Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Banminth 152,3 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde Anwendungsgebiete Zur Behandlung des Befalls mit adulten darmständigen Stadien von großen Strongyliden (Strongylus vulgaris, Strongylus edentatus, Strongylus equinus), kleinen Strongyliden (Triodontophorus spp., Cyathostomum spp., Cylicocyclus spp., Cylicostephanus spp.), …
- Zulassungsinhaber
- Zoetis Österreich GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; NE (Abgabemöglichkeit nicht eingeschränkt)
- ATC Code
- QP52AF02
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Banminth 152,3 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Banminth 152,3 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde
Anwendungsgebiete
Zur Behandlung des Befalls mit adulten darmständigen Stadien von großen Strongyliden (Strongylus vulgaris, Strongylus edentatus, Strongylus equinus), kleinen Strongyliden (Triodontophorus spp., Cyathostomum spp., Cylicocyclus spp., Cylicostephanus spp.), Pfriemenschwänze (Oxyuris equi), Spulwürmer (Parascaris equorum) und Anoplocephala perfoliata; gegen Anoplocephala perfoliata ist die Wirkung variabel.
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Was ist vor der Einnahme von Banminth 152,3 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde zu beachten?
Gegenanzeigen
Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Siehe auch Abschnitt „Wartezeiten“.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende
Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Banminth 152,3 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben.
Einmalige Anwendung.
Die Dosis beträgt 6,6 mg Pyrantel-Base je kg Körpergewicht (KGW), entsprechend 1 g Paste je 23 kg KGW.
Zur Bekämpfung des Befalles mit Anoplocephala perfoliata ist die doppelte Dosierung (1 g Paste je 11,5 kg KGW) zu verabreichen.
Die Wiederholung der Behandlung richtet sich nach der Präpatenzzeit der Parasiten.
Zur routinemäßigen Entwurmung wird ein Intervall von 6 Wochen zwischen den Behandlungen empfohlen. Bei jüngeren Pferden müssen die Abstände zwischen den Behandlungen kürzer sein. Größere Intervalle können gewählt werden, wenn die Bestandsdichte gering ist oder die Weideperioden kurz sind. Das Behandlungsintervall sollte sich nach dem Wiederauftreten von Eiern in den Fäzes nach der Behandlung richten.
Die Empfindlichkeit von Strongyliden gegenüber Pyrantelembonat sollte regelmäßig durch Untersuchung der Fäzes überprüft werden.
Die Behandlung sollte bei Fohlen ab der 8. Lebenswoche erfolgen, da frühestens zu diesem Zeitpunkt mit dem Auftreten adulter Spulwürmer zu rechnen ist.
In betroffenen Beständen sind strategische Behandlungen gegen Anoplocephala perfoliata alle 6 Monate bzw. kurz vor Weidesaison und am Ende der Sommerweidezeit angezeigt.
Hinweise für die richtige Anwendung
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.
Die zu verabreichende Pastenmenge entsprechend dem Körpergewicht am Kolben der Applikationsspritze einstellen.
Die Applikationsspritze möglichst weit in die Maulhöhle einführen und die Paste auf den Zungengrund geben. Die dem Körpergewicht entsprechende Menge der Paste sollte auf einmal verabreicht werden.
Sollen Tiere gemeinsam behandelt werden, so sollten möglichst homogene Gruppen gebildet werden und alle Tiere einer Gruppe sollten mit der Dosis behandelt werden, die dem schwersten Tier entspricht, um Unter- oder Überdosierung zu vermeiden.
Es sind keine diätetischen Maßnahmen erforderlich. Das Tierarzneimittel kann an Pferde jeden Alters, einschließlich tragender und säugender Stuten verabreicht werden. Bei Sportpferden ist eine Unterbrechung des Trainingsrhythmus nicht notwendig.
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Welche Nebenwirkungen hat Banminth 152,3 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde?
Pferd:
Keine bekannt.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden:
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 WIEN, E-Mail: basg-vphv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at
Wie ist Banminth 152,3 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Nicht über 25°C lagern.
Nicht im Kühlschrank lagern.
Die Applikationsspritze im Umkarton aufbewahren.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Behältnis angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: sofort aufbrauchen.
Weitere Informationen zu Banminth 152,3 mg/g Paste zum Eingeben für Pferde
Zusammensetzung
| 1 Gramm enthält: | ||
| Wirkstoff(e): | ||
| Pyrantel | 152,3 mg | |
| (als Pyrantelembonat 439,00 mg) | ||
| Sonstige Bestandteile: | ||
| Methyl(4-hydroxybenzoat) | 1,05 mg | |
| Propyl(4-hydroxybenzoat) | 0,30 mg | |
| Hellgelbe, opake Paste. | ||
| 3. | Zieltierart(en) |
Pferd.
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Folgende Situationen sollten vermieden werden, da diese zur Erhöhung der Resistenz und letztendlich zur Unwirksamkeit der Behandlung führen können:
- zu häufige und wiederholte Anwendung von Anthelminthika einer Substanzklasse über einen längeren Zeitraum.
- Unterdosierung, verursacht durch Unterschätzung des Körpergewichtes, falsche Verabreichung des Tierarzneimittels oder durch mangelhafte Einstellung der Dosiervorrichtung (sofern vorhanden).
Bei Verdacht auf klinische Fälle einer Anthelminthika-Resistenz sollten weiterführende Untersuchungen mit geeigneten Tests (z.B. fäkalen Eizahlreduktionstest) durchgeführt werden. Falls die Testergebnisse deutlich auf die Resistenz gegenüber einem bestimmten Anthelminthikum hinweisen, sollte ein Anthelminthikum aus einer anderen Substanzklasse und mit unterschiedlichem Wirkungsmechanismus angewendet werden.
Bei Pferden wurden für die kleinen Strongyliden aus mehreren Ländern, einschließlich Mitgliedstaaten der EU, über Resistenzen gegenüber Pyrantel berichtet. Die Anwendung dieses Tierarzneimittels sollte sich daher auf nationaler Ebene (regional, betrieblich) auf epidemiologische Erhebungen zur Empfindlichkeit von Nematoden sowie auf Expertenempfehlungen zur Eindämmung weiterer Anthelminthika-Resistenzen stützen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Derselbe Applikator sollte nur dann bei mehreren Pferden verwendet werden, wenn alle Pferde gesund sind und auf derselben Weide oder in demselben Stall in direktem Kontakt miteinander stehen.
Bei stark geschwächten Tieren und insbesondere bei Tieren, die unter schwerem Befall mit Endoparasiten, begleitet von Läsionen der Darmwand, leiden, kann es zu einer erhöhten Resorption des Pyrantels kommen. Eine derartig erhöhte Resorption kann zu Symptomen wie Muskeltremor, Salivation, Tachypnoe, Diarrhoe und erniedrigte Blut-Cholinesterase-Aktivität führen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegen Pyrantel oder einen der anderen Bestandteilen sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden.
Direkten Kontakt mit Haut, Schleimhaut und Augen vermeiden. Bei versehentlichem Kontakt mit Haut, Schleimhaut oder Augen sofort die exponierte Stelle gründlich mit Wasser spülen.
Während der Anwendung des Tierarzneimittels nicht essen, trinken oder rauchen. Nach der Anwendung Hände waschen.
Trächtigkeit und Laktation:
Kann während der Trächtigkeit und Laktation angewendet werden.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Das Tierarzneimittel nicht gleichzeitig mit anderen Parasympathomimetika (z.B. Levamisol) oder Cholinesterasehemmern (z.B. Organophosphatverbindungen) anwenden.
Die spezifischen Aktivitäten von Piperazin (können die Wirksamkeit von Pyrantel (spastische Paralyse der Parasiten) hemmen.
Überdosierung:
Das Tierarzneimittel wird bei einer Dosierung bis zum Fünffachen der empfohlenen therapeutischen Dosis gut vertragen. Anzeichen einer Überdosierung sind Speichelfluss, Muskelzittern, Tachypnoe und Durchfall. Bei Symptomen infolge einer Überdosierung kann Atropin als Antidot eingesetzt werden.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Nicht zutreffend.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
Z.Nr.: 16989
Packungsgröße:
Faltschachtel mit einer Applikationsspritze aus Polypropylen mit 26 g Paste.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
07/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


