Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels AviPro ND LASOTA Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten Anwendungsgebiet(e) Zur aktiven Immunisierung von Hühnern und Puten gegen die Newcastle-Krankheit. Beginn der Immunität: Eine aktive Immunität entwickelt sich innerhalb von 21 Tagen.
- Zulassungsinhaber
- Lohmann Animal Health GmbH
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
- ATC Code
- QI01AD06
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird AviPro ND LASOTA Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
AviPro ND LASOTA Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten
Anwendungsgebiet(e)
Zur aktiven Immunisierung von Hühnern und Puten gegen die Newcastle-Krankheit.
Beginn der Immunität:
Eine aktive Immunität entwickelt sich innerhalb von 21 Tagen.
Die Anwesenheit von maternalen Antikörpern kann die Ausbildung einer aktiven Immunität beeinträchtigen.
Dauer der Immunität:
Der Impfschutz hält bei Hühnern mind. 6 Wochen an. Daher ist eine Wiederholung der Impfung in regelmäßigen Abständen erforderlich.
Bei der Pute liegen keine Daten zur Dauer der Immunität vor. Eine Nachimpfung wird im Intervall von 3-4 Wochen empfohlen.
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Was ist vor der Einnahme von AviPro ND LASOTA Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten zu beachten?
Gegenanzeigen
Keine.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
DE: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.
AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird AviPro ND LASOTA Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Zum Eingeben über das Trinkwasser oder zum Versprühen nach Auflösung.
Pro Huhn ist 1 Dosis des Impfstoffes zu verabreichen.
Pro Pute sind 2 Dosen des Impfstoffes zu verabreichen.
Der Impfstoff kann ab dem 14. Lebenstag eingesetzt werden.
Eine allgemeingültige Impfempfehlung kann nicht gegeben werden, da das Impfschema den individuellen Bestandsverhältnissen und der aktuellen Seuchenlage angepasst werden muss.
Grundimmunisierung: Zweimalige Impfung im Abstand von 4-6 Wochen.
Wiederholungsimpfungen: Je nach Seuchenlage etwa alle 4-6 Wochen.
Für Masthühner ist im Allgemeinen die einmalige Verabreichung von AviPro ND LASOTA ausreichend.
Hinweise für die richtige Anwendung
Art der Anwendung:
a.) Verabreichung über das Trinkwasser
Die benötigte Anzahl der Impfstoffdosen und die Wassermenge sind zu bestimmen (siehe unten).
Den gesamten Inhalt der Impfstoff-Flaschen jeweils nur für einen Stall bzw. ein Tränkesystem verwenden, das Aufteilen kann zu Dosierungsfehlern führen.
Alle zur Impfung verwendeten Geräte (Leitungen, Schläuche, Tränken etc.) sollten gründlich gesäubert und frei von Reinigungs- oder Desinfektionsmittelrückständen sein.
Nur kühles, sauberes und frisches Wasser verwenden, vorzugsweise frei von Chlor und Metallionen. Magermilchpulver (2 – 4 g/Liter) bzw. Magermilch (20 – 40 ml/Liter Wasser) kann die Qualität des Trinkwassers verbessern und die Aktivität des Impfstoffes verlängern; der Zusatz sollte jedoch unbedingt 10 Minuten vor Zugabe des Impfstoffes erfolgen.
Impfstoff-Flasche unter Wasser öffnen und Inhalt vollständig lösen. Durch Spülen der Flasche und des Gummistopfens mit Wasser für eine vollständige Entleerung sorgen.
Das Wasser in den Tränken muss vor der Impfung aufgebraucht sein. Alle Leitungen sollten frei von normalem Wasser sein, so dass die Tränken ausschließlich Impfstoff-Lösung enthalten. Mit Wasser gefüllte Leitungen müssen vor Anwendung der Impfstoff-Lösung geleert werden.
Der Impfstoff sollte innerhalb von 2 Stunden verbraucht sein. Da das Trinkverhalten von Hühnern variiert, ist es unter Umständen nötig, den Tieren vor der Impfung das Trinkwasser zu entziehen, um zu gewährleisten, dass alle Tiere während der Phase der Impfung trinken.
Die Menge Wasser muss so bemessen sein, dass sie von den Tieren innerhalb von 2 Stunden verbraucht wird. Die verdünnte Impfstoff-Lösung wird kaltem, frischem Wasser so hinzugefügt, dass als Faustregel 1000 Impfstoffdosen in einem Liter Wasser pro Lebenstag für 1000 Hühner gelöst sind, z.B. für 1000 Hühner im Alter von 10 Tagen würden 10 Liter benötigt.
Unter heißen klimatischen Bedingungen und bei schweren Rassen muss diese Menge unter Umständen bis auf ein Maximum von 40 Litern pro 1000 Tiere erhöht werden. Im Zweifelsfall muss die Wasseraufnahme am Tag vor der Impfung ermittelt werden.
Gebrauchsfertigen Impfstoff sofort nach Auflösung verabreichen.
Während der Trinkwasserimpfung dürfen die Tiere keinen Zugang zu normalem Trinkwasser haben.
b.) Verabreichung durch Versprühen
Die zum Versprühen benötigte Wassermenge hängt von verschiedenen Faktoren wie Alter der Tiere, Unterbringung, Temperatur, der Besatzdichte und dem Gerät ab, das zum Versprühen des Impfstoffes verwendet wird. Sie beträgt zwischen 250 und 1000 ml/1000 Tiere.
Allgemein gilt: Je feiner der Nebel, d.h. je kleiner die Tropfen, desto tiefer dringt die Viruslösung in den Respirationstrakt ein. Dies bedingt eine bessere Immunogenität, aber auch eine geringere Verträglichkeit.
In der Regel erfolgt die Erstimpfung als Grobnebel (Tröpfchengröße > 50 µm).
Bei Wiederholungsimpfungen kann der Impfstoff als Feinnebel (Tröpfchengröße < 50 µm) appliziert werden.
Destilliertes Wasser verwenden.
Alle Tiere gleichmäßig besprühen.
Beim Versprühen und für ca. 20 - 30 Minuten danach ist, wenn möglich die Ventilation abzuschalten oder zu reduzieren.
Beunruhigung der Tiere vermeiden, z.B. durch Herabsetzen der Beleuchtung.
Schutzbrille und Mundschutz bzw. Atemschutzmaske tragen.
Sprühgeräte nur zur Impfung verwenden und nur mit heißem Wasser, keinesfalls mit Desinfektionsmitteln oder Detergenzien reinigen.
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Wie ist AviPro ND LASOTA Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten aufzubewahren?
Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren.
Im Kühlschrank lagern (2° C – 8° C).
Nicht einfrieren.
Vor Licht schützen.
Impfstoffsuspension vor direkter Sonnenbestrahlung und Erwärmung über +25°C schützen.
Gebrauchsfertigen Impfstoff nicht einfrieren.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.
Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 2 Stunden.
Weitere Informationen zu AviPro ND LASOTA Lyophilisat zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten
Zusammensetzung
Jede Dosis enthält:
Wirkstoff:
Newcastle Disease Virus (NDV), Stamm La Sota, lebend 106,0 EID50 - 107,0 EID*50
*EID50 = 50%-Embryo-Infektionsdosis: der benötigte Virustiter, um bei 50% von mit dem Virus beimpften Embryonen eine Infektion hervorzurufen
Weiß – beigefarbenes Lyophilisat
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Nur gesunde Tiere impfen.
Gleichzeitige Infektionen beispielsweise mit Mykoplasmen, E. coli, Aspergillus spp. oder
Ornithobacterium rhinotracheale können zu Komplikationen führen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Das Virus wird mit den Fäzes bis zu 12 Tage lang ausgeschieden und kann mittels Kontaktinfektion auf dafür empfängliche Tiere übertragen werden.
Während dieser Zeit sollte der Kontakt von immungeschwächten und ungeimpften Tieren mit geimpften Hühnern oder Puten vermieden werden.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Bei der Handhabung des Tierarzneimittels sollte der Anwender eine Schutzausrüstung bestehend aus Gesichtsmaske / Visier tragen.
Das ND-Virus kann bei Kontakt mit den Augen eine Konjunktivitis verursachen. Bei versehentlicher Selbstverabreichung ist unverzüglich ein Arzt zu Rate zu ziehen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. Verspritzen oder Verschütten ist zu vermeiden.
Nach der Anwendung Hände und Ausrüstung waschen und desinfizieren.
Legegeflügel:
Nicht anwenden bei Zuchttieren während der Legeperiode und innerhalb von 4 Wochen vor Beginn der Legeperiode.
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:
Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels angewendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.
Überdosierung:
Neben den Anzeichen, die unter „Nebenwirkungen“ erwähnt werden, wurden keine sonstigen Anzeichen nach einer Verabreichung der zehnfachen Dosis beobachtet.
Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen:
Die staatliche Chargenfreigabe ist für dieses Produkt vorgeschrieben.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.
| 7. | Nebenwirkungen | |
| Zieltierart(en): Hühner und Puten | ||
| Sehr selten | Erkrankungen des Respirationstraktes (Husten oder | |
| (< 1 Tier/10 000 behandelte Tiere, | Niesen)* | |
| einschließlich Einzelfallberichte): | ||
*Leichte Symptome 6 – 15 Tage nach der Impfung aufgrund der Replizierung des Virus in den Zielzellen. Dies beeinträchtigt jedoch nicht die Leistung der Vögel.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
Deutschland
Webseite: https://www.vet-uaw.de
Österreich
Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen
Traisengasse 5
A-1200 WIEN
E-Mail: basg-v-phv@basg.gv.at
Website: https://www.basg.gv.at/
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
DE: Zul. Nr.: 200a/97
AT: Z. Nr.: 8-20222
Karton mit 1 oder 10 Flaschen mit 500 / 1,000 / 2,500 / 5,000 / 10,000 Dosen pro Flasche
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
09/2024
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


