Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bimacox 2,5 mg/ml Suspension zum Eingeben für Schafe und Rinder Anwendungsgebiete Lämmer: Zur Vorbeugung von klinischen Symptomen der Kokzidiose verursacht durch EIMERIA CRANDALLIS und EIMERIA OVINOIDALIS. Kälber: Zur Vorbeugung von klinischen Symptomen der Kokzidiose verursacht durch EIMERIA BOVIS und EIMERIA ZUERNII.
- Zulassungsinhaber
- Bimeda Animal Health Limited
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
- ATC Code
- QP51BC03
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
Anzeige
Gebrauchsinformation
Wofür wird Bimacox 2,5 mg/ml Suspension zum Eingeben für Schafe und Rinder angewendet?
Bimacox 2,5 mg/ml Suspension zum Eingeben für Schafe und Rinder
Anwendungsgebiete
Lämmer:
Zur Vorbeugung von klinischen Symptomen der Kokzidiose verursacht durch EIMERIA CRANDALLIS und
EIMERIA OVINOIDALIS.
Kälber:
Zur Vorbeugung von klinischen Symptomen der Kokzidiose verursacht durch EIMERIA BOVIS und
EIMERIA ZUERNII.
Anzeige
Was ist vor der Einnahme von Bimacox 2,5 mg/ml Suspension zum Eingeben für Schafe und Rinder zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile.
Wie wird Bimacox 2,5 mg/ml Suspension zum Eingeben für Schafe und Rinder angewendet?
DOSIERUNG FÜR JEDE ZIELTIERART, ART UND DAUER DER ANWENDUNG
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
1 mg Diclazuril pro kg Körpergewicht (entspricht 1 ml des Tierarzneimittels pro 2,5 kg Körpergewicht) bei einmaliger oraler Verabreichung.
Dosierungsanleitung:
| Körpergewicht | Dosis |
| (Lämmer und | Volumen |
| Kälber) | 1 mg/kg |
| 5,0 kg | 2 ml |
| 7,5 kg | 3 ml |
| 10,0 kg | 4 ml |
| 12,5 kg | 5 ml |
| 15,0 kg | 6 ml |
| 20,0 kg | 8 ml |
| 25,0 kg | 10 ml |
| 50,0 kg | 20 ml |
| 75,0 kg | 30 ml |
| 100,0 kg | 40 ml |
| 150,0 kg | 60 ml |
| 175,0 kg | 70 ml |
| 200,0 kg | 80 ml |
Hinweise für die richtige Anwendung
Vor Gebrauch gut schütteln.
Um eine genaue Dosierung zu gewährleisten, wird empfohlen, ein entsprechend geeichtes Dosiergerät zu verwenden. Dies ist besonders wichtig, wenn kleine Mengen verabreicht werden.
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Werden die Tiere eher in Gruppen als individuell behandelt, sollten diese entsprechend ihrem Körpergewicht gruppiert und dosiert werden, um Unter- und Überdosierungen zu vermeiden.
Die orale Suspension sollte direkt in das Maul verabreicht werden, wobei ein geeignetes Dosiergerät zu verwenden ist.
Anzeige
Wie ist Bimacox 2,5 mg/ml Suspension zum Eingeben für Schafe und Rinder aufzubewahren?
Besondere Lagerungshinweise
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Vor Frost schützen.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Weitere Informationen zu Bimacox 2,5 mg/ml Suspension zum Eingeben für Schafe und Rinder
| Jeder ml enthält: | ||
| Wirkstoff: | ||
| Diclazuril | 2,5 mg | |
| Sonstige Bestandteile: | ||
| Quantitative Zusammensetzung, falls diese | ||
| Qualitative Zusammensetzung sonstiger | Information für die ordnungsgemäße | |
| Bestandteile und anderer Bestandteile | Verabreichung des Tierarzneimittels | |
| wesentlich ist | ||
| Methyl-4-hydroxybenzoat (E218) | 1,8 mg | |
| Propyl-4-hydroxybenzoat | 0,2 mg | |
| Mikrokristalline Cellulose und Carmellose- | ||
| Natrium | ||
| Citronensäure-Monohydrat | ||
| Polysorbat 20 | ||
| Natriumhydroxid (zur pH-Einstellung) | ||
| Gereinigtes Wasser |
Eine weiße bis cremefarbene homogene Suspension.
Besondere Warnhinweise
Liegt keine aktuelle und bestätigte Vorgeschichte einer klinischen Kokzidiose vor, muss das Vorliegen der Erkrankung in der Gruppe oder dem Bestand vor der Anwendung des Tierarzneimittels nachgewiesen worden sein.
Der bevorzugte Zeitpunkt der Behandlung richtet sich nach der bekannten Epidemiologie von EIMERIA spp., wobei die Behandlung in der Präpatenzphase der Infektion am wirksamsten ist, bevor klinische Symptome auftreten.
Kälber: In bestimmten Fällen kann nur eine vorübergehende Verringerung der Oozystenausscheidung erreicht werden.
Bei klinischen Verdachtsfällen einer Resistenz gegenüber Antikokzidia sollten weitere geeignete Untersuchungen durchgeführt werden (z.B. der Reduktionstest zur Eizählung in Fäkalien). Wenn die Ergebnisse des Tests eine Resistenz gegenüber einem bestimmten Antikokzidium bestätigen, sollte zur Fortsetzung der Therapie ein Antikokzidium einer anderen Substanzgruppe und mit einem anderen Wirkungsmechanismus eingesetzt werden.
Zwischen Toltrazuril und Diclazuril wurden Kreuzresistenzen festgestellt. Die Anwendung von Diclazuril sollte daher sorgfältig geprüft werden, sofern die Empfindlichkeitsprüfung Resistenzen gegenüber Triazin-Derivaten gezeigt hat, da dies die Wirksamkeit reduzieren kann.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Die Anwendung des Tierarzneimittels sollte auf der Identifizierung und Empfindlichkeitsprüfung des/der Zielerreger/s basieren. Falls dies nicht möglich ist, sollte die Anwendung auf epidemiologischen Informationen und Kenntnissen zur Empfindlichkeit der Zielerreger auf Bestandsebene oder auf lokaler/regionaler Ebene beruhen.
Bei der Anwendung des Tierarzneimittels sind die amtlichen, nationalen und örtlichen Regelungen über den Einsatz von Antibiotika zu berücksichtigen.
Kokzidiose ist ein Indikator für unzureichende Hygiene in der Herde / im Stall. Es wird empfohlen, die Hygiene zu verbessern und alle Lämmer in einer Gruppe und alle Kälber in einem Stall zu behandeln. Dies wird dazu beitragen, den Infektionsdruck zu verringern und eine bessere epidemiologische Kontrolle der Kokzidiose-Infektion zu gewährleisten.
Um den Verlauf einer nachgewiesenen klinischen Kokzidien-Infektion zu ändern, ist bei einzelnen Tieren, die bereits Anzeichen von Durchfall aufweisen, eine zusätzliche unterstützende Flüssigkeitstherapie unerlässlich.
Die vorbeugende Anwendung dieses Tierarzneimittels sollte auf Tiere beschränkt werden, bei denen ein sehr hohes Infektionsrisiko besteht.
Die häufige und wiederholte Anwendung von Antiprotozoika kann zur Entwicklung einer Resistenz der Zielparasiten führen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Nach der Anwendung Hände waschen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Umweltschutz:
Nicht zutreffend.
Trächtigkeit, Laktation oder Legeperiode:
Nicht zutreffend.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Keine bekannt.
Überdosierung:
Schafe (Lämmer): Nach der Verabreichung des Fünffachen der empfohlenen Dosis wurden keine klinischen Anzeichen einer Überdosierung festgestellt.
Rinder (Kälber): Nach einmaliger Verabreichung des Fünffachen der empfohlenen Dosis wurden keine klinischen Anzeichen einer Überdosierung festgestellt. Bei wiederholter Verabreichung der 3- bis 5-fachen Dosis an 3 aufeinanderfolgenden Tagen wurde bei einigen Kälbern weicher und dunkel (dunkelbraun) verfärbter Kot beobachtet. Diese Beobachtungen waren vorübergehend und verschwanden ohne besondere Behandlung.
Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen: Nicht zutreffend.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
| 8. | NEBENWIRKUNGEN | |||
| Nebenwirkungen | ||||
| Schafe (Lämmer) und Rinder (Kälber): | ||||
| Sehr selten | Störung des Verdauungstrakts (z. B. Durchfall1,2) | |||
| (<1 Tier / 10.000 behandelte Tiere, | Lethargie, Festliegen; | |||
| einschließlich Einzelmeldungen): | Unruhe; | |||
| Neurologische Störung (z. B. Lähmung) |
1 mit möglicher Blutbeimengung.
2 bei einigen behandelten Tieren, obwohl die Oozystenausscheidung auf ein sehr geringes Maß gesenkt wurde.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
AT/Österreich:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at/
Datum der letzten Überarbeitung der Kennzeichnung
AT: 05/2025
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Umweltverträglichkeit
Es hat sich gezeigt, dass Diclazuril im Boden sehr persistent ist.
AT: Rezept- und apothekenpflichtig.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


