Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
Bezeichnung des Tierarzneimittels Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten 2. Zusammensetzung Eine Dosis des gelösten Impfstoffes enthält: Newcastle-Disease-Virus, Stamm VG/GA-Avinew, lebend.................................... 5,5 - 7,0 log10 EID501 1EID50: Eiinfektiöse Dosis 50 %. Blau gesprenkelte, runde Tablette. 3.
- Zulassungsinhaber
- Boehringer Ingelheim Animal Health France S.C.S.
- Abgabestatus
- Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
- ATC Code
- QI01AD06
Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.
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Gebrauchsinformation
Wofür wird Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten angewendet?
Bezeichnung des Tierarzneimittels
Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten
| 2. | Zusammensetzung | |
| Eine Dosis des gelösten Impfstoffes enthält: | ||
| Newcastle-Disease-Virus, Stamm VG/GA-Avinew, lebend.................................... | 5,5 - 7,0 log10 EID501 | |
| 1EID50: Eiinfektiöse Dosis 50 %. | ||
| Blau gesprenkelte, runde Tablette. | ||
| 3. | Zieltierart(en) |
Hühner (Masthühner, künftige Legehennen und künftige Elterntiere):
Puten:
Anwendungsgebiete
Bei Masthühnerküken ab dem ersten Lebenstag:
Aktive Immunisierung gegen Newcastle-Disease zur Reduktion der damit verbundenen Mortalität und klinischen Symptome.
Beginn der Immunität: 14 Tage nach der Erstimpfung.
Dauer der Immunität bei Impfung entsprechend dem Impfplan: Impfschutz bis zum Alter von 6 Wochen.
Bei künftigen Legehennen und künftigen Elterntieren ab dem Alter von 4 Wochen:
Aktive Immunisierung gegen den durch Newcastle-Disease verursachten Abfall der Legeleistung als Priming vor Impfung mit einem inaktivierten Impfstoff (Stamm Ulster 2C) vor Legebeginn. Informationen zur Dauer der Immunität nach vollständigem Impfplan sind der Packungsbeilage des inaktivierten Impfstoffes zur Boosterung zu entnehmen.
Bei Puten ab dem ersten Lebenstag:
Aktive Immunisierung gegen Newcastle-Disease zur Reduktion der damit verbundenen Mortalität und klinischen Symptome.
Beginn der Immunität: 21 Tage nach der Erstimpfung.
Dauer der Immunität: 7 Wochen nach einer einzelnen Anwendung.
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Was ist vor der Einnahme von Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten zu beachten?
Gegenanzeigen
Keine.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung
DE:
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.
AT:
Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.
Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.
Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.
Wie wird Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten angewendet?
Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung
Bei Masthühnerküken:
Erstimpfung mittels intraokulärer (Augentropfmethode) oder okulonasaler (als grobes Spray) Verabreichung: ab dem ersten Lebenstag.
Wiederholungsimpfung oral (über das Trinkwasser): im Alter von 2 bis 3 Wochen.
Zwischen den beiden Impfungen sollte ein Mindestabstand von 2 Wochen eingehalten werden.
Bei künftigen Legehennen und künftigen Elterntieren:
Zweimalige intraokuläre (Augentropfmethode), okulonasale (als grobes Spray) oder orale Verabreichung (über das Trinkwasser): im Alter von 4 und 8 Wochen.
Der Anwendung dieses Impfstoffes sollte vor Legebeginn eine Impfung mit einem inaktivierten Impfstoff (Stamm Ulster 2C) nachfolgen, um eine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen.
Bei Puten:
Impfung mittels okulonasaler Verabreichung (als grobes Spray): ab dem ersten Lebenstag.
Art der Anwendung:
Zum Resuspendieren und Zubereiten des Impfstoffes sauberes, kaltes Wasser verwenden. Für die Zubereitung und Verabreichung des Impfstoffes sterile, Desinfektionsmittel- und/oder Antiseptika-freie Gerätschaften verwenden.
Warten Sie bis zur vollständigen Auflösung der Tabletten, bevor Sie die Impfstoff-Suspension verwenden. Der rekonstituierte Impfstoff ist eine blaue Suspension, auf dessen Oberfläche sich eine feine Schaumschicht ausbilden kann.
− Einzeltierimpfung, intraokulär:
Je 1000 Tiere wird eine Tablette zu 1000 Dosen in 50 ml abgekochtem und wieder gekühltem, chlorfreiem Trinkwasser gelöst, das in einem Desinfektionsmittel- und/oder Antiseptika-freien Behältnis vorbereitet worden ist. Warten Sie bis zur vollständigen Auflösung der Tablette und übertragen Sie anschließend die Impfstoff-Suspension mittels einer Spritze in den Tropfendosierer. Es wird empfohlen, die Zubereitung des Impfstoffs in einer von den Tieren abgetrennten, sauberen Umgebung vorzunehmen.
Damit jedes Tier einen Tropfen von 50 µl erhält, soll ein geeichter Tropfendosierer verwendet werden. Jedem Tier wird ein Tropfen der Impfstoff-Suspension in ein Auge gegeben. Nachdem der Tropfen sich verteilt hat, kann das Tier wieder losgelassen werden.
− Herdenimpfung, oral:
Je 1000 Tiere wird eine Tablette zu 1000 Dosen in so viel chlorfreiem Trinkwasser verdünnt, wie in ein bis zwei Stunden aufgenommen wird.
Bei Verwendung von Leitungswasser wird das für die Impfung benötigte Wasser mit 2,5 g Magermilchpulver pro Liter Wasser versetzt, um mögliche Spuren von Chlor zu neutralisieren.
Die Impfstoff-Suspension muss sofort nach Auflösen verabreicht werden. Vor der Impfung sollte den Tieren für 2 Stunden das Trinkwasser entzogen werden.
− Herdenimpfung, über die Atemwege:
Je 1000 Tiere wird eine Tablette zu 1000 Dosen in einer dem Typ des verwendeten Sprühgerätes (mit Druckmethode oder mit rotierendem Sprühkopf) entsprechenden Menge chlorfreiem Trinkwasser verdünnt.
Die Impfstoff-Suspension soll als Mikrotröpfchen (mittlerer Tröpfchendurchmesser 80-100 µm) über den Tieren versprüht werden.
Damit eine ordnungsgemäße Impfstoffverteilung gewährleistet ist, sollen die Tiere während des Versprühens dicht zusammenstehen. Während der Spray-Impfung sollte die Lüftung des Stalles abgeschaltet sein.
Hinweise für die richtige Anwendung
Warten Sie bis zur vollständigen Auflösung der Tabletten, bevor Sie die Impfstoff-Suspension verwenden.
Für die Zubereitung und Verabreichung des Impfstoffes sterile, Desinfektionsmittel- und/oder Antiseptika-freie Gerätschaften verwenden.
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Welche Nebenwirkungen hat Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten?
Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels verwendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.
Überdosierung:
Nach der Verabreichung der 10-fachen Überdosis wurden keine Nebenwirkungen beobachtet.
Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen:
Jede Person, die die Absicht hat, dieses Tierarzneimittel herzustellen, einzuführen, zu besitzen, zu vertreiben, zu verkaufen, abzugeben und/oder anzuwenden, muss sich vorher bei der zuständigen Behörde des betreffenden Mitgliedstaates über die aktuelle Impfpolitik informieren, da diese Aktivitäten entsprechend den geltenden nationalen Rechtsvorschriften in dem gesamten Hoheitsgebiet des Mitgliedsstaates oder in Teilen davon untersagt sein können.
Wesentliche Inkompatibilitäten:
Dieses Tierarzneimittel darf nicht mit Gerätschaften und/oder über Trinkwasser, welche Desinfektionsmittel und/oder Antiseptika enthalten verabreicht werden. Der Stamm VG/GA-Avinew könnte unter dem Einfluss dieser Substanzen abgebaut werden.
Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.
Nebenwirkungen
Keine bekannt.
Für künftige Legehennen und künftige Elterntiere ist die Packungsbeilage des inaktivierten Impfstoffes zur Boosterung zu beachten.
Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.
AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien, E-Mail: basg-vphv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at
DE: Website: https://www.vet-uaw.de/
Wie ist Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten aufzubewahren?
Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.
Kühl lagern und transportieren (2 °C bis 8 °C).
Aus dem Blister entnommene, nicht verbrauchte Tabletten nicht aufbewahren. Die Blister im Umkarton aufbewahren.
Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.
Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 2 Stunden.
Weitere Informationen zu Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten
Besondere Warnhinweise
Besondere Warnhinweise:
Nur gesunde Tiere impfen.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:
Das Impfvirus kann auf ungeimpfte Tiere übertragen werden. Bei Puten wurde nach Verabreichung einer 10-fachen Überdosis gezeigt, dass diese Übertragung weniger als 21 Tage lang andauert. Die Infektion ungeimpfter Tiere mit dem Impfvirus von geimpften Tieren verursacht keinerlei Krankheitssymptome. Darüber hinaus hat eine Laborstudie bezüglich Rückkehr zur Virulenz gezeigt, dass das Impfvirus auch nach 10 Passagen in Hühnern keine pathogenen Eigenschaften annimmt. Daher ist nach dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse die Übertragung auf ungeimpfte Tiere als unschädlich anzusehen.
Bei Puten wurde der Beginn der Immunität bei SPF-seronegativen Tieren evaluiert. Der Einfluss von maternalen Antikörpern auf die unmittelbare Immunantwort bei Puten ist unbekannt. Die Dauer der Immunität wurde in Gegenwart von maternalen Antikörpern untersucht.
Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:
Beim Umgang mit der Impfstoff-Suspension sind Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.
Das Newcastle-Disease-Virus kann beim Menschen eine vorübergehende Konjunktivitis hervorrufen. Da dieser Impfstoff mit lebenden, attenuierten Mikroorganismen hergestellt wurde, sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Kontamination des Anwenders und der assistierenden Personen zu verhindern. Daher wird empfohlen, Atem- und Augenschutz entsprechend europäischem Standard zu tragen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Hersteller des Impfstoffs. Nach der Impfung sollen die Hände gewaschen und desinfiziert werden.
Legegeflügel:
Nicht anwenden bei Legegeflügel.
Zulassungsnummern und Packungsgrößen
DE: Z. Nr.: PEI.V.02053.02.1
AT: Z.Nr.: 836610
Packung mit 1 x 10 Tabletten zu 1000 oder 2000 Dosen Packung mit 10 x 10 Tabletten zu 1000 oder 2000 Dosen
Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.
Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage
04/2026
Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).
Weitere Informationen
Der Impfstoff enthält lebendes Newcastle-Disease-Virus, Stamm VG/GA-Avinew. Der Stamm VG/GA-Avinew ist lentogen und von Natur aus apathogen für Hühner (Genotyp I, Klasse II). Der Impfstoff induziert die Ausbildung einer aktiven Immunität gegen Newcastle-Disease, wie durch Testinfektionen bei Masthühnerküken und bei Puten nachgewiesen wurde.
AT: Rezept- und apothekenpflichtig. Charge staatlich freigegeben.
Redaktionelle Grundsätze
Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.


