende Ataxie (Störung der Muskelkoordination) und/oder Übererregung hervorrufen. Um der Verletzungsgefahr für Tier und Mensch vorzubeugen, ist bei der Behandlung von Pferden der Behandlungsort sorgfältig auszuwählen.
Kombination von Butorphanol und Detomidinhydrochlorid:
Vor der Anwendung des Tierarzneimittels in Kombination mit Detomidin sollte eine routinemäßige Auskultation des Herzens durchgeführt werden.
Hunde:
Beim Auftreten von Atemdepression kann Naloxon als Antidot verwendet werden.
Bei Anwendung von Butorphanol als Präanästhetikum schützt die gleichzeitige Gabe von Anticholinergika wie Atropin das Herz vor einer möglichen opioidinduzierten Bradykardie. Bei Verabreichung als intravenöse Injektion nicht schnell als Bolus injizieren.
Bei Hunden mit MDR1-Mutation ist die Dosis um 25 - 50% zu reduzieren.
Katzen:
Beim Auftreten von Atemdepression kann Naloxon als Antidot verwendet werden. Das Ansprechen auf Butorphanol kann bei Katzen individuell unterschiedlich sein. Bei Ausbleiben einer angemessenen analgetischen Wirkung sollte ein anderes Analgetikum verwendet werden.
Eine ausgeprägte Sedation tritt bei Katzen nicht ein, wenn Butorphanol als einziger Wirkstoff angewendet wird.
Eine Dosiserhöhung bewirkt bei Katzen keine Verstärkung oder Verlängerung der gewünschten Wirkung.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Das Tierarzneimittel hat eine opioidähnliche Wirkung. Im Falle einer versehentlichen Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Der Betroffene darf selbst kein Fahrzeug lenken, da Sedierung, Schwindel und Benommenheit auftreten können. Eine versehentliche Selbstinjektion kann Schläfrigkeit, Schwitzen, Übelkeit, Schwindel und Benommenheit verursachen. Diese Wirkungen können durch die Verabreichung eines Opioid- Antagonisten (z. B. Naloxon) aufgehoben werden.
Bei versehentlichem Haut- oder Augenkontakt die betroffenen Stellen sofort mit Wasser ab- bzw. ausspülen.
Trächtigkeit:
Die Anwendung dieses Tierarzneimittels während der Trächtigkeit wird nicht empfohlen.
Laktation:
Die Anwendung dieses Tierarzneimittels während der Laktation wird nicht empfohlen.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Vor der Anwendung von Kombinationen sind die Kontraindikationen, Wartezeiten und Warnhinweise in den Fachinformationen der anderen Tierarzneimittel zu beachten.
In Kombination mit bestimmten anderen Sedativa wie adrenergen α2-Agonisten (Romifidin oder Detomidin bei Pferden, Medetomidin bei Hunden und Katzen) ist eine Dosisreduktion dieses
Tierarzneimittels erforderlich, um unerwünschte synergistische Wirkungen zu verhindern. Siehe Abschnitt „Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung“.
Aufgrund seiner hustendämpfenden Eigenschaft sollte dieses Tierarzneimittel nicht in Kombination mit schleimlösenden Substanzen eingesetzt werden, da dies zu einer Schleimansammlung in den Atemwegen führen kann.
Aufgrund seiner Eigenschaften als Antagonist des μ-Opioidrezeptors kann dieses Tierarzneimittel die analgetische Wirkung aufheben, wenn das Tier zuvor bereits reine μ-Opioidagonisten (wie
Morphin/Oxymorphin) erhalten hat.
Bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral dämpfender Arzneimittel muss mit einer Verstärkung der Wirkung von Butorphanol gerechnet werden, weshalb solche Arzneimittel nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden sollten. Bei gleichzeitiger Verabreichung dieser Wirkstoffe ist daher die Butorphanol-Dosis zu verringern.
Überdosierung:
Das wichtigste Anzeichen einer Überdosierung ist die Atemdepression. Diese kann mit Naloxon wieder aufgehoben werden. Um die Wirkung einer Kombination mit Detomidin/Medetomidin aufzuheben, kann Atipamezol angewendet werden, sofern nicht zuvor eine Kombination aus Butorphanol, Medetomidin und Ketamin intramuskulär für die Anästhesie beim Hund verwendet wurde. In diesem Fall ist Atipamezol nicht anzuwenden.
Weitere mögliche Anzeichen einer Überdosierung beim Pferd sind Ruhelosigkeit/Erregung, Muskeltremor, Ataxie, vermehrter Speichelfluss, verringerte gastrointestinale Motilität und Krampfanfälle. Bei der Katze sind die wichtigsten Anzeichen einer Überdosierung Koordinationsstörungen, Speichelfluss und leichte Krampfanfälle.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln in der gleichen Spritze gemischt werden.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z.Nr.: 840441
Packungsgrößen:
Durchstechflasche aus Klarglas (Typ I) mit Bromobutyl-Gummistopfen und einer Aluminium-
Bördelkappe.
Umkarton mit 1 Durchstechflasche mit 10 oder 20 ml.
Umkarton mit 5 Durchstechflaschen mit 10 oder 20 ml.
Umkarton mit 10 Durchstechflaschen mit 10 oder 20 ml.
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
06/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


