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Medikamente

Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen

Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen
Inhalt
  1. Was ist es und wofür wird es verwendet?
  2. Was müssen Sie vor dem Gebrauch beachten?
  3. Wie wird es angewendet?
  4. Was sind mögliche Nebenwirkungen?
  5. Wie soll es aufbewahrt werden?
  6. Weitere Informationen

Das Wichtigste in Kürze

Bezeichnung des Tierarzneimittels Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen Anwendungsgebiet(e) PFERD Als Analgetikum: Zur Linderung mäßiger bis schwerer abdominaler Schmerzen (lindert abdominale Schmerzen im Zusammenhang mit Koliken gastrointestinalen Ursprungs).

Zulassungsinhaber
V.M.D. NV
Abgabestatus
Abgabe durch eine (öffentliche) Apotheke
ATC Code
QN02AF01

Diese Zusammenfassung ersetzt nicht die Packungsbeilage und keine ärztliche Beratung.

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Gebrauchsinformation

Wofür wird Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen angewendet?

Bezeichnung des Tierarzneimittels

Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen

Anwendungsgebiet(e)

PFERD

Als Analgetikum:

Zur Linderung mäßiger bis schwerer abdominaler Schmerzen (lindert abdominale Schmerzen im Zusammenhang mit Koliken gastrointestinalen Ursprungs).

Als Sedativum:

Zur Sedierung nach Verabreichung bestimmter α2-Adrenozeptoragonisten (Detomidin, Romifidin).

HUND

Als Analgetikum:

Zur Linderung mäßiger viszeraler Schmerzen.

Als Sedativum:

Zur Sedierung in Kombination mit bestimmten α2-Adrenozeptor-Agonisten (Medetomidin).

Als Medikation vor Narkosen:

Zur Narkoseprämedikation allein oder in Kombination mit Acepromazin.

Bei Narkose:

Zur Kombinationsnarkose mit Medetomidin und Ketamin.

KATZE

Als Analgetikum zur Linderung mäßiger Schmerzen:

Zur präoperativen Analgesie in Kombination mit Acepromazin/Ketamin oder Xylazin/Ketamin. Zur postoperativen Analgesie nach kleinen chirurgischen Eingriffen.

Als Sedativum:

Zur Sedierung in Kombination mit bestimmten α2-Adrenozeptor-Agonisten (Medetomidin).

Bei Narkose:

Zur Kombinationsnarkose mit Medetomidin und Ketamin.

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Was ist vor der Einnahme von Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen zu beachten?

Gegenanzeigen

Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht anwenden bei Tieren mit schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen.

Die Anwendung von Butorphanol bei Schädel-Hirn-Traumata oder organischen Hirnläsionen und bei Tieren mit obstruktiver Atemwegserkrankung, Herzerkrankung oder Krampfleiden ist kontraindiziert.

Pferd:

Kombination Butorphanol/Detomidinhydrochlorid: Nicht anwenden bei trächtigen Tieren.

Nicht anwenden bei Pferden mit bestehender Herzrhythmusstörung oder Bradykardie (verringerte Herzfrequenz).

Die Kombination bewirkt eine verminderte gastrointestinale Motilität und sollte daher nicht bei Koliken mit Kotverhaltung angewendet werden.

Aufgrund einer möglichen Atemdepression ist das Tierarzneimittel bei Pferden mit Lungenemphysem kontraindiziert.

Kombination Butorphanol/Romifidin:

Diese Kombination darf nicht im letzten Monat der Trächtigkeit angewendet werden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Entsorgung

AT: Arzneimittel sollten nicht über das Abwasser oder den Haushaltsabfall entsorgt werden.

Nutzen Sie Rücknahmesysteme für die Entsorgung nicht verwendeter Tierarzneimittel oder daraus entstandener Abfälle nach den örtlichen Vorschriften und die für das betreffende Tierarzneimittel geltenden nationalen Sammelsysteme. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

DE: Nicht aufgebrauchte Tierarzneimittel sind vorzugsweise bei Schadstoffsammelstellen abzugeben. Bei gemeinsamer Entsorgung mit dem Hausmüll ist sicherzustellen, dass kein missbräuchlicher Zugriff auf diese Abfälle erfolgen kann. Tierarzneimittel dürfen nicht mit dem Abwasser bzw. über die Kanalisation entsorgt werden. Diese Maßnahmen dienen dem Umweltschutz.

Fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker, wie nicht mehr benötigte Arzneimittel zu entsorgen sind.

Wie wird Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen angewendet?

Dosierung für jede Tierart, Art und Dauer der Anwendung

Pferd: Zur intravenösen Anwendung (i. v.).

Hund und Katze: Zur intravenösen (i. v.), intramuskulären (i. m.) und subkutanen Anwendung (s. c.). Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht so genau wie möglich ermittelt werden.

PFERD

Als Analgetikum

Die analgetische Wirkung tritt innerhalb von 15 Minuten nach der Injektion ein und hält rund 2 Stunden an.

Art der Dosis Dosis Alvegesic   Anmerkungen
Anwen- Butorphanol vet. 10 mg/ml    
dung mg/kg ml/kg    
  Körpergewicht Körpergewicht    
         
       
  i. v.   0,10   0,01 Die Dosis kann nach 3–4 Stunden  
            wiederholt werden. Insgesamt ist eine  
            Behandlungsdauer von 48 Stunden nicht zu  
            überschreiten.    
Zur Sedierung (bei intravenöser Anwendung) in Kombination mit weiteren Wirkstoffen  
           
  Kombinations- i. v. Dosis des i. v. Dosis i. v. Dosis  
  Sedativum (verabreicht Kombinationswirkstoffs Butorphanol Alvegesic vet. 10mg/ml  
  5 Minuten vor          
  Alvegesic vet. mg/kg Körpergewicht mg/kg ml/ 100 kg  
  10mg/ml       Körpergewicht Körpergewicht  
  Injektionslösung)          
  Detomidinhydrochlorid* 0,012 0,025 0,25  
  Romfidin   0,04-0,12 0,02 0,20  

* Die klinische Erfahrung hat gezeigt, dass eine Gesamtdosis von 5 mg Detomidinhydrochlorid und 10 mg Butorphanol die wirksame, verträgliche Sedierung von Pferden über 200 kg Körpergewicht gewährleistet.

HUND

Als Analgetikum

Die analgetische Wirkung tritt innerhalb von 15 Minuten nach der Injektion ein.

  Art der   Dosis   Dosis   Anmerkungen    
  Anwen-   Butorphanol   Alvegesic vet. 10 mg/ml      
  dung                
      mg/kg   ml/kg Körpergewicht        
      Körpergewicht            
  i. v., 0,20-0,30   0,02-0,03   Rasche i. v. Injektion vermeiden.(siehe  
  i. m.           Abschnitt „Besondere Warnhinweise“).  
  oder           15 Minuten vor Beendigung der  
  s. c.           Anästhesie verabreichen, um Analgesie  
              in der Aufwachphase zu gewährleisten.  
              Dosis nach Bedarf wiederholen.  
Zur Sedation in Kombination mit weiteren Wirkstoffen        
               
  Art der   Dosis Dosis Dosis Anmerkungen  
  Anwen   Butorphanol Alvegesic vet. 10 Medetomidinhydrochlor    
  -dung     mg/ml id    
      mg/kg ml/kg Körpergewicht mg/kg Körpergewicht    
      Körpergewicht            
  i. m.   0,1 0,01 0,01-0,025 Vor Beginn des  
  oder         (je nach gewünschtem Eingriffs 20 Minuten  
  i. v.         Grad der Sedation) abwarten, bis tiefe  
                Sedation eingesetzt  
                hat.  

Als Prämedikation

1. wenn Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung als einziges Tierarzneimittel angewendet wird:

Dosis Butorphanol Dosis Art der Zeitpunkt der Verabreichung
mg/kg Alvegesic vet. 10 Anwendung  
Körpergewicht mg/ml    
  ml/kg Körpergewicht    
     
0,1–0,20 0,01-0,02 i. v., i. m. oder 15 Minuten vor
    s. c. Narkoseeinleitung

2. wenn Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung in Kombination mit 0,02 mg/kg Acepromazin angewendet wird:

Dosis Butorphanol Dosis Art der Zeitpunkt der Verabreichung
mg/kg Alvegesic vet. 10 Anwendung  
Körpergewicht mg/ml    
  ml/kg Körpergewicht    
0,10* 0,01 * i. v. oder i. m. Mindestens 20 Minuten
      abwarten bis zum vollen
      Wirkungseintritt; der Abstand
      zwischen Prämedikation und
      Narkoseeinleitung kann jedoch
      flexibel zwischen 20 und 120
      Minuten gewählt werden.

Die Dosis kann auf 0,2 mg/kg (entspricht 0,02 ml/kg) erhöht werden, wenn das Tier schon vor dem Eingriff unter Schmerzen leidet oder wenn während des chirurgischen Eingriffs ein höherer Grad der Analgesie erforderlich ist.

Anwendung bei Kombinationsnarkosen mit Medetomidin & Ketamin

Art der Dosis Dosis Alvegesic Dosis Dosis Ketamin Anmerkungen
Anwendung Butorphanol vet. 10 mg/ml Medetomidin mg/kg  
  mg/kg ml/kg mg/kg Körpergewicht  
  Körpergewicht Körpergewicht Körpergewicht    
i. m. 0,10 0,01 0,025 5,0* Von der
          Aufhebung mit
          Atipamezol
          wird abgeraten.
  • Ketamin ist 15 Minuten nach der i. m. Gabe der Kombination Butorphanol/Medetomidin zu verabreichen.

Nach der i. m.-Applikation der Kombination des Tierarzneimittels und Medetomidin treten nach ca. 6 bzw. 14 Minuten Hinlegen und Aussetzen des Zwischenzehenreflexes ein. Nach Verabreichung von Ketamin kehrt der Zwischenzehenreflex nach etwa 53 Minuten zurück, der Wechsel in die Brustlage erfolgt nach weiteren 35 Minuten das Aufstehen nach noch einmal 36 Minuten.

KATZE

Als Analgetikum

Präoperativ

Art der Dosis Dosis Anmerkungen
Anwendung Butorphanol Alvegesic vet. 10  
  mg/kg mg/ml  
  Körpergewicht ml/kg Körpergewicht  
i. m. oder 0,4 0,04 * 15–30 Minuten vor der i. v. Gabe von
s. c.     Mitteln zur Anästhesieeinleitung
      verabreichen
      5 Minuten vor der i. m. Gabe von
      Mitteln zur Narkoseeinleitung wie den
      Kombinationen Acepromazin/Ketamin
      oder Xylazin/Ketamin verabreichen
     

Präklinische Modellstudien und klinische Feldstudien an Katzen haben gezeigt, dass die analgetische Wirkung von Butorphanoltartrat innerhalb von 20 Minuten eintritt.

Postoperativ

    Art der       Dosis     Dosis     Anmerkungen        
    Anwendung   Butorphanol   Alvegesic vet. 10            
                    mg/ml                
              mg/kg     ml/kg Körpergewicht            
              Körpergewicht                    
    s. c. oder   0,4     0,04     15 Minuten vor dem Aufwachen    
    i. m.                   verabreichen        
    i. v.       0,1     0,01     15 Minuten vor dem Aufwachen    
                          verabreichen        
  Zur Sedierung in Kombination mit weiteren Wirkstoffen            
                             
  Art der   Dosis     Dosis     Dosis   Anmerkungen  
  Anwen-   Butorphanol   Alvegesic vet. 10 mg/ml   Medetomidin-        
  dung                     hydrochlorid        
        mg/kg     ml/kg Körpergewicht   mg/kg        
        Körpergewicht           Körpergewicht        
  i. m.   0,4       0,04     0,05   Beim Vernähen  
  oder                           der Operations-  
  s. c.                           wunde ist ein  
                                Lokal-  
                                anästhetikum zu  
                                infiltrieren.  
  Anwendung bei Kombinationsnarkose mit Medetomidin & Ketamin        
               
Art der   Dosis Dosis Dosis   Dosis Ketamin Anmerkungen
Anwendung   Butorphanol Alvegesic vet. Medetomidin            
                10 mg/ml                
          mg/kg ml/kg mg/kg   mg/kg        
          Körpergewicht Körpergewicht Körpergewicht Körpergewicht        
i. m.   0,40   0,04   0,08     5,0* Hinlegen und
                              Aussetzen des
                              Zwischenzehenreflexes
                              treten 2–3 bzw. 3
                              Minuten nach der
                              Injektion ein.
                              Bei Aufhebung mit
                              Atipamezol kehrt der
                              Zwischenzehenreflex
                              nach 2 Minuten
                              zurück, der Wechsel in
                              die Brustlage erfolgt
                              nach 6 Minuten das
                              Aufstehen nach
                              31 Minuten.
i. v. 0,10 0,01 0,04 1,25–2,50 Bei Aufhebung mit
        (je nach Atipamezol kehrt der
        gewünschtem Zwischenzehenreflex
        Grad der nach 4 Minuten
        Narkose) zurück, der Wechsel in
          die Brustlage erfolgt
          nach 7 Minuten, das
          Aufstehen nach
          18 Minuten.
  • Ketamin ist 15 Minuten nach der i. m. Gabe der Kombination Butorphanol/Medetomidin zu verabreichen.

Hinweise für die richtige Anwendung

Hund:

Bei intravenöser Injektion muss das Tierarzneimittel langsam verabreicht werden. Nicht als Bolus injizieren.

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Wie ist Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen aufzubewahren?

Arzneimittel unzugänglich für Kinder aufbewahren. Nicht im Kühlschrank lagern oder einfrieren. Die Durchstechflasche im Umkarton aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.

Sie dürfen das Tierarzneimittel nach dem auf dem Etikett und dem Karton angegebenen Verfalldatum nicht mehr anwenden. Das Verfalldatum bezieht sich auf den letzten Tag des Monats.

Haltbarkeit nach dem ersten Öffnen/Anbruch der Primärverpackung: 28 Tage

Weitere Informationen zu Alvegesic vet. 10 mg/ml Injektionslösung für Pferde, Hunde und Katzen

Zusammensetzung

Jeder ml enthält:

Wirkstoff:

Butorphanol 10 mg (entsprechend Butorphanoltartrat 14,58 mg)

Sonstige Bestandteile:

Benzethoniumchlorid 0,10 mg

Klare, farblose Injektionslösung.

Besondere Warnhinweise

Besondere Warnhinweise:

Butorphanol ist für die Anwendung in Situationen bestimmt, in denen eine kurz anhaltende Analgesie (Pferd, Hund) bzw. eine kurz bis mittellang anhaltende Analgesie (Katze) erforderlich ist.

Eine ausgeprägte Sedierung tritt bei Katzen nicht ein, wenn Butorphanol als einziger Wirkstoff angewendet wird.

Das Ansprechen auf Butorphanol kann bei Katzen individuell unterschiedlich sein. Bei Ausbleiben einer angemessenen schmerzlindernden Wirkung ist ein anderes Schmerzmittel zu verwenden.

Eine Dosiserhöhung bewirkt bei Katzen keine Verstärkung oder Verlängerung der gewünschten Wirkung.

Vor der Anwendung jeglicher Wirkstoffkombinationen auch die Gegenanzeigen und Warnhinweise in den Fachinformationen oder Packungsbeilagen der anderen Tierarzneimittel zu Rate ziehen. Aufgrund seiner hustendämpfenden Eigenschaften kann Butorphanol zur Ansammlung von Schleim in den Atemwegen führen. Bei Tieren mit Atemwegserkrankungen mit erhöhter Schleimproduktion, sowie bei Tieren, die gegenwärtig mit Expektoranzien behandelt werden, ist Butorphanol daher nur nach Nutzen-Risiko-Abwägung durch den verantwortlichen Tierarzt zu verabreichen.

Zur gleichzeitigen Anwendung mit anderen zentral dämpfenden Arzneimitteln siehe Abschnitt

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen.

Zur Kombination von Butorphanol und α2-Adrenozeptor-Agonisten siehe Abschnitt

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn das Tierarzneimittel an Tiere mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion verabreicht wird.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die sichere Anwendung bei den Zieltierarten: FÜR ALLE ZIELTIERARTEN

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels bei Hunde- und Katzenwelpen und Fohlen ist nicht erwiesen. Die Anwendung des Tierarzneimittels bei diesen Gruppen sollte auf der Grundlage einer Nutzen-Risiko-Analyse durch den zuständigen Tierarzt erfolgen.

Pferd:

Die Anwendung des Tierarzneimittels in der empfohlenen Dosierung kann vorübergehende Ataxie und/oder Übererregung hervorrufen. Um der Verletzungsgefahr für Tier und Mensch

vorzubeugen, ist bei der Behandlung von Pferden der Ort der Behandlung umsichtig zu wählen.

Hund:

  • Bei intravenöser Injektion muss das Tierarzneimittel langsam verabreicht werden.
  • Die Dosis muss bei Hunden mit MDR1-Mutation um 25-50 % reduziert werden.

Katze:

Bei intravenöser Injektion muss das Tierarzneimittel langsam injiziert werden. Es wird empfohlen, entweder eine Insulinspritze oder eine 1-ml-Spritze mit Graduierung zu verwenden.

Besondere Vorsichtsmaßnahmen für den Anwender:

Butorphanol hat opioide Wirkung. Es sind geeignete Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um eine versehentliche (Selbst-)Injektion mit diesem wirkungsstarken Tierarzneimittel zu verhindern. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen von Butorphanol beim Menschen, die nach versehentlicher Selbstinjektion auftreten können, sind Schläfrigkeit, Transpiration, Übelkeit, Benommenheit und Schwindel. Bei versehentlicher Selbstinjektion ist unverzüglich ein Arzt zu Rate aufzusuchen und die Packungsbeilage oder das Etikett vorzuzeigen. DER BETROFFENE DARF NICHT SELBST EIN FAHRZEUG FÜHREN. DieseWirkung lässt sich mit einem Opioid-Antagonisten aufheben. Spritzer, die auf die Haut oder in die Augen gelangen, unverzüglich abspülen.

Ein Opioid-Antagonist (z. B. Naloxon) kann als Gegenmittel verwendet werden.

Trächtigkeit und Laktation:

Die Unbedenklichkeit des Tierarzneimittels während der Trächtigkeit und Laktation ist nicht belegt.

Die Anwendung während der Trächtigkeit und Laktation wird nicht empfohlen. Zur Anwendung des Tierarzneimittels in Kombination mit α2-Adrenozeptor-Agonisten (siehe Abschnitt 5

„Gegenanzeigen“).

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und andere Wechselwirkungen:

In Kombination mit weiteren Schmerz- oder Beruhigungsmitteln muss Butorphanol mit besonderer

Vorsicht angewendet werden. Sowohl die Dosis von Butorphanol als auch des α-Agonisten ist zu verringern, um unerwünschte synergistische Wirkungen zu verhindern.

Die Anwendung von Butorphanol kann die nachfolgende Gabe anderer Analgetika beeinflussen und z. B. eine Erhöhung der Dosis reiner Opioidagonisten wie Morphin oder Oxymorphon erforderlich machen.

Aufgrund seiner Eigenschaften als Antagonist des µ-Opioidrezeptors kann Butorphanol die analgetische Wirkung aufheben, wenn das Tier zuvor bereits reine µ-Opioidagonisten erhalten hat. Bei gleichzeitiger Anwendung anderer zentral dämpfender Substanzen muss mit einer Verstärkung der Wirkung von Butorphanol gerechnet werden, weshalb diese Substanzen nur mit besonderer Vorsicht angewendet werden sollten. Bei gleichzeitiger Gabe dieser Substanzen ist daher eine verringerte Dosis

anzuwenden.

Die Kombination von Butorphanol und α2-Adrenozeptoragonisten ist bei Tieren mit kardiovaskulären Erkrankungen nur mit besonderer Vorsicht anzuwenden. Die gleichzeitige Gabe von Anticholinergika wie Atropin ist in Betracht zu ziehen.

Überdosierung:

Die wichtigste Folge der Überdosierung ist die Atemdepression. Diese kann durch Naloxon wieder aufgehoben werden. Um die Auswirkungen von Kombinationen mit Detomidin/Medetomidin aufzuheben, kann Atipamezol angewendet werden, außer wenn zuvor eine Kombination aus

Butorphanol, Medetomidin und Ketamin intramuskulär für die Anästhesie beim Hund angewendet wurde. In diesem Fall ist Atipamezol nicht anzuwenden. (siehe Abschnitt 8 „Dosierung für jede

Tierart, Art und Dauer der Anwendung“).

Weitere mögliche Anzeichen einer Überdosierung beim Pferd sind Ruhelosigkeit/Erregung, Muskeltremor, Ataxie, vermehrter Speichelfluss, verringerte gastrointestinale Motilität und Krampfanfälle.

Bei Katzen sind die Hauptanzeichen einer Überdosierung Koordinationsstörungen, Speichelfluss und leichte Krampfanfälle.

Wesentliche Inkompatibilitäten:

Da keine Kompatibilitätsstudien durchgeführt wurden, darf dieses Tierarzneimittel nicht mit anderen Tierarzneimitteln gemischt werden.

7. Nebenwirkungen  
Pferde:  
     
Sehr häufig Ataxie (Störung der Bewegungskoordination)1,2,
Sedierung³
(> 1 Tier / 10 behandelte Tiere):
 
   
Unbestimmte Häufigkeit Laufbewegungen4
(kann auf der Grundlage der Ruhelosigkeit
verfügbaren Daten nicht geschätzt Kardiale Depression
Störung des Verdauungstrakts5
werden):
Zittern
   
    Atemdepression
     
  1. Leicht, kann 3-10 Minuten anhalten, kann in einigen Fällen 1-2 Stunden andauern.
  2. Leicht bis schwer, kann in Kombination mit Detomidin auftreten, klinische Studien haben jedoch gezeigt, dass ein Zusammenbrechen des Tieres unwahrscheinlich ist. Übliche Sicherheitsmaßnahmen sind zu beachten, um Selbstverletzungen zu vermeiden.
  3. Kann bei rund 15 % der Pferde auftreten
  4. Exzitatorische lokomotorische Wirkungen nach intravenöser Bolusinjektion mit der höchsten zulässigen Dosis (0,1 mg/kg Körpergewicht)
  5. Es tritt keine Verkürzung der Gastrointestinalpassage auf. Diese Auswirkungen sind dosisabhängig und in der Regel geringfügig und vorübergehend.

Hunde:

Selten Durchfall
Ataxie (Störung der Bewegungskoordination)1
(> 1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte
Anorexie (Appetitlosigkeit)
Tiere):
 
   
Unbestimmte Häufigkeit Schmerzen an der Injektionsstelle2
(kann auf der Grundlage der Kardiale Depression3,4
verfügbaren Daten nicht geschätzt Störung des Verdauungstrakts5
Sedierung6
werden):
Atemdepression3,4
 
   
1Vorübergehende klinische Wirkung  
  1. Lokale Schmerzen aufgrund der intramuskulären Injektion.
  2. in Form von einer Bradykardie (verringerte Herzfrequenz) und eines verringerten diastolischen Drucks, was sich in einer Verringerung der Atemfrequenz zeigt. Das Ausmaß der Depression ist dosisabhängig. Naloxon kann als Gegenmittel verwendet werden.
  3. Bei einer schnellen intravenösen Injektion kann eine mittel- bis hochgradige kardiopulmonale Depression auftreten.
  4. Verringerung der Magen-Darm-Motilität
  5. Leichte Intensität

Katzen:

Selten Durchfall  
Ataxie (Störung der Bewegungskoordination)1
(> 1 bis 10 Tiere / 10 000 behandelte
Anorexie (Appetitlosigkeit)  
Tiere):  
     
       
Unbestimmte Häufigkeit Schmerzen an der Injektionsstelle
   
(kann auf der Grundlage der Erregung  
verfügbaren Daten nicht geschätzt    
Mydriasis  
werden):  
Sedierung2  
   
  Atemdepression3  
  Dysphorie (Unbehagen)  
     
1Lokale Schmerzen aufgrund der intramuskulären Injektion.  
  1. Leichte Intensität
  2. Naloxon kann als Gegenmittel verwendet werden

Die Meldung von Nebenwirkungen ist wichtig. Sie ermöglicht die kontinuierliche Überwachung der Verträglichkeit eines Tierarzneimittels. Falls Sie Nebenwirkungen, insbesondere solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, bei Ihrem Tier feststellen, oder falls Sie vermuten, dass das Tierarzneimittel nicht gewirkt hat, teilen Sie dies bitte zuerst Ihrem Tierarzt mit. Sie können Nebenwirkungen auch an den Zulassungsinhaber den örtlichen Vertreter des Zulassungsinhabers unter Verwendung der Kontaktdaten am Ende dieser Packungsbeilage oder über Ihr nationales Meldesystem melden.

DE: Die Meldungen sind vorzugsweise durch einen Tierarzt an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) zu senden. Meldebögen und Kontaktdaten des BVL sind auf der Internetseite https://www.vet-uaw.de/ zu finden oder können per E-Mail (uaw@bvl.bund.de) angefordert werden. Für Tierärzte besteht die Möglichkeit der elektronischen Meldung auf der oben genannten Internetseite.

AT: Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen Traisengasse 5

1200 WIEN ÖSTERREICH

Fax: + 43 (0) 50 555 36207 Website: http://www.basg.gv.at/

Zulassungsnummern und Packungsgrößen

AT: 8-00815

DE: 401129.00.00

Packungsgröße:

Faltschachtel mit 1 Durchstechflasche mit 10 ml Injektionslösung

Datum der letzten Überarbeitung der Packungsbeilage

{MM/JJJJ}

Detaillierte Angaben zu diesem Tierarzneimittel sind in der Produktdatenbank der Europäischen Union verfügbar (https://medicines.health.europa.eu/veterinary).

Redaktionelle Grundsätze

Alle für den Inhalt herangezogenen Informationen stammen von geprüften Quellen (anerkannte Institutionen, Fachleute, Studien renommierter Universitäten). Dabei legen wir großen Wert auf die Qualifikation der Autoren und den wissenschaftlichen Hintergrund der Informationen. Somit stellen wir sicher, dass unsere Recherchen auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basieren.

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