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Medikamente

Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten

  • Tierarzneimittel
  • Rezeptpflichtig
Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten
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Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen
  7. Wartezeit

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Das Wichtigste in Kürze

Bei Masthühnerküken ab dem ersten Lebenstag: Aktive Immunisierung gegen Newcastle-Disease zur Reduktion der damit verbundenen Mortalität und klinischen Symptome. Beginn der Immunität: 14 Tage nach der Erstimpfung. Dauer der Immunität bei Impfung entsprechend dem Impfplan: Impfschutz bis zum Alter von 6 Wochen.

Wartezeit
Null Tage.
Zulassungsinhaber
Boehringer Ingelheim Animal Health France S.C.S.
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke; TGD (Abgabe im Rahmen des Tiergesundheitsdienstes (TGD) erlaubt)
ATC Code
QI01AD06

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten bei Tieren angewendet?

Bei Masthühnerküken ab dem ersten Lebenstag:

Aktive Immunisierung gegen Newcastle-Disease zur Reduktion der damit verbundenen Mortalität und klinischen Symptome.

Beginn der Immunität: 14 Tage nach der Erstimpfung.

Dauer der Immunität bei Impfung entsprechend dem Impfplan: Impfschutz bis zum Alter von 6 Wochen.

Bei künftigen Legehennen und künftigen Elterntieren ab dem Alter von 4 Wochen:

Aktive Immunisierung gegen den durch Newcastle-Disease verursachten Abfall der Legeleistung als Priming vor Impfung mit einem inaktivierten Impfstoff (Stamm Ulster 2C) vor Legebeginn. Informationen zur Dauer der Immunität nach vollständigem Impfplan sind der Packungsbeilage des inaktivierten Impfstoffes zur Boosterung zu entnehmen.

Bei Puten ab dem ersten Lebenstag:

Aktive Immunisierung gegen Newcastle-Disease zur Reduktion der damit verbundenen Mortalität und klinischen Symptome.

Beginn der Immunität: 21 Tage nach der Erstimpfung.

Dauer der Immunität: 7 Wochen nach einer einzelnen Anwendung.

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Gegenanzeigen und Warnhinweise zu Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten

Gegenanzeigen

Keine.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Nur gesunde Tiere impfen.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten:

Das Impfvirus kann auf ungeimpfte Tiere übertragen werden. Bei Puten wurde nach Verabreichung einer 10-fachen Überdosis gezeigt, dass diese Übertragung weniger als 21 Tage lang andauert. Die Infektion ungeimpfter Tiere mit dem Impfvirus von geimpften Tieren verursacht keinerlei Krankheitssymptome. Darüber hinaus hat eine Laborstudie bezüglich Rückkehr zur Virulenz gezeigt, dass das Impfvirus auch nach 10 Passagen in Hühnern keine pathogenen Eigenschaften annimmt. Daher ist nach dem gegenwärtigen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse die Übertragung auf ungeimpfte Tiere als unschädlich anzusehen.

Bei Puten wurde der Beginn der Immunität bei SPF-seronegativen Tieren evaluiert. Der Einfluss von maternalen Antikörpern auf die unmittelbare Immunantwort bei Puten ist unbekannt. Die Dauer der Immunität wurde in Gegenwart von maternalen Antikörpern untersucht.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Beim Umgang mit der Impfstoff-Suspension sind Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.

Das Newcastle-Disease-Virus kann beim Menschen eine vorübergehende Konjunktivitis hervorrufen. Da dieser Impfstoff mit lebenden, attenuierten Mikroorganismen hergestellt wurde, sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um die Kontamination des Anwenders und der assistierenden Personen zu verhindern. Daher wird empfohlen, Atem- und Augenschutz entsprechend europäischem Standard zu tragen.

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den Hersteller des Impfstoffs. Nach der Impfung sollen die Hände gewaschen und desinfiziert werden.

Legegeflügel:

Nicht anwenden bei Legegeflügel.

Wechselwirkung mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen:

Es liegen keine Informationen zur Unschädlichkeit und Wirksamkeit des Impfstoffes bei gleichzeitiger Anwendung eines anderen Tierarzneimittels vor. Ob der Impfstoff vor oder nach Verabreichung eines anderen Tierarzneimittels verwendet werden sollte, muss daher von Fall zu Fall entschieden werden.

Überdosierung:

Nach der Verabreichung der 10-fachen Überdosis wurden keine Nebenwirkungen beobachtet.

Besondere Anwendungsbeschränkungen und besondere Anwendungsbedingungen:

Jede Person, die die Absicht hat, dieses Tierarzneimittel herzustellen, einzuführen, zu besitzen, zu vertreiben, zu verkaufen, abzugeben und/oder anzuwenden, muss sich vorher bei der zuständigen Behörde des betreffenden Mitgliedstaates über die aktuelle Impfpolitik informieren, da diese Aktivitäten entsprechend den geltenden nationalen Rechtsvorschriften in dem gesamten Hoheitsgebiet des Mitgliedsstaates oder in Teilen davon untersagt sein können.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Dieses Tierarzneimittel darf nicht mit Gerätschaften und/oder über Trinkwasser, welche Desinfektionsmittel und/oder Antiseptika enthalten verabreicht werden. Der Stamm VG/GA-Avinew könnte unter dem Einfluss dieser Substanzen abgebaut werden.

Nicht mit anderen Tierarzneimitteln mischen.

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Wie wird Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten dosiert und angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Bei Masthühnerküken:

Erstimpfung mittels intraokulärer (Augentropfmethode) oder okulonasaler (als grobes Spray) Verabreichung: ab dem ersten Lebenstag.

Wiederholungsimpfung oral (über das Trinkwasser): im Alter von 2 bis 3 Wochen.

Zwischen den beiden Impfungen sollte ein Mindestabstand von 2 Wochen eingehalten werden.

Bei künftigen Legehennen und künftigen Elterntieren:

Zweimalige intraokuläre (Augentropfmethode), okulonasale (als grobes Spray) oder orale Verabreichung (über das Trinkwasser): im Alter von 4 und 8 Wochen.

Der Anwendung dieses Impfstoffes sollte vor Legebeginn eine Impfung mit einem inaktivierten Impfstoff (Stamm Ulster 2C) nachfolgen, um eine ausreichende Wirksamkeit zu erzielen.

Bei Puten:

Impfung mittels okulonasaler Verabreichung (als grobes Spray): ab dem ersten Lebenstag.

Art der Anwendung:

Zum Resuspendieren und Zubereiten des Impfstoffes sauberes, kaltes Wasser verwenden. Für die Zubereitung und Verabreichung des Impfstoffes sterile, Desinfektionsmittel- und/oder Antiseptika-freie Gerätschaften verwenden.

Warten Sie bis zur vollständigen Auflösung der Tabletten, bevor Sie die Impfstoff-Suspension verwenden. Der rekonstituierte Impfstoff ist eine blaue Suspension, auf dessen Oberfläche sich eine feine Schaumschicht ausbilden kann.

− Einzeltierimpfung, intraokulär:

Je 1000 Tiere wird eine Tablette zu 1000 Dosen in 50 ml abgekochtem und wieder gekühltem, chlorfreiem Trinkwasser gelöst, das in einem Desinfektionsmittel- und/oder Antiseptika-freien Behältnis vorbereitet worden ist. Warten Sie bis zur vollständigen Auflösung der Tablette und übertragen Sie anschließend die Impfstoff-Suspension mittels einer Spritze in den Tropfendosierer. Es wird empfohlen, die Zubereitung des Impfstoffs in einer von den Tieren abgetrennten, sauberen Umgebung vorzunehmen.

Damit jedes Tier einen Tropfen von 50 µl erhält, soll ein geeichter Tropfendosierer verwendet werden. Jedem Tier wird ein Tropfen der Impfstoff-Suspension in ein Auge gegeben. Nachdem der Tropfen sich verteilt hat, kann das Tier wieder losgelassen werden.

− Herdenimpfung, oral:

Je 1000 Tiere wird eine Tablette zu 1000 Dosen in so viel chlorfreiem Trinkwasser verdünnt, wie in ein bis zwei Stunden aufgenommen wird.

Bei Verwendung von Leitungswasser wird das für die Impfung benötigte Wasser mit 2,5 g Magermilchpulver pro Liter Wasser versetzt, um mögliche Spuren von Chlor zu neutralisieren.

Die Impfstoff-Suspension muss sofort nach Auflösen verabreicht werden. Vor der Impfung sollte den Tieren für 2 Stunden das Trinkwasser entzogen werden.

− Herdenimpfung, über die Atemwege:

Je 1000 Tiere wird eine Tablette zu 1000 Dosen in einer dem Typ des verwendeten Sprühgerätes (mit Druckmethode oder mit rotierendem Sprühkopf) entsprechenden Menge chlorfreiem Trinkwasser verdünnt.

Die Impfstoff-Suspension soll als Mikrotröpfchen (mittlerer Tröpfchendurchmesser 80-100 µm) über den Tieren versprüht werden.

Damit eine ordnungsgemäße Impfstoffverteilung gewährleistet ist, sollen die Tiere während des Versprühens dicht zusammenstehen. Während der Spray-Impfung sollte die Lüftung des Stalles abgeschaltet sein.

Hinweise für die richtige Anwendung

Warten Sie bis zur vollständigen Auflösung der Tabletten, bevor Sie die Impfstoff-Suspension verwenden.

Für die Zubereitung und Verabreichung des Impfstoffes sterile, Desinfektionsmittel- und/oder Antiseptika-freie Gerätschaften verwenden.

Welche Wartezeit gilt für Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten?

Null Tage.

Welche Nebenwirkungen kann Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten beim Tier haben?

Keine bekannt.

Für künftige Legehennen und künftige Elterntiere ist die Packungsbeilage des inaktivierten Impfstoffes zur Boosterung zu beachten.

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber oder seinen örtlichen Vertreter unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen, Traisengasse 5, AT-1200 Wien, E-Mail: basg-v- phv@basg.gv.at, Website: https://www.basg.gv.at

DE: Website: https://www.vet-uaw.de/

Wie ist Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten aufzubewahren und zu entsorgen?

Besondere Lagerungshinweise

Außerhalb der Sicht und Reichweite von Kindern aufbewahren.

Kühl lagern und transportieren (2 °C bis 8 °C).

Aus dem Blister entnommene, nicht verbrauchte Tabletten nicht aufbewahren. Die Blister im Umkarton aufbewahren.

Sie dürfen dieses Tierarzneimittel nach dem auf dem Umkarton angegebenen Verfalldatum nach „Exp.“ nicht mehr anwenden.

Haltbarkeit nach Rekonstitution gemäß den Anweisungen: 2 Stunden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

DE:

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser entsorgt werden.

AT:

Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Weitere Informationen zu Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Avinew NEO Brausetablette zur Herstellung einer Suspension für Hühner und Puten

2. Zusammensetzung  
Eine Dosis des gelösten Impfstoffes enthält:  
Newcastle-Disease-Virus, Stamm VG/GA-Avinew, lebend.................................... 5,5 - 7,0 log10 EID501
1EID50: Eiinfektiöse Dosis 50 %.  
Blau gesprenkelte, runde Tablette.  
     
3. Zieltierart(en)  

Hühner (Masthühner, künftige Legehennen und künftige Elterntiere):

Puten:

Einstufung von Tierarzneimitteln

Tierarzneimittel, das der Verschreibungspflicht unterliegt.

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

DE: Z. Nr.: PEI.V.02053.02.1

AT: Z.Nr.: 836610

Packung mit 1 x 10 Tabletten zu 1000 oder 2000 Dosen Packung mit 10 x 10 Tabletten zu 1000 oder 2000 Dosen

Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in Verkehr gebracht.

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

04/2026

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Kontaktdaten

Zulassungsinhaber:

DE:

Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH

Binger Str. 173

55216 Ingelheim

Deutschland

AT:

Boehringer Ingelheim Animal Health France SCS 29 avenue Tony Garnier

69007 Lyon

Frankreich

Für die Chargenfreigabe verantwortlicher Hersteller:

Boehringer Ingelheim Animal Health France SCS Laboratoire Porte des Alpes

Rue de l'Aviation 69800 Saint-Priest Frankreich

Örtlicher Vertreter und Kontaktdaten zur Meldung vermuteter Nebenwirkungen:

DE:

Boehringer Ingelheim Vetmedica GmbH

DE-55216 Ingelheim

Tel: 0800 290 0 270

AT:

Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG

Dr. Boehringer Gasse 5-11

AT-1121 Wien

Tel: +43 1 80105-6880

Weitere Informationen

Der Impfstoff enthält lebendes Newcastle-Disease-Virus, Stamm VG/GA-Avinew. Der Stamm VG/GA-Avinew ist lentogen und von Natur aus apathogen für Hühner (Genotyp I, Klasse II). Der Impfstoff induziert die Ausbildung einer aktiven Immunität gegen Newcastle-Disease, wie durch Testinfektionen bei Masthühnerküken und bei Puten nachgewiesen wurde.

AT: Rezept- und apothekenpflichtig. Charge staatlich freigegeben.

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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Die dargestellten Inhalte ersetzen nicht die originale Beipackzettel des Arzneimittels, insbesondere im Bezug auf Dosierung und Wirkung der einzelnen Produkte. Wir können für die Korrektheit der Daten keine Haftung übernehmen, da die Daten zum Teil automatisch konvertiert wurden. Für Diagnosen und bei anderen gesundheitlichen Fragen ist immer ein Arzt zu kontaktieren. Weitere Informationen zu diesem Thema sind hier zu finden

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